Selbstgebauter ISM Sender erlaubt?

Gast #1719971
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Hi.

Ist es erlaubt, einen selbstgebauten Sender im ISM Band zu betreiben?

Ich habe ein fertiges TX Modul für das 863 MHz Band.
Dieses Modul benötigt noch eine selbstgebaute Steuerung (AVR).
Statt der vorgesehenen "Stück draht" Antenne wollte ich jedoch eine SMA 
Buchse anbringen und eine gescheite Antenne verwenden.
Moderator Persönliche Seite #1720005
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tronic schrieb:
> Ist es erlaubt, einen selbstgebauten Sender im ISM Band zu betreiben?

Du musst dich an die Vorschriften halten.  Wenn du das Gerät in
Verkehr bringst, musst du die Einhaltung der Vorschriften durch das
Anbringen eines CE-Zeichens dokumentieren und musst auf Verlangen
eine Konformitätserklärung liefern, in der du auch nachweist, warum
du zu dem Schluss gekommen bist, dass das Gerät mit den Bestimmungen
konform ist (einschließlich des Aufzählens der Bestimmungen, mit denen
du es konform annimmst).

> Ich habe ein fertiges TX Modul für das 863 MHz Band.

863 MHz ist kein ISM-Band.

http://www.mikrocontroller.net/articles/Allgemeinzuteilung#Zuteilungen_SRD-Band_863-870_MHz

Dort findest du eine Kurzübersicht der entsprechenden (bundesdeutschen)
Regelungen.

Michael Lange schrieb:
> Ein fertiges Modul wird nicht zum Selbstbausender, weil du
> eine andere Antenne drannmachst.

Doch, schon.  Allerdings führt das nicht zwangsläufig dazu, dass
das Gerät nicht mehr konform ist.  Im Gegenzug bedeutet die Benutzung
eines fertigen Moduls auch keineswegs, dass deshalb das fertige
Gerät automatisch "zugelassen" wäre in irgendeiner Form.  Fazit: man
muss einfach wissen, was man tut, damit man abschätzen kann, ob dieses
Tun irgendeinen Einfluss auf die relevanten Parameter hat.  Dazu muss
man natürlich die relevanten Parameter erst einmal kennen...

Damit meine ich noch nicht einmal, dass man irgendwas am HF-Signalweg
aktiv tut (Verstärker einbauen etc.), es genügt beispielsweise
durchaus, an einen Modul ohne eigene Antenne eine völlig ungeeignete
Antenne anzuschließen, damit man nicht mehr konform ist, weil die
Gesamtanordnung dann vielleicht auf der 1. Oberwelle die Grenzwerte
überschreitet.
Gast #1720036
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Das Modul stammt aus einem Funkkopfhörer.

Es hat eine eingebaute PLL und die Frequenz wird über I2C o.ä 
eingestellt. Muss ich mal genauer analysieren.

Außerdem hat es einen analogen Eingang wo normalerweise das Audiosignal 
anliegt. Und zwar als "MPX" Signal.

Antenne war original wie gesagt einfach ein Stück Draht, was am RF Out 
des Moduls angelötet war.

Wollte dieses Modul jetzt nutzen um daraus etwas zu bauen.
Moderator Persönliche Seite #1720230
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Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Teil auch nach einem
Umbau noch die Zulassungsvorschriften erfüllt, aber das
(zugegebenermaßen geringe) Risiko, dass dem auch wirklich so ist,
trägst du halt selbst.

Fraglich ist bei derartigen Modulen allerdings, ob deren Ausgang
überhaupt auf 50 Ω ausgelegt ist, oder ob die nicht intern schon
auf die Drahtantenne ausgerichtet sind.
Gast #1726978
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Wo bei man bei den ISM Modulen die man bei den Bekannten 
Elektronikversendern bekommt auch bedingt Analog Audio übertragen.

Ich selber hab bei so einen Sender über ein Koppelkondensator der an die 
Richtige stelle angelötet wurde ein Audiosignal auf so ein Sender 
gegeben.

Am Empfänger kann man wieder rum mit ein Koppel C das Analoge Audio an 
entsprechender stelle abgreifen.

Da diese Module in offener Bauweise sind kann man leicht überall in die 
Schaltung eingreifen und Signale einspeisen oder aber auch abgreifen.

Die meisten Sender arbeiten in diesen Fall mit AM Modulation.

Es gibt nur wenige die auch in FM Senden und Empfangen.

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