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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Einschaltimpuls erzeugen


Autor: Mkay (Gast)
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Hallo zusammen,

ich besitze einen alten Verstärker, den ich an eine Steckdosenleiste 
angeschlossen habe. Leider reicht es nicht, die Steckdosenleiste 
anzuschalten, um den Verstärker einzuschalten.

In dem Verstärker sitzt ein einfacher Taster, mit welchem der Verstärker 
angeschaltet wird. Ist die Steckdosenleiste eingeschaltet, liegen immer 
1,5V an dem Taster an.

Ich suche nun eine Schaltung, mit der ich den Taster überbrücken kann, 
sodass der Verstärker automatisch beim Einschalten der Steckdosenleiste 
eingeschaltet wird.

Es reicht leider nicht, den Taster einfach per Kabel zu überbrücken, 
sondern der Taster muss definitiv einmal gedrückt werden, kann dann aber 
auch gedrückt bleiben.

Ich könnte mir vorstellen, dass es möglich ist, mittels Transistor und 
einem Kondensator eine Minischaltung zu bauen, die den Tastendruck 
simuliert. Gibt es vielleicht noch einfachere/andere Schaltungen? Ich 
möchte die Schaltung mit einfachsten Mitteln aufbauen (wenn es möglich 
ist), also nicht erst bei reichelt oder Conrad Bauteile besorgen müssen. 
Was vorhanden ist sind diverse Kondensatoren, Widerstände und 
Transistoren der Bauart BC337.

Hat jemand eine Idee? Schonmal vielen Dank.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Wird der Taster gegen Masse geschaltet?
Das einfachste dürfte ein RC-Glied sein.

Autor: Daniel (Gast)
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Als erstes versuchen, einen Kondensator parallel zum Taster 
anzuschließen.
Fang mit dem größten Kondensatorwert an, den Du hast, und probiere, wie 
klein er werden darf, damit es noch sicher funktioniert.
(Falls Du Elkos nimmst, beachte die Polarität - muss mit den gemessenen 
1,5V übereinstimmen.)

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Ich hab sowasmal mit einem CD-Spieler gemacht. Immer beim Einschalten 
wollte ich dass der PLAY macht. Also musste ein C rein. Einziger 
Nebeneffekt, ich konnte das ding die ersten 15 Sekunden nicht bedienen. 
Über Zeitschaltuhr hatte ich dann morgends immer Musik.

Ein andermal, ein uralt Komputer konnte nicht Einschalten bei Netz-Ein, 
also musste dafür auch ein C herhalten.

Einfaches RC-Glied sollte reichen. Ein bishen mit den Werten 
experimentieren, nach dem dritten Versuch sollte es passen.

Anhaltspunkt: 1..10 uF, 10K .. 100K .. 1M als R.

Autor: Mkay (Gast)
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Hi,

erstmal danke für die Antworten. Klappt aber leider nicht. Zumindest 
nicht so wie ich es versucht habe.

Hier mal kurz die Gegebenheiten, die ich mit dem Messgerät rausfinden 
konnte:

Plusmess"fühler" an Pin1 AN/AUS und Groundfühler an Pin2 An/AUS: 1,5V
Plusmessfühler an Pin2 AN/AUS und Groundfühler an Pin1 An/AUS: -1,5V

heißt für mich: Pin 1 ist 1,5V, Pin 2 ist Ground .. aber:

Ich habe hier noch weitere Taster, auf denen allerdings 4,5 Volt liegen.

Plusmessfühler an Pin1 Taster und Groundfühler an Pin2 Taster: 4,5V
Plusmessfühler an Pin2 Taster und Groundfühler an Pin1 Taster: -4,5V

So und nun das für mich verwirrende: Der Durchgangsprüfer sagt mir, dass 
zwischen Pin1 An/Aus und Pin1 Taster 80 Ohm Widerstand sind, also 
zwischen den "Pluspolen". Heißt das jetzt, dass die Pin1 eigentlich 
Ground sind und die Pin2 jeweils die Versorgungsspannungen sind, jedoch 
Negativ?

Irgendwie will mir das nicht in den Kopf, wie Pin1 von beiden Tastern 
positive Spannungen "hervorbringen" aber "zusammengeschaltet" sind.

Ich bin mir auch nicht sicher, wie ich das RC-Glied anschließen soll. 
Ich habe quasi nur die 2 Leitungen am Taster also dachte ich mir: Pin1 
An/Aus -> 10k -> 10µF -> Pin2 An/Aus. Aber ka, obs richtig sind. 
Passiert ist jedenfalls nix. Ich probiere gleich mal andere Werte.

Leider bin ich aber bei solchen Grundkenntnissen in der Elektronik 
leider nicht so bewandert.

Autor: Mkay (Gast)
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Was ich auch noch feststelle: Wenn ich den Verstärker mit dem RC-Glied 
anmache, passiert nichts .. wenn ich wieder die Steckdosenleiste 
ausmache, dann wird der Verstärker kurzzeitig eingeschaltet.

Autor: Daniel (Gast)
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Der Widerstand muss parallel zum Kondensator, also in Deiner 
Schreibweise:
Pin1 An/Aus -> 10k || 10µF -> Pin2 An/Aus

10k ist vielleicht ein bisschen wenig. Wenn der Verstärker schaltet, 
wenn Du nur den 10k kurz über die Taste legst, brauchst Du mehr.

Autor: Mkay (Gast)
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Klappt alles leider nicht. Ich habe jetzt zig verschiedene Werte an 
Kondensatoren (1µF, 4,7µF, 10µF) und Widerständen (100, 1k, 10k, 100k, 
1M) ausprobiert. Einzig was teilweise passiert ist, dass wenn der 
Verstärker wieder von Strom genommen wird, ein Einschaltsignal 
ausgeführt wird und somit der Verstärker ganz kurz eingeschaltet wird.

Autor: oszi40 (Gast)
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Da ich die Schaltung des Tasters bisher nicht näher kenne, würde ich den 
Taster mit einem Relaiskontakt kurzzeitig überbrücken.

Nimm z.B. ein 12V=Steckernetzteil: ein geeignetes 12V-Relais und einen 
Elko 1000uF 25V in Reihe. Wenn sich der Elko beim Einschalten kurz 
auflädt sollte das Relais kurz anziehen.

Evtl. ist noch ein Entladewiderstand 100k über den Elko nützlich, falls 
öfter hintereinander eingeschaltet werden soll.

Autor: Mkay (Gast)
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Die Schaltung des Tasters kenne ich leider auch nicht. Ich konnte nur 
das herausfinden, was ich oben an den Pins beschrieben habe ohne alles 
auseinanderzureissen. Und ich wollte eigentlich nicht so einen Aufwand 
betreiben mit weiteres Netzteil/Relais .. etc =)
Da kann ich auch eben kurz den Taster drücken. Ich hatte gehofft, dass 
es vielleicht eine kleine Schaltung gibt, die kurzzeitig einen Impuls 
ausgibt.
Ich kann mir aber schon denken, dass dafür einfach zuwenig Infos 
vorhanden sind. Ich versuche es hier selber auch nur mit Trial & Error.

Interessant finde ich einfach, dass wenn die Steckdosenleiste ausgemacht 
wird, dann das RC-Glied "anspringt" und den Verstärker für einen kurzen 
Moment anmacht, bis die Pufferelkos des Verstärkernetzteils leer sind. 
Also quasi genau das passiert, was eigentlich beim "Steckdosenleiste 
anmachen" passieren soll.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Dann setze doch mal Dein RC-Glied statt so rum ro sum rein. ;-)
d.h. tausche die Plätze von R und C.

MfG Paul

Autor: Fabian (Gast)
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Das Problem an dem RC-Glied wird folgendes sein:
- Du schreibst, dass der Taster nicht dauerhaft betätigt sein darf. Das 
heißt, dass dieser beim Einschalten auch nicht betätigt sein darf, was 
bei einem RC-Glied aber der Fall wäre.

Du brauchst also eine Einschaltverzögerung.

Der Kondensator muss sich langsam über den Widerstand aufladen, aber 
wahrscheinlich auf 5V Potential, das bedeutet, dass Du Dir noch 5V oder 
Masse potential suchen musst.

Mich würden die Pegel an dem Taster mal gegen Masse interessieren. Also 
versuche mal Gehäusemasse gegen Pin1 und Pin2 von "An/Aus" zu messen. 
Sowohl bei betätigtem Taster, wie auch bei losgelassenem.

Autor: Mkay (Gast)
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Fabian schrieb:
> Das Problem an dem RC-Glied wird folgendes sein:
> - Du schreibst, dass der Taster nicht dauerhaft betätigt sein darf. Das
> heißt, dass dieser beim Einschalten auch nicht betätigt sein darf, was
> bei einem RC-Glied aber der Fall wäre.

Jap, genau das ist das Problem.
Ich werde die Tage nochmal messen und schauen, was bei rum kommt. Aber 
nochmal danke für die Hilfe.

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