Schalten mit PNP

Gast #1709724
Lesenswert?

Guten Feiertag,

ich habe ein Problem beim Schalten mit einem PNP.
Im Anhang ist die Problemschaltung zu sehen.
Ich möchte mit dem PNP, VCC über einen Schalter steuern. Der Transistor 
aktiviert dann einen Spannungsregler.
Jetzt zum Problem:
Wenn ich die Versorgungsspannung einschalte, schaltet der Transistor für 
eine gewisse Zeit und sperrt dannach. Das ist in soweit ein Problem das 
sich der Spannungsregler einschaltet und die Schaltung dadurch versorgt 
wird(ca. 4s).
Hab die Schaltung schon auf einem Steckbrett nachgebaut. Fehlanzeige das 
gleiche Problem.
Was kann ich unternehmen das der Transistor nicht schaltet bzw. wo liegt 
das Problem? Ich komm einfach nicht weiter.

Schönen Feiertag noch!
TI Chris
Angehängte Dateien:
Gast #1709750
Lesenswert?

@jJ
Ich finde das Problem auch sehr eigenartig. Normalerweise sollte es 
laufen. Transistor wurde auch schon ausgetauscht.

@Karl heinz Buchegger
Hab die Schaltung leider gerade nicht vorliegen, werde es jedoch morgen 
direkt testen. Das habe ich als einziges noch nicht getestet.

@bensch
schön wärs :D

Danke schomal für die schnellen Antworten!
#1709754
Lesenswert?

TI Chris schrieb:

> @Karl heinz Buchegger
> Hab die Schaltung leider gerade nicht vorliegen, werde es jedoch morgen
> direkt testen. Das habe ich als einziges noch nicht getestet.

Der Gedankengang ist:
Wenn das Teil selbsttätig nach 4 Sekunden abschaltet, dann sind wohl 
irgendwio ein paar Kapazitäten im Spiel, die durch die 180k geladen 
werden. R kleiner -> schneller geladen -> früheres Abschalten.

Kann aber auch sein, dass ich völlig falsch liege.
Gast #1709775
Lesenswert?

Möglcihkeit 1: Basistrom ist viel zu klein. Nachfolgende Caps werden 
verzögert aufgeladen. Uce ist deshalb anfangs noch ausreichend groß. Mit 
zunehmende Aufladen verkleinert sich aber Uce und der Transistor schnürt 
sich dann selbst ab.

Möglichkeit 2: Schaltung wird mit Batterie gespeist. Am Anfang ist die 
Batteriespannung noch asureichend groß, um durchzuschalten. Nach ein 
paar Sekunden sinkt die Batteriespannung jedoch ab und dem Transistor 
fehlt die nötige Basisstrom oder die nötige Uce.

Achtung: Transistorschalter müssen mit einem Basisstrom betrieben 
werden, der rund 1/10 des Kollektorstrom entspricht. Nur so läßt sich 
eine niedrige Uce erzielen. Nimmt man die übliche hohe Stromverstärkung 
von Kleinleistungstransistoren an, vergißt man, daß diese 
Stromverstärkung üblicherweise für Uce=5V gilt!

Dieser Nachteil des hohen Basisstromverbrauchs läßt viele 
Schaltungsentwickler MOSFETs anstatt BJTs verwenden. Hier käme ein 
P-MOSFET, beispielsweise der BS250 in Frage, hängt natürlich von der 
Restschaltung ab, die wir nicht kennen. Alternativ wird auch oft die 
Masseleitung an- und abgeklemmt, dann mit einem n-MOSFET.

Kai Klaas
Gast #1709834
Lesenswert?

Kai Klaas schrieb:
> Bei 350µA Basisstrom ist der Basis Emitter Pfad eigentlich schon
> niederohmig genug: 0,7V/350µA = 2k

???

Das Ziel ist doch, beim Anlegen der Betriebsspannung bei geöffnetem 
Taster einen relevanten Basisstrom (wodurch auch immer er entsteht) zu 
verhindern.
Nicht bei gedrücktem Taster geht es nach 4 s wieder aus.

Siehe:
TI Chris schrieb:
> Wenn ich die Versorgungsspannung einschalte, schaltet der Transistor für
> eine gewisse Zeit und sperrt dannach
Gast #1709871
Lesenswert?

Hhm. Da muß irgend ein Strömchen durch die Basis fließen und sei es nur 
ein Kriechströmchen. Vielleicht ist der Taster kaput? Oder der 
Transistor? Oder sollte die Schaltung hinter dem Transistor wirklich so 
hochohmig sein?

Oft schaltet man vom Kollektor nach Masse einen Widerstand, um einen 
definierten Mindeststrom von ein paar mA fließen zu lassen. Damit ist 
das Durchschalten aufgrund von Kriechstömen weitestgehend 
ausgeschlossen. Dieser Widerstand hilft dir auch beim vollständigen 
Entladen der Schaltung, wenn der Transistor aus ist.

Zieh mal den Taster aus der Schaltung.
Nimm mal einen anderen Transistor.
Schalte mal von Kollektor nach Masse einen Widerstand von 1k.

Kai Klaas
Gast #1709875
Lesenswert?

Der Sinn und Zweck der Schaltung will sich mir nicht erschliessen.Wozu 
sollte man die Betriebsspannung für einen kleinen Verbraucher mit einem 
Kleinleistungtransistor schalten,wenn der Transistor per Schalter 
!angesteuert wird?? Bei den niedrigen Strömen welche der Transistor 
erlaubt ,kann man doch sicher die Spannung direkt mit dem Schalter 
schalten.Günther
Gast #1709884
Lesenswert?

Günther schrieb:
> Der Sinn und Zweck der Schaltung will sich mir nicht erschliessen.Wozu
> sollte man die Betriebsspannung für einen kleinen Verbraucher mit einem
> Kleinleistungtransistor schalten,wenn der Transistor per Schalter
> !angesteuert wird?? Bei den niedrigen Strömen welche der Transistor
> erlaubt ,kann man doch sicher die Spannung direkt mit dem Schalter
> schalten.Günther

Ja Endschuldige, ich haber leider den Schaltplan nicht zur Hand und habe 
nur kurz die Problemschaltung dargestellt. Eigentlich ist es eine 
Selbsthalteschaltung, welche neben dem Schalter noch einen NPN besitzt 
mit dem der uC nach dem Einschalten der Spannung den PNP Transistor 
dauerhaft schaltet. An dem Kollektor hängt die enable Leitung eines 
Spannungsreglers welcher die Schaltung versorgt.

TI Chris
Gast #1709951
Lesenswert?

mhh schrieb:
> Also wirst du von Kai Klaas das mit dem Widerstand am Ausgang

Also das interessiert mich jetzt auch mal, wieso muss das sein? Der 
Transistor kann doch keinen Strom sourcen, wenn er durch seine Basis 
keinen bekommt?! Das soll jetzt keinesfalls heißen, "das ist doch 
quatsch"! - Ich verstehe es nur grad nicht. Theoretisch ist ja sogar der 
von Basis nach Emitter nicht zwingend notwendig, oder? Ich mache ihn 
zwar trotzdem auch meistens hin, aber generell...?

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren