Hallo
Ich habe einen UKW-Sender von dieser Seite nachgebaut:
http://home.berg.net/opering/projekte/23/index2.htm
Nun... er funktioniert nicht =)
Entweder habe ich kein ruhiges Händchen um mit dem Drehkondensator die
Frequenz zu finden oder ich habe einen falschen elko eingebaut.
Der Elko C11 sollte 4,7µF/25V haben, ich hab einen eingebaut mit
4,7µF/250V (ich hatte keinen anderen... könnte das der Fehler sein?)
Vielen Dank im Vorraus!
Hallo
die Funktion hängt stark vom Aufbau ab. Länge der Anschlussdrähte,
wickelweise der Spule L1 u.s.w. Evtl. läuft der Sender sogar, nur nicht
auf der Frequenz wo er sollte.
Bernd schrieb:> Ich habe einen UKW-Sender von dieser Seite nachgebaut:> http://home.berg.net/opering/projekte/23/index2.htm
Eins der üblichen kranken Konzepte:
. Antenne direkt am Oszillator
. Stabilität unter aller Sau
. Erzeugung der Modulation "irgendwie", wahrscheinlich am Ende mehr
AM als FM; dafür pranst der Autor damit herum, dass er sogar eine
Preemphasis eingebaut hätte und dass der Frequenzgang nach oben
nicht beschnitten sei...
. "für Ungeübte nachzubauen" ohne dabei auf die rechtliche Lage
wenigstens ansatzweise einzugehen, ist schon mehr als leichtsinnig
. dafür wird noch mit "mehreren hundert Meter" Reichweite geprahlt
und dass man damit seine Nachbarn versorgen könne :-/
Fazit: wenn du nicht weißt, was du tust (und offenbar weißt du es
nicht), dann lass die Finger davon. Wenn du einfach nur die Musik
deines MP3-Players im Radio hören willst, dann beschaff dir einen der
legalen 50-nW-Sender. Selbst, wenn du den ordnungswidrig noch etwas
"aufbohrst" (Thema wurde hier ausreichend diskutiert), riskierst du
deutlich weniger Stress als mit so einer Krücke.
Versteh' mich nicht falsch: wohl ziemlich jeder, der sich irgendwo
mit HF befasst hat, hat sowas mal gebaut. Aber diejenigen wussten,
was sie taten, einschließlich der Tatsache, dass es illegal war (und
ist), das zu tun. Wir haben es nachher als "Jugendsünde" abgebucht,
uns gefreut, dass uns die jeweilige Funkaufsichtsbehörde dafür nicht
geschnappt hat, und wir wussten danach, warum man solch eine Schaltung
nicht für den Dauerbetrieb benutzen will, sondern sie nur mal so als
Experiment aufbaut.
Eine eigene Webseite ist so ein Kram jedenfalls nicht wert.
Bestimmt nicht. In der von Dir genannten Schaltung wird nämlich sogar
prinzipbedingt FM erzeugt. Das kann die Schaltung des OP nicht von sich
behaupten. Ich schätze, die Schaltung war schon zu Röhrenzeiten bekannt,
auch wenn ich weder Röhren- noch PNP-Germaniumzeiten erlebt habe. Na
gut. Knapp verpaßt.
Als junger Mensch hab ich auch mal probehalber solch einen simplen
UKW-Sender gebaut(1970/71)Das Ding bestand nur aus dem Oszillator und
die Mod.erfolgte über einen Elko direkt an der Basis vom
Transistor.Benutzt hab ich einen russ.Ge-Transistor Typ P422 da damals
UKW-taugliche Transistoren in der DDR schwer beschaffbar waren.Die
Schaltung funzte auf Anhieb,allerdings verschob sich bei Annäherung an
die Antenne die Frequenz erheblich.Abhilfe brachte eine nachgeschaltete
Verstärkerstufe,ebenfalls mit P422.Moduliert wurde mit NF-Signal von
einem Spulentonbandgerät.Die Reichweite ,mit UKW-Kofferheule
ausgetestet,war etwa 1-1,5 km mit erträglicher Tonqualität.Als
besonderen Geck hab ich mal vom Röhrenradio das NF-Signal eines
Kurzwellensenders (Radio Luxemburg im 49m-Band) abgestrahlt.Meine
Kumpels waren restlos verblüfft als dieser Sender plötzlich auf UKW zu
hören war.Günther
> Nun... er funktioniert nicht =)
Solche Schaltungen funktionieren auch nur per Zufall.
Es hängt zu viel vom Aufbau und von den Nebenwerten der Bauelemente ab.
Daß es sich um keine gute Schaltung handelt, zeigt schon, daß hier
Oszillatorfrequenz von der Antennenkapazität abhängt (also sich ändert,
wenn man Gegenstände in Nähe der Antenne verschiebt) und nicht
quartzstabilisiert ist, und daß es weder FM noch Stereo senden kann.
Tonne auf, Schaltung rein, Tonne zu, und das Buch dazu.
Erfahrung: Nicht alles, was man im Web findet, taugt auch was.
Günther schrieb:> Als junger Mensch hab ich auch mal probehalber solch einen simplen> UKW-Sender gebaut(1970/71)
Sag ich doch, Jugendsünden. ;-) Allerdings wären, je nachdem, an
wen du gekommen wärst, die Genossen von Gucken-Hören-Greifen u. U.
nicht sehr erfreut über die Weiterverbreitung von RTL gewesen, kann
ich mir vorstellen...
Egal, verjährt. Wir haben seinerzeit solche Spielchen bei der NVA
fabriziert. Irgendwo in eine Stube bei einem Kumpel den Sender
platziert (das waren dann schon Si-Transistoren), betrieben mit einer
6F22, Modulation durch ein Elektretmikro, 100 m weiter dann mit einem
großen Röhrenradio zugehört.
Eine Webseite ist so ein Pfusch auf jeden Fall nicht wert.
komplett OT:
>als "Geck",
der ist gut ;)) "mir sinn hiiear nisch in ammerigga!!" musste ich mir
damals lauthals anhören, als ich "okay" statt etwa "in Ordnung" im
Nebensatz eines schriftlichen Aufsatz fallen ließ (ergab sich aus der
Satzstellung so und ich hatte mir nichts dabei gedacht.)
Da kommt der Gag als Geck schon dicht ran, sehr gut ;))
Eben auch 30 Jahre her.
Viele Grüße, schönes WE
Axelr.
>Gibt es fertig bei P.>http://www.pollin.de/shop/dt/ODg4OTgxOTk-/Bausaetz...
ist das da wirklich ein Transistor SFxxx ???? Hochinteressant, daß
Altbestände aus der DDR noch verbaut und kommerziell verkauft werden.
Günther schrieb:> Egal ob "Geck" oder "Gag".Meine mir im zarten Kindesalter beigebrachte> Sprache ist "Deutsch".Und dabei bleib ich!!! Günther
Genau - richtige Antwort ;))