Hallo,
was haltet ihr von der Anlage in Silber aus Schutz vor einer
Währungsreform oder einer ähnlichen Finanzkatastrophe? Also sozusagen
als Versicherung für den Härtefall. Bankrotte Banken und Staaten sind ja
schließlich auch in Europa nicht auszuschließen und die Sicherheit von
Lebensversicherungen ist mehr als fraglich. Sogar die offizielle Rendite
von Lebensversicherungen kann die Inflation nicht ausgleichen.
Profiteure sind die Versicherungsgesellschaften und Banken, nicht die
Anleger.
Außerdem ist physisches Edelmetall sicher vor Hartz-IV oder einer
eventuellen Vermögenssteuer. Edelmetall ist anonymes Vermögen, kann
nicht enteignet und nicht besteuert werden.
Als Anhang (als PDF) mal einen etwas älteren Text zu Silber, der aber
noch immer seine Gültigkeit hat.
Was mich von Silber abhält, ist der enorme Spread, der sich übrigens
nicht, wie oft behauptet, durch die Märchensteuer erklären lässt. Als
Alternative bleibt dann noch Gold. Am besten, man hat beides.
weiteres hier:
http://frank-meyer.eu/blog/index.php?p=978&more=1&c=1&tb=1&pb=1http://www.silber.de/warum_silber_kaufen.html
http;//www.mmnews.de
anleger schrieb:> ...ist der enorme Spread, der sich übrigens> nicht, wie oft behauptet, durch die Märchensteuer erklären lässt.
Nicht alleine, aber die USt macht schon viel aus.
Beispiel von proaurum:
500g Silberbarren Ankauf 207,00 EU Verkauf: 242,00 EU +19% = 287,98 EU
1000g Silberbarren Ankauf 417,00 EU Verkauf: 469,00 EU +19% = 558,11 EU
10g Goldbarren Ankauf 268,00 EU Verkauf: 297,00 EU +0% = 297,00 EU
Kaufe ich also Silber und verkaufe ich es gleich wieder, verliere ich
fast 30%. Vom Verlust ist mehr als die Hälfte USt.
Bei Gold wäre der Verlust 6 oder 7%, wenn ich mich jetzt nicht im
Kopf verrechnet habe.
Mit diesem Spiel größere Mengen Silber zu kaufen, halte ich nicht für
besonders intelligent, solange es nicht gute Gründe dafür gibt,
daß der Silberkurs mehr als die Ust klettert, verglichen mit dem
Goldkurs.
Ich kenne keinen solchen Grund, aber vielleicht weiß es jemand besser.
PS: Bei Silbermünzen beträgt die USt "nur" 7%, aber die müsste der
Kurs auch erstmal gegenüber dem Gold gut machen, bevor man anfängt,
mit Silber besser zu fahren.
Naja, eine Unze Silber ist ja auch ein Witz.
Alleine wegen des geringen Werts ist hier der Spread hoch,
das ist bei Gold ähnlich, wenn du z.B. 1g-Barren nimmst.
Wenn man das mildern will, darf man nicht Stücke mit 1 Unze
nehmen.
Bei einem kg kommt man doch auf etwa 15% runter (was mir aber
auch immer noch leid tun würde).
Edelmetall kauft und verkauft man besser privat, dann ist der Spread
viel geringer. Ein Verkauf bei Ebay lohnt fast immer, sofern es sich um
bekannte Münzen handelt. Kaufen würde ich bei einem Händler. Kaufpreise
bei Händlern sind nicht selten billiger als Verkaufspreise bei Ebay.
... weil aber diese Idee schon viele vor Dir hatten, hat sich der Preis
für Edelmetalle in den letzten Jahren sehr nach oben entwickelt, eine
Bewegung von der man bei steigender Konjunktur einen rapiden Verfall
erwartete, weil das im Edelmetall gebundene Geld zurück in die dann
lukrativeren Aktien muss, weil Gold keine Dividende ergibt. Einen guten
Rat kann Dir da wohl kaum jemand geben. Derzeit ist der Preis für
Edelmetalle zu hoch. Dem entgegen kann sich die wirtschaftliche Lage
entwickeln, das kompensieren kann die Inflation. Je nach dem was zuerst
eintritt verlierst oder gewinnst Du Geld. Damit Du möglichst wenig
Gewinn damit machst, sind die Ausgabeaufschläge erfunden worden. Derzeit
wird der Grenzwert für den Verlust bei 51% vermutet, wobei
Ausgabeaufschlag und Märchensteuer noch oben drauf kommen. Da der
realistische Marktwert aber nur bei ca. -35% liegt könnte sich der
Goldpreis dann binnen 2 - 3 Jahren wieder etwas stabilisieren. ...
Kein Mensch kauft Tomaten weil sie heute besonders teuer sind.
Spaß beiseite: Silber + MwSt ist selten ein gutes Geschäft.
Kauf lieber Klopapier. Das findet jederzeit Abnehmner, auch wenn es mal
ein Fehlkauf war.
> Wer weiß, vielleicht kommt irgendwann ein Silberverbot oder wieder ein> Goldverbot ?
Wen interessiert das? Gold und Silber ist anonym. Schwarzmarkt gibt es
immer und nach der Krise wird das Gold- oder Silberverbot auch wieder
aufgehoben. Ein Silberverbot ist hingegen ganz unwahrscheinlich, weil
Silber ein Industrierohstoff ist.
Nur zwei Gedanken:
Aktien großer Unternehmen (Allianz, Siemens) haben zwei Weltkriege und
Währungsreformen überstanden. Sonst in Wohnimmobilien, dass ich auch
sicher und gibt ne ordentliche Rendite. Beides komplett
Inflationssicher.
Gruß
Tom
Wohnimmobilien? Das ist doch ganz schlecht! Nur zur Eigennutzung
empfohlen.
Wohneigentum wird besteuert und benötigt Renovierungskosten, kann auch
enteignet werden. In der Krise muss man vielleicht "Bedürftige"
kostenlos wohnen lassen weil Eigentum ja verpflichtet. Immobilien sind
außerdem nicht Hartz-IV sicher und werden später vielleicht auf die
Rente angerechnet. Bei vermieteten Immobilien hat man Ärger mit den
Mietern, die man nicht mal rauswerfen darf, wenn sie nicht zahlen.
Die Miete darf in Inflationszeiten nicht entsprechend erhöht werden. Die
Nebenkosten explodieren und die Kosten bleiben dann am Eigentümer
hängen.
Wenn Dich die Bank anruft, um was zu verkaufen, dann solltest Du schon
mal gut überlegen ob das zu Deinem Vorteil ist. Verkäufer leben von
Provision.
Immobilien waren früher gut für die Rente und haben auch zu Opas Zeiten
die Inflation überstanden. Heute gibt nicht nur ehrliche Mieter, sondern
auch Mietnomaden, die Deine Altersvorsorge schnell ruinieren können.
Deshalb sollte man Objekte und Mieter besser selbst auswählen und vor
Vertragsabschluss besuchen.
Hallo Anleger,
ich glaube, Du bist bei www.wertpapier-forum.de besser aufgehoben.
Falls Du Fan von Verschwörungstheorien bist, versuche lieber sowas wie
goldseiten.de
Jogibär
@Anleger
Gründtücke kaufen nur wenn man die auch nutzt, z.b. für "Ribéry häuser".
Silber kaufen lohnt nicht, für angereichertes Uran käufer finden ist
viel einfacher. Aktien kaufen lohnt nur wenn die noch richtig auf Papier
gedruckt sind - man kann immer als Klopapier benutzen.
Mal im ernst, als kleinanleger ist fast alles unsinn - wenn eine
richtige Krise kommt wird niemand das Gold/Silber "fressen" können
(daher lieber alles ausgeben und Heute leben - nach der Kriese wird man
genau so verhungern wie die die ein paar kilo Gold/Silber haben).
Hat man "etwas mehr" Geld sieht es ganz anders aus (mehrere Inseln,
mehrere Flugzeue/Hubschrauber/Raumschife, Rohstoffe, Frauen, alles was
geht und so viel es geht).
Sagt mal, wie hoch ist eigentlich die Chance, dass man irgendwann auf
dem Meeresboden Gold und Silber fördern kann und dass dann zu ganz bösen
Preisabfällen führt?
> weil aber diese Idee schon viele vor Dir hatten, hat sich der Preis> für Edelmetalle in den letzten Jahren sehr nach oben entwickelt
Die Kaufkraft einer Unze ist aber seit vielen Jahrzehnten annähernd
konstant.
> Damit Du möglichst wenig> Gewinn damit machst, sind die Ausgabeaufschläge erfunden worden.
Gebühren gibt es auch beim Erwerb von Aktien und Immobilien. Dazu kommt
noch die Abgeltungssteuer, die es bei Gold nicht gibt.
> Derzeit> wird der Grenzwert für den Verlust bei 51% vermutet, wobei> Ausgabeaufschlag und Märchensteuer noch oben drauf kommen.
Wo sind diese Phantasiewerte her? EM ist genau so teuer, wie die Leute
bereit sind, dafür zu zahlen. Märchensteuer gibt es für Gold nicht.
Warum will wohl den Bankberater lieber Aktien und Zertifikate verkaufen
als EM?
> Da der> realistische Marktwert aber nur bei ca. -35% liegt könnte sich der> Goldpreis dann binnen 2 - 3 Jahren wieder etwas stabilisieren.
Verschwörungstheorie?
> Aktien großer Unternehmen (Allianz, Siemens) haben zwei Weltkriege und> Währungsreformen überstanden.
Glaubst du alles, was dein Bankberater sagt?
Welche Rendite hättest du, hättest du vor den Weltkriegen keine Aktien
sondern Gold gekauft?
Außerdem können auch große Unternehmen pleite gehen, nur weiß man vorher
nicht welche.
Gold geht nie pleite.
> Sonst in Wohnimmobilien, dass ich auch> sicher und gibt ne ordentliche Rendite. Beides komplett> Inflationssicher.
Absolut falsch. Der Wert der Wohnimobilie kann sich schlagartig
verringern, wenn die falschen Leute in die Gegend ziehen. Immobilien
kosten in jedem Fall Unterhalt und Steuern. Mieter zahlen nicht immer
und du als Vermieter kannst nichts dagegen machen.
> Silber kaufen lohnt nicht, für angereichertes Uran käufer finden ist> viel einfacher.
So ein Unsinn. Silber werde ich heute los und auch in Krisenzeiten. Der
Bauer nimmt dann sicher kein wertloses Geld für ein Sack Mehl.
> Mal im ernst, als kleinanleger ist fast alles unsinn - wenn eine> richtige Krise kommt wird niemand das Gold/Silber "fressen" können
Euros und Aktien kann man auch nicht fressen, besonders wenn sie dann
nichts mehr wert sind.
> (daher lieber alles ausgeben und Heute leben - nach der Kriese wird man> genau so verhungern wie die die ein paar kilo Gold/Silber haben).
Etwas EM hat schon jedem in der Krise geholfen. Siehe Nachkriegsjahre in
Deutschland, Argentinien, Bosnien,...
Heutzutage muss man Vermögen vor den Begehrlichkeiten des Staates und
vor Neidern verstecken. Das geht legal am einfachsten mit EM.