Hallo zusammen,
ich will eine Steuerung für einen Schrittmotor bauen und suche nach
einem passenden IC oder einer Idee wie man sowas machen könnte.
Wieso schon wieder solch eine Frage ?
Weil meine Anforderungen etwas anders sind als bei einer normalen
Schrittmotor-Steuerung.
Und zwar muß der Motor nicht schnell drehen, aber ich will die Kraft mit
der der Motor gehalten wird, also den Strom in sehr kleinen Stufen
(0-255 ?) einstellen können, und das auch noch möglichst schnell.
Da ich einen kleinen Schrittwinkel brauche das ganze wenn möglich im 1/8
oder 1/4 Betrieb.
Insgesamt muß der Motor nicht sehr viel Kraft aufbringen, also es wird
(vorerst) ein recht kleiner Motor sein -> keine all zu hohen Lasten
Weiß dafür jemand nen IC oder eine Schaltung die dieses Problem löst ?
Gruß
Krater
stk672-080
unipolarer Schrittmotor-controller und treiber mit ref.Spannungseingang
für die Stromregelung.
digitalpoti dazu und fertig. wie genau die kraft des schrittmotors
damit geregelt wird ist mir aber unbekannt.
aber meine glaskugel sagt, dass ein schrittmotor nicht das ist was du
für deine anwendung suchst.
>Und was sagt Deine Glaskugel was ich wirklich suche ? :)
da ist sie leider genauso vernebelt wie deine anwendung.
und es gibt schrittmotor-controller wie sand am mehr ... der stk672-080
ist ziemlich teuer... außer du findest den richtigen epsonscanner aus
dem du den ausschlachten kannst... aber mir gefällt der recht gut (ich
suche da auch immer noch eine bezugsquelle)
sonst einfach mal suchen die meisten controller haben einen
ref-spannungs-eingang und sind somit stromregelbar.
bei einem schrittmotor steuert man übrigens nur die schritte, die
stromregelung dient nur dazu den motor nicht zu überlasten.
willst du mit einer definierten kraft irgendwo dran ziehen ist der
schrittmotor ungeeignet, weil er, wenn sein dreh- oder haltemoment
überschritten wird, einfach schritte verliert, stehenbleibt oder
durchdreht. und davon merkt der controller überhaupt nix.
S. T. schrieb:> bei einem schrittmotor steuert man übrigens nur die schritte, die> stromregelung dient nur dazu den motor nicht zu überlasten.
Und ich dachte Mikroschritte werden über den Strom geregelt - schade ;O)
S. T. schrieb:> willst du mit einer definierten kraft irgendwo dran ziehen ist der> schrittmotor ungeeignet, weil er, wenn sein dreh- oder haltemoment> überschritten wird, einfach schritte verliert, stehenbleibt oder> durchdreht. und davon merkt der controller überhaupt nix.
stimmt, aber ...
krater schrieb:> Insgesamt muß der Motor nicht sehr viel Kraft aufbringen,
also kann das schon gehen.
Letztlich hängt das Problem bei einer genauen "Kraftregelung" aber nicht
nur an der Stromregelung, sondern wird wesentlich von den Eigenschaften
des Motors bestimmt --> Stichwort: Momentenrippel.
Gruss, Gary
Hehe, okay, dann erklär ichs mal etwas genauer.
Ich hatte so ne fixe Idee, ich will einer Bewegung, z.B. einer Bewegung
meines Fingers einen definierten Widerstand entgegensetzen....der Finger
soll sich bewegen lassen, aber die Kraft die man dazu aufwenden muß soll
einstellbar sein.
Das Ganze soll dann eine Art Ein-/Ausgabegerät für den Computer sein.
Genau so wie Du das beschreibst hatte ich mir das auch vorgestellt, ich
lasse den Motor mit einem gewissen Stom still stehen, wenn die
Haltekraft überschritten ist läßt er sich drehen. Die Position des
Fingers wird natürlich nicht anhand der Motorposition bestimmt.
>Und ich dachte Mikroschritte werden über den Strom geregelt - schade ;O)
klar , hat aber nichts mit der stromregelung der controllers/treibers zu
tun
zur anwendung:
virtuelle gegenstände greifbar machen ... oder force-feedback
für die anwendung wären doch modellbauservos super geeignet und mit
einer strommessung am servo bekommst sogar rückmeldung darüber wie stark
der benutzer gegen den servo drückt.
wird der strom zu hoch stellst du die position nach, so dass sich durch
kraftaufwand die eingestellte servoposition verändert (er gibt nach)
schrittmotor finde ich dafür ungeeignet.
> Und ich dachte Mikroschritte werden über den Strom geregelt
Nein, das Strom (und damit Magnetierungs-) VERHÄLTNIS zwischen den
beiden Spulen.
> ich will einer Bewegung, z.B. einer Bewegung meines Fingers> einen definierten Widerstand entgegensetzen
Das wird aber mit einem Schrittmotor ungemütlich, denn der hat Schritte.
Überwindet man die Haltekraft, springt er zum nächsten Schritt. Die
Bewegung fühlt sich also "rauh" an.
Allerdings ist schon richtig, man könnte dann über die Stromregelung
(oder einfacher die Spannung) die Haltekraft bestimmen und z.B.
anziehen, wenn die virtuelle Hand einen Gegenstand greift, also die
durch Sensoren erfasste Gegenkraft wirken lassen.
Das geht aber auch mit anderen Gerätschaften. Ich denk mal an kleine
Hydraulikzylinder, die sich wohl einfacher in ein Handmodell integrieren
lassen.
> Ich denk mal an kleine Hydraulikzylinder
Nicht gut, denn dann ist irgendeine Flüssigkeit im Spiel, die für
einigen Ärger gut sein kann.
> z.B. einer Bewegung meines Fingers einen definierten Widerstand> entgegensetzen
Eine vergleichbare Anwendung habe ich schon mal recht einfach mit einem
Gleichstrommotor realisiert: Die Strommessung (= Kraft) ist sehr simpel
und es gibt unzählige Motortreiber, die den Motor treiben können. Auch
ist eine Positionsmessung einfach mittels Inc.-Geber einfach zu
realisieren.
Ein Schrittmotor ist der absolut falsche Weg!
MaWin schrieb:>> Und ich dachte Mikroschritte werden über den Strom geregelt>> Nein, das Strom (und damit Magnetierungs-) VERHÄLTNIS zwischen den> beiden Spulen.
Das meinte ich natürlich, aber um das VERHÄTLNIS zu werden die Stroeme
der einzelnen Phasen geregelt.
S. T. schrieb:> zur anwendung:> virtuelle gegenstände greifbar machen ... oder force-feedback> für die anwendung wären doch modellbauservos super geeignet und mit> einer strommessung am servo bekommst sogar rückmeldung darüber wie stark> der benutzer gegen den servo drückt.
Schoene Idee, letztlich reduzierst das damit auf eine Lageregelung,
welche den Strom als Indikator für die Gegenkraft bestimmt. Gibt es
solche Servos ... sorry habe damit noch nie was gemacht, dachte bisher
die setzen einfach nur die Pulsbreite/pause in eine Lage um.
Gruss,
Gary
>sorry habe damit noch nie was gemacht, dachte bisher
die setzen einfach nur die Pulsbreite/pause in eine Lage um.
tun sie ja auch ... unbelastet dreht der servo an die position,
belastet man ihn so versucht er die position zu halten, bzw regelt gegen
die positionsänderung, daraus ergibt sich leistungsaufnahme des servos,
weil der motor jetzt angesteuert wird.
>wieso grade servos ?
wieso nicht? einfache ansteuerung... regelung und getriebe ist schon
verbaut und es gibt sehr kleine und leichte servos.
im modellbau gibt es unzählige servos ...
kauf dir mal so ein 5 euro ding bei conrad und spiel damit rum