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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik IGEPv2: Fragen zur Stromversorgung und anderem


Autor: Josef Raschen (josef_r)
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Da ich ein USB-Hub mit Netzteil verwende musste ich feststellen, dass 
das Board trotz entfernen des Netzteilsteckers vom Board, über das HUB 
weiter mit Strom versorgt wird, obwohl die Dokumentation des Boards 
eigentlich sagt, dass dies nicht möglich sei. Ich habe vorsichtshalber 
das Netzteil vom USB-Hub ausgestreckt. da bisher sowieso nur Tastatur 
und Maus da dran hängen, die wohl keinen zu hohen Strom ziehen.
Ist das normal, dass ich das USB-Hub ausstrecken muss, und dann erst die 
Stromversorgung des Boards?
Stellt das eigentlich ein Problem dar das Board im laufenden Betrieb 
einfach auszustecken, oder kann dabei der Flashspeicher oder andere 
Komponenten beschädigt werden (z.B. wenn ein Schreibvorgang unterbrochen 
wird)? Bzw. was wäre die korrekte vorgehensweise? Vier (erkannte) 
defekte Blöcke habe ich nämlich bereits:
Bad eraseblock 838 at 0x068c0000                                                
Bad eraseblock 839 at 0x068e0000                                                
Bad eraseblock 2886 at 0x168c0000                                               
Bad eraseblock 2887 at 0x168e0000  

Autor: Tobi (Gast)
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Defekte Blöcke bei Flash sind nicht besonders ungewöhnlich. Freu dich 
das es nur 4 sind.

Autor: Josef Raschen (josef_r)
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Tobi schrieb:
> Defekte Blöcke bei Flash sind nicht besonders ungewöhnlich.

Das ist mir eigentlich klar. Meine Frage war halt, ob die Unterbrechung 
der Stromversorgung dem Flash oder anderen Komponenten des Boards 
schaden kann, oder ob man das ohne Bedenken einfach ausstecken kann bzw. 
wie man das am sinnvollsten ausschaltet, ohne dass Hardware und Software 
(z.B. Filesystem) in Mitleidenschaft gezogen werden.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Josef R. schrieb:
> Ist das normal, dass ich das USB-Hub ausstrecken muss, und dann erst die
> Stromversorgung des Boards?

Billig-Hub, der die 0.1 cent für die Diode in der Versorgungsleitung 
eingespart hat?
=> Nachrüsten oder Hub-Stromversorgung ausstecken.

> Stellt das eigentlich ein Problem dar das Board im laufenden Betrieb
> einfach auszustecken, oder kann dabei der Flashspeicher oder andere
> Komponenten beschädigt werden (z.B. wenn ein Schreibvorgang unterbrochen
> wird)?
Kaputt gehen sollte (hardwaremässig) nix, aber das Filesystem nimmt 
dabei gerne schaden.

> Bzw. was wäre die korrekte vorgehensweise?

An der Root-Shell:
"init 0"
oder
"shutdown -h now"
oder
"halt"
oder
"poweroff"

oder in deinem Window-Manager/Login-Manager/etc die richtige 
Shutdown-option anklicken.

Autor: Josef Raschen (josef_r)
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Vielen Dank für die Antworten.

Εrnst B✶ schrieb:
> Josef R. schrieb:
>> Ist das normal, dass ich das USB-Hub ausstrecken muss, und dann erst die
>> Stromversorgung des Boards?
>
> Billig-Hub, der die 0.1 cent für die Diode in der Versorgungsleitung
> eingespart hat?
> => Nachrüsten oder Hub-Stromversorgung ausstecken.

6 Euro bei Reichelt ist wahrscheinlich ein Billiggerät. Eine Diode kann 
ich auf der Platine auch nicht entdecken. (siehe Fotos; dieses schwarze 
SMD auf der Unterseite müsste ein Kondensator sein?)
Welche Diode würde man denn zum Nachrüsten nehmen? 1A sollte die ja 
schon aushalten, und dann ist da ja auch noch ein Spannungsabfall durch 
U_F, der nicht zu hoch sein darf.


> "init 0"
> "shutdown -h now"
> "halt"
> "poweroff"

"shutdown -h now" führt nur zu einem Neustart des Boards, das hatte ich 
als erstes ausprobiert. "shutdown now" führt über die serielle 
Schnittstelle nur zu dieser Ausgabe:
root@igep0020:~# shutdown now                                                   
                                                                                
Broadcast message from root (ttyS2) (Sat Jan  1 00:02:18 2000):                 
                                                                                
The system is going down to maintenance mode NOW!                               
root@igep0020:~# 
und auf dem Monitor:
(...)
INIT: no more processes left in this runlevel

xinit: unexpected signal 15
danach reagiert nichts mehr. Das kannn doch nicht korrekt sein?

Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass ich im Moment noch das 
vorinstallierte POKY Linux nutze, im Moment aber über die serielle 
Schnittstelle mit minicom arbeite.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Josef R. schrieb:
> Vielen Dank für die Antworten.

> 6 Euro bei Reichelt ist wahrscheinlich ein Billiggerät. Eine Diode kann
> ich auf der Platine auch nicht entdecken. (siehe Fotos; dieses schwarze
> SMD auf der Unterseite müsste ein Kondensator sein?)
"F1" lässt eher auf eine Sicherung (Fuse) schliessen.

> Welche Diode würde man denn zum Nachrüsten nehmen? 1A sollte die ja
> schon aushalten, und dann ist da ja auch noch ein Spannungsabfall durch
> U_F, der nicht zu hoch sein darf.

Die Diode muss einfach in die rote Zuleitungsader. Spannungsabfall daran 
ist eigentlich wurscht, solang der Hub immer Self-Powered läuft. 
Ansonsten halt eine 1A-Schottky (1N5817 z.B).

> Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass ich im Moment noch das
> vorinstallierte POKY Linux nutze, im Moment aber über die serielle
> Schnittstelle mit minicom arbeite.

Hmm... das Poky hab ich nur ein paarmal zum Testen gebootet, hab ein 
Gentoo auf MicroSD-Card. Das fährt ganz normal runter, bis zum "System 
Halted", dann heist's Stecker ziehen zum Neustart.

Wenn ich mich recht erinner, bietet das Poky aber auch in der GUI keine 
Shutdown-Option an.

Autor: Josef Raschen (josef_r)
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Εrnst B✶ schrieb:
> Die Diode muss einfach in die rote Zuleitungsader. Spannungsabfall daran
> ist eigentlich wurscht, solang der Hub immer Self-Powered läuft.
> Ansonsten halt eine 1A-Schottky (1N5817 z.B).

Sind die 0,3V Spannungsabfall an der Schottky Diode denn egal? Ich kenne 
die USB Spezifikation leider nicht.
Aber da ich im Moment nur Maus und Tastatur anschließe sollte brauche 
ich das Netzteil sowieso nicht, mehr als 500 mA werden die nicht ziehen. 
Mir gefällt die Vorstellung sowieso nicht, ein System mit mehreren 
Netzteilen zu betreiben.

> Hmm... das Poky hab ich nur ein paarmal zum Testen gebootet, hab ein
> Gentoo auf MicroSD-Card. Das fährt ganz normal runter, bis zum "System
> Halted", dann heist's Stecker ziehen zum Neustart.
>
> Wenn ich mich recht erinner, bietet das Poky aber auch in der GUI keine
> Shutdown-Option an.

Stimmt genau. Bei der vorinstallierten Poky Version gibt es keine 
Shutdown Funktion, warum auch immer.
Leider musste ich feststellen das sämtliche Cardreader von mir keine 
SD-HC Karten erkennen, sonst hätte längst versucht mir ein Ubuntu oder 
Ångström mit OpenEmbedded zu basteln.
Muss das vorinstallierte Poky eigentlich dazu überschrieben werden, oder 
wird standardmäßig nur die Speicherkarte genutzt? Ich hätte nämlich ganz 
gerne für den Notfall noch ein System von dem ich weiß, dass läuft, da 
ich mir früher oder später meine Software unrettbar durcheinander 
bringen werde.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Josef R. schrieb:
> Sind die 0,3V Spannungsabfall an der Schottky Diode denn egal?

so ~4.2 V müssen am Gerät noch ankommen, der Wert ergibt sich aus der 
USB-Kabellänge (5m) und dem vorgeschriebenen Ader-Durchmesser sowie den 
erlaubten 500mA...

> Ich kenne die USB Spezifikation leider nicht.

Gibts bei www.usb.org zum Runterladen, ist aber nicht gerade Spannende 
Lektüre.

> Aber da ich im Moment nur Maus und Tastatur anschließe sollte brauche
> ich das Netzteil sowieso nicht, mehr als 500 mA werden die nicht ziehen.
> Mir gefällt die Vorstellung sowieso nicht, ein System mit mehreren
> Netzteilen zu betreiben.

Lass das extra-Netzteil weg, solange es geht. Notfalls 5V vom 
IGEP-Netzteil abzweigen und in den Hub einspeisen, auch wenn das die 
eigentlich vorhandene Strombegrenzung im USB-Port überbrückt...

> Muss das vorinstallierte Poky eigentlich dazu überschrieben werden, oder
> wird standardmäßig nur die Speicherkarte genutzt?

Das Board kann komplett von SD-Card booten, das Poky kann also 
unangetastet auf dem internen Flash bleiben.

Autor: Josef Raschen (josef_r)
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Ich melde mich noch einmal mit einem anderen Problem:
Ich habe mir bei Reichelt einen USB-RS232 Konverter mit FTDI-Chip 
gekauft: DELOCK 61460.

Beim Booten erscheinen in minicom alle Meldungen wie gehabt, nur in der 
Gegenrichtung klappt die Übertragung nicht. Wenn ich irgendetwas 
eintippe erscheinen nur sinnlose Zeichen in minicom aber mehr passiert 
nicht.

Verwende ich die serielle Schnittstelle am PC (die mir am Notebook 
fehlt, weshalb ich den Adapter brauche) geht alles wie gehabt. In der 
Konfiguration habe ich nur den Parameter "Serieller Anschluss" von 
/dev/ttyS0 auf /dev/ttyUSB0 umgeändert, sonst nichts.

Einen Defekt des Kabels kann ich ausschließen, da ich das gleiche 
Nullmodem Kabel am PC oder am Adapter anschließe.

Meine minicom Konfiguration:
| A - Serieller Anschluss      : /dev/ttyUSB0                           |
| B - Pfad zur Lockdatei       : /var/lock                              |
| C - Programm zur Rufannahme  :                                        |
| D - Programm zum Wählen      :                                        |
| E - Bps/Par/Bits             : 115200 8N1                             |
| F - Hardware Flow Control    : Nein                                   |
| G - Software Flow Control    : Nein                                   |

Wo könnte die Ursache dieses Problems liegen?

EDIT:
Ich habe gerade das Notebook mit dem Adapter und meinen PC mit einem 
Nullmodem-Kabel verbunden, und das scheint problemlos in beiden 
Richtungen zu funktionieren. Da Frage ich mich doch wieso ich nicht mit 
meinem IGEP "reden" kann.

Autor: Josef Raschen (josef_r)
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Hat niemand eine Idee weshalb die serielle Schnittstelle über den USB 
Adapter nicht klappt?

Autor: Wei X. (wei_x)
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Hallo World!

ich bin neu hier in Forum so wie im Microkontrollerprogrammierung. 
iGEPv2 ist mein erstes "Spielzeug".

@ Josef,

ich hatte den Delock Adapter und das gleiche Problem auch. Dann bin ich 
zur PCMCIA-zu-Seriell-Lösung gewechselt und seitdem tut die Verbindung 
wie beim PC.

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