Mein alter Laptop hat jetzt 7 Jahre auf dem Buckel. Er besitzt 1GB RAM
un es ist XP installiert.
Ich habe mir vor kurzem einen neuen Laptop gekauft. Auf ihm ist auch XP
installiert. Ich war eigentlich der Meinung die 3GB RAM bekomme ich nie
voll. Nach einem Neustart benötigt das XP bei beiden Laptops 400MB.
Da ich viel für die Uni schreiben muss sind die üblichen Anwendungen
offen. Openofice, Windows Explorer und der Internet Explorer mit circa
20 Tabs (vielleicht die hälfte davon sind pdf).
Mit meinem Alten Notebook kam ich nur sehr selten an die 1GB Grenze. Bei
meinem Neuen belege ich schnell über 2GB RAM. Wenn dann noch eine
Virtuelle Maschine läuft wird es eng.
Woran liegt das? Nimmt sich Windows mehr, nur weil es mehr zur Verfügung
hat?
Matthias schrieb:> Woran liegt das? Nimmt sich Windows mehr, nur weil es mehr zur Verfügung> hat?
Ja.
Du musst deshalb die einzelnen Anwendungen vergleichen, z.B. in der
Prozessansicht des Task Managers. Die Gesamtbilanz des Task Managers
kann erheblich täuschen.
Zudem sind heute gerne einige Anwendungen auf Preload konfiguriert,
damit sie später schneller starten - dafür dauert es länger bis beim
Rechnerstart Ruhe eingekehrt ist.
Wenn der neue Rechner neue Versionen der Anwendungen hat, dann kann auch
das eine Rolle spielen. Anderer Virenscanner? Vor 5 Jahren konnte man
Win2003 (oder XP) für einfache Jobs mit 256MB fahren, heute ist schon
beim Virenscanner die Kiste dicht.
ungenutzter RAM ist sinnloser RAM.
Hat seit XP auch Microsoft bemerkt...unter Linux schon lange Standard:
Alles, was frei ist wird zum Cachen und Buffern verwendet. Also ist
alles gut, es sei denn, du hast ein Programm am Laufen, welches durch
fehlerhafte Programmierung den Speicher frisst. Taskmanager hilft bei
der Suche :)
A. K. schrieb:> PS: Insbesondere bei Fertiginstallationen mag sich manche Überrschung im> Autostart finden, also Folder und Registry kontrollieren.
einfacher: Start -> ausführen -> msconfig
da gibt's einen Reiter Systemstart. Dort stehen alle Programme, die
automatisch gestartet werden. Egal ob aus der Registry oder dem Ordner
Autostart. Einfach Häkchen entfernen :)
@Daniel Paessler (groovy)
>ungenutzter RAM ist sinnloser RAM.>Hat seit XP auch Microsoft bemerkt...unter Linux schon lange Standard:>Alles, was frei ist wird zum Cachen und Buffern verwendet.
Schön, aber was macht ein Programm, das zum Arbeiten mal eben ein paar
(hundert) MB braucht, die aber alle zum Cachen sinnloser Sachen
verballert sind? Kommt dann die berühmte Festplattenrödelpause, wo der
(RAM)Cache auf die Platte geschoben wird und das Programm
dementsprechend lange warten muss. . . ?
MfG
Falk
Falk Brunner schrieb:> Schön, aber was macht ein Programm, das zum Arbeiten mal eben ein paar> (hundert) MB braucht, die aber alle zum Cachen sinnloser Sachen> verballert sind? Kommt dann die berühmte Festplattenrödelpause, wo der> (RAM)Cache auf die Platte geschoben wird und das Programm> dementsprechend lange warten muss. . . ?>> MfG> Falk
Nein. Genau das macht intelligente Speicherverwaltung aus: benötigt ein
Programm Speicher, werden Teile des Cache bereinigt und zur Verfügung
gestellt.
Der RAM ist dann ausreichend wenn das System nicht laufend Zeug von der
Platte holen muß. klack klack...
Wie oben schon beschreiben wird immer ein Anteil als Cache benutzt. Wenn
mehr RAM da ist, wird üblicherweise automatisch mehr Cache reserviert.
Wenn natürlich virtuelle Maschinen ins Rennen kommen, wird wieder viel
RAM gebraucht. Auch neue Treiber, Patche oder Virenscanner brauchen
heute mehr Platz.
1980 reichten beim Z80 32k RAM um einen Text zu schreiben. Heute
brauchen wir für den gleichen Text, nur etwas bunter >1GB RAM. Was für
ein Fortschritt ...
Das mit dem Cache geht freilich nicht selten nach hinten los. Wenn man
mit sehr grossen Files umgeht, erheblich grösser als der Cache, dann ist
Windows seit Anbeginn seiner Existenz trotzem oft so agressiv am cachen,
dass es alles was nicht niet- und nagelfest ist zugunsten des dabei
völlig sinnlosen Cachings rauspaged und die Kiste währenddessen
anderweitig unbenutzbar macht.
Matthias schrieb:> Nach einem Neustart benötigt das XP bei beiden Laptops 400MB.> Da ich viel für die Uni schreiben muss sind die üblichen Anwendungen> offen. Openofice, Windows Explorer und der Internet Explorer mit circa> 20 Tabs (vielleicht die hälfte davon sind pdf).
-OpenOffice ist gewachsen
-pdf-Viewer sind gewachsen
-der Explorer ist gewachsen
-speziell die Browser haben jetzt Tabs und sag mir nicht, dass du vor
7 Jahren 20 Browserfenster gleichzeitig offen gehabt hast
-der Explorer selbst hat in den letzten drei vier Jahren viele
Funktionen hin zu gewonnen, die wollen auch irgendwo existieren
-Servicepacks bringen meist auch neue Features mit und die findet man
auch
im RAM wieder
-Java (besser die VM) wird größer, .NET hat imho auch eine die noch
zusätzlich hin zu kommt (keine Ahnung ob es da ein prelaoding gibt)
Das ist im übrigen kein Windows-Problem, mein 8 (oder gar 9?) Jahre
alter Laptop quält sich mit Fluxbox, kotzt wenn der Firefox hin zu kommt
und stirbt fast den Heldentod wenn OpenOffice Schwung holt.
Software wird leistungsfähiger und somit auch größer. Hin zu kommt, dass
Software auch meist auf relativ aktuellen Kisten entwickelt wird,
Rücksicht auf alte Büchsen nimmt da keiner.
A. K. schrieb:> Das mit dem Cache geht freilich nicht selten nach hinten los. Wenn man> mit sehr grossen Files umgeht, erheblich grösser als der Cache, dann ist> Windows seit Anbeginn seiner Existenz trotzem oft so agressiv am cachen,
und mindestens ebenso lange gibt es ... die die entsprechenden Flags
und/oder Memory Mapped Files nicht nutzen...
FILE_FLAG_NO_BUFFERING, FILE_FLAG_WRITE_THROUGH,
FILE_FLAG_SEQUENTIAL_SCAN, CreateFileMapping etc.
> dass es alles was nicht niet- und nagelfest ist zugunsten des dabei> völlig sinnlosen Cachings rauspaged und die Kiste währenddessen> anderweitig unbenutzbar macht.
Arc Net schrieb:> und mindestens ebenso lange gibt es ... die die entsprechenden Flags
Weiss ich. Nur verwendet die offenbar kaum jemand, insbesondere nicht
Microsoft selbst.
Abgesehen von den "gewachsenen" Programmen muß der fleißige Virenscanner
den ganzen Müll gründlich durchsieben, was auch gleich mal 25%
Rechenleistung verbraucht und genügend Speicherplatz frisst.
So hat die Hardwareindustrie immer wieder Gelegenheit neue Speicher zu
verkaufen. Beim Geld nannte das mein Opa Inflation. Bei RAM nennen wir
es "Fortschritt".