Hallo *,
ich bin am überlegen, ob ich mir einen kleinen Reflow-Ofen zulege. Über
den Elektor Reflow-Ofen ist in diesem Forum schon viel geschrieben
worden. Die Erfahrungsbrichte sind ernüchternd :-(
Hat jemand Erfahrungen gesammelt mit dem Reflow-Ofen-Set vom PCB-Pool?
http://www.reflow-kit.com/rkde/order_product_details.html?p=13
Insbesondere interessieren würden mich auch noch Erfahrungen bzgl. dem
Reflow-Controller, ebenfalls vom PCB-Pool...(siehe Link oben)
Viele Grüße,
Sebastian
Sebastian schrieb:> ich bin am überlegen, ob ich mir einen kleinen Reflow-Ofen zulege. Über> den Elektor Reflow-Ofen ist in diesem Forum schon viel geschrieben> worden. Die Erfahrungsbrichte sind ernüchternd :-(
geschrieben meistens von leuten die es gar nicht haben oder gar nicht
mit umgehen können.
>> Hat jemand Erfahrungen gesammelt mit dem Reflow-Ofen-Set vom PCB-Pool?> http://www.reflow-kit.com/rkde/order_product_details.html?p=13>> Insbesondere interessieren würden mich auch noch Erfahrungen bzgl. dem> Reflow-Controller, ebenfalls vom PCB-Pool...(siehe Link oben)>
wenn Du wenig ausgeben möchtest löte von hand, pizza-offen lösungen sind
noch schlechter als die china-ebay dinger und der Elektor teil.
Wenn es immer gut unktionieren soll, kauf eine gebrauchte IR anlage für
1k-2k eur, die wird allerdings auch nicht jede platine sofort sauber
löten, IR hat schwächen mit den man leben kann (aber nicht muss da es
andere geräte gibt die technologisch besser sind)
Für Bastlerzwecke ist ein Ofen IMO Overkill. Da reicht ne gute,
regelbare Heißluftpistole, damit kann man schnell und brauchbar [[SMD
Löten]].
MFG
Falk
Also ich hab den Ofen und den Controller vom PCB-Pool. Bin sehr
zufrieden.
Kleinserien die wir vorher zum Bestücker gegeben haben machen wir jetzt
alle hier. Man muss nur drauf achten eine geeignete Referenzplatine zum
Temperaturmessen mit reinzulegen und die Temperaturmessung einmal
ordentlich zu kalibrieren.
Ich habe mir vor einiger zeit das Kit + Controller gekauft. Ok,
das Ding kann man sich auch selbst bauen, war mir aber zu viel arbeit.
Mit den den Ergebnissen bin ich... zufrieden.
Mann muss allerdings ein parr Dinge beachten, sonst gibt es
schöne Brücken bei den TQFP Gehäusen.
Auch ist, wie schon geschrieben, die Platzierung des Thermoelements
und der Platine in Ofen entscheidend. Sonst gibt es keine zuverlässigen
Lötstellen.
Werde deshalb demnächst versuchen auf Dampfphase umsteigen :-)
Eine Aufzeichung vom Temperaturverlauf kann ich auf Wunsch ja mal
posten...
Kann man mit dem Controller ja schön mitloggen :-)
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten. Hintergrund für den Einstieg
hinsichtlich Reflow-Ofen ist, dass ich ein abgeschlossenes Projekt als
Kleinstserie für Bekannte und Freunde auflegen möchte.
@Tim:
An einem geloggten Temperaturverlauf bin ich sehr interessiert. Bitte
poste doch einen mal :-)
Viele Grüße,
Michael
@ Sebastian (Gast)
>hinsichtlich Reflow-Ofen ist, dass ich ein abgeschlossenes Projekt als>Kleinstserie für Bekannte und Freunde auflegen möchte.
Wieviele Platinen?
Wie groß sind die?
Was und wieviel ist da drauf?
Ich sach mal ein Dutzend halbe Europlatinen mit ein paar ICs und
Krümellkram kann man problemlos mit der Heißluftpistole löten.
MfG
Falk
Sebastian,
kauf dann ein pizza ofen, lade die bekannten zu dir und mach eine pizza
/ bier /löt party - gib jedem eine heissluftpistole, so wird definitiv
sicher, schneller und besser gelötet als in diesen pizza dingern.
Man kann die benutzen, klar, die ergebnisse sind nciht replizierbar.
Habe noch nie irgendwelche platinen gesehen wo mehr als 10 smd bauteile
waren die jemand mit so einen pizza ding gelötte hat. Die meisten sind
auch nciht erhlich genug zuzugeben das es ein fehler war, man erkennt es
leicht sobald diskussionen über neue/verbesserte steuerung auftauchen...
Abgesehen davon ein pizza-ofen ist nicht alles.
Bis du die platinen mit lötpaste versehen hast (ohne stencil), hab ich
die von hand schon gelötet. Wenn du stencil für dein projekt hast, dan
wie Falk schon gesagt hat, heissluft nehmen. Eine einigermasser
verwendbare heissluftpistole beim baurmarkt (mit 10° step, lcd usw)
kostet 60-80 eur, nach 2 stunden praxis kann jeder damit umgehen.
Den Ofen gibts auch (bei ebay) mit Umluft - damit hast Du noch eine
bessere Wärmeverteilung. Typenbezeichnung hab ich nicht im Kopf (sieht
aber genauso aus wie der von Reflow-Kit, ist aber weiss).
Zusammen mit dem Reflow-Controller löte ich damit professionelle Serien,
auch bleifrei - die Resultate sind von denen einer "richtig"
(=Reflowofen) gelöteten nicht zu unterscheiden (auf Wunsch kann ich
gerne mal ein Foto machen...)
Wichtig ist:
- Temperaturfühler richtig anbringen (ich hab ihn mit Wärmeleitpaste auf
ein kleines Stück Abfallplatine geklebt und diese unter am Rost
angebracht. Dadurch hab ich nicht bei jedem Lötvorgang das Gefummel.
- Temperatur richtig einstellen. Bleihaltig ist idiotensicher, Bleifrei
braucht ein bisschen Feintuning (um 30s-60s länger und 20°C heisser
gegenüber den Defaults)
- die richtige Lötpaste verwenden (die mitgelieferte ist Billigschrott).
Am besten gehts mit Nickel/Germanium-dotierter Paste (Fuji-Patent),
die gibts z.B. hier: https://www.buerklin.com/gruppen/KapL/L182570.asp
Nicht billig, aber lohnt sich.
- Die Paste nicht mit dem Dispenser auftragen, sondern mit einer
Schablone.
Low-Cost-Schablonen aus Kunststoffolie macht dieser Herr hier für
kleines
Geld (€15.-)
http://smtstencil.co.uk/
Hm, ich suche immer noch nach einer Anleitung wie manuell hochpolige
ICs, auch Finepitch, auf die Pastenflächen gesetzt werden, ohne das es
Verschmierungen gibt?
Gibts da eine sichere Methode? Die "ruhige Hand" ist doch eher Zufall,
oder?
Ich hab das Komplettset. Also den Ofen, den Reflow Controller und den
Schablonendrucker. In Verbindung mit den kostenlosen Pastensieben, die
man derzeit bekommt, echt eine Wohltat beim SMD Löten, vor allem wenn
man mit 0,5mm Pitch oder sogar MLF/QFN zu tun hat.
Ich hab lange von Hand gelötet und hatte auch schon mit Heisluft zu tun.
Das mag bei Einzelstücken noch machbar zu sein, aber sobald man 3-4
Platinen zu löten hat wird es eine Qual.
Und nein, ich bekomme keine Provision von PCB-Pool, ich finde das
Angebot einfach nur gut. :) Es ist zwar nicht ganz billig, aber wer
halbwegs brauchbare Ergebnisse haben möchte kommt um ein paar € nicht
herum
Ist nicht kritisch...selbst wenn man per Dispenser/Spritze einfach eine
Wurst quer über alle Pads aufträgt, ohne sich um die Zwischenräume zu
kümmern bekommt man einwandfreie Lötstellen. Die Kurzschlüsse zwischen
den Pins kann man hinterher mit viel Fluxcreme und (Hohlkehlen-)Spitze
ruckzuck beseitigen.
@ roffez (Gast)
>kümmern bekommt man einwandfreie Lötstellen. Die Kurzschlüsse zwischen>den Pins kann man hinterher mit viel Fluxcreme und (Hohlkehlen-)Spitze>ruckzuck beseitigen.
Genau das will keiner. Also dann lieber doch etwas besser auftragen,
dann braucht man fast nicht nacharbeiten.
MfG
Falk
> hatte auch schon mit Heisluft zu tun. Das mag bei Einzelstücken noch machbar zu
sein, aber sobald man 3-4 Platinen zu löten hat wird es eine Qual.
Qual?! Hmpf ;) Das Löten einer Platine, die auf dem Preheater lag,
dauert mit Heissluft einige wenige Minuten pro Seite. Ich löte
zweiseitige 100x100-Platinen mit >100 Bauteilen in geschätzt weniger als
5 Minuten/Seite. Von Qual kann keine Rede sein, das geht blitzschnell.
Die eigentliche Arbeit ist das Auftragen der Paste davor - dieser Teil
ist aber identisch mit der Ofen-Lösung.
Hallo @all,
erst mal vielen Dank für die vielen interessanten Beiträge. Die Idee mit
der Heißluft sieht sehr gut aus. Thank's Dietmar für den Youtube-Link.
@Tim:
Danke für die Log-Daten. Ich habe hieraus mal ein Diagramm erstellt.
Also die Temperatur-Profile von professionellen Bestückern, die ich
kenne, verwenden nur Sattelprofile. Hintergrund hierfür ist, das große
Bauteile höhere Wärmekapazitäten besitzen und folgich vorgeheizt werden
müssen (Satteltemperatur bei ca. 150°C). Deshalb wird für jede Baugruppe
ein ideales Profil über Testreihen ermittelt. Hierbei werden viele
Messfühler auf der Leiterplatte und Bauteile angebracht und die
Messwerte geloggt und ausgewertet...
Das PDF im im folgendem Link gibt Deinem "Linearen Profil" aber
prinzipiell recht. (Diskussion Sattelprofil versus lineares Profil)
http://www.gp-ics.com/pdf/far1.pdf
Über Photos würden wir uns bestimmt alle freuen.
Viele Grüße,
Sebastian
Nachtrag:
Nachdem das Reflow-Profil vom Tim einen sehr geringen
Temperaturgradienten besitzt (also Temperatur steigt sehr langsam an)
ist definitiv kein Sattel mehr nötig. Die Vermutung liegt nahe, dass der
Reflow-Pizza-Ofen kein recht viel größeren Temperaturgradienten
zulässt!?
Ich werde es mit einem Preheater plus Heißluft versuchen. Einen
Heißluft-Föhn habe ich zufällig schon. Der Preheater im Youtube-Link
sieht sehr teuer aus. Was kann man da noch hernehmen. Bügeleisen?
Viele Grüße,
Sebastian
Hallo,
die Lösung von pcb-pool scheint mir zu billig und einfallslos. Pizzaofen
plus Controller......, das wars. Was haltet ihr davon?
http://www.lpkf.de/produkte/rapid-pcb-prototyping/smd-bestueckung/smd-loeten/protoflow-e.htm
Soll um die 2.000€ kosten. Klar ist das viel Geld,aber wenns
funktioniert und man die entsprechenden Aufträge hätte? Wohl bei den
Kosten keine Lösung für privat, aber für kleine Unternehmen?
Konvektionsofen, also IR, würde auch viele Vorteile bringen. Wie ist da
Eure Meinung?
Gruss Simon
@Simon (Gast)
>Soll um die 2.000€ kosten. Klar ist das viel Geld,aber wenns>funktioniert und man die entsprechenden Aufträge hätte? Wohl bei den>Kosten keine Lösung für privat, aber für kleine Unternehmen?
Kleine Unternehmen denken besser mal nach und suchen sich einen soliden
Profibestücker um die Ecke. Der hat das Know How und die Leute, das
preiswert und professionell durchzuziehen.
Merke. Die schellste und billigste Art etwas zu tun, ist es gleich
richtig zu tun.
>Konvektionsofen, also IR, würde auch viele Vorteile bringen.
Nöö, du vermsicht das was. Kovektion ist normales Reflow mit Heißluft,
IR hat IR Strahler.
MfG
Falk
Falk Brunner schrieb:> Kleine Unternehmen denken besser mal nach und suchen sich einen soliden> Profibestücker um die Ecke. Der hat das Know How und die Leute, das> preiswert und professionell durchzuziehen.
Na ja, das kann man auch anders sehen. Warum gibt es dann LPKF, Paggen,
Essemtec u.v.a. die sich mit derartigen Lösungen beschäftigen. Es wird
einen Markt geben, da man sich mit solch einer Lösung auch wenig
Flexibilität schafft, falls der Bestücker um die ecke mal wieder keine
Zeit hat o.ä. Ausreden.
> Merke. Die schellste und billigste Art etwas zu tun, ist es gleich> richtig zu tun.
OK. Dan auf keinen Fall einen Pizzaofen mit Controller, denn das ist das
wohl das Falscheste! Aber für eine perfekte Lösung von Ersa fehlt dann
doch oft das Geld.
>>>>Konvektionsofen, also IR, würde auch viele Vorteile bringen.>>>> Nöö, du vermsicht das was. Kovektion ist normales Reflow mit Heißluft,>> IR hat IR Strahler.
Danke. Da hast du Recht.
Gruss
Simon
@ Simon (Gast)
>Na ja, das kann man auch anders sehen. Warum gibt es dann LPKF, Paggen,>Essemtec u.v.a. die sich mit derartigen Lösungen beschäftigen.
Keine Ahnung. Wahrscheilich weil die Bastlermentaliät auch bei Profis
noch recht verbreitet ist.
> Es wird>einen Markt geben, da man sich mit solch einer Lösung auch wenig>Flexibilität schafft, falls der Bestücker um die ecke mal wieder keine>Zeit hat o.ä. Ausreden.
Kann sein.
>OK. Dan auf keinen Fall einen Pizzaofen mit Controller, denn das ist das>wohl das Falscheste!
Was ich so über das Ding gelesen habe, Finger weg. Das läuft mit IR, und
das ist im Profibereich längst aus der Mode, auf grund er Probleme der
unterschiedlichen Aufheizung verschiedenfarbiger Materialien. Heißluft
geht vielleicht noch.
> Aber für eine perfekte Lösung von Ersa fehlt dann doch oft das Geld.
Perfekte Lösungen sind selten. Aber es gibt meist gute Lösungen.
MfG
Falk
P S Meine Meinung: Für eine handvoll kleine Prototypen so bis doppeltes
Eurokartenformat kann man ne Heißluftpistole und ggf. Vorheizer nehmen,
alles andere macht der Profi um die Ecke.
> Der Preheater im Youtube-Link sieht sehr teuer aus
Der ist in der Realität kleiner, als er auf Fotos/Videos wirkt - und
deshalb gar nicht so teuer. Für einiger sicher zu klein. Ein Problem bei
diesem Preheater ist, dass er meines Wissens nicht (mehr) so verkauft
wird, wie er meistens im Internet abgebildet wird: der hat inzwischen
eine Platinenauflage in Form eines Diagonalkreuzes. Man muss die Platine
einspannen, statt sie aufzulegen. Auf dem Tisch bestücken und dann
vorsichtig auf den Preheater legen geht also vermutlich nicht mehr. Ein
weiteres Problem ist, dass die Temperatur mit einem Thermoelement
zwischen den Quarz-Stäben gemessen wird. Andere Preheater haben ein
Thermoelement an einer Leitung, das man an die Platine klemmen kann. Da
Platinen sich je nach Farbe/Grösse anders aufheizen, kommt man um eine
separate Messmöglichkeit nicht herum.
Ich habe schon viele Beiträge über die schlechte Qualität des Reflow
Ofens von Beta Layout gelesen. Die verwenden ja den Severin Pizzaofen
mit 1500W und Ober- Unterhitze (mit Infrarot Strahlern).
Es gibt auch noch den Severin TO2035 mit 1500W und Umluft !!
Hat damit schon jemad Erfahrungen gemacht?
Der müsste doch besser funktionieren.
MfG Toni
Hallo,
löte fine pitch bis zu QFN bisher per Flussmittel, Lötzinn und
Lötkolben.
Mich würde mal interessieren wie man per Heißluftfön und Lötpaste fine
pitch lötet.
Habe das einmal probiert. Das Auftragen hat sich allerdings als
problematisch herausgestellt, eine reine Schweinerei ;-)
Gibt es da einen Trick?