Vollweggleichrichter

Gast #1702737
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Hallo

ich habe im Tietze-Schenk "Halbleiter-Schaltungstechnik" die obige 
Schaltung eines Vollweggleichrichters gefunden. So wie ich es verstanden 
habe, habe ich am Ausgang immer eine positive Spannung, auch wenn am 
eingang eine negative anliegt. Also aus +/- 10V werden immer +10V.

Nun will ich aber diese +10V noch auf +3V wandeln. Meine Idee ist nun, 
die Dioden im Vollweggleichrichter zu drehen, so dass ich am Ausgang 
immer eine negative Spannung bekomme und einfach einen invertierenden 
Verstärker mit V=0,3 davor bzw. dahinter zu setzen. So müßte das doch 
funktionieren.

Meine Frage ist nun, ob ich mir den invertirenden Verstärker sparen kann 
und die Verstärkung von 0,3 gleich in den vollweggleichrichter 
integrieren kann.

Vielen Dank schonmal für die Hilfe!!
Gruß Sandra
Angehängte Dateien:
Gast #1702837
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und das funktioniert so? wenn ich +/-10V habe bekomm ich hinten +3V 
raus?
bei +/-5V dann +1,5V??

Wie bemesse ich dann die Widerstände??
um meine Vertärkung von 0,3 zu bekommen kann ich ja die Widerstände mit 
93,3k und 28,7k verwenden....welche sind das dann?
Gast #1708390
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Zum Verständnis:

IC1B ist als ideale Diode geschaltet. Bei der positiven Halbwelle am 
Eingang wird eine ebenso große negative Halbwelle ausgegeben. Es gibt 
also keine Flussspannung, wie bei einer normalen Diode. Bei der 
negativen Halbwelle ist der Ausgang einfach 0V.

Was passiert: IC1A ist ein invertierender Summierer mit der Verstärkung 
1. Bei der negativen Halbwelle fließt ein "negativer" Strom durch R16 
und produziert somit eine positive Ausgangsspannung, die gleich groß 
ist, da R16 und R19 gleich groß sind. Der Strom durch R28 ist dabei 0. 
Bei der positiven Halbwelle fließt folgerichtig der selbe Strom (nur 
positiv) durch R16. Damit würde das Ausgangssignal negativ werden, wäre 
da nicht der Gleichrichter, der plötzlich eine gleich große negative 
Spannung ausgibt. Da R28 halb so groß wie R16 ist, fließt der doppelte 
negative Strom durch R28. In Summe ergibt das wieder einen einfachen 
"negativen" Strom, der auch bei der negativen Halbwelle geflossen ist 
und somit eine wiederum positive Ausgangsspannung.

Zu deiner Berechnung:
Ua=-R19*(Ue/R16)
-R19=Ua/(Ue/R16)
-R19=3V/(10V/20k)
-R19=6kOhm

nimm für R19 6kOhm für R19 und du wirst glücklich sein ;-)

Grüße
der Klugscheißer
Gast #1708794
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Wenn du das Signal vollweggleichgerichtet hast, erzeugst du kräftige 
Harmonische. C4 ist dann eventuell zu groß.

Wenn du allerdings den Vollweggleichrichter verwendest, um den 
Gleichrichtwert zu bestimmen, ist C4 eventuell zu klein.

Am besten du simulierst das Ganze mit TINA, o.ä., dann siehst du genau, 
was die Schaltung macht.

Was hast du denn überhaupt vor? Welche Frequenzen willst du 
gleichrichten? Was für Versorgungsspannungen hast du?

Kai Klaas

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