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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Drehzahl Asynchronmotor


Autor: hier kommt die Maus (Gast)
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Hey

Muss mal eine Laienfrage stellen. Hab nun einige Posts surchstudiert, 
bin mir aber noch nicht 100%ig:

ein Asynchronmotor würde je nach Wicklungszahl im Stator bei 50Hz mit 
angenommen 3.000UpM laufen, effektiv läuft er jedoch langsamer, bedingt 
durch den Schlupf. Der Schlupf kommt dadurch zustanden, da sich auch das 
Magnetfeld im Rotor dreht. Hätte man einen Festmagneten anstatt einer 
Rotorwicklung, würde der Motor effektiv mit 3000UpM drehen...

stimmt das nun soweit?

Autor: C. H. (_ch_)
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Bis auf den Satz
> Der Schlupf kommt dadurch zustanden, da sich auch das
> Magnetfeld im Rotor dreht.
kann man deine Frage mit 'JA' beantworten.

Autor: ??? (Gast)
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Autor: Mine Fields (Gast)
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hier kommt die Maus schrieb:
> Hätte man einen Festmagneten anstatt einer
> Rotorwicklung, würde der Motor effektiv mit 3000UpM drehen...

Das nennt sich dann auch Synchronmotor.

Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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der Asynchronmotor ist eine Induktionsmaschine. Die außen liegende 
Wicklung induziert in die im Läufer liegende Wicklung einen Strom. Das 
funktioniert wie ein Transformator. Wie du weißt, funktioniert ein 
Transformator nur, wenn sich der Fluss in der Sekundärspule (die im 
Läufer) ändert. Wenn aber der Läufer gleich schnell mit dem Drehfeld 
mitrotiert, findet keine Flussänderung statt und in die Erregerwicklung 
wird nichts induziert. Keine Erregung, kein Drehmoment. Anders 
formuliert: je größer der Schlupf, desto größer die Induktion in die 
Erregerwicklung und desto größer das Drehmoment.

Autor: Michael (Gast)
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Bei einem Asynchronmotor hast du im Rotor einen Käfig. Durch das sich um 
den Rotor drehende Magnetfeld (nennen wir es mal Statorfeld) wird in 
diesem Käfig ein Strom erzeugt (Feldlinien werden gesschnitten, 
Induktionsgesetzt sei hier mal als Stichwort gegeben), welcher wiederum 
ein Magnetfeld (nennen wir es mal Rotorfeld) erzeugt. Das Rotorfeld eilt 
dann dem Statorfeld hinterher. Würde sich der Käfig (der ja Teil des 
Rotors ist) genauso schnell drehen wie das Statorfeld würde es zu keinem 
Strom im Käfig kommen (da dann keine Feldlinien geschnitten werden 
würden) und folglich würde sich im Rotor auch kein Magnetfeld bilden. 
Der Rotor würde dann aufgrund von Reibungseffekten zum Halten 
kommen...aber wenn er langsamer ist als das Statorfeld werden wieder 
Feldlinien geschnitten und der Rotor hat wieder ein Magnetfeld, dass dem 
Statorfeld folgen kann...deshalb hat ein Asynchronmotor immer einen 
Schlupf.

Hoffe diese kurze Erklärung genügt dir und du verstehst nun ein wenig 
mehr. Für ausführliche Erklärungen zu diesem Thema empfehle ich die ein 
und andere Bibliothek aufzusuchen oder vielleicht auch mal bei einer 
geeigneten Hochschule vorbei zu gehen und dort zu fragen. In 
Schriftform, grade einem Forum wie diesem hier, ist das immer so 
schwierig ;)

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