Hallo Karl Heinz!
Erst mal kurz was theoretisches, damit man den Sinn von Oversampling am
Analogeingang vielleich etwas besser versteht:
Wenn du am Analogeingang ein ideales (nicht verrauschtes Signal hast mit
z.B. 0-255mV und du willst alleine durch das Oversampling eine
verbesserte Genauigkeit erzielen um z.B. Spannungen von 10,0mV und
10,25mV unterscheiden zu können, dann wirst du scheitern.
Denn bei einem Eingangssignal von exakt 10,25mV (unverrauscht!) wird ein
8-Bit Wandler der von 0 bis 255mV geht immer 10mV einlesen.
Auch wenn du 100 Messwerte zusammenzählst und dann durch 100 dividierst.
==> (100*10mV)/100 = 10mV
Aber - und jetzt kommt der wichtige Teil:
Es gibt Rauschen (kann dein Freund oder dein Feind sein).
Wenn dieses Rauschen im Beispiel von oben einen Hub von +/-1mV hat, dann
haben wir eine Addition des Rauschens von +/-1mV zu dem zu messenden
Wert von 10,25mV.
D.h. wir haben eine reale Schwankung zwischen 09,25mV und 11,25mV.
Jetzt können wir die gewandelten A/D-Werte mitteln, einige davon sind
bei 10mV, einige davon 11mV und einige davon 9mV. Bei der Mittelung über
unendlich lange Zeit kommen dann exakt 10,25mV raus.
Man sieht also hier, daß man zum Messsignal eine Rauschen braucht, das
mindestens 1LSB hoch ist um das Einangssignal um ein LSB 'herum heben'
kann.
Es gibt aber auch noch viel bessere Methoden Mittelwerte zu berechnen.
z.B.
neuer_Mittelwert = (neuer_Mittelwert * 63 + neu gewandelter Wert)/64
Da braucht man eine höhere Auflösug und man kann das umformen:
neuer_Mittelwert_64 = neuer_Mittelwert_64 - (neuer_Mittelwert_64/64) +
neu gewandelter Wert
Mittelwert = neuer_Mittelwert_64/64
Wenn dein Rauschen nicht so groß ist, dann mußt du entweder ein Rauschen
hinzufügen, oder ein Sägezahnsignal hinzufügen, wo du synchon mehmals
pro Sägezahnperiode abtastest.