Platinendesign / Platinenlöten

OP #1679071
Hallo MC Forum

ich bin dabei mein kleines Electronic projekt auf Platine zu bringen 
zumindest versuche ich es.

Ich habe gestern ziemlich kange daran gesessen und versucht alles 
einseitig zu gestalten das geht aber hinten und vorne nicht.

Also habe ich beschlossen die Stromversorgung und die sich immer 
wiederholenden leitbahnen unten zu machen und alles andere auf die obere 
Seite der Platine zu verlegen.

Trotzallem das wird ein richtiges Durcheinander.

Meine Frage ist deshalb ob es nicht irgendwelche Hilfeseiten dazu gibt 
(hab im netz noch nichts gefunden) und ob es so üblich ist das sich auf 
der Platinenoberseite auch Lötpunkte befinden??

Hab mal einen Teil meines Design hochgeladen.


Gruß Lukas
Angehängte Dateien:
OP
Vielen Dank Guido bin gerade schon am umsetzen! :-)

Ich hab in dem Tutorial nichts diesbezüglich gefunden. Da einige 
Bauteile auf meiner Platine oben verbunden sind muss auch oben gelötet 
werden. Ist das totaler murx oder wird das durchaus gemacht??


Dank und Gruß

Lukas
Industriell gefertigte Platinen sind durchkontaktiert. Man muss also nur 
auf einer Seite löten. Idealerweise auf der, die leichter zugänglich ist 
;-)

Hobbyplatinen sind meist nur einseitig (Unterseite). Geradlinige 
Verbindungen auf der Platinenoberseite ersetzt man i. d. R. durch 
einfache Drahtbrücken. Wenn man genau arbeitet, kann man auch 
doppelseitige Platinen ätzen. Durchkontaktiert wird dann mittels 
Hohlnieten (Von Bungard), speziellen Durchkontaktierstiften (Bei 
Farnell) oder durch spezielle chemische Verfahren. Manche schaffen es 
sogar, die in der Industrie eingesetzte Galvanisierung im Hobbykeller 
nachzuahmen.

Ich hoffe, du setzt auch bei Sprint-Layout zunächt mit Luftlinien fest, 
was verdrahtet werden muss? Dann hättest du nämlich auf deinem Bild 
schon alle Verbindungen realisiert. Etwas Feintuning und das Ätzen kann 
beginnen. 45°-Winkel erzeugen einen professionelleren Look. Bei 
niedrigen Frequenzen bleibt das aber das einzige Argument contra 90°. 
Teilweise sind da aber auch Haken in deinen Leiterbahnen, dass sieht 
doch nicht gut aus?
OP
Sehr ausführlich und hilfreich danke.

Also wenn ich doppelseitig arbeite bräuchte ich an jedem Pin der 
eigentlich oberhalb gelötet werden muss eine Hohlniete?

Ich kenne mich nicht wirklich aus ist das ein großer arbeitsaufwand 
diese einzusetzen so bei sagen wir mal hundert bohrungen?


gruß und Dank
Das ist richtig erkannt. Manche doppelseitige Protoplatte hat hunderte 
solcher Nieten drin - die reinste Jeanshose ;-))))
Alternativ kann man inzwischen für vergleichsweise kleines Geld fertige 
doppelseitige Leiterplatten fertigen lassen, wenn man den Extraaufwand 
rechnet, kann das schon sehr viel Arbeit ersparen.
Noch ein Hinweis: Konventionelle (bedrahtete) Bauteile werden nur auf 
der Oberseite bestückt, wenn SMD ins Spiel kommt, kann auch auf beiden 
Seiten bestückt werden. Eine Drahtbrücke läßt sich auch gut durch einen 
1206-Widerstand oder C ersetzen, da gehen 3 Leiterbahnennzwischen den 
Pads durch, wenn man will. Man kann ja auch 0 Ohm einsetzen....
Natürlich muss nicht jedes Pad durchkontaktiert sein, nur die, die auch 
auf der Oberseite eine Verbindung mit einem anderen Bauteil haben. Alles 
andere wäre aufwendig, teuer und durch die mechanische Beanspruchung 
womöglich störanfällig.

Meistens muss man aber nur alles schlau hindrehen. Hast du von dem Gerät 
einen Schaltplan? Sind in dem Bild schon alle Verbindungen eingetragen?
Gast
nimm mal Eagle und versuche zuersrs durch die Luftlinien die Plazierung 
der Bauteile zu optimieren.

Wenn dann im Top-Layer die übrggbleibenden Leiterbahnen gerade sind und 
keine Bauteile kreuzen, kann man die durch Drahtbrücken ersetzen.

Axel
Bei den bedrahteten Bauteilen, die oben angeschlossen werden, reicht es 
aus, wenn du auf beiden seiten Pads vorsiehst und diese dann oben bzw. 
beidseitig verlötest. guck dir aber vorher das Bauteil an, ob du mit 
einem Lötkolben überhaupt an den pin dran kommst.
Und Widerstände, Kondensatoren lassen sich wunderbar auch als 'Brücken' 
misbrauchen. Ist in einer Leitung ein Widerstand vorgesehen, verschiebt 
man den an die Stelle an der man eine Brücke setzen müsste.

Vorbereitung ist schon mal die halbe Miete für eine einseitige Platine 
(so es sich überhaupt ausgeht). Zuerst mit den Luftlinien die Bauteile 
verschieben und drehen, bis man möglichst wenig Überkreuzungen hat. Das 
kann durchaus eine gewisse Zeit dauern. Auch nicht davor 
zurückschrecken, bereits geroutete Leiterbahnen noch einmal aufzumachen, 
wenn man merkt, dass man sich mit einer einzigen Bahn 5 andere 
blockiert.
OP
Ersteinmal herzlichen Dank für die rege Teilnahme :-)

Ich hab jetzt soweit alles umgesetzt und bin fertig. Habe jedoch die 
eine oder andere Drahtbrücke eingebaut.

Wie ist das zu verstehen mit den 0 Ohm Widerständen?? Welcher 
widerstandswert ginge für die verdrahtung von Signalen für CMOS 
Bausteine Betrieben mit so um die 5 - 6 V??

Gruß und Dank Lukas
@Di Gi (lukasleon)

>Wie ist das zu verstehen mit den 0 Ohm Widerständen??

Die nimmt man als Drahtbrücke. Hat den Vorteil, dass es ein normales 
Bauteil ist, welches leicht bestückbar ist, sogar als SMD.

> Welcher
>widerstandswert ginge für die verdrahtung von Signalen für CMOS
>Bausteine Betrieben mit so um die 5 - 6 V??

Nimm Null Ohm. 10 Ohm gehen aber auch.

MfG
Falk
Gast
Hallo zusammen,

ich möchte die Diskussion hier nochmal aufgreifen/reanimieren und mein 
Problem erklären:

Ich habe mit Eagle eine doppelseitge Platine erstellt, die ich auch 
gerne ätzen würde. Soweit sollte alles kein Problem darstellen. Was ich 
mich allerdigs frage, wie sieht es mit der Durchkontaktierung mit Hilfe 
der Bauteile aus? Wie mache ich das? Und zwar bei den Schraubklemmen 
(Siehe Bild).
Angehängte Dateien:
Gast
vorher fädeldraht durchziehen und oben+unten auf der leiterbahn verlöten 
bevor die klemme eingesetzt wird. man sollte es aber tunlichst vermeiden 
sowas hinzufrickeln. doppelseitige platinen zum selber fertigen sehen 
später meist aus wie hingekotzt!

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