Fundament mit Teerfarbe bestreichen

OP #1704674
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Bekannte von mir haben ein Häusschen ohne Keller. Bei einem Besuch ist 
mir aufgefallen das das Fundament von außen ungeschützt ist. Ist es 
nicht üblich das man das Fundament an der Seite mit Teerfrabe 
bestreicht? Oder ist der Beton heute Atmungsaktiv und gibt das 
Wasser/Luftfeuchte von sich ab ?
#1704809
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Hallo Michael,

es gibt heutzutage einen Zusatz den man in den Beton kippt bevor das 
Mischfahrzeug den Beton in die Bewehrung laufen lässt, somit ist der 
Beton recht wasserdicht und sollte kein Wasser durchlassen.

Wenn man das Fundament erstellt verwendet man eigentlich immer auch eine 
Folie, diese kann man etwas dicker wählen und verkleben wenn man in 
einem Gebiet wohnt in dem sich der Grundwasserspiegel in 1 bis 2m Tiefe 
befindet.

Da der Betonzusatz nur wenige Euro zusätzlich kostet und die dickere 
Folie + Kleber auch nicht viel kosten mach ich mir die Arbeit um kein 
Risiko einzugehen.
#1704862
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Gewöhnlich befindet sich unter dem Fundament, egal ob Platten-
oder Streifenfundament eine Schicht Kieselsteine 16/32 oder 32/64.
Darauf kommt dann Folie damit der Beton nicht in die Zwischenräume
fließt. Die Kiesschicht ist dann Bestandteil der Drainage und hält
wasser fern beziehungsweise lässt Wasser das sich dorthin mal verirrt
hat, besser ablaufen. Wenn kein Keller vorhanden und der Beton
wasserdicht ist, kann auf ein Isolieranstrich wohl verzichtet werden. 
Knackpunkt sind da eher die Sockel von den Wänden wo eine Beschichtung
Sinn macht wenn es mal zu einer Überschwemmung kommt. Ein verstopfter
Gulli reicht da schon bei ungünstigem Terrain.
#1705093
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Joachim Rath schrieb:
> Fundament != Bodenplatte.

Wenn der Boden feucht oder richtig nass ist zieht dir das Wasser in die 
Bodenplatte wenn du keinen wasserfesten Beton wählst und Folie drunter 
legst.

Beim Fundament passiert das gleiche, nur dass da auch noch die Mauern 
drauf stehen und die dann feucht werden.


@ Michael S.
Das mit dem Teer wird in unserer Region so gemacht, das Fundament und 
die Bodenplatte sind dann quasi umhüllt von Teer.

Es gibt auch die Möglichkeit eine Sperrschicht einzubauen (wieder 
üblicherweise Teer) aber dann ist die Wand quasi vom Fundament getrennt.


@ Mike Hammer
Das mit den Kieseln ist eine gute Idee, man könnte zusätzlich noch eine 
kleine Sammelgrube in das Kieselbett stellen damit man Kontrolle hat wie 
hoch der Wasserstand unter dem Haus ist und wenn nötig das Wasser dort 
abpumpen.
#1705104
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>Das mit den Kieseln ist eine gute Idee, man könnte zusätzlich noch eine
>kleine Sammelgrube in das Kieselbett stellen damit man Kontrolle hat wie
>hoch der Wasserstand unter dem Haus ist und wenn nötig das Wasser dort
>abpumpen.
Das ist keine Idee, sondern gängige Praxis. Nach dem Aushub wird erst
mal eine LKW mit Grobkies eingebracht und gerüttelt und dann macht man
Folie drauf. Wenn das nicht gemacht wird ist das nur Pfusch und die
Grundwasserverhältnisse müssen nicht immer gleich sein, sondern man
macht das gleich vorsorglich richtig.

>Beim Fundament passiert das gleiche, nur dass da auch noch die Mauern
>drauf stehen und die dann feucht werden.
Dafür macht man unterhalb der Wand oder nach der ersten Steinlage eine
Sperrschicht aus Bitumenpappe die es in den nötigen Wandbreiten gibt
dazwischen. Auch hier wird das manchmal vergessen und dann hat man den
Salat und kann nur noch nachträglich versuchen mit Verkieselungsmitteln
gegen aufsteigende Feuchtigkeit nachzubessern.
Gast #1705895
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Da Dieter schrieb:
> Mario K. schrieb:
>> Kieselsteine unter den Fundament ;-)is ja trollig Hoffentlich nehmen die
>> keine Farbigen und nur die rundgewaschenen. LOL
>
> Mario K., du bist nicht zufällig Max M. (xxl) in neuem Gewand?

Ich lach mich echt krum ( man ich bin krankgeschrieben und habs mit den 
magen also bitte um rücksicht nicht sone brüller )ich kenne kein max!

der scheint ja nicht so beliebt zu sein ich fands nur halt trollig 
kieselsteine unter den fundament. ich selber hab 3 häuse mitgebaut und 
verschiedene fundamente gesehen wie sie gebaut wurden sind nur waren da 
keine kieselsteinchen :-) dabei aber!!!! warum nicht vile wege führen 
zum erfolg

gruß mario und nicht max
#1705946
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Ich selber bewohne auch ein nicht unterkellertes Haus, das hat jetzt 
etwa 45 Jahre runter. Von Feuchtigkeit keine Spur, obwohl das aus der 
Erde ragende Streifenfundament nicht schwarz angemalt ist. In der Regel 
reicht eine Vertikalisolierung des Mauerwerkes aus, außen rum noch eine 
ordentliche Drainage, fertig.

Und ob man unter das Fundament Kies oder was anderes füllt hängt neben 
der Beschaffenheit des Untergrundes (manchmal stößt man beim Ausheben 
des Fundamentgrabens nach 20cm schon auf gewachsen Fels) auch von 
regionalen Verhältnissen ab. Entlang des Rheins Kies, bei uns in der 
Gegend nimmt man vorzugsweise Schotter.

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