Leiterplatte für HF-Schalter

Gast #1703295
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Hallo HF-ler.

Habe zwei BNC
welche in 4,5 cm Abstand ein Metallgehäuse zieren.
So ein eckiges Ding mit Deckel und lötbar.

Dazwischen soll ein Diodenschalter rein der mir die 500 Mhz schaltet.
Es geht ums Layout, darum wie die 50 Öhmer erhalten bleiben.

Wo kann man sich da einige Anregungen bzgl. Layout-Hinweise holen.
Gedacht ist an eine einseitig Kupferbeschichtete Platine (Fläche) die da 
wos sein soll ein Loch gebohrt kriegt und der Abblockkondensator für die 
Schaltspannung, nach der Drossel, unten angelötet wird.
Was ich nicht weiss ist wie die Strecke zu den Steckern sinnvoll 
überwunden wird (Abstand zur Fläche und Drahtstärke) damit die 50 Ohms 
in etwa erhalten bleiben.
Es kommt nicht auf das letzte Mini-dB-lein an.

Gibts da irgendwo Hinweise?


Gruss  Kurt
Gast #1703345
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Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstanden habe. Aber einfach mit 
einem Stück Draht kannst du die 50 Ohm nicht konstant halten. Du 
könntest aber die Platine bis an die Stecker ranziehen und auf der 
Platine mit "Microstrip-Leitungen" arbeiten.

Für das Programm "Ansoft Designer" gibt es eine kostenlose 
Studentenversion, nennt sich "Ansoft Designer SV". Damit ließe sich so 
etwas simulieren.

Als Richtwert: Bei einer doppelseitigen Platine, Stärke 1,5mm mit 
durchgehender Masse auf der Unterseite wäre deine Leiterbahn auf der 
Platine gut 2,8mm breit, um 50 Ohm Wellenwiderstand zu haben (Abstand 
zum Gehäuse beachten).

Wenn da noch eine Schaltung auf der Platine draufsitzt und das dann noch 
in einem engen Gehäuse sitzt, würde ich definitiv etwas doppelseitiges 
nehmen (und keine Koplanarleitungen)
#1703434
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500 MHz ist noch nicht allzu kritisch wenn man ein paar % Verluste durch 
die Schaltung in Kauf nimmt. Solange man die Impedanz durchgehend 
irgendwo in der Naehe von 50 Ohm hat, ist alles ok; mit freifliegenden 
Leitungen geht das allerdings nicht (ausser mit ordentlich Erfahrung und 
den entsprechenden Messgeraeten).

Am besten eine zweilagige Platine - eine Seite als solide Erdflaeche 
(also volle Kupferlage, und mit dem Schirmleiter der beiden BNCs 
verbinden - massiv und breit verloeten!).

Auf der anderen Seite die Zuleitungen zu Deiner Schaltung als ~3mm 
breite Leiterbahn ausfuehren (Annahme: Platinendicke ist Standard 
1.5-1.6mm, Material ist FR-4 mit eps_r ~ 4.6). Das ist dann also eine 
Microstrip-Leitung. Die Enden der Zuleitungen sind natuerlich mit den 
Innenleitern der beiden BNC-Stecker verloetet.

Wenn Du mehr Infos bezueglich der zu verwendenden Schalterkomponenten 
herausgibst, kann man noch genauer helfen.

Fuer einfache Microstrip-Berechnungen ist HFSS usw. voelliger Overkill. 
Das kann man mit einfachen Transmission-Line-Rechnern erschlagen, z.B. 
TXLine (kannst Du von meiner Webseite www.testtechniques.com unter "Free 
Tools" herunterladen). So genau wird Dein Aufbau ohnehin nicht, dass 
eine 3D-Simulation inklusive aller Bauteile Sinn haette.

Je nachdem was Dein Budget, Selbstvertrauen und Bastelwille ist, ich 
mache solche Sachen auch als Auftragsarbeiten, und habe auch ein gut 
ausgestattetes Messlabor zur Verfuegung. Bei Interesse --> P.M.

Wolfgang
Gast #1703497
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Aldo schrieb:

Hallo Aldo, danke für die Infos.

>
> Als Richtwert: Bei einer doppelseitigen Platine, Stärke 1,5mm mit
>
> durchgehender Masse auf der Unterseite wäre deine Leiterbahn auf der
>
> Platine gut 2,8mm breit, um 50 Ohm Wellenwiderstand zu haben (Abstand
>
> zum Gehäuse beachten).
>
>
Hab mir die -Leitungen- angeschaut.
Da ist keine Platine ätzen will, kommt das momentan nicht zum Tragen.

Um die 50 Ohm zu erhalten kann ich eigentlich auch dünnes Coaxkabel 
nehmen und damit den Weg zur Diode passend machen.

Interessieren würde mich noch der notwendige Abstand zur Massefläche für
- 0.6²
- 0.8²  Kupferleitung, verzinnt.


Gruss Kurt
Gast #1703518
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>...Da ist keine Platine ätzen will, kommt das momentan nicht zum Tragen.

0.2-0.3mm CuLack Draht direkt auf Massefläche geklebt hat bei mir immer 
recht gut 50Ohm ergeben.

Mit TDR durchgemessen ergab so eine Konstruktion ähnliche 
Reflektionseigenschaften wie ein 50Ohm BNC-Kupplungsstück, also für 
deine Zwecke gut genug.
Gast #1703608
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Hallo Mitdenker,

danke für die hilfreichen Infos.
Mir ist klar geworden dass mein "Problem" darin besteht dass die beiden 
BNC's-Enden räumlich getrennt sind.
Das kann ich dadurch umschiffen indem ich die "Enden" dahin bringe wo 
ich sie brauche, zur Diode.
Dabei sollte RG316, oder der Lackdraht, gute Dienste leisten.
Jedenfalls hab ich verstanden woraufs ankommt.

Danke nochmals


Kurt

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