tronic schrieb:
> Ist es erlaubt, einen selbstgebauten Sender im ISM Band zu betreiben?
Du musst dich an die Vorschriften halten. Wenn du das Gerät in
Verkehr bringst, musst du die Einhaltung der Vorschriften durch das
Anbringen eines CE-Zeichens dokumentieren und musst auf Verlangen
eine Konformitätserklärung liefern, in der du auch nachweist, warum
du zu dem Schluss gekommen bist, dass das Gerät mit den Bestimmungen
konform ist (einschließlich des Aufzählens der Bestimmungen, mit denen
du es konform annimmst).
> Ich habe ein fertiges TX Modul für das 863 MHz Band.
863 MHz ist kein ISM-Band.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Allgemeinzuteilung#Zuteilungen_SRD-Band_863-870_MHz
Dort findest du eine Kurzübersicht der entsprechenden (bundesdeutschen)
Regelungen.
Michael Lange schrieb:
> Ein fertiges Modul wird nicht zum Selbstbausender, weil du
> eine andere Antenne drannmachst.
Doch, schon. Allerdings führt das nicht zwangsläufig dazu, dass
das Gerät nicht mehr konform ist. Im Gegenzug bedeutet die Benutzung
eines fertigen Moduls auch keineswegs, dass deshalb das fertige
Gerät automatisch "zugelassen" wäre in irgendeiner Form. Fazit: man
muss einfach wissen, was man tut, damit man abschätzen kann, ob dieses
Tun irgendeinen Einfluss auf die relevanten Parameter hat. Dazu muss
man natürlich die relevanten Parameter erst einmal kennen...
Damit meine ich noch nicht einmal, dass man irgendwas am HF-Signalweg
aktiv tut (Verstärker einbauen etc.), es genügt beispielsweise
durchaus, an einen Modul ohne eigene Antenne eine völlig ungeeignete
Antenne anzuschließen, damit man nicht mehr konform ist, weil die
Gesamtanordnung dann vielleicht auf der 1. Oberwelle die Grenzwerte
überschreitet.