Hallo Zusammen,
einige von euch kennen sicher die Personalfragebogen, die man bei
größeren Unternehmen ausfüllen und zum Vorstellungsgespräch mitbringen
soll. Nun frag ich mich, was ich da an bestimmten Stellen reinschreiben
soll?
1. Schulbildung
Im Bogen steht, welche Schulen haben sie besucht? Platz ist jedoch nur
für eine Schule. Reicht es wenn ich hier die BOS reinschreiben, weil ich
da meinen höchsten schulischen Abschluss gemacht hab?
2. Besondere Kenntnisse
Hier wird nach besonderen Kenntnissen gefragt wie Weiterbildungskurse
oder PC-Kurse. Kann ich da auch BWL oder wirtschaftsjuristische
Kenntnisse angeben?
3. Beruflicher Werdegang
Kann ich da den Nebenjob reinschreiben, auch wenn dieser nichts mit dem
Studium zu tun hatte?
Besten Dank schon mal im Voraus.
1) Schreib einfach den höchsten Abschnluß rein, interessiert (meist) eh
keine Sau welche Schule das genau war.
2) ja (siehe auch 1 letzter Teil)
3) ja (siehe auch 1 letzter Teil)
Hias schrieb:> 1. Schulbildung> Im Bogen steht, welche Schulen haben sie besucht? Platz ist jedoch nur> für eine Schule. Reicht es wenn ich hier die BOS reinschreiben, weil ich> da meinen höchsten schulischen Abschluss gemacht hab?
Ja, mit Angabe welcher Abschluss erreicht wurde
> 2. Besondere Kenntnisse> Hier wird nach besonderen Kenntnissen gefragt wie Weiterbildungskurse> oder PC-Kurse. Kann ich da auch BWL oder wirtschaftsjuristische> Kenntnisse angeben?>
auch ja
> 3. Beruflicher Werdegang> Kann ich da den Nebenjob reinschreiben, auch wenn dieser nichts mit dem> Studium zu tun hatte?
würd ich nur dann hinschreiben wenn es irgendwie mit der Stelle zu tun
hat.
Ich hab zu Studienzeiten im Wirtshaus gearbeitet, würd ich aber nicht
unbedingt hinschreiben...
Sowieso affig diese Personalfragebogen. Der AG hat doch eine
Bewerbungsmappe. Dann würde ich reinschreiben "siehe Bewerbungsmappe".
Das Ding soll anscheinend nur prüfen wie dämlich man sich anstellt.
Hat natürlich auch für den AG den Vorteil das die wesentlichen Daten
leichter zu finden sind als in einer unübersichtlichen BM selbst
zu suchen. Meist kann man um diese Betriebe einen Riesen-Bogen
machen weil da nur Deppen abhängen. Übrigens benutzen auch
Mittelständler diesen Quatsch. Entweder tritt man souverän
auf oder hat gleich verloren.
Ich hatte mal ein Erlebnis wo der Chef ein Dr.Ing. Hammer hieß, also
wie bei mir ohne Betitelung. Da hab ich das genauso gemacht und nur
meine Gehaltsvorstellung rein geschrieben und das war auch genau das
was den Kerl interessiert hat. War nicht nach seinem Geschmack und
nachdem er verlangte das ich Verzicht üben sollte bin ich spontan
aufgestanden, hab mich verabschiedet und bin gegangen. Das hatte der
wohl nicht erwartet. Bei dem hätte ich sowieso nicht gearbeitet,
schon wegen der Gefahr der Namensverwechselung.
>Sowieso affig diese Personalfragebogen. Der AG hat doch eine>Bewerbungsmappe. Dann würde ich reinschreiben "siehe Bewerbungsmappe".
Vielleicht will man auch ein Verify der Bewerbungsmappe machen? Es gab
schon einige Hochstapler, die vergessen haben, was sie in der
Bewerbungsmappe so erfunden hatten. Einer wurde entlarvt, weil er den
akad. Grad sogar auf der gefälschten Approbationsurkunde falsch
geschrieben hatte (war ein angeblicher Mediziner).
Also, meine Daten stimmen, trotzdem weis ich nicht mehr im Detail
wo ich mal wann angefangen oder aufgehört hatte. Da müsste ich
erst meine Unterlagen sichten. Das Problem falscher Unterlagen
hat der Arbeitgeber immer, aber deswegen muss man keine Spielchen
spielen im Vorstellungsgespräch. Schließlich will der Arbeitgeber
ja auch einen guten Eindruck hinterlassen oder soll man denken
das der ein Hinterwäldler ist?
Mike Hammer schrieb:>Sowieso affig diese Personalfragebogen.>Der AG hat doch eine Bewerbungsmappe.>Dann würde ich reinschreiben "siehe>Bewerbungsmappe".>Das Ding soll anscheinend nur prüfen wie>dämlich man sich anstellt.>Hat natürlich auch für den AG den Vorteil>das die wesentlichen Daten leichter zu>finden sind als in einer unübersichtlichen>BM selbst zu suchen.
Das sind meist Excel-Blätter, die sie mit ihrer Suchdatenbank verknüpfen
können. Man hat aber jedesmal, zusätzlich zur Bewerbung, immer wieder
1-2 Stunden Zusatzaufwand. Vor allen Dingen deshalb, da diese Bögen von
unterschiedlichen Firmen überhaupt nie Gemeinsamkeiten zur Vereinfachung
haben.
>Meist kann man um diese Betriebe einen>Riesen-Bogen machen weil da nur Deppen>abhängen.
Ich bekam diese Woche eine Anfrage eines Leiters einer Filiale eines
Unternehmens, daß normalerweise Prüfunternehmen ist. Es ist nicht der
TÜV.
Da ging es um die Anfrage für eine vakante Stelle. Als Antwort kam dann
der Bewerberbogen, und Fragen, ob ich umzugsbereit sei, meine
Gehaltsvorstellung, und einige weitere... Aber von einer
Sachbearbeiterin. Zur vakanten Position war gar nicht mehr die Rede,
sondern, man müsse prüfen, wo ich eingesetzt werden kann.
Ich denke nicht, daß ich mich dort jemals wieder melden werde. Das
klingt nach der üblichen Zeitarbeitsmasche. Mit Speck fängt man Mäuse.
Das ist leider auch sehr verbreitet das Personaldienstleister
mit leeren Versprechungen Leute ködern und dann nachher wird
die Stelle dann doch nicht besetzt. In der Jobbörse sind auch
so ein paar die alle paar Wochen die Börse mit Schüben an
geschönten Arbeitsplatzbeschreibungen zumüllen und so die Suche
erschweren. Filtern kann man die nicht, hab ich schon versucht.
Der Mensch wird immer mehr zum Objekt der Begierde und keiner
macht was dagegen.
Mike Hammer schrieb:> Sowieso affig diese Personalfragebogen. Der AG hat doch eine> Bewerbungsmappe
Das sehe ich genauso. Ich kenne die Formulare und ich habe den Eindruck,
dass die von der technikfernen Personalabteilung erstellt werden. Warum
fragt man einen Informatiker, ob er Word-Kenntnisse hat? Warum werden
Programmiersprachen abgefragt, aber nicht Designprinzipien?
Mike Hammer schrieb:> Sowieso affig diese Personalfragebogen. Der AG hat doch eine> Bewerbungsmappe. Dann würde ich reinschreiben "siehe Bewerbungsmappe".> Das Ding soll anscheinend nur prüfen wie dämlich man sich anstellt.
Die wälzen die 'Arbeit' nur auf den Bewerber ab. Sie wollen die Daten
so, wie sie betriebsintern erwartet werden und wollen nur nicht zuviel
selbst machen.
Wilhelm schrieb:> Da ging es um die Anfrage für eine vakante Stelle. Als Antwort kam dann> der Bewerberbogen, und Fragen, ob ich umzugsbereit sei, meine> Gehaltsvorstellung, und einige weitere... Aber von einer> Sachbearbeiterin. Zur vakanten Position war gar nicht mehr die Rede,> sondern, man müsse prüfen, wo ich eingesetzt werden kann.
Ob man das nun Lockangebot nennt oder sonstwie. Es ist nunmal so, dass
die meisten (wahrscheinlich alle) erst mit deinem Profil hausieren
gehen. Man sucht halt Mitarbeiter, packt sie in eine Datenbank, dann
kommen Anfragen und sie müssen sofort passende Bewerber vorzeigen, sonst
geht es an den nächsten Dienstleister.
Das sie allgemeine Lockangebote schreiben, finde ich normal, und passt
auch zu deren Situation. Ich heiße das damit nicht gut!
Wilhelm schrieb:> Ich bekam diese Woche eine Anfrage eines Leiters einer Filiale eines> Unternehmens, daß normalerweise Prüfunternehmen ist. Es ist nicht der> TÜV.
D***a C*E? HH? Wenn ja, ich auch. Das ist aber eine Abteilung die für
den Mutterkonzern arbeiten und auch manchmal für andere Firmen. Ich habe
schon zwei Angebote, die aber seitens des potentiellen Arbeitgeber noch
in der Bearbeitung sind. Der Rest steckt noch in der Glaskugel. ;-)
Eva Wolf schrieb:>Ich kenne die Formulare und ich habe den>Eindruck, dass die von der technikfernen>Personalabteilung erstellt werden.
Nee, Dienstleister haben weder eine technikferne noch techniknahe
Personalabteilung. Da geht es nicht so sehr um die eigentliche Materie.
>Warum fragt man einen Informatiker, ob>er Word-Kenntnisse hat? Warum werden>Programmiersprachen abgefragt, aber nicht>Designprinzipien?
Das ist einfach nur Masche, um dem Bewerber zu suggerieren, daß er sich
für den Bullshit noch ordentlich anstrengen soll, um ihn zu bekommen.
DSDS ist gegen all das echt Spielkram.
dagger schrieb:>D***a
Trotz großem Unternehmensnamen: Ist ne ganz gewöhnliche Zeitarbeit, wie
die vielen kleineren unbekannteren Firmen auch. Nur, die machen es auf
Grund ihrer logistischen Möglichkeiten noch professioneller. Ich kannte
da Nicht-Ingenieure, die dort für 6,50 Euro brutto als Arbeiter
verliehen werden. Und bei H4 dennnoch aufstocken gehen. Das ist alles
Schema F. Mit einem großen Unternehmensnamen muß man nicht unbedingt
besondere Bedingungen für sich selbst assoziieren.
>Der Rest steckt noch in der Glaskugel. ;-)
Dann wünsche ich dir alles gute, und das da was klappt!
Wilhelm schrieb:>>Der Rest steckt noch in der Glaskugel. ;-)> Dann wünsche ich dir alles gute, und das da was klappt!
Danke. Mal schauen, also ob was bei raus kommt und was bei raus kommt...
wobei es beides mal Vermittlung sein soll...
Wilhelm schrieb:>>D***a> Trotz großem Unternehmensnamen: Ist ne ganz gewöhnliche Zeitarbeit, wie> die vielen kleineren unbekannteren Firmen auch.
Ich kannte die vorher noch nicht, habe auch noch nie was von denen als
Vermittler/Zeitarbeistfirma gehört.
dagger schrieb:>>Trotz großem Unternehmensnamen: Ist ne ganz>>gewöhnliche Zeitarbeit, wie die vielen>>kleineren unbekannteren Firmen auch.>Ich kannte die vorher noch nicht, habe>auch noch nie was von denen als>Vermittler/Zeitarbeistfirma gehört.
Die sind schon über 10 Jahre am Markt.
Unternehmen sind ja heute oft multifunktionell. Da muß eine
Geschäftssparte mit der anderen gar nichts zu tun haben. Also:
Prüfunternehmen und Zeitarbeit. Geht.
Mittlerweile ist es übrigens auch modern, daß normale Unternehmen sich
eine eigene Zeitarbeitsfirma ausgründen. Die sich dann die benötigten
Mitarbeiter selbst verleiht. Dabei geht einiges an guten
Arbeitsverträgen und Bedingungen für den Arbeitnehmer natürlich
verloren. Kürzlich gesehen bei Siemens und Bosch, aber sogar kleine
Klitschen machen das schon seit einiger Zeit, man mag es kaum glauben...
dagger schrieb:> Ich kannte die vorher noch nicht, habe auch noch nie was von denen als> Vermittler/Zeitarbeistfirma gehört.
Geht's um Dekra Zeitarbeit? Die zahlen doch ihren Ingenieuren auch den
BZA-Tarif. Das ist so viel, da treibt es einem die Tränen in die Augen.
Da sind die großen Ingenieurdienstleister ja das Paradies auf Erden.
Hatte mich bei denen auch mal in 2 Filialen als Ingenieur Anfang 2009
vorgestellt - konnten mir selbst nach einem Jahr und mehreren
Telefonaten ihrerseits nichts anbieten. Im Endeffekt wohl noch damit
Glück gehabt.
Dekra hat doch auch die Toys Company, wo 1-Euro-Sklaven Spielzeug
restaurieren und sich Dekra am Steuerzahler und den Arbeitslosen gesund
stößt.
Auch der TÜV Nord oder Tüv Rheinland macht ein nettes Nebengeschäft mit
Arbeitslosen. Ist wirklich zum Erbrechen, was sich da für Gauner mit
Regierungslegitmierung die Not der Menschen finanziell zu Nutze machen,
ohne dass es dabei um den Nutzen für die Betroffenen selber gehen würde.
http://www.tuev-akademie-lauchhammer.de/pdf/bvb.pdf