Guten Morgen!
Ich möchte ein bisschen was mit Gewichtssensoren machen... Sie sollten
für einen Mikrocontroller auslesbar sein und bis 250Kg messen können.
Leider habe ich bisher nichts brauchbares finden können! Kann mir da
vllt jemand einen Tipp geben, wo ich etwas derartiges finden kann? Danke
im voraus!
Gruß Toni
Das nennt sich DMS, und messen die Verformung. Dh du brauchst ein
mechanisches Teil, dass sich im Messbereich elastisch verformt. Da wird
der DMS dann aufgeklebt. Die Signale sind in den Mikrovolt, dh mit allen
Problemen, die dazugehoeren.
Könnte das hier:
http://www.acam.de/de/produkte/picostrain/ps08-eva-kit0/ vllt. die
Lösung meiner Suche sein? Klingt für mich jedenfalls nicht schlecht.
Übrigens habe ich bisher nocht nichts mit Mikrocontrollern etc. gemacht!
Stimmt auch wieder. -.- Habe ich übersehen... Aber eben grundsätzlich
nicht schlecht gewesen. Genau deswegen meine Frage hier im Forum!
Ich sage mal vllt keine 250 Kg (War vllt auch übertrieben) aber aber bis
150 Kg sollte man schon messen können.
Toni schrieb:> Übrigens habe ich bisher nocht nichts mit Mikrocontrollern etc. gemacht!
Dann fang doch mal klein an. Was willst Du messen, und was mit den
gemessenen Werten machen? Anzeigen? Dann programmiere doch erst mal
einen Microcontroller der Text und Variablen auf einer LCD Anzeige
ausgibt.
An den PC senden? Dann versuche erst mal eine funktionierende
Kommunikation mit dem PC hinzukriegen.
Wenn das funktioniert dann mach dich dran eine doch etwas
anspruchsvollere Hardware zu entwickeln, mit der Du Kräfte und Massen
erfassen kannst.
Wenn Du zuviel auf einmal willst ist die Gefahr groß daß der ganze
Krempel dann in der Ecke landet weil Du entnervt aufgegeben hast.
Viel Spass und Erfolg
@Udo R. S.
Naja so ist das nicht! Ich muss mich auf alle Fälle damit beschäftigen
und der Krempel landet nicht in der Ecke, da der Krempel wichtig für
meine Bachelorarbeit ist! ;o) Ich muss mir also einen geeigneten Sensor
und Mikrocontroller suchen und programmieren. Klar werde ich, sobald ich
das habe erstmal klein anfangen aber da die Zeit sehr knapp ist, muss
ich das alles so schnell wie möglich hinbekommen. Genau deswegen frage
ich ja, ob vllt jemand speziell für diese Aufgabe einen Sensor bzw.
gleich ein komplettes Eval-Kit oder ähnliches empfehlen kann!?
Nimm doch eine herkömmliche, mechanische Waage, eine Federwaage z.B.
Dort kannst Du dann die mechanische Auslenkung der Feder durch die
Gewichtskraft messen, z.B. indem Du eine gespannte Schnur mitlaufen
lässt und mit einem Inkrementalsensor die Bewegung der Schnur misst. Da
musst Du praktisch nur noch mitzählen, wie viele Pulse Du bekommst, hast
dann den Weg und damit auch die Kraft.
Bereichserweiterung einer Federwaage geht z.B. mit einem Flaschenzug.
Grundkurs Mechanik.
Es gibt noch viele andere Wege: Hydraulik (Druckmessung), Hebelarm bei
einer Balkenwaage verändern etc etc. Dir steht die ganze Physik offen.
fchk
Das ist was anderes, das hat aber in dem ersten Posting anders geklungen
:-)
>Ich möchte ein bisschen was mit Gewichtssensoren machen
Wenn ich mal nach "Wägesensoren" google dann hab ich schnell einen
Haufen vielversprechender Treffer unter anderem von Schenck Darmstadt,
Lorenz Messtechnik etc.
Da musst Du dann weitersuchen. Du solltst halt wissen wie Deine
Anwendung aussieht, und die Mechanik. (Zug, Druck, Scherkraft,
Drehmoments etc.
Es gibt bestimmt fertige Sensoren mit digitalen Ausgängen.
Hallo,
was du brauchst, sind Kraftsensoren, aber nicht nur einen, denn du
kannst das Bett ja nicht aufhängen. Es dürfte nur so gehen, dass du in
die 4 Füsse je einen solchen Sensor einbaust, so dass das Bett auf den
Sensoren steht. die 4 Werte müssen dann addiert werden. Bei
Personenwaagen zum Draufstellen ist das übrigens genauso.
Kraftsensoren haben intern wahrscheinlich auch DMS, aber es wird ein
Signal proportional zur Kraft auf den Stössel abgegeben, das vereinfacht
die Sache sehr.
Bleibt natürlich die Tara-Frage: man muss wahrscheinlich einen Patienten
sowieso einmal herausheben, dann könnte man vorher und nachher messen.
Gruss Reinhard
Siehe z.B.
http://www.lorenz-messtechnik.de/deutsch/produkte/plattformwaegezellen.php
Nur als Beispiel.
Wenn hier z.B. Personen im Bett gemessen und protokolliert werden
sollen, dann klingt das sehr nach einer Anwendung die ggf. gewerblich
genutzt werden soll. Es macht wenig Sinn sich dann irgendwelche obskure
Mechanik auszudenken nur um einen vorgegebenen Sensor benutzen zu
können. In der Industrie gibt es fertige Kraftmesssysteme und Sensoren
vom Millinewton bis zum Meganewtonbereich.
Kläre ab was es kosten darf und such halt mal im Internet.
Gleicher Tag schrieb:> Man koennte sich ein Setup mit Hebeln denken, die eine Fraft von 150kg> auf messbare 10kg reduzieren.
Das Problem dürfte dann nur die extreme Ungenauigkeit sein...
... Man koennte sich ein Setup mit Hebeln denken, die eine Fraft von
150kg
auf messbare 10kg reduzieren ...
"hacky" - Kräfte werden in Newton gemessen! Deine suboptimalen Beiträge
sind einfach nur noch ärgerlich.
Markus schrieb:> "hacky" - Kräfte werden in Newton gemessen! Deine suboptimalen Beiträge> sind einfach nur noch ärgerlich.
Original Honeywell: Kraftsensor FSS1500N Messbereich 0 bis 1500 g,
Maximalkraft 4500 g.
Es gibt noch viel zu tun, und zu Beleidigungen besteht schon garkein
Anlass (höchstens in deiner eigenen Psyche).
Gruss Reinhard
ich kenne die Preise leider nicht,
aber wäre es ansonsten nicht überlegstens wert, einfach mehrere neben
einander anzuordnen.
Wenn man jetzt viele kleine ganz genaue nimmt, kann man einen sehr
genauen wert sich zusammen addieren eigentlich, ausser jemand belastet
sehr stark einseitig.
> Original Honeywell: Kraftsensor FSS1500N Messbereich 0 bis 1500 g,
Maximalkraft 4500 g.
Das zeigt doch nur, dass bei Honeywell jemand keine Ahnung hat...
Hab bei einem Solarmodulhersteller auch schon reklamiert, dass die den
Ertrag in kW/h messen- ohne Erfolg, die sind ja schliesslich die
"Experten".
Toni schrieb:> Es soll mittels eines Mikrocontrollers und eines Sensors das Gewicht> eines Menschen gemessen werden, zum Beispiel während er im Bett liegt.
Es fehlt wieder mal die Angabe, welche Genauigkeit erzielt werden soll.
Was spricht dagegen, jeden Bettfuss auf eine normale digitale
Personenwaage zu stellen und die 4 Einzelmesswerte zu addieren?
Die Personenwaagen könnte man auseinandernehmen und schaun, wie man an
die Messwerte rann kommt, wenn sie schon vom Computer aus ausgewertet
werden sollen. Vielleicht finden sich ja auch Waagen, die schon einen
PC-Anschluss mitbringen.
Mal eine Personenwaage untersucht: komplette DMS-Bruecke, DC-erregt, ca.
+-1mV full scale, Nullpunkt bei ca.50% - polt also um, ein einfacher
Chopper ist damit aus dem Rennen.
Nur als weiteres "google-Futter": mir sind die Teile auch unter der
Bezeichnung Kraftmessdosen bekannt (aber Wägezellen ist wohl die
"richtigere" Bezeichnung).
Da es eine Bachelorarbeit ist: Fachbereiche Maschinenbau und
Bauingenieurwesen der Univ./TU/TH/FH o.w.a.i. nach Werkstätten/Laboren
absuchen und dort fragen, vielleicht haben die schon brauchbare Sensoren
und Messverstärker im Stahlschrank. Man kennt dort wahrscheinlich auch
die F&L-Vertreter von Herstellern, die man evtl. für eine "Teststellung"
begeistern kann. Das dürfte zumindest für einen Testaufbau reichen.
Falls etwas neues gekauft wird: es gibt inzwischen Aufnehmer mit
integrierter Auswerteelektronik und digitaler Schnittstelle. Falls die
Aufgabenstellung es zulässt, spart man sich damit die Eigenentwicklung
der Analogelektronik.
Laut Wikipedia (auch wenn es vllt ungern als Quelle genommen wird) heißt
es, dass Wägezellen eine Sonderform von Kraftaufnehmern sind und in g,
kg und t kalibriert sind. Alle anderen Kraftmesser sind hingegen in N
kalibriert. Hat damit Wiki also unrecht?
Ich würde mich jedenfalls für Wägezellen entscheiden. Wie Reihnard schon
sagte, dann 4 Stück davon auf die Bettfpfosten verteilt und addiert.
Wobei das natürlich eventuell später einen breiteren Einsatz in z.B.
Altersheimen oder Krankenhäusern finden könnte! Man müsste dann also das
Gewicht des Bettes vom Gewicht des Bettes mit Patient abziehen.
Wegen den zu Anfangs erwähnten Eval-Kit habe ich inzwischen mal
nachgefragt. Es ist natürlich möglich auch andere Sensoren, die mehr als
10Kg messen anzuschließen. Auch ist es wohl möglich 4 dieser Sensoren
daran anzuschließen über Halbbrücken. Allerdings muss ich mich da mal
noch weiter informieren, was überhaupt Halbbrücken genau sind.
Hier im Forum habe ich gelesen, dass eine Transistorschlatung mit 4
Transistoren und in der Mitte ein Motor eine Vollbrücke darstellt. Also
man auch die Richtung ändern könnte. Eine Halbbrücke hingegen besäße
dann nur 2 Transistoren und ich könnte die Richtung nicht ändern...
damit könnte man z.B. Ventile ansteuern und da bei Kraftaufnehmer auch
entweder mehr oder weniger Kraft aufgewendet werden kann, brauche ich
natürlich auch nur eine Halbbrücke und keine Vollbrücke, richtig?
Danke erstmal für eure bisherige Hilfe! Hat mich schonmal etwas weiter
in die richtige Richtung gebracht, denke ich! =)
achja stimmt! Habe ich vergessen. die Genauigkeit für eine Personenwage
sollte meiner Meinung nach im 100g Bereich völlig ausreichen. Meine Wage
daheim zeigt mir ja auch nur eine Stelle hinterm Komma genau an...
Toni schrieb:> achja stimmt! Habe ich vergessen. die Genauigkeit für eine Personenwage> sollte meiner Meinung nach im 100g Bereich völlig ausreichen. Meine Wage> daheim zeigt mir ja auch nur eine Stelle hinterm Komma genau an...
Du verwechselst Auflösung mit Genauigkeit, wie so viele.
Deine Waage mag eine Stelle nach dem Komma anzeigen. Die Frage ist nur
wieviel von dieser Stelle gelogen ist :-)
Darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht aber nachdem ich auch
das hier nochmal nachgelesen habe, würde ich eine hohe Genauigkeit mit
niedriger Auflösung (100g Schritte, wie schon gesagt) bevorzugen. Es
sollen ja möglichst reale Werte dabei herauskommen und nicht ein oder
mehrere Kilo von der tatsächlichen Körbemasse abweichende Ergebnisse.
Für den Einsatz in einem Altersheim oder Krankenhaus ist sowas sicher
wichtig! Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast... ;)
Um nochmal auf die Idee mit einer herkömmlichen Waage (auseinandernehmen
etc) zu kommen. Das ist zwar nicht schlecht aber für so ein Projekt
sollte ich wohl besser selbst Sensoren aussuchen. Bringt ja auch was für
die Arbeit, die unterschiedlichen Arten zu vergleichen, zu bewerten und
dann auszuwählen.
>> Es gibt noch viel zu tun, und zu Beleidigungen besteht schon garkein>> Anlass (höchstens in deiner eigenen Psyche).
Warum du eine Beleidigung herbei phantasieren musst, ist dann doch eher
ein Problem deiner Psyche.
>> Original Honeywell: Kraftsensor FSS1500N Messbereich 0 bis 1500 g,>> Maximalkraft 4500 g.
Kräfte werden in Newton gemessen, daran ändert auch ein Dokument von
Honeywell nichts. Kauf dir bitte ein Physikbuch - vielleicht lernst du
dann den Unterschied Masse und Kraft zu verstehen.
@ Remote One
Hm... also kommt es letztendlich eigentlich auch auf die Bauart des
Kraftaufnehmers darauf an, ob ich eine Halb- oder Vollbrücke nehme. Habe
ich z.B. einen Biegebalken bzw. einen s-förmigen Federkörper (letztere
Bauform würde ich momentan bevorzugen, da kompakt , hohe Zuverläsigkeit
und Genauigkeit), dann habe ich soviel ich herausgefunden habe 2 DMS.
Wenn man so will einen oben und einen unten (vgl. S.152 in dem Buch),
wobei z.B. beim Biegebalken einer gestaucht und der andere gedehnt wird.
Das müsste einer Halbbrücke entsprechen.
Bei einer Vollbrücke hätte ich dann 4 DMS, die sich ändern können z.B.
bei einem Hohlzylinder (vgl. S.153 im Buch). Ich hoffe, ich habe das
soeben verstanden, denn ich habe mordsmäßige Kopfschmerzen von der
Internetsucherei heute...
Ich brauche erstmal eine Pause aber ich kann mich nur immerwieder
bedanken für eure superschnelle Hilfe! Sowas habe ich in noch keinem
Forum erlebt!
der Markus ... es gibt viele Leute, die speziell beim Gewichte messen,
Kraft gleich Gewicht setzen, das sollte kein Problem sein. Um auf die
Hebel zurueckzukommen. Eine Hebeluntersetzung, die 10:1 kann, sollte
kein Problem sein. Auch die Genauigkeit sollte kein problem sein. Am
ende muss man eh kalibieren. Wenn die Person im Bett liegt, so muss man
eh an 4 Orten messen, also ist eine Hebeluntersetzung von 2.5:1 gefragt.
Jede mechanische Personenwaage arbeitet mit Hebeln.
@Markus
Also zeigen alle Personenwaagen Mist an, denn verbaut sind Kraftsensoren
und angezeigt wird das Gewicht aber in kg. Dabei ist das doch das Maß
für Masse...
Da aber die wenigsten ihr Messequipment in eine Umlaufbahn schießen oder
auf dem Mond oder dem Mars benutzen und die Erdbeschleunigung hier
überall hinreichend konstant ist gibt es tatsächlich Physikfrevler, die
ihre Sensoren in g oder kg statt in Newton eichen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gewicht :), insbesondere die erste
Definition!
"Die Frage ist nur wieviel von dieser Stelle gelogen ist :-)"
ca. 1uV Unterschied aus einer ungeschirmt angeschlossenen Quelle ist
doch trivial mit Elektronik fuer 2 Euro genau zu messen.
Markus schrieb:> Kauf dir bitte ein Physikbuch - vielleicht lernst du> dann den Unterschied Masse und Kraft zu verstehen.
nur immer weiter stänkern, sonst interessiert dich wohl nichts. Warum
glaubst du denn ist mir das von Honeywell aufgefallen? Aber an dich ist
jedes freundliche Wort verschwendet und jedes unfreundliche wirkunglos,
weil es dich nur bestärkt weiter zu stänkern.
Ansomnsten weiss hier wohl jeder, was g und was N ist.
Gruss Reinhard
Ich möchte mal
http://www.soemer.de/waegezellen/waegezellen.html
ins Gefecht werfen. Besonders die Druckwägezellen weiter unten.
Achte bitte auf die Eichfähigkeit wenn es was zulassungsfähiges sein
soll. Der TÜV läßt grüßen. Ich habe das hinter mir.
Für Zellen mit eingebauer Messbrückenelektronik gibt es ein universelles
Ansteuermodul, wenn man mal schnell was testen will. Ansonsten
RS232/RS485 Koppelbaustein. Ansteuerung wahlweise z.B. mit 9600bit/s,
8N1.
Reine Wägezellen die "nur" Spannung ausgeben bitte gleich vergessen.
Selbstbasteleien kannst du auch vergessen. Die Maschinenbauer mögen mir
bitte Recht geben.
Diskussionen zu Kg und N sind sinnlos. Die Waagen geben kg aus. Beim
Eichen muß aber je nach Verwendungszweck die geografische Lage in
Deutschland beachtet werden, da Dtl. in verschiedene Zonen eingeteilt
ist.
Es gibt da eine schöne Höhenformel dazu.
Wen es interessiert, sollte sich die dazugehörige OIML u.a Dokumente
durchlesen. Wer keine Ahnung hat, sollte vielleicht mal den Rand halten
und sein Halbwissen für sich behalten.
Schönen Abend noch
Danke fuer den Link. Falls der Preis (ca. 100 Euro) hinkommt macht so
eine Zelle sicher Sinn. Bis man so eine Zelle entwickelt ist wird man
beschaeftigt sein. Das Problem ist eine vernuenftige Verformung zu
bekommen, die noch im linearen, sprich elastischen Bereich ist. Dann
moechte man eine lange Standzeit in Anzahl Zyklen haben. Ich wuerd
moeglicherweise nur die Bruecke nehmen und mir die Elektronik zutrauen.
Mechanisch begabte moegen's umgekehrt machen.
Ich habe da nochmal eine Frage! Ich habe auf der Seite
http://www.me-systeme.de/dms-bridge.html eine schöne Erklärung zu den
Brückenschaltungen gefunden und deren Einsatzgebiete. Nun die Frage...
für meine Zwecke (Personenwaage) sollte doch eine "Halbbrücke, 2x
Längsdehnung" völlig ausreichen oder?
Halbbrücke, Vollbrücke u.ä. sind hauptsächlich zur
Temperaturkompensation der Wägezellen interessant. Und wenn es danach
geht: Nutze einfach alle DMS, die die Wägezelle bietet. Wenn zwei
verformte DMS drauf sind eine Halbbrücke, wenn vier eine Vollbrücke.
Wobei bei vier DMS auch meistens zwei davon zur Temparaturkompensation
vorgesehen sind (dann ist es rechnerisch immer noch eine Halbbrücke,
wird aber wie eine Vollbrücke angeschlossen, wobei die zwei
Kompensationswiderstände aber keinen Ausschlag liefern.
Normalerweise sollte die Verschaltung aber bei jeder Wägezelle im
Datenblatt dabeisein.
Viele Grüße
Nicolas
Noch Was schrieb:> es gibt viele Leute, die speziell beim Gewichte messen,> Kraft gleich Gewicht setzen, das sollte kein Problem sein.
Ist es tatsächlich nicht, weil es ja auch stimmt. Markus wollte
wahrscheinlich (sehr zu Recht) darauf hinweisen, dass die Einheit "kg"
der Größe "Masse" zugeordnet ist.
mfg heini
Eine Frage hätte ich noch an euch!
Gibt es eine Formel zur Berechnung des Körpergewichtes, um z.b. stark
einseitig belastende Patienten im Bett korrekt zu wiegen? Gibt ja denke
ich einen Grenzbereich, ab der die Waage mit 4 Sensoren wohl nicht mehr
korrekt misst.
Wenn sich ein Patient bewegt und das tut er sicherlich auch, dann wird
mir wohl nichts anderes übrig bleiben als vllt mittels der Sensoren
festzustellen, wann er in Ruhelage ist und eine Messung durchgeführt
werden kann. Den Mittelwert der 1000 Werte, die ich erhalte, wenn sich
jemand bewegt wird wohl keine ekzeptable Körpergewichtsmessung ergeben!
Da hilft keine Mittelung. Wenn sich der Patient bewegt, entstehen
dynamische Kräfte, die ein Vielfachse des Körpergewichts ausmachen
(bitte auch bei der Auslegung der Kraftsensoren bedenken!). Da mußt Du
schon warten, bis der mal zufällig ganz still liegt.
Nicolas S. schrieb:> (bitte auch bei der Auslegung der Kraftsensoren bedenken!)
Jepp, da gibts soweit ich weiß auch Sensoren mit Anschlägen die durch
solche Überlasten nicht beschädigt werden können.
Die Wägezellenelektronik hat eine eingebaute Dämpfungsfunktion,
einstellbar von einigen Millisekunden bis zu mehreren Sekunden
Messdauer.
Es gibt für die Sömer Dinger eine schöne Software dazu.
Und bis die Zelle in den plastischen Bereich geht dauert es auch etwas.
Preislich spielt das innerhalb einer Baureihe übrigends kaum eine Rolle,
ob ich eine Zelle für 100kg oder 250kg kaufe.
In deinem Fall würde ich 4 Stück für 250kg nehmen. Das ist eine Tonne,
wobei geschätzt 200kg für das Bett draufgehen. Da kann der Patient auch
schon mal schief liegen. Wenn die Zelle im Überlastbereich ist, gibt sie
außerdem eine Warnung aus, dass der Messwert nicht zu gebrauchen ist.
Und wie schon einer schrieb, eine Zelle mit mechan. Anschlag nehmen,
falls fettleibige Leute drin liegen.
Lass dir doch einfach mal die Preise nennen, damit du eine sichere Basis
und Vergeiche hast. Die verkaufen auch Einzestücke und sind sehr
freundlich in der Beratung. Alles andere ist Vermutung.
Tschau OH
Marcus B.
>aber wäre es ansonsten nicht überlegstens wert, einfach mehrere neben>einander anzuordnen.>Wenn man jetzt viele kleine ganz genaue nimmt, kann man einen sehr>genauen wert sich zusammen addieren eigentlich, ausser jemand belastet>sehr stark einseitig.
Das ist wohl leider eine falsche Aussage, denn laut dieser Quelle:
http://www.mts.ch/documents/Kraftmessbroschuere.pdf auf Seite 12 im
Kapitel 3.4 Parallelschaltung von Sensoren (letzter Satz) steht:
>Die Empfindlichkeit vervielfacht sich nicht beim Zusammenschalten>mehrerer Sensoren.
und die müssen es ja wissen! Aber eine gute Idee war es dennoch...
Gruß
Toni
Mal eine andere Frage!
Kennt hier jemand vllt eine Internetseite oder ähnliches, wo man
allgemeine Informationen zu den Wägezellenarten (sprich: s-Form,
Biegebalken, Kraftmessdosen, etc.) in Bezug auf Aufbau und Funktion
sowie Vor- und Nachteile und Einsatzgebiete bekommt?
Gruß Toni
Ruf doch mal bei den Herstellern an und schildere denen Dein Problem.
Wenn Du dann noch eine Aussage machst wie "das ist eine Voruntersuchung
und da wird evt. eine (Klein) Serie daraus", dann werden dir Dir gerne
alle Fragen beantworten und Dich sicher auch mit technischen Unterlagen
zuwerfen. In dem Bereich ist glaube ich noch wenig
Billigfernostkonkurrenz und deshalb ist der Service des Vertriebs
entsprechend gut da sich noch gut Geld damit verdienen lässt (Vermutung
meinerseits).
Also die Hersteller haben wohl kein Interesse daran etwas zu verkaufen.
Jedenfalls gibt es bisher immernoch keine Rückmeldung... Egal!
So schauts bisher aus und ich bin kurz vor der Bestellung:
Ich denke mal ich werde 4 Sensoren von burster nehmen:
http://www.burster.de/burster/www_root/ar03/templates/xxxxxAr03Product.jsp?language=De&organisation=001&navSeq=100&action=first
Allerdings brauche ich ja auch noch einen Messverstärker. Dazu wollte
ich am besten die 4 Sensoren an einen Messverstärker klemmen. Müsste ja
gehen. Der wird dann wohl auch gleich alle 4 Sensoren addieren und
verstäkrt an meinen Mikrocontroller schicken können. Für diese Aufgabe
hätte ich an diese Messverstärker von mesomatic gedacht. Entweder der
MV33 oder der MV37:
http://www.mesomatic.de/de/mv.htm
Was sagt ihr dazu? Passt das oder habe ich etwas übersehen? Oder gibt es
vllt kostengünstigere Varianten?
Gruß Toni
Hallo!
Kann mir jemand sagen ob es möglich ist, wenn ich 4 x Sensoren mit einer
Nennlast von 150kg in ein Bett baue, dass ein Gewicht von sagen wir mal
200kg hat, einfach den Messverstärker oder den mikrocontroller so
einzustellen, dass er die 200kg als null sieht und ich sozusagen nur die
400kg als messbereich habe? Dadurch würde ich mir ja auflösung beim
AD-Wandler sparen können. Also statt 600kg mit 13 bit kann man ja dann
400kg mit 12 bit auflösen um die rund 0,1kg Schritte zu messen.
Morgen gehe ich übrigens auf die Sensormesse in Nürnberg und erhoffe mir
da ein paar gute Ratschläge und Infos einzuholen! =)
Danke!
Hi,
für jeden Sensor braucht man einen eigenen Differenzverstärker.
Nun kann man die vier Ausgänge davon in vier A/D-Eingänge legen und
einfach zusammenrechnen, welche im Endeffekt auch eine höhere
Gesamtauflösung ergeben.
Oder aber man führt die 4 Ausgänge auf einen Addierer (OPV). Hier wird
es aber schon schwieriger das Bett noch wegzutarieren, bevor es dann an
einen einzelnen uC-A/D-Eingang geht.
Gruß Gerd