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Forum: Platinen LowCost-Durchkontaktierung mit Bungard-Nieten


Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Hallo zusammen,

es gibt hier zwar schon unzählige Threads, die sich mit dem Thema 
Durchkontaktierungen beschäftigen, aber vielleicht ist das hier trotzdem 
für den einen oder anderen Hobbybastler interessant und ihm einen 
Nachbau wert.

Ich war auch lange am überlegen, ob ich mir diese Favorit von Bungard 
kaufe, aber über 250 Euro in der Grundausstattung (Presse und ein 
Werkzeugsatz) finde ich doch recht happig.

Am Ende habe ich mich dann doch gegen diese Anschaffung entschieden und 
wollte erstmal eine andere Idee ausprobieren: Das Ergebnis seht Ihr im 
Anhang und ich denke, das es durchaus brauchbar ist (kurze Info: Ich 
habe mir jetzt nicht irgendeine besonders hübsche Niete ausgesucht! Die 
sehen immer so aus :-))

Verwendet habe ich die Bungard-Nieten 0.6/0.8mm; das Bild "Oberseite" 
zeigt die Seite, wo die Niete ihren originalen Wulst hat. Keine Ahnung, 
wie man das wirklich nennt; also da, wo sie schon "breit" ist.
Die Unterseite zeigt die bereits umgebörtelte Niete.

Beide Seiten habe ich nach dem Bearbeiten kurz mit dem Polyblock von 
Conrad bearbeitet, damit dann das chem. Zinn besser funktioniert.

Die beiden Enden sind so flach, dass auch ein Lötstopplaminat locker 
machbar ist. Man hat also die Wahl, ob man die Durchkontaktierungen 
verschwinden lassen will, oder dann ein Loch im Laminat lässt, um evtl. 
das gleich zu einem Messpunkt "umzufunktionieren".
Außerdem kann man darüber auch noch leicht viele SMD-Teile platzieren 
(wenn auch keine 0603er oder 0805er).

Das Werkzeug: Der Ursprung dieser Idee ist zwar etwas makaber, aber dank 
Inspektor Columbo und einem Fall mit einer Guillotine habe ich jetzt 
einen brauchbaren und sehr günstigen Ersatz für die teure Presse 
gefunden.
So einfach und simple, dass das Teil in einer Stunde gebaut war. Als 
Material habe ich überall Messing genommen. Die Stange hat 4mm 
Durchmesser und eine Gesamtlänge von 25cm, die Fallhöhe beträgt 5cm. Das 
Fallbeil - äh - Fallgewicht :-) war ursprünglich ein Schubladengriff mit 
25mm Durchmesser. Die Aufprallplattform, die dann den Fallimpuls auf die 
Stange umleitet, ist der abgesägte untere Teil des Kugelgriffs und ist 
fest mit der Stange verlötet. Oben kam ein kurzes Gewinde M4 drauf und 
ein weiteren "Griff" dient als Abschluß.

Die Spitze habe ist einfach mit einer Feile gemacht, die ich an das Teil 
gehalten habe, als es in der Bohrmaschine seine Runden gedreht hat. 
Dadurch ist sie auch recht mittig geworden (was aber eigentlich egal 
ist).

Die Kosten belaufen sich auf knapp 5 Euro!! :-)

Ach ja, die Zeit: Da ich die Nieten immer von der Unterseite her 
umnieten und daher die Platine immer umdrehen muss (oben reinstecken, 
unten nieten), geht das sicherlich nicht so schnell, wie mit der 
Favorit, aber eine Niete ist trotzdem in unter 30s fertig. Für die paar 
Durchkontaktierungen, die ich immer habe, ein akzeptabler Wert. 
Vermutlich ginge es auch schneller, wenn ich zuerst alle Nieten 
reinstecke, dann eine Metallplatte oder sowas drauflege (darf halt 
nichts Weiches sein, dass nachher den Schlag amdämpfen würde) und dann 
alles zusammen umdrehe, aber da habe ich noch keine Erfahrungen...

Was mich jetzt natürlich interessiert ist, wie das Teil so bei anderen 
ankommt (und auch die Ergenisse) und ob sich der eine oder andere 
vielleicht auch einen Nachbau vorstellen könnte.

Viele Grüße,
Michael

Autor: ... (Gast)
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Nette Idee. So ala Eierschalensollbruchstellenverursacher :)
http://www.amazon.de/Take2-Eierschalensollbruchste...

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Michael.

> Was mich jetzt natürlich interessiert ist, wie das Teil so bei anderen
> ankommt (und auch die Ergenisse) und ob sich der eine oder andere
> vielleicht auch einen Nachbau vorstellen könnte.

Du bist ein findiger Kopf unt technisch geschickt.

Aber......ich habe schon zu oft Ärger mit Nietdurchkontaktierungen 
gehabt.
Sorry, aber ich stecke lieber einen Draht durch und verlöte ihn auf 
beiden Seiten. Ok, geht nicht immer und überall. Aber diese Nieten haben 
mich schon oft genug zur Weissglut getrieben.....

Das Problem ist nicht wie elegant Du das Problem des Nietens löst, 
sondern die Nietverbindung als dauerhafte elektrische Kontaktierung 
überhaupt.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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:-) Jetzt werde ich ja richtig rot :-) Danke für das Kompliment, aber in 
die Richtung war meine Frage, wie das Teil ankommt, gar nicht gemeint 
:-)

Also mir fehlen da bisher leider noch die praktischen Erfahrungen, weil 
ich alles einseitig gemacht habe und zur Not ein paar Brücken gesetzt 
habe. An doppelseitige Layouts habe ich micht bisher noch nicht gewagt, 
eben wegen der Durchkontaktierungen. Jetzt, wo das geklärt wäre 
(schien?), hätte ich das mal probiert.

Aber inwiefern gibt's mit den Dingern Probleme? Man kann die Nieten - 
evtl. zusätzlich zum chem. Verzinnen - ja auch noch verlöten (siehe 
Anhang). Dann sollte das passen, oder? Oder gibt es da noch ganz andere 
Probleme mit? Das sich die Nieten auflösen oder zu dünnwandig sind, wird 
ja jetzt nicht das Problem sein... Oder? :-)

Viele Grüße,
Michael

Autor: Bernd T. (bastelmensch)
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Also ob ich jetzt einen Draht durchstecke und verlöte oder eine Niete 
verlöte, ich glaube das gibt sich Zeitlich nicht viel.

Autor: Sven (Gast)
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Doch, wenn Du da noch ein IC drüber platzieren willst, ist es ne elende 
Fummelei, den Draht fast bündig zu bekommen.

Wo gibts denn diese Nieten, das würd ich mal probieren?

Autor: Sven (Gast)
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Und sollte bei Bauteilen über den Vias der Nietenkopf auf Bauteilseite 
oder gegenüber sein?

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Sven schrieb:
> Wo gibts denn diese Nieten, das würd ich mal probieren?
Also da ich Privatmensch bin, sind meine Bezugsquellen ja leider sehr 
übersichtlich. Ich habe mir bei Watterott erstmal so ein 100er-Päckchen 
für die ersten Tests bestellt (2 Euro) und als die Tests erfolgreich 
waren bei Reichelt eine 1000er Packung für 18 Euro.


>Und sollte bei Bauteilen über den Vias der Nietenkopf auf Bauteilseite
>oder gegenüber sein?
Das ist egal, weil beide Seiten nach dem Umnieten gleich sind.

Autor: Michael_ (Gast)
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Naja, wenn deine Nieten verlötet werden, geht es zur Not.
Ist immer noch eine intelligentere Lösung als ein durchgesteckter Draht.
Aber das "Nietwerkzeug" ist nur ein "Breitdrückwerkzeug", wo der Rand 
reißt.
Ein Hohlniet wird fest, wenn der Rand gerollt wird. Durch die 
Elastizität des Randes wird eine dauerhafte Festigkeit erreicht.
Die Presse braucht man nicht, aber ein Nietstempel ist vorteilhaft. 
Leider recht teuer wenn man kaufen muß.

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Also ich denke jetzt nicht, dass der Rand stark eingerissen ist. Auf 
meinen Fotos ganz oben sehe ich z.B. gar nichts und man muss ja 
bedenken, dass das Loch nur 0.6-0.7mm groß ist.
Klar, es wird wirklich eher gedrückt, aber ich habe auf

http://www.tme.eu/katalog_pics/4/0/8/408d5f999a28a...

Bilder von den Original-Favorit-Werkzeugen gesehen uns soooooo viel 
Unterschied sehe ich da jetzt nun auch wieder nicht. Immerhin sollte man 
sich halt auch immer vor Augen halten, dass das nur eine Alternative für 
den Hobbygebrauch sein soll...

Aber diese "Nietstempel"... Wo gibt es die denn? Hast Du da mal einen 
Link?

Autor: Chris (Gast)
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Hat den jemand Detailbilder eines original Bungard Werkzeugesatzes ? Ist 
da irgend etwas daran federnd gelagert oder ein "einfaches" Drehteil ?
Die Presse sollte sich ja durch eine beliebige andere Presse ersetzen 
lassen ?

Autor: Chris (Gast)
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Ach ich sehe gerade das vorher verlinkte Werzeug ist ja das 
Originalwerkzeug.
Sieht aus als wäre am oberen Stempel die Zentrierspitze federnd - kann 
das jemand bestätigen ?

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Ja, ist federnd gelagert und versenkt sich dann, wenn von oben das 
andere Teil kommt.

Autor: Chris (Gast)
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Also verstehe ich folgendes richtig:

- Werkzeug im Bild oben ist an der Presse unten und fix

- Niete kommt mit dem vorhandenen Bund auf das Werkzeug mit der breiten 
Auflagefläche, dann die Platine drüber

- das im Bild untere bzw. an der Presse obere Werkzeug presst von oben 
die Niete fest. Es entssteht dank der kegelförmigen Zentrierspitze und 
der Pressfläche ein zweiter Bund

?

Wenn dem so ist wäre das nicht eine arge Fummelei, die Platine über die 
Niete, die auf dem größeren Werkzeug aufliegt, zu stülpen ?


Liesse sich das mit einer kleinen Drehmaschine (kein Uhrmacherdrehstuhl) 
noch sinnvoll drehen oder muss da schon geschliffen werden, da sich die 
dünnen Zentrierspitzen sonst wegbiegen würden ?

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Also genau so, wie Du es geschrieben hast, habe ich das in einem anderen 
Forum gelesen. Da ich aber so ein Ding nicht habe, kann ich es Dir nicht 
versichern :-)

Allerdings gibt's im Internet ja auch viele Bilder von der Favorit mit 
eingesetztem Werkzeug und da kann man manchmal erkennen, dass das 
anscheinend so sein muss.

Prinzipiell lassen sich solche Teile schon leicht drehen; zumindest sehe 
ich bei den 0.6er-Nieten kein Problem; ist ja trotzdem noch (relativ) 
viel Material...

Autor: Chris (Gast)
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OK, 4-Kant-Stahlprofil, Gleitbuchse, Federn, ein wenig Silberstahl für 
die Werkzeuge und ein wenig Alu- oder Stahl-Vollmaterial für 
Buchsengehäuse und Werkzeughalter kosten ja nun wirklich nicht die Welt.

Kommt auf die Todo-Liste, denn 250,- Euro dafür auszugeben würde ich 
auch nicht einsehen, wenn das im Selbstbau, Vorhandensein von 
entsprechendem Werkzeug mal vorrausgesetzt, vielleicht 1/10 davon 
kostet.

Autor: NurMalSo (Gast)
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Als Presse eignet sich ein Tischbohrmaschine (sofern vorhanden).

Autor: Eisenbeiss (Gast)
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Der Niet, Pl. die Niete

... ich wette in 10 Jahren weis das KEINER mehr!

Autor: Chris (Gast)
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>Der Niet, Pl. die Niete

mhhh ...

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Eisenbeiss schrieb:
> ich wette in 10 Jahren weis das KEINER mehr!

In 10 Jahren haben wir ohnehin so viel Reformen hinter uns, dass es 
vermutlich dann eh Niiten heißen wird ;-) Und der richtige Singular.... 
Hm... Niit???

Autor: magnetus (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Eisenbeiss schrieb:
>> ich wette in 10 Jahren weis das KEINER mehr!
>
> In 10 Jahren haben wir ohnehin so viel Reformen hinter uns, dass es
> vermutlich dann eh Niiten heißen wird ;-)

In 10 Jahren kann sich Deutschland keine Rechtschreibung mehr leisten.

;o)

Gruß,
Magnetus

Autor: ... (Gast)
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magnetus schrieb:
> In 10 Jahren kann sich Deutschland keine Rechtschreibung mehr leisten.

Ja, bis dahin haben die Nieten im Nadelstreifenanzug es geschafft.....

Autor: Michael M. (Gast)
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Eisenbeiss schrieb:
        ß
> Der Niet, Pl. die Niete
            pl.
> ... ich wette in 10 Jahren weis das KEINER mehr!
               ,                ß

Also mal schön die Füße stillhalten...

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Wir driften hier langsam vom Thema ab :-)

Ich habe übrigens das "Werkzeug" jetzt etwas modifiziert; hinten ist 
jetzt auch eine Art kleineres Ei als Abschluß. Das ist doch ganz 
nützlich, weil man jetzt das Teil auch umdrehen kann und den Niet damit 
dann noch etwas platt klopfen kann, wenn's mit der "spitzen" Seite nicht 
gut genug geworden ist.

Also ich bin immer noch glücklich mit dem Teil :-) Allerdings würde ich 
mich trotzdem freuen, wenn sich "Michael_" vom 21.5. nochmal melden 
würde (wegen diesem Nietstempel und / oder einem Link dazu; da kann ich 
mir nämlich gar nichts drunter vorstellen...)

Autor: Michael_ (Gast)
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Ja, mache ich!

Autor: Alex H. (hoal) Benutzerseite
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Michael B. schrieb:
> Also ich bin immer noch glücklich mit dem Teil :-) Allerdings würde ich
> mich trotzdem freuen, wenn sich "Michael_" vom 21.5. nochmal melden
> würde (wegen diesem Nietstempel und / oder einem Link dazu; da kann ich
> mir nämlich gar nichts drunter vorstellen...)

Eventuell meine Michael_ etwas in der Art des dort abgebildeten:
http://www.piepenstock-hell.de/taumel-nietstempel.shtml

Durch die Form der Spitze wird der Nietrand zusätzlich etwas gerollt 
statt nur flachgepresst.

Autor: Michael_ (Gast)
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http://www.piepenstock-hell.de/taumel-nietstempel.shtml
Ja, sehr gut!
Mit einer Drehmaschine, etwas Geschick, härtbaren Werkzeugstahl 
("Silberstahl") kann man so etwas selbst machen. Die Kehle sollte 
poliert sein. Natürlich ist 0,5mm eine Herausforderung. Für 
Serienfertigung sollte der Mittelstift gefedert sein.
Für Cu-Nieten und Hausgebrauch braucht man nicht unbedingt härten.

Autor: Vallach Guitz (vallach)
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Warum nicht in der Drehe ein 0,6-er Loch mittig bohren und dann ein 
abgebrochener Bohrerschaft reinstopfen? evtl drin kleben, löten oder 
hartlöten
Vorteil wäre daß man auch den Druckprofil gleich mitdrehen kann

Autor: Michael D. (etzen_michi)
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Sehe ich das richtig das ich für solche Nieten einfach eine kleine 
Standbohrmaschine nehmen kann in welche ich die Laufstange des 
Schlittens aus einem CD-Laufwerk eingespannt habe? (ggf. noch n kleinen 
Dorn vorne angeschliffen)

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Michael Dierken schrieb:
> (ggf. noch n kleinen Dorn vorne angeschliffen)

Naja, gerade der Dorn und der Übergang vom selbigen zum 'Vollmaterial' 
ist ja das Wichtige.
Du musst den Rand ja nach außen hin umbörteln und nicht - 
schlimmstenfalls sogar zur Mitte hin - einfach platt quetschen. Ob die 
Stange jetzt aus dem CD-Laufwerk oder sonstwo her ist, spielt erstmal 
keine große Rolle. Die Haltbarkeit ist vielleicht mal da oder da anders, 
aber funktionell gesehen...

Autor: branadic (Gast)
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In dem Zusammenhang ist vielleicht auch folgende Seite hilfreich:

http://www.kaiser-waltermann.de/index.php?tp=80&lang=1

branadic

Autor: S. (Gast)
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Glaubt ihr, so ein Eierköpfer geht auch mit einem Magneten um die 
Spitzen
auszutauschbar zu haben ? Wieviel Gramm sollte das Schlagei haben ?

Autor: Horst S. (hdc)
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Nachdem ich jetzt diese Nieten (0,6/0,8) hier habe, die Frage:
Wie bekommt Ihr die Dinger überhaupt in die Bohrungen gefummelt?

Finger? Zu dick!
Spitzzange: beschwerlich, bis die Niete so in der Zange sitzt, dass man 
sie überhaupt stecken kann!
Pinzette: Kein Gripp!
Nachdem ich jetzt 20 Nieten mit Pinzette und Spitzzange durch den Keller 
geschossen habe, fiel mir noch als Letztes ein:

Auf Stecknadel stecken und rein ins Loch. Das funktioniert auch bei 
Maulwürfen wie mir! Die Stecknadel ist so dünn, dass sie beim Zielen 
nicht im Weg steht.


Aber wisst Ihr was besseres? Wie macht Ihr das?

Autor: Michael B. (planlessmichi)
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Also im Prinzip,... Genau so. Ich habe damals so ein "Einsatzwerkzeug" 
gekauft, aber als ich es dann in den Händen hielt, fand ich es teuer. Es 
war nur ein gehärteter Draht mit einem Plastikgriff. Da tut es die 
Stecknadel bestimmt ähnlich gut

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Ich nehme einen simplen Zahnstocher.

Autor: Stefan (Gast)
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Hast du die Presse von Bungard dazu ?
Wenn nicht dann wie oben schon beschrieben.

Autor: Horst S. (hdc)
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Ich hab die Presse nicht. Zur Zeit steck ich die Dinger rein, dreh die 
Platine um und drücke die Nieten mit nem feinen Kreuzschraubendreher auf 
(einmal drücken, einmal drehen). Danach verlöte ich allerdings (ich 
hab's ohne Löten gar nicht probiert).

Mit den Drähten durchstecken und beidseitig verlöten ist mir 
mittlerweile unsympathisch. Manchmal bleibt der Draht beim rückseitigen 
Verlöten an der Lötspitze hängen oder verschiebt sich noch 'nen 
Millimeter. Richtig schön (flach) kann's so meiner Meinung nach nicht 
werden.

Darum mal der Versuch mit diesen Nieten.

Autor: Stefan (Gast)
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Ja verlöten mußt du die Nieten.
Selbst mit der Presse mußt du
sie verlöten. Vorteil der Nieten ist
halt, das sie schön flach sind.

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Ich nutze die Nieten dann und nur dann, wenn ich das Einlöten des 
Bauteils ind die Durchkontaktierung getrennt erledigen muß. Das ist z.B. 
der Fall bei Steckverbindern oder anderen Bauteilen, bei denen man 
nachher nicht von oben verlöten kann. Oder auch bei Anschlußpunkten wo 
mechanische Belastung (z.B. durch ein Kabel) auf die Lötstelle wirkt.

In allen anderen Fällen nutze ich den Anschluß des jeweiligen THT- 
Bauelements zur Durchkontaktierung (oben und unten verlöten) oder ich 
benutze kurze Drahtstückchen dafür. Wenn genug Platz ist, kommt ein 
Stück versilberter Kupferdraht 0.8mm in ein 0.8mm Loch. Das sitzt schon 
von allein stramm genug, daß da beim Löten nix rausflutscht. Bei 
Härtefällen kann man den Draht vor dem Verlöten mit dem Hammer stauchen. 
Also: einsetzen, stauchen, knapp abschneiden, verlöten. Wird prima.

: Bearbeitet durch User
Autor: Meiner (Gast)
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Soviel Aufwand wegen der Nieten..
Ich setze die per Hand mit einem handelsüblichen Körner. Niet 
durchstecken, Platine herumdrehen und auf feste Auflage legen. Dann mit 
der spitzen Seite des Körners die Niet aufweiten. Körner herumdrehen und 
die Niet mit der flachen Seite des Körners plattdrücken.
Mit  ein wenig Übung sieht das perfekt aus. Ich verlöte die Nieten 
trotzdem immer.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Meiner schrieb:
> Soviel Aufwand wegen der Nieten..

Zustimmung!

> Ich setze die per Hand mit einem handelsüblichen Körner.

Ich habe mir ein "Einsetzwerkzeug" aus einer Nadel und einem Stück 
Alu-Rund als Griff gedreht.

> Niet
> durchstecken, Platine herumdrehen und auf feste Auflage legen. Dann mit
> der spitzen Seite des Körners die Niet aufweiten. Körner herumdrehen und
> die Niet mit der flachen Seite des Körners plattdrücken.

Geht und habe ich auch schon gemacht. Ich habe dann aber auch hierfür 
ein Werkzeug gedreht. Das weitet und bördelt in einem Ritt.

> Mit  ein wenig Übung sieht das perfekt aus. Ich verlöte die Nieten
> trotzdem immer.

Ich auch!
Warum aber nun überhaupt Nieten?
Nun, ich setze die nur bei HF-Anwendungen. Dabei peinlich darauf achten, 
dass die beim Löten nicht zulaufen! HF "wandert" hauptsächlich auf der 
Oberfläche eines Leiters. Je nach Einsatzort kann der Weg dann von 
Oberseite zur Unterseite bei geschlossenem Niet relativ lang sein 
(lang=2 bis xcm!)
Ist aber ein anderes Thema ;-)

Old-Papa

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