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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik SRAM-Versorgung verpolt - Was nun?


Autor: Martin R. (herki)
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Hallo Miteinander

Ich habe auf meiner CPU-Platine bei den SRAM-Chips (CY7C1051DV33-12ZSXI) 
VSS mit VCC verwechselt.
Habe die Karte bestromt (max. Strom 100mA). Habe gleich gemerkt, dass 
die Spannung zusammengebrochen ist und dann gleich wieder abgeschaltet.

Was denkt ihr denn nun. Muss man die Chips austauschen oder 
funktionieren die noch wenn ich die Pins umlöte?

VG


Martin

Autor: A. K. (prx)
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Das könnte von der Stromversorgung abhängen. Wenn die bei 200mA schlapp 
macht, dann hast du Chancen. War's ein PC-Netzteil, dann nicht.

Autor: oszi40 (Gast)
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Kommt darauf an, wie gut Du löten kannst.
Neue nehmen, weil sonst die Leiterplatte noch schlimmer aussieht.

Autor: Martin R. (herki)
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Hi

Das ist ein Prototyp. Der muss noch nicht schön aussehen. Obwohl ich 
schon sehr stolz auf mein erstes Platinchen bin.

@ A.K.:
Ich habe den Strom ja auf 100mA mit dem Netzteil begrenzt.
Da konnte also nicht mehr Strom fließen.

Mir gehts halt auch um die Kosten. 20€ pro Chip sind ne Menge.

VG

Martin

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Martin R. schrieb:

> Was denkt ihr denn nun. Muss man die Chips austauschen oder
> funktionieren die noch wenn ich die Pins umlöte?

Im Endeffekt ist es doch ziemlich egal, was wir denken.
Es gibt nur eine Möglichkeit:
Umlöten und ausprobieren.

Autor: Martin R. (herki)
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Hi

Ich dachte natürlich auch sofort daran umlöten und ausprobieren...
Aber ich denke halt auch an die event. Spätfolgen.

Kann es sein, dass er mit der Zeit Daten verliert oder sonstige 
aussetzer hat oder merkt man sowas sofort?

VG

Martin

Autor: A. K. (prx)
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Testweise nur mit VCC/GND versorgen, Strom bei CS=GND und CS=VCC messen 
und mit Datasheet vergleichen. Wenn er er ziemlich defekt ist, dann 
merkst du das daran.

Ganz sicher kannst du dir auch nicht sein, wenn er scheinbar 
funktioniert. Die Risikokalkulation Geld / Sicherheit ist deine.

Autor: Martin R. (herki)
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A. K. schrieb:
> Testweise nur mit VCC/GND versorgen, Strom bei CS=GND und CS=VCC messen
> und mit Datasheet vergleichen. Wenn er er ziemlich defekt ist, dann
> merkst du das daran.
>
> Ganz sicher kannst du dir auch nicht sein, wenn er scheinbar
> funktioniert. Die Risikokalkulation Geld / Sicherheit ist deine.

Danke.
Probier ich gleich am Freitag mal in der FH aus.

Autor: David (Gast)
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Verstehe solche frage nicht, wegwerfen (unter eigene dummheit verbuchen 
:-)) und einen neuen nehmen... alles andere bringt mehr probleme als die 
paar euro...

Autor: Atze vom Bau (Gast)
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Ganz einfach: Entweder sie gehen noch oder sie sind kaputt ;-) 
Dazwischen gibt's nichts. Ein Durchbruch im Transistor macht sich immer 
als Fehler bemerkbar.

Wenn Du alle Zellen beschreiben und dann wieder definiert auslesen 
kannst (Selbsttest) dann ist der RAM heil.

Atze

Autor: Christoph Z. (rayelec)
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Kommt ein wenig darauf an, wieviele Chips drauf sind. Je mehr Chips, 
desto verteilter war die Belastung. Bei einer Strombegrenzung von 100mA 
hast Du aber so oder so sehr gute Chancen, dass nichts kaputt gegangen 
ist.

Gruss
Christoph

Autor: Juergen (Gast)
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> wegwerfen [...] und einen neuen nehmen

Das ist bei Prototypen manchmal nicht so einfach.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Ein Kollege von mir hat Mitte der 80er jahre mal einen 8087 CoProz (ca. 
500DM)  verkehrt rum eingebaut. Auch der hats ueberlebt. Also umloeten 
und ausprobieren.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph Z. schrieb:
> Bei einer Strombegrenzung von 100mA
> hast Du aber so oder so sehr gute Chancen, dass nichts kaputt gegangen
> ist.

Sehe ich auch so.  Die Spannung wird ja dabei auf < 1 V runtergezogen,
d. h. das Teil hat gerade mal 100 mW umgesetzt.  Sofern nicht gerade
ein Leiterzug durchgebrannt ist, würde ich mir für einen Prototypen
erst einmal keinen Gedanken machen.  Wenn er noch geht, Glück gehabt.

Produktiv würde ich sowas jedoch nicht (mehr) nutzen.

Autor: oszi40 (Gast)
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Abgesehen vom Totalschaden, wäre natürlich ein kleines Prüfprogramm 
nicht schädlich.

Fülle alle Zellen mit 0, später mit 1 und dann mit Zufallszahlen um die 
Adressierung und auf Lötfehler zu prüfen.

Autor: Martin R. (herki)
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Hallo

Also... Die Pins sind angehoben und mit Drähten an den Kondensator 
angebunden.
--> Platine zieht 110mA (Passt)
--> CS auf Low --> 135mA (Passt denke ich auch noch)
--> Reset (der Schaltung) aktiv --> 85mA

Ich denke, dass ich nochmal mit nem blauen Auge davongekommen bin.

Weiter kann ich noch nicht testen, da ich keine Testsoftware habe. Aber 
die ist hoffentlich schon in Arbeit.

Ich melde mich auf jedenfall nochmal und gebe den Status dann durch.

Danke an alle Threadantworter.

VG

Martin

Autor: Jens G. (jensig)
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Wenn der SRAM genügend IO-Pins hat, dann hat er auch entsprechend viele 
Schutzdioden, die den Strom übernehmen, ich denke daher, daß für eine 
einzelne Diode nicht zu viel Strom drauf war bei 100mA Gesamtstrom.
Bei angenommenen 2 Dioden proPin in Reihe baut sich da auch nur rund 
1,5V auf, was die restliche schaltung kaum übel nehmen wird. Der Ic 
sollte also noch komplett sein.
Ich hatte auch schon µC's verkehrtherum dran, auch TL074 oder sowas, 
sogar Spannungsregler 7812, die angeblich nix verkehrtes vertragen. 
Solange der Strom nicht zu hoch wird, oder die Teile nicht zu heis 
werden, halten die manchmal schon recht viel aus.

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