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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Passt dieser Opamp für meine Anforderung? TS 912


Autor: Dellorto (Gast)
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Hallo zusammen,
ich bin mir etwas unsicher bei der Wahl des richtigen Opamps.

Hier was ich vorhabe:

Ich möchte einen Poti in einem Gamecontroller durch einen 
Neigungswinkelsensor ersetzen.
Der Sensor und der Poti arbeiten allerdings in anderen 
Spannungsbereichen.
Der zu ersetzende Poti liefert 0V bis 3,3V
Der Neigungswinkelsensor liefert 0V bis 1,61V
(Beide Elemente sind bereits in Schaltungen/Platinen integriert, da habe 
ich keinen Einfluss mehr)

Ich muss also den Spannungsbereich 0V - 1,61V auf 0V - 3,3V bringen.
-> Opamp.

Als Versorgungsspannung stehen mir 5V zur Verfügung (USB Anschluss).
Allerdings "nur" 0V als GND, keine negative Versorgungsspannung.

Könnte die Umsetzung mit einem TS 912 klappen?
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=21834;PROVID=2402

Das Datenblatt habe ich gelesen, ich sehe da jetzt nichts was dagegen 
spricht.
Was mich immer iritiert sind Beiträge, in denen es heisst man muss 
aufpassen mit:
- Geht nicht auf 0V runter
- Geht nicht bis zur gewünschten Spannung rauf
- Keine negative Versorgungsspannung
Deswegen frage ich so "doof". =)

Über Antwort würde ich mich freuen!

Grüße

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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Der TS912 ist ja schon ganz "nett".
Evtl. hilft es ja, daß bei einer Versorgung mit 5V (USB) "nach oben" 
genügend "Luft" ist, so daß man mit einem Pull-Down-Widerstand am 
Ausgang dem OpAmp etwas helfen kann, die 0V leichter zu erreichen.

Ich nehme hier gerne auch den LT1490, wenn es genauer sein soll.

Autor: MaWin (Gast)
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Es tut auch ein LM358,
aber überprüfe noch mal genau,
ob diese Theorie auch zutrifft:

> Der zu ersetzende Poti liefert 0V bis 3,3V

Oft wird das Poti nämlich als Teil eines Spannungsteilers oder 
Stromquelle zur Aufladung eines Kondensators verwendet, und dann stimmt 
diese Aussage eben nicht mehr - selöbst wenn du solche Spannungen messen 
kannst.

Autor: Olaf Kaluza (darkover)
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> Könnte die Umsetzung mit einem TS 912 klappen?

Ich lese jetzt nicht fuer dich das Datenblatt, aber
in meiner Erinnerung ist der TS912 an Ein und Ausgang
Rail2Rail, sollte daher klappen.

Ausserdem ist er ein relativ modernes Teil das immer
mehr zu einem Standard wird. Es kann daher sowieso nicht
schaden davon fuenf Stueck in der Schublade zu haben.

Im uebrigen bist du bei 5V noch ein Stueck vom oberen Rail
entfernt. Es kann daher sein das es so gerade eben noch
mit einem LM324 geht. Den hast du ja sicher sowieso noch
rumliegen, also probier es einfach mal mit dem.

Olaf

Autor: Michael M. (Gast)
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und nicht vergessen, die usb spannung brav zu entstören. LC muss schon 
sein...

Autor: Dellorto (Gast)
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Vielen Dank an die Nachtschwärmer / Frühaufsteher für die vielen 
Antworten!

Bisher kenne ich nur die Datenblätter von idealen OPs. ;)
Bin ganz überrascht, dass die in der Realität nicht aussehen wie kleine 
Dreiecke mit Plus und Minus ... Kleiner Scherz.

Olaf Kaluza schrieb:
> Den hast du ja sicher sowieso noch
> rumliegen, also probier es einfach mal mit dem.
Ich hab leider gar nichts rumliegen. ;)
Ich werde mal ein paar TS912 bestellen und herumprobieren.

Michael M. schrieb:
> und nicht vergessen, die usb spannung brav zu entstören. LC muss schon
> sein...
Ok, guter Hinweis.

MaWin schrieb:
> Oft wird das Poti nämlich als Teil eines Spannungsteilers oder
> Stromquelle zur Aufladung eines Kondensators verwendet, und dann stimmt
> diese Aussage eben nicht mehr - selöbst wenn du solche Spannungen messen
> kannst.
Ah ok ... also der Poti ist ein Spannungsteiler. (0V / 3,3V in den 
Extremwerten, 1,6V in der Ruhestellung). Ich werds einfach mal probieren 
...



Den TS912 wollte ich als nichtinvertierenden Verstärker beschalten.
Das Verhältnis von R1 und R2 möchte ich mit einem Poti umsetzen. (So 
kann ich schön feintunen)

Da frage ich mich auch nach einer sinnvollen Dimension.
Ich habe hier 10k Ohm Potis liegen, mit denen wollte ich es einfach mal 
probieren.
Theoretisch drücken die ja die Ströme runter, wenn der Widerstand zu 
groß ist fließt nicht mehr genügend Strom.

Oder sollte ich lieber 100 Ohm Potis verwenden?


Grüße

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Dellorto schrieb:
> Da frage ich mich auch nach einer sinnvollen Dimension.
> Ich habe hier 10k Ohm Potis liegen, mit denen wollte ich es einfach mal
> probieren.

Die sind ok. 100kΩ wären für den TS912 auch ok.

> Theoretisch drücken die ja die Ströme runter, wenn der Widerstand zu
> groß ist fließt nicht mehr genügend Strom.

Es muss auch nicht viel Strom fließen. Der Eingangsstrom des TS912 liegt
im pA-Bereich.

> Oder sollte ich lieber 100 Ohm Potis verwenden?

Lieber nicht. Damit wird der Ausgang des TS912 schon recht stark
belastet, was zu Ungenauigkeiten führen kann. Außerdem sollte auch so
eine einfache Schaltung nicht mehr Strom verbrauchen als unbedingt
nötig.

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