(Un-)Verständnisfrage: WLAN N ohne Gigabit LAN?

OP #1708653
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Hallo,

wozu gibt es Access-Points mit WLAN-N, die keinen Gigabit 
Ethernet-Anschluss haben?
WLAN-N hat ja eine theoretische maximale Übertragungsrate von 300MBit/s, 
und auch wenn die praktisch sicher nie erreicht wird, liegt sie doch 3x 
über der ja ebenfalls nur theoretischen Obergrenze von 100Mbit-LAN.
Wo ist da der Sinn?
Gast #1708677
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Die theoretischen Obergrenzen für Kabel und drahtlos sind aber nur 
bedingt vergleichbar. Ein Kabel wird meist nur von zwei Partnern 
genutzt, die Luftschnittstelle von mehreren, so dass die Datenrate da 
viel mehr in den Keller sinken kann.
Gast #1708679
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Weil die Netto-Datenrate deutlich niedriger ist. Laut Wikipedia ist sie 
selbst dach dem endgültigen n - Standard im Vollausbau mit 4 Streams und 
600MBit brutto nur 74 MBit netto.
Warum der Netto-Durchsatz so extrem viel nidriger ist weiß ich nicht, 
würde mich aber auch interessieren.
Persönliche Seite #1708689
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Dicke Finger schrieb:
> WLAN-N hat ja eine theoretische maximale Übertragungsrate von 300MBit/s,
> und auch wenn die praktisch sicher nie erreicht wird, liegt sie doch 3x
> über der ja ebenfalls nur theoretischen Obergrenze von 100Mbit-LAN.

Sie liegt nur 1.5x über der drahtgebundenen Obergrenze, und 
genaugenommen sogar drunter.

WLAN-Datenraten sind Bruttodatenraten, die den WLAN-Protokolloverhead 
mit einschließen. Die erzielbare effektive drahtäquivalente Datenrate 
beträgt etwa die Hälfte davon. Bestenfalls also 150 MBit/sec.

Hinzu kommt, daß die "300 MBit" nicht vollduplexfähig sind, ganz im 
Gegensatz zum drahtgebundenen Netzwerk (zeitgemäße Switches 
vorausgesetzt), so daß bei gleichmäßiger Sende- und Empfangsbelastung 
eine effektive Datenrate aus den "300 MBit" herauskommt, die unter dem 
mit 100 MBit drahtgebunden transportierbarem liegt.

Bei stark asymmetrischer Nutzung könnte die WLAN-Datenrate mit bis zu 
150 MBit/sec tatsächlich oberhalb der drahtgebunden möglichen liegen, 
aber dieser Wert ist nur in Laborkonstellationen realistisch erreichbar.

Der "Verlust" durch den Einsatz von 100 MBit auf der drahtgebundenen 
Seite der WLAN-APs ist also gering bis nicht vorhanden.
Gast #1708722
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>Ich werde mich also trotzdem nach Gbit-Access-Points umschauen.
Rausgeschmissenes Geld. Sobald du dich mit dem WLAN-Client ein paar 
Meter vom Accesspoint entfernst oder gar in ein Nachbarzimmer, bricht 
die Datenrate nochmals drastisch ein. Ein 300-MBit-AP kommt praktisch 
noch nicht mal in die Verlegenheit, ein 100-MBit-Kabelnetz auch nur 
annähernd auszulasten. Das Ganze ist die typische Werbe-Verarsche, zu 
vergleichen mit P.M.P.O. Angaben auf NF-Verstärkern. Da gibt es auch 
Kofferradios mit 100 Watt Ausgangsleistung...
Gast #1708738
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das ganze spiel is doch eigentlich noch einiges hässlicher..... soweit 
ich weiss gehen die 300MBit schonmal durch die anzahl der teilnehmer ... 
auch der AP ist dabei mit zu zählen ..... somit wären wir bei den 150 
MBit und nun gehen davon noch 60% an overhead in die tonne da wären wir 
noch bei 60 MBit das dürfte ca das sein was real möglich ist....
Gast #1708755
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Glaubst Du ernsthaft, daß Du bei dieser Kanalbelegung die von der 
Werbung versprochenen 300 Mbit erreichst?

Bisher waren nach meiner Kenntnis Giga-Switche immer etwas 
stromhungriger (was auf die Dauer auch Geld kostet). Es verbietet Dir 
aber keiner, zusätzlich noch einen Gigaswitch für Deine restlichen Kabel 
anzuschließen.
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