Hallo Leute,
ich habe mir das LED-Fading Tutorial hier aus dem Forum angesehen und
versucht die Linearisierung nachzuvollziehen.
Das Problem ist, dass die Formel aus dem Artikel nicht mit jener aus dem
Excel File übereinstimmt.
Es wäre schön, wenn jemand hierzu evtl. mal eine Quelle angeben könnte,
oder mal erklärt was die Formel in dem Excel File bedeutet.
Die Vorgehensweise bei dem LED-Fading aus dem Tutorial kann ich dir
leider nicht erklären, ich habe einen anderen Ansatz gewählt. Vielleicht
hilft er dir weiter.
Ich habe die Auflösung n der PWM in m Stufen unterteilt. Jede weitere
Stufe wird mit mit einem Faktor x multipliziert. Insgesamt gibt es m + 1
Stufen, wobei die erste Stufe null ist und die zweite der Faktor x
selbst.
Die Formel, die ich verwendet habe lautet:
n = Auflösung (in Bit)
m = Stufen
x = ((2 ^ n) - 1) ^ 1/m
Für eine 16Bit PWM und 10 Stufen ergibt sich ein Faktor x von 3,03:
Stufe 0: 0
Stufe 1: 3
Stufe 2: 9
Stufe 3: 27
Stufe 4: 84
Stufe 5: 256
Stufe 6: 776
Stufe 7: 2352
Stufe 8: 7131
Stufe 9: 21618
Stufe 10: 65535
Achtung, Werte gerundet!!! -> Am besten die Formel in ne Tabelle
klopfen.
Ich war mit dem Ergebnis recht zufrieden, hab's allerdings nie geprüft,
ob das jetzt tatsächlich hinkommt. Ich kann bei Gelegenheit mal nach der
Quelle dieser Berechnung suchen, hab's mir damals dummerweise nicht
notiert.
Ralf
Ach so, ganz vergessen:
Die vereinfachte Formel ist die n-te Wurzel aus der Auflösung. Also die
10.Wurzel aus der 16-Bit Auflösung ist gleich 3,03.
Ralf
@ Phil (Gast)
>Das Problem ist, dass die Formel aus dem Artikel nicht mit jener aus dem>Excel File übereinstimmt.
Stimmt ;-) Denn die schöne Formel im Tutorial kam erst später rein.
>Es wäre schön, wenn jemand hierzu evtl. mal eine Quelle angeben könnte,>oder mal erklärt was die Formel in dem Excel File bedeutet.
Die Formel im Excelfile ist schlicht über die Nte Wurzel berechnet.
Damit sind die einzelnen Stufen zueinander immer im gleichen Verhältnis.
Damit bekommt man eine Exponentialfunktion. Die ist praktisch
ausreichend genau.
MfG
Falk
> Die Formel im Excelfile ist schlicht über die Nte Wurzel berechnet.> Damit sind die einzelnen Stufen zueinander immer im gleichen Verhältnis.> Damit bekommt man eine Exponentialfunktion. Die ist praktisch> ausreichend genau.
Also das gleiche was ich beschrieben habe. Ich hab die Formel aus dem
Tutorial nicht durchgerechnet, wenn das gleiche wie bei meiner Formel
rauskommt, halte ich meine wenigstens für besser verständlich (weil
einfacher). Vielleicht rechne ich sie bei Gelegenheit mal durch.
Ralf
hmm.. aber woher habt ihr die Formeln Jungs? Wie kommt ihr auf den
Zusammenhang sehen <-> Formel?! Ich sitz schon seit Stunden mit Blick
nach oben und warte, dass die richtige Formel runterfällt.
Wie du im LED-Fading-Artikel lesen kannst, erkennt das Auge die
Helligkeit logarithmisch. Die gezeigten Formeln ergeben einen Faktor der
PWM-Werte, die einen (nahezu) logarithmischen (bzw. ähnlichen) Verlauf
der PWM-Ansteuerung und damit auch der Helligkeit ergeben.
Ralf
Hi,
ich habe das jetzt gerade aus interesse durchgelesen und finde es
seltsam gerade den logarithmischen Empfindlichkeitsverlauf des
menschlichen Auges dafür verantwortlich zu machen, dass eine LED bei
linear erhöhter Spannung nicht linear heller wird.
Schaut euch mal die Kennlinie einer LED an... Doppelter Strom heißt
doppelte helligkeit aber doppelte Spannung heißt das nicht. Außer der
Vorwiderstand der LED ist so groß, dass sich mit der Spannungsquelle
zusammen eine Stromquelle bildet -> Stromquelle hat einen theoretisch
unendlichen Innenwiderstand. Dann würde eine lineare erhöhung der
Spannung auch einen linearen Stromanstieg bedeuten und dann würde die
helligkeit auch linear ansteigen.
Auch der Quantenwirkungsgrad besagt das schon
anzahl der emmitierten Photonen / anzahl der strombildenden Elektronen
ob das jetzt 1 10 oder 100mA sind, der quantenwirkungsgrad wird davon
nicht beeinflusst.
@ tsaG (Gast)
>menschlichen Auges dafür verantwortlich zu machen, dass eine LED bei>linear erhöhter Spannung nicht linear heller wird.
Strom. Die LED ist stromgesteuert.
>Schaut euch mal die Kennlinie einer LED an... Doppelter Strom heißt>doppelte helligkeit aber doppelte Spannung heißt das nicht.
Du bist ja ein ganz schlaues Kerlchen!
Der Pulsstrom der LED ist konstant, da die Versorgungsspannung konstant
ist. Aber der mittlere Strom wird durch PWM gesteuert.
MFG
Falk
Ralf schrieb:> Ich habe die Auflösung n der PWM in m Stufen unterteilt. Jede weitere> Stufe wird mit mit einem Faktor x multipliziert. Insgesamt gibt es m + 1> Stufen, wobei die erste Stufe null ist und die zweite der Faktor x> selbst.>> Die Formel, die ich verwendet habe lautet:>> n = Auflösung (in Bit)> m = Stufen>> x = ((2 ^ n) - 1) ^ 1/m>> Für eine 16Bit PWM und 10 Stufen ergibt sich ein Faktor x von 3,03:>> Stufe 0: 0> Stufe 1: 3> Stufe 2: 9> Stufe 3: 27> Stufe 4: 84> Stufe 5: 256> Stufe 6: 776> Stufe 7: 2352> Stufe 8: 7131> Stufe 9: 21618> Stufe 10: 65535
Also so ganz kann ich das jetzt nicht nachvollziehen!
Wenn ich nachrechne, erhalte ich bei 16Bit und 10 Stufen einen x Wert
von 1,11729!
Wie kommst du auf 3,03?
@tsaG:
Das mit dem Quantenwirkungsgrad hat mich sehr beeindruckt... ;-)
Es hat nichts mit der LED-Spannung oder dem LED-Strom zu tun, sondern
mit dem menschlichen Sehapparat. Der Punkt ist, dass mit Helligkeit
hier der vom Auge empfundene subjektive Helligkeitseindruck gemeint ist.
Dieser ist nicht proportional zur Anzahl n der (pro Zeiteinheit)
emittierten Photonen, sondern näherungsweise zu log(n). Das besagt das
Weber-Fechnersche Gesetz.
Normalerweise wird "Helligkeit" mit der Leuchtdichte L gleichgesetzt. L
ist proportional zu n (pro Zeit).
Wenn Du also eine LED so hochdimmen willst, dass Du die
Helligkeitserhöhung als linear wahrnimmst, dann sind passende PWM-Stufen
z. B.
1:256 --> 1:128 --> 1:64 --> 1:32 -->
1:16 --> 1:8 --> 1:4 --> 1:2 --> dauerhaft eingeschaltet.