Gast
#1721103
Möchte auf DVD sichern. Die Daten sollten dort verschlüsselt sein. Geht das irgendwie direkt, oder muss ich erst mit Truecrypt ein Image erstellen und das dann brennen?
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Linux: Bei Sicherung/Archivierung verschlüsseln?
Gast
#1721103
Möchte auf DVD sichern. Die Daten sollten dort verschlüsselt sein. Geht das irgendwie direkt, oder muss ich erst mit Truecrypt ein Image erstellen und das dann brennen? Das geht schon, wenn du dich an die Kommandozeile rantraust. Es hängt aber davon ab, wie und womit du sicherst und auf welchen Medien. Erster Vorschlag: Sichern mit tar, tar zur Standardausgabe schreiben lassen (mit - als Dateiname), diese Ausgabe ins das Kommando mcrypt leiten (muß ggf. nachinstalliert werden, unter Debian mit apt-get install mcrypt) und die Ausgabe vom mcrypt dann mit wodim auf die DVD-R oder DVD+R oder CD-R brennen:
Dabei muß man etwas aufpassen: mcrypt fragt gleich am Anfang nach einem Passwort. Die Aufforderung geht aber etwas in der Ausgabe von wodim unter, das bereits losläuft. Man tippt also das PW ein, wird nochmal danach gefragt und dann wird gebrannt. In dem Beispiel wird das Verzeichnis test gesichert. Sonst halt andere Namen bei tar angeben. Das z in tar czf... bewirkt, daß tar die Daten durch gzip leitet und komprimieren lässt. Man kann es auch weglassen, z.B. wenn die Daten nur schlecht komprimierbat sind (wie etwa mp3-Dateien oder gereits gezippte). Anstatt /dev/dvdrw1 ist natürlich dein richtiges Device anzugeben. Auf einer solchen DVD oder CD ist dann kein Dateisystem drauf. Es kann also nicht gemountet werden, und unter Windows wird ein Explorer daran verzweifeln. Genutzt werden kann eine solche Scheibe nur, um wieder mit tar davon zu lesen. Beispiel: Alles nach /tmp zurückschreiben:
Die Fehlermeldung tut nicht weh; mdecrypt bendet sich offenbar einfach sang- und klanglos nach dem letzten Byte. Beim tar ist hier wieder z anzugeben, wenn man beim Sichern mit z hat komprimieren lassen. Hat man es beim Sichern weggelassen, dann auch hier. Im Zweifelsfall ist es schlau, auf der DVD zu vermerken wie man sie erzeugt hat - das spart beim Zurückschreiben viele Nerven. Eine Datensicherung ist auf einer DVD-RAM ohnehin besser aufgehoben. Dann bietet sich als zweite Möglichkeit an, mit tar direkt auf die DVD-RAM schreiben zu lassen; wodim ist dann gar nicht nötig:
Je nachdem, ob man komprimiert schreiben will oder nicht, wieder beim tar z angeben oder nicht. Das Entpacken geht genauso wie beim ersten Vorschlag. Ebenfalls wie oben ist die DVD nur mit tar nutzbar.
Gast
#1722485
Wenn ich mir anschaue wieviele der DVD-Rams noch fehlerfrei lesbar (40 von 50) sind die ich für Backups benutzt habe, dann war das alles nicht wirklich das gelbe vom Ei. Ok, mit DVD-R oder DVD-RW wäre wahrscheinlich noch schlimmer geworden, aber den Daten hilft das auch nicht. Wenigstens war das Backup weder verschlüsselt nach gepackt. Gruss, Tobi Ebenfalls mit DVD-RAM hat man noch eine dritte Möglichkeit: Man legt darauf ein Dateisystem an (ext2 oder ähnliches), mountet die DVD-RAM in ein Verzeichnis und lässt mit tar eine normale Datei darin anlegen für die Sicherung (tar czf test | mcrypt >/mnt/meinedvdram). Zum Schluß umounten und die DVD weglegen. Das hat Vorteile: - Man kann ggf. auf einer Scheibe mehrere Sicherungen anlegen, falls genug Platz ist - Die Sicherungsdatei kann "gesehen" werden. Das ist vielen Leuten lieber als eine Sicherung auf der Scheibe, die nicht gemountet werden kann. - Man kann die Sicherungsdatei bei Bedarf mit üblichen Kommandos kopieren, z.B. auf ein Band o.ä.. Bei dem ersten oder zweiten Vorschlag oben ginge das mit dd auch, aber weil es kein Dateisystem gibt, muß man halt wissen wie es geht und etwas blind arbeiten. Und die Nachteile: - langsamer - etwas Platzverschwendung durch das Dateisystem Im Zweifelsfall neige ich zur zweiten Möglichkeit, es ist am effizientesten. Allerdings frage ich mich, ob es eine gute Idee ist, eine Sicherung zu verschlüsseln. Ohne eine gute Aufbewahrung ist die Sicherung eh sinnlos, und die Verschlüsselung ist eine weitere Fehlerquelle (wie kommt mein Nachfolger an das PW, wenn ich tot am Baum hänge?). Wenn die DVD gut verwahrt wird, braucht sie nicht verschlüsselt zu sein. Der Datenklau wird leichter woanders stattfinden. Ich vermute, daß bei einem Fehler in einem Datenblock auf der DVD alle restlichen Daten auch nicht mehr erreichbar sind (bei der Komprimierung mit z ist das bereits so, weshalb ich davon auch abraten würde, und ich gehe davon aus, daß die Verschlüsselung auch fortlaufend stattfinden muß). Ansonsten wäre tar in der Lage, bei einem Lesefehler in einem Block wenigstens alle noch folgenden Dateien zu retten. Gerade bei einem Backup würde ich mir dieses Risiko ersparen. Zugegebenermaßen macht die Verschlüsselung Sinn, wenn ich die DVD irgendwie auf Reisen geht. Das wirst du selbst am Besten wissen. Tobi schrieb: > Wenn ich mir anschaue wieviele der DVD-Rams noch fehlerfrei lesbar (40 > von 50)... Ich hatte bisher keine Probleme damit (4.7GB von Verbatim). Aber ich nutze sie auch zugegebenermaßen wenig; Sicherung mache ich einerseits auf Bänder und für "zwischendurch" über das Netz von Rechner zu Rechner auf Festplatten. Schon alleine, weil ich mit 4 GB nicht weit komme, aber auch weil ich den DVDs nicht so weit über den Weg traue (DVD-RAM noch am ehesten). Insofern gebe ich dir auf jeden Fall recht. Antwort schreibenBitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben. |
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