ich möchte mit einem Controller (5V) ein Rechtecksignal (oder auch
sinus)
mit möglichst wenig Bauteilaufwand erzeugen.
Ich kann zwar mit Dioden und Kondensator -5V (ca.) erzeugen, aber wie
schaffe ich es zwischen diesen -5V und +5V umzuschalten
Frequenz ist max 500Hz
> ein Rechtecksignal
Das ist einfach...
> (oder auch sinus)
Das schon deutlich aufwendiger...
> ich möchte mit einem Controller ...ein Rechtecksignal... erzeugen.
Du hast also eine Rechteckwechselspannung mit 0V und 5V und möchtest
daraus eine Wechselspannung von -5 und +5V machen.
Oder hast du +5V und -5V und möchtest eine Rechteckwechselspannung
daraus machen?
Oder wie? Oder was?
Du koenntest, anstatt einen uC-Ausgang und GND zum Ausgangzu fuehren,
stattdessen zwei Ausgaenge rausfuehren und diese dann komplementaer
schalten - also immer einer 1, der jeweils andere 0. Zusaetzlich beide
Ausgaenge mit Serienkondensatoren DC blocken. Das gibt den gewuenschten
Effekt ohne Dioden etc. Die beiden Serienkos C muessen gross genug sein,
dass mit der gewuenschten Ausgangslast R die Zeitkonstante R*(C/2)
deutlich ueber (1/500Hz) liegt.
Wolfgang
Hallo Bernd,
mein Vorschlag: PMOSFET (z.B. BS170) mit Source ann +5V, Drain über
einen Widerstand an -5V, Signal vom µC an Gate.
Ganz symmetrisch wird es aber natürlich nicht sein, weil du die -5V
wegen der Durchlassspannung der Diode nicht ganz erreichst. Zum
Ausgleich könnte man vor den PMOSFET auch noch eine Diode schalten.
Gruß, DetlevT
Harald schrieb:> Nimm doch einfach einen MAX202 (oder MAX232, MAX3232, baugleiche etc.)> und begrenze den Augangspegel auf +/-5V (z.B. per Vorwiderstand und> Z-Diode)
Prinzipiell eine gute Idee, ich wollte aber mit weniger Bauteilen
auskommen
Wolfgang M. schrieb:> Du koenntest, anstatt einen uC-Ausgang und GND zum Ausgangzu fuehren,> stattdessen zwei Ausgaenge rausfuehren und diese dann komplementaer> schalten - also immer einer 1, der jeweils andere 0. Zusaetzlich beide> Ausgaenge mit Serienkondensatoren DC blocken. Das gibt den gewuenschten> Effekt ohne Dioden etc. Die beiden Serienkos C muessen gross genug sein,> dass mit der gewuenschten Ausgangslast R die Zeitkonstante R*(C/2)> deutlich ueber (1/500Hz) liegt.
das klingt von der Teilezahl sehr gut
damit ichs richtig verstehe:
ein uC Ausgang über Kondensator an den Signaleingang,
der andere Ausgang ebenfalls über Kond. an Signalmasse?
die Signalform ist nicht wichtig, Hauptsache pos. und neg. Pulse
Detlev T. schrieb:> mein Vorschlag: PMOSFET (z.B. BS170) mit Source ann +5V, Drain über> einen Widerstand an -5V, Signal vom µC an Gate.
verstehe ich noch nicht,
wo ist dann mein Signalausgang?
zwischen Widerstand und Drain?
Bernd schrieb:> verstehe ich noch nicht,> wo ist dann mein Signalausgang?> zwischen Widerstand und Drain?
Yupp! Bei +5V am Gate (UGS=0V) sperrt der Transistor, Ausgang="-5V", bei
0V (UGS=-5V) steuert er durch, Ausgang="+5V".
Bernd schrieb:> damit ichs richtig verstehe:> ein uC Ausgang über Kondensator an den Signaleingang,> der andere Ausgang ebenfalls über Kond. an Signalmasse?
genau so
Wolfgang M. schrieb:> Bernd schrieb:>> damit ichs richtig verstehe:>> ein uC Ausgang über Kondensator an den Signaleingang,>> der andere Ausgang ebenfalls über Kond. an Signalmasse?>> genau so
Hallo Wolfgang,
eigentlich wäre deine Lösung super, aber jetzt entdecke ich das Problem
dass ich meinen uC und die Schaltung die das Signal empfangen soll mit
der selben Spannungsquelle versorge, d.h. gemeinsame Masse.
Und damit funktioniert das doch nicht mehr?
Wenn eine negative Spannungsquelle bereits vorhanden ist, warum nicht
einen Pin 0V-5V toggeln lassen? Das ganze einem Opamp anbieten, der so
beschaltet ist, dass er 2fach verstärkt und einen Offset von
(eingangsseitig)-2,5V draufgibt?
> Hallo Wolfgang,> eigentlich wäre deine Lösung super, aber jetzt entdecke ich das Problem> dass ich meinen uC und die Schaltung die das Signal empfangen soll mit> der selben Spannungsquelle versorge, d.h. gemeinsame Masse.> Und damit funktioniert das doch nicht mehr?
Tja das ist dann ein Problem. In dem Fall empfehle ich eine saubere
Loesung - die MAX232-Variante ist durchaus brauchbar (ich wuerde die
Spannungmittels Spannungsteiler auf von ca. +/-10V auf +/-5V reduzieren
- Achtung, MAX232 hat relativ grossen Innenwiderstand. Das sind 1
DIP-Chip und 4 1uF-Kondensatoren (und ein 0.1uF-Keremik-Kondensator fuer
die Spannungsversorgung); ist also nicht die Welt, und ein MAX232 kostet
fast nix heutzutage.
Oder - wie vom vorigen Poster erwaehnt - wenn Du schon eine negative
Versorgung hast, eine einfach Op-Amp-Schaltung, die den Spannungshub
verdoppelt und mit entsprechendem Offset versieht. Sollte natuerlich ein
Rail-to-Rail-Opamp sein, wenn Deine Versorgung +/-5V ist, dann kommst Du
wenigstens knapp an +/-5V ran.
Letzte Variante, die mir einfaellt - einen kleinen Uebertrager-Trafo mit
Mittenanzapfung nehmen. Wickelverhaeltnis 1:2. Primaerspule an den
Mikrocontroller. Sekundaerspule an den Empfaenger.
Wolfgang
Hallo Bernd,
ich gebe Wolfgang M. recht. Wenn du die negative Spannung ohnehin noch
erzeugen musst, wäre ein MAX232 eine saubere Lösung. Eine Ladungspumpe,
die vom µC angesteuert wird, braucht ja allein schon zwei Dioden und
zwei Kondensatoren. Geschaltet hast du bis dahin aber noch gar nichts.
Ein IC und fünf Kondensatoren erscheint mir im Vergleich dazu O.K.
Gruß, DetlevT