Moin,
ich habe mir in den letzten Wochen ne kleine
Schaltung mit nem ATmega8 gebastelt die den Momentanverbrauch
meines alten Autos misst.
Gemessen wird die Einschaltdauer des Einspritzventils.
Ich muss natürlich noch den genauen Durchflußwert
ermitteln (messen) aber es läuft soweit.
Naja nun zur Frage:
Wenn ich den Momantanverbrauch berechne
(Benötigte Werte: Dauer der Einspritzung und
zurückgelegter Weg; je die Summe in 0,5s) so entstehen
bei langsamer Fahrt hohe Werte also zB. 80 L/100km.
Das ist ja soweit auch richtig. Wenn mein Auto im
Leerlauf ca. 1L/h verbraucht und ich mich mit 1km/h
einen 100km "langen" Berg herrunterrollen lasse (im Leerlauf)
verbrauche die Kiste nun mal 100 L/100km.
Wie ist das bei neueren Autos mit so einer Anzeige geregelt.
Wird da der Momentanberbaruch vielleicht in L/h angegeben?
mfg
nö, aber in etlichen Fällen wird einfach gelogen.
Z.B. im Leerlauf, da bleibt einfach die alte Anzeige stehen
oder die Bezugsdauer wird klammheimlich verlängert.
> Wird da der Momentanberbaruch vielleicht in L/h angegeben?
Nur im Stand, sonst natürlich in l/100km. Alles andere wäre Schwachsinn-
oder willste beim Fahren einen Taschenrechner benutzen?
Im Stand (vielleicht auch bei niedrigen Geschwindigkeiten?) schaltet die
Anzeige auf l/h um. Gesehen z.B. bei Seat.
BMW hat (hatte? hab keinen neuen gefahren...) eine analoge Anzeige, da
war bei 30l/100km am Anschlag.
Gutes Messprinzip. Wo greift man das Signal ab?
> Gutes Messprinzip. Wo greift man das Signal ab?
Bei den VW-ähnlichem Motoren zumindest hat eine der Einpritzdüsen
einen induktiven Wegaufnehmer (falls wir von Dieselmotoren reden).
Alternativ könnte man es theoretisch aus dem Steuergeät holen.
Ah, hatte mir schon gedacht das da rumgemauschelt wird.
Die Werte sind ja auch erschreckend ;)
Ja im Stand geht die Anzeige bei mir auch auf L/h.
Mach ja sonst keinen Sinn. Aber beim herranrollen
an ne Kreuzung entstehen zwangsläufig hohe Werte.
@ Daniel
>> Gutes Messprinzip. Wo greift man das Signal ab?
Also hab nen Opel Astra F (91 Baujahr). Das Steuergerät
steuert das Einspritzventiel direkt an.
Also Einspritzventiel an einem Anschluß 12V und
wird durchs Steuergerät auf am anderen Anschluss
auf Masse gezogen.
(Nun ja ich hoffe das es so läuft hab mir nur
die Stromlaufpläne der Kiste angeschaut).
Kommt aber hin. Man gibt gas und die Zeit geht nach
oben.
Danke für die Antworten
Ein flüchtig Bekannter von mir hat(te?) einen großen Amischlitten, der
hatte ein Zeigerinstrument in der Benzinleitung. Das war immer schön
anzusehen, wenn man da 'mal Gas gab.
Oder stell deinen Verbrauch in Strecke pro Spritmenge dar, z.B. km/l. So
machen es z.B. die Amis/Briten (miles per gallon, mpg). Das hat den
Vorteil, dass keine Singularität bei Geschwindigkeit = 0 auftritt und
somit die Größe bei geringen Geschwindigkeiten nicht "explodiert". Wenn
man sich erst einmal umgewöhnt hat, ist die Größe genauso intuitiv, wie
eine Angabe in l/100km.
Dafür hast du die Singularität, wenn der Verbrauch gegen 0 geht
(Schubbetrieb am Gefälle).
Das hilft also nicht grundlegend gegen die Division durch 0.
Fantast schrieb:> Oder stell deinen Verbrauch in Strecke pro Spritmenge dar,> Das hat den Vorteil, dass keine Singularität bei Geschwindigkeit = 0> auftritt
Statt einer Polstelle geht der km/l-Wert dann gegen Null. Dadurch ist
auch nichts gewonnen.
elvis schrieb:> @ Daniel>>> Gutes Messprinzip. Wo greift man das Signal ab?>> Also hab nen Opel Astra F (91 Baujahr). Das Steuergerät> steuert das Einspritzventiel direkt an.> Also Einspritzventiel an einem Anschluß 12V und> wird durchs Steuergerät auf am anderen Anschluss> auf Masse gezogen.> (Nun ja ich hoffe das es so läuft hab mir nur> die Stromlaufpläne der Kiste angeschaut).> Kommt aber hin. Man gibt gas und die Zeit geht nach> oben.
Das ist ja ansich eine gute Lösung, aber wäre es nicht besser das
"Verbrauchssignal" auszuwerten? Hierfür gäbe es beim Astra eine extra
Leitung, über dessen Leitung der Board-Computer die Auswertung erledigt.
Der original BC vom Astra schaltet im Stand auch auf l/h um. Nach oben
hin gibt's ein Maximum von 40l/100km.
fhnv schrieb:>>verbrauche die Kiste nun mal 100 L/100km.> Aber nur, wenn du zum Herunterrollen 100h brauchst. (Was eher> unwahrscheinlich ist)>> Gast
Honk! Sagt dir der Begrif Momentan -verbrauch irgendwas?
@fhnv
Des wegen lasse ich mich die ganze Strecke ja nur mit 1km/h
herrunterrollen.
Damits halt 100h dauert.
Ja das mit der Durchflußmenge == 0 kommt immer dann zu stande wenn ich
bei "höherer" Geschwindigkeit das gas wegnehme. Bevor der Motor absäuft
steuert das Steuergerät wieder dagegen und spritzt ein.
Ich bin mir nicht sicher ob das Steuergerät in meinem Astra so ne
Leitung
hat, da das Display (TID) generell keine Verbrauchsanzeige hat (91
Baujahr). Deswegen ja der ganze Sache ;). Das Steuergerät schimpft sich
MulTec soweit ich weiß. Aber auch dann müßte man ja wissen wie das
Signal auszuwerten ist.
Nehme mal an das es ein PWM-Signal ist.
mfg
fhnv schrieb:>>verbrauche die Kiste nun mal 100 L/100km.> Aber nur, wenn du zum Herunterrollen 100h brauchst. (Was eher> unwahrscheinlich ist)>> Gast
so unwahrscheinlich ist das mit 1km/h gar nicht ;)
->
>>>Wenn mein Auto im Leerlauf ca. 1L/h verbraucht und ich mich mit 1km/h>>>einen 100km "langen" Berg herrunterrollen lasse (im Leerlauf)>>>verbrauche die Kiste nun mal 100 L/100km.
Also ob das Messprinzip funktioniert weiss ich erst wenn ich den Tank
ein paar mal leer gefahren habe. Naja muss nicht leer sein.
Ich hab mir das so gedacht:
(1) setzte den Zahler (Summe der gesamten Einspritzteit) auf Null
- Tanke dann voll.
(2) Tank leer fahren (oder nur zur Hälte oder wie auch immer)
(3) tanke dann wieder voll
- nun weiß ich wieviel Liter (Zapfsäule) ich verbraucht habe.
- Kann mir also aus Zählerstand und Liter die L/s berechnen
Das ganze wiederhole ich und hoffe nun das der Faktor L/s sich nicht
stark ändert bzw. gleich bleibt.
Natürlich muß die Zapfsäule eine korreckte Literzahl ausspuken.
elvis schrieb:> Ich muss natürlich noch den genauen Durchflußwert> ermitteln (messen) aber es läuft soweit.
Das könnte man sich prinzipiell mit Benzindruck und der Größe der
Einspritzdüse errechnen. Hierzu gibt's in diversen Opel-Foren die
benötigten Werte
elvis schrieb:> Ich bin mir nicht sicher ob das Steuergerät in meinem Astra so ne> Leitung> hat, da das Display (TID) generell keine Verbrauchsanzeige hat (91> Baujahr).
Dein Steuergerät hat die Leitung, beim TID wird diese jedoch nicht
verwendet. Auf http://www.astrasite.de gibts eine Einbauanleitung zum
BC, dort stehen auch die jeweiligen Pins für das Verbrauchssignal,
abhängig vom Motor.
Denke auch dass das ein PWM-Signal sein wird, das Signal ist jedoch
sicherer als wenn du direkt das Signal vom Einspritzventil abgreifst.
> Wie ist das bei neueren Autos mit so einer Anzeige geregelt.> Wird da der Momentanberbaruch vielleicht in L/h angegeben?
Also bei mir wird die Anzeige auf 25.5l/100km begrenzt, und bei
stehendem Auto (kein Tachoimpuls in der Messzeit) die Anzeige auf - - -
geschaltet.
aha super danke: also für mein Auto:
>>das Verbrauchssignal>>Das Verbrauchssignal bekommt das MID vom Motorsteuergerät, da die belegung >>bei
jedem Motor verschieden ist habe Ich hier einmal alle Belegungen >>aufgelistet
(kabelfarbe immer SW/BR):
>>C14NZ = Pin A2 (Am Steuergerät)
Gut gut das werd ich bei Gelegenheit mal mit nem Oszi messen.
elvis schrieb:> ich habe mir in den letzten Wochen ne kleine> Schaltung mit nem ATmega8 gebastelt die den Momentanverbrauch> meines alten Autos misst.
Schön, da bin ich auch gerade dran :-)
Wie das bei verschiedenen Marken angezeigt wird, haben ja schon einige
geschrieben. Ich weiß dazu daß bei den ersten Bordcomputern von Opel die
Anzeige des Momentanwertes auf 80l/100km begrenzt war, kurz darauf
(nächstes Modelljahr) war die Begrenzung bei 40l/100km. Sieht wohl nicht
so schlimm aus:-)
Bei meinem "Bordcomputer" habe ich die Anzeige auf 100l/100km begrenzt,
darüber kommt "-.-", allerdings zeige ich immer gleichzeitig den
Verbrauch pro Stunde.
Weiterhin habe ich eine rücksetzbare Tripanzeige, den Gesamtverbrauch
über's "komplette" Autoleben, den Tankinhalt und die verbleibende
Reichweite. Ach ja, und eine halbautomatische Beschleunigungsmessung
0-100km/h und ein paar andere Kleinigkeiten, die so mit abfallen.
Das Ganze funktioniert schon recht schön, bin gerade beim feintunen der
Parameter, momentan liege ich immerhin schon besser 10-15%.
Das eigentliche Problem bei solch einfachen Verbrauchsmessern ist, daß
die Einspritzzeit nicht direkt proportional dem Verbrauch ist, da kommen
noch Temperatur und vor allem der Einspritzdruck dazu. Man muß also eine
Mittelung über mehrere Tankfüllungen machen, um dem wahren Wert nahe zu
kommen.
Viel Spass,
Micha
Das hört sich gut an.
Hab leider nur 8 ASCII Zeichen zur verfügung um
den entsprechenden Wert anzuzeigen. Das ist nicht so
schön da man nicht alle Informationen auf einmal hat.
Man muss halt umschalten.
Schwierig ist auch die ermittlung der Durchschnittsgeschwindigkeit.
Habe im Moment 2 ulong Werte. Der eine Zählt die gefahrenden Km
(also Inkremente vom Tacho) der andere die vergangende Zeit.
Bei einer halben Sekunde Abtastzeit der Tachowerte komme ich so gerade
mal
auf 24 Tage. Problem ist das die Anzeige sich halt schnell (0,5s) ändern
soll um nicht zu träge zu wirken.
8 Zeichen sind knapp, ich habe ein 2x16-LCD und finde das schon recht
eng :-) Um alles anzuzeigen muß ich 5 Seiten umschalten, plus ein paar
weitere für Einstellungen etc.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit hatte ich bisher überhaupt nicht
eingeplant, muß mal drüber nachdenken. Fahrzeit und Weg wird sowieso
aufkumuliert, da fällt das eigentlich von selbst mit ab...
Die 0,5s Wiederholrate hatte ich mal testhalber drin, bin aber wieder
auf 1 Sekunde zurückgegangen, das reicht mir.
Hatte aber auch mal über eine Balkenanzeige für den Momentanverbrauch
nachgedacht, da wäre eine schnellere Anzeige schon vorteilhaft.
So, ich leg' mich dann mal wieder unters Auto, der TÜV ruft. Das ist
momentan wichtiger als die Verbrauchsanzeige ;-)
Micha