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Forum: PC Hard- und Software Bandbreitenverteilung


Autor: Netzwerkgast (Gast)
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Hmm. Mal so ne eher allgemeine Frage, vieleicht auch bloss ne 
Verständnissache:

Die standardmässige Bandbreitenverteilung ist ja immer so ca. 10% für 
Upload, z.B. 1024/128 oder 2048/192.
Bei 16Mbit DSL ist ja dann so circa 16000/1024 also ca 6,5%.Sollte ja 
aber mehr als ausreichend sein.

Bei TCP/IP-Verbindungen müssen ja die entsprechenden Pakete auch immer 
acknowledged werden. Wenn jetzt die Pakete fix reinkommen, müssen diese 
ja dann auch acknowledged werden. Das scheint ja dann so mit der 
limitierende Faktor zu sein, reine Streaming Sachen(UDP) können ja 
sicherlich das dann entsprechend jetzt voll ausnutzen.

SkyDSL hat ja das selbe Problem das zwar alles fix vom Satelliten kommen 
könnte, aber ja immer alles über den Modem oder ISDN Upstream bestätigt 
werden muss.
Gibt es denn da irgend eine Möglichkeit das so zu berechnen oder zu 
überschlagen.
Was was ich, man hätte 10Mbit möglichen Downstream und 20Kbit oder 
56Kbit oder so als Upstream. Da sollte man die Downloadbandbreite doch 
sicherlich gar nicht ausreizen können wegen den ganzen ACKs die viel zu 
langsam loströdeln.
Oder lieg ich da irgendwie total daneben und es gibt ne ganz einfache 
Regel dafür?

Autor: Micha C. (Gast)
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Hallo,

> Bei TCP/IP-Verbindungen müssen ja die entsprechenden Pakete auch immer
> acknowledged werden. Wenn jetzt die Pakete fix reinkommen, müssen diese
> ja dann auch acknowledged werden. Das scheint ja dann so mit der
> limitierende Faktor zu sein, reine Streaming Sachen(UDP) können ja
> sicherlich das dann entsprechend jetzt voll ausnutzen.
zum Einen kann TCP mehrere Pakete auf einmal bestätigen, zum anderen ist 
die reine Bestätigung schon direkt im TCP-Protokollkopf enthalten, so 
dass nur wenige Daten in Bestätigungsrichtung geschickt werden müssen. 
Dafür reicht selbst die geringe Bandbreite des DSL-Uploads aus.

> SkyDSL hat ja das selbe Problem das zwar alles fix vom Satelliten kommen
> könnte, aber ja immer alles über den Modem oder ISDN Upstream bestätigt
> werden muss.
> Gibt es denn da irgend eine Möglichkeit das so zu berechnen oder zu
> überschlagen.
selbst da sollte die Bandbreite des Uploads ausreichen. Bei 
Kommunikation über einen Satelliten schlägt eher die Laufzeit der Pakete 
über den Satellit zu, da der Sender keine weiteren Pakete verschickt, 
wenn er zeitnah keine Bestätigungen empfängt.


Gruss

    Micha

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Netzwerkgast schrieb:
> SkyDSL hat ja das selbe Problem das zwar alles fix vom Satelliten kommen
> könnte, aber ja immer alles über den Modem oder ISDN Upstream bestätigt
> werden muss.
> Gibt es denn da irgend eine Möglichkeit das so zu berechnen oder zu
> überschlagen.
> Was was ich, man hätte 10Mbit möglichen Downstream und 20Kbit oder
> 56Kbit oder so als Upstream. Da sollte man die Downloadbandbreite doch
> sicherlich gar nicht ausreizen können wegen den ganzen ACKs die viel zu
> langsam loströdeln.

Prinzipiell ist ein ACK 40 Byte gross, ein Datenpaket häufig 1500 Byte, 
kann aber auch mal ein bisschen weniger sein. Allerdings kann mit einem 
ACK durchaus auch mehr als ein Datenpaket auf einmal "acknowledged" 
werden, genauso kann es auch mal mehr als ein ACK auf ein und dasselbe 
Datenpaket geben, deshalb ist das nur schwer pauschal zu sagen.

Der Satellitenlink hat aber noch ganz andere Probleme, die durch das 
hohe Bandbreiten-Latenz-Produkt der Verbindung entstehen 
(Google-Stichworte: "tcp long fat pipe", aber Achtung, könnten auch mal 
NSFW-Treffer dabeisein ;-) ), und die bei unmodifiziertem TCP die 
vollständige Ausnutzung der Bandbreite verhindern, ganz unabhängig von 
der für die ACKs zur Verfügung stehenden Bandbreite.

Die Satelliten-"DSL"-Anbieter gehen das meist dadurch an, dass sie 
einerseits an einigen TCP-Parametern im Betriebssystem rumdrehen, 
andererseits aber auch Proxies benutzen, die dann über die 
Satellitenverbindung ein modifiziertes TCP-Protokoll verwenden, bei dem 
anteilig viel weniger ACKs nötig sind.

Andreas

Autor: Netzwerkgast (Gast)
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Hmm, bei meinem kurzem Blick über Wireshark seh ich meist so 2 
Downloadpackete a 1514 Byte und darauf dann ein 54 Byte ACK.

Na da bleibt wohl nur wieder bissl selber knobeln.

Naja hatte etwas gehofft das es dafür eine Faustformel gibt, wo man sagt 
du brauchst mindestens einen möglichen Upstream von x (für ACKs und 
GETs) um Bandbreite y stabil auszunutzen und auszureizen. Beim mal 
drübergooglen finde man nur irgendwelches Zeug für P2P-Netzwerke und das 
passt ja nicht so ganz da ja dann eh für alle anderen Teilnehmer mit 
verteilt wird.

Beim wiki findet sich zum Beispiel zu IP over Satellite auch nur das 
Latenzproblem bzw. das je nach Anbieter und Leitung nach aussen, das 
varieren kann. Angeblich soll sowas ja auch mit GSM mit 9,6 Kbit oder in 
der Drehe gehen, das ist ja dann auch vermutlich schon nix mehr mit 
voller Download-Bandbreite nutzen und so.

Autor: Tom M. (Gast)
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Netzwerkgast schrieb:
> Naja hatte etwas gehofft das es dafür eine Faustformel gibt, wo man sagt
> du brauchst mindestens einen möglichen Upstream von x (für ACKs und
> GETs) um Bandbreite y stabil auszunutzen und auszureizen.

Die Faustformel für den Anwendungsfall "Download grosser Dateien über 
TCP" hast du dir oben ja eben selbst gegeben. Andere Anwendungsfälle 
(skype, voip, vpn, torrent, mailserver@home, ssh outbound etc. pp.) 
werden andere Kennzahlen ergeben. Mit 1:10 stehst dabei nicht gleich im 
Regen - und die ISPs können symmetrische Anbindungen für gutes Geld den 
Geschäftskunden anbieten. ;)

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