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Forum: PC Hard- und Software Problem mit Belinea Monitor 2225 S1W


Autor: Kaltlöter (Gast)
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Moin moin,

da man das Bild meines Monitors neuerdings hören kann (Brummen bei 
starken Kontrasten), habe ich das gute Stück mal eben aufgeschraubt und 
auch gleich zwei Kondesatoren entdeckt, die aussehen, als hätte sie 
jemand mit Kaugummi an den Kühlkörper gepappt.
So weit, so schlecht, die Dinger sind eh reif (die Kiste ist etwa drei 
Jahre alt, länger darf so was heute wohl nicht mehr halten), doch bei 
näherer Betrachtung fiel mir auf, dass die hochwertige FR-2-Platine gar 
befremdliche bräunliche Verfärbungen (aka Brandflecken) aufweist, 
insbesondere im Kontaktbereich zweier Teile, die zu der Zeit, als man 
den Aufdruck noch lesen konnte, wohl als Dioden zu identifizieren 
gewesen wären, aber auch an den Pins eines DIP 8.

Zwar läuft der Apparat noch (laut und deutlich :-( ), aber ich halte es 
dennoch für angebracht, tätlich zu werden.

Der Belinea-Telefon-Support behauptete, ausgelaufenen Elektrolyten hätte 
ich riechen müssen und die Brandflecken hätten nicht notwendigerweise 
irgend etwas womöglich nachteiliges zu bedeuten.

Da ich immerhin weiß, welches Ende des Lötkolbens in die Steckdose kommt 
und welches dann warm wird (sehr viel mehr aber nicht), würde ich gern 
Euch, liebe Leser, mit der Frage belästigen,

  ob jemand entweder einen Schaltplan für das Gerät
  posten kann (Netzteilplatine) oder eine Downloadquelle
  kennt.

Belinea hat nach dortiger Auskunft von Maxdata lediglich die Marke 
übernommen, aber keinerlei technische Unterlagen.

Ich bin derzeit wild entschlossen, mindestens die beiden "auffälligen" 
Cs zu ersetzen, würde aber gern damit warten, bis ich zu den folgenden 
Fragen klarer sehe (schon wegen der Einkaufsliste):

1. Ist es sinnvoll, gleich alle NT-Elkos zu ersetzen, "wenn man schon 
mal dabei ist"?

2. Die etwa DIN A 5 große Platine ist recht dünn besiedelt. Bringt es 
etwas (außer Verdruss), die Elkos notfalls unter Verwendung von 
Schaltdraht o. ä. etwas von den Kühlkörpern abgesetzt zu fixieren?

3. ist es sinnvoll, die Elkos "aufzuteilen", also bspw statt eines 470 
µF mehrere per summa gleichwetige parallel einzubauen (damit beim 
nächsten Schadensfall wenigstens ein wesentlicher teil der Funktion 
erhalten bleibt)?

4. Ich gehe davon aus, dass 105 °C Elkos verwendet weren sollten; Low 
ESR oder ist das egal?

5. (Bitte nicht lachen, ernst gemeint:) Ist es sinnvoll, überflüssig, 
schädlich oder einfach nur dämlich, auf den DIP 8 einen Kühlkörper zu 
kleben? Oder sollte selbiger großzügig nachgelötet werden, um eine 
"bleierne Wärmesenke" zu konstruieren? Ich habe mir die Lötseite noch 
nicht angesehen, weiß also nicht, was da so alles los ist.

6. Ist es sinnvoll, die vorhandenen Kühlkörper miit zusätzlichen 
Chipkühlern zu erweitern? Ich dachte da an die bei Reichelt erhältlichen 
DIL-16 Kühler, die zumindest mechanisch gut passen würden; dass mann die 
"Erweiterung" nicht gerade an der Seite drapappen sollte, wo der Abstand 
zum nächsten Bauteil am kleinsten ist, ist mir schon klar.

7. Falls ich sowieso schon mit Wärmeleitkleber herumpansche, bringt es 
dann etwas, die Elkos damit auf die Platine zu kleben, ober behindert 
das eher die Wärmeableitung? Passende Kühlsterne wären vermutlich 
nirgendwo zu bekommen; ich habe auch noch nie gesehen oder gehört, dass 
jemand sowas bei Elkos eingesetzt hätte.

8. Dürfen die mutmaßlichen Dioden (sofern sich deren Typ ermitteln 
lässt) durch höher belastbare ersetzt werden, um die Wärmeabgabe zu 
vermindern/streuen?

Puh, eine Menge Fragen, aber es wäre nett, wenn Euch dazu etwas 
Hilfreiches einfiele. Herzlichen Dank vorab!

KL

Autor: David ... (volatile)
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Elkos werden immer so verklebt (Kaugummizeugs).
Und ansonsten sag ich nur 'Lass es'. Du hast keine Ahnung was du tust.

Autor: Kaltlöter (Gast)
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David ... schrieb:
> Elkos werden immer so verklebt (Kaugummizeugs).

Zwei von vielen?
Und einer davon direkt am KK?

> Und ansonsten sag ich nur 'Lass es'. Du hast keine Ahnung was du tust.

Da magst Du wohl Recht haben ...

Danke soweit.

Aber: wie werde ich die Einstreuung auf den Audio-Teil los?

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

indem Du den richtigen taub gewordenen Elko an der 
Audio-Spannungsversorgung ersetzt, an der Inverterspannung und im 
Netzteil vielleicht auch noch...

Man kann durchaus eine "Elkokur" machen, einfach alle ersetzen.
Der Ladeelko im Netzteil (xxµF/ca. 400V) ist überwiegend ok und kann 
bleiben.

Low ESR-Typen mit 105 Grad, gleicher Kapazität und gleicher oder 
größerer Spannung nehmen.

VORSICHT! Einige Elkos können auch nach dem Ausschalten noch auf mehrere 
100V aufgeladen sein...

Befestigt sind normalerweise nur größere und damit schwerere Elkos, 
damit die wenigstens den Transort zum Kunden überleben ohne Leiterbahmen 
abzureißen...

Muß man nicht zwingend wieder machen, wenn man das Teil nicht ständig 
durch die Gegend karrt.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Kaltlöter (Gast)
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Ah, ja. Verbindlichsten Dank!

KL

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