opAmp für dummies

OP #1729009
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Hallo,
ich habe einen opAmp (lm3900) als 'noninverting amplifier' bedrahtet.
R1=R2=50 kOhm; außerdem habe ich einen vorwiderstand zwischen quelle und 
+ des opamp (auch 50 kOhm).

Laut Lehrbuch und Schaltplan sollte doch Vout=Vin*(R1+R2)/R1 sein.

Lege ich nun am Eingang 0V an, erhalte ich Vout=1.1V. Wenn ich das 
Verhältnis R2:R1 stark verändere (R2<<R1) komme ich bis auf 0.6 V, aber 
nicht darunter.

Irgendwas mache ich doch falsch oder?
Angehängte Dateien:
Gast #1729015
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Wie wird der OP versorgt? Verwendest du eine symmetrische 
Spannungsquelle (also mit negativer und positiver Versorgungsspannung). 
Wenn du den OP nur mit GND und VCC versorgst kann er natürlich nicht auf 
0V runter. Du verwendest ja anscheinend auch keinen Rail-To-Rail 
Verstärker (bei dem man ja fast auf die Versorgungsspannung 
herunterkommt).
Moderator #1729213
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Wo hast du denn diesen OpAmp aufgegabelt?

Der LM3900 ist ein Norton-OpAmp und verstärkt, wie schon karadur
geschrieben hat, die Stromdifferenz an den Eingängen, während ein
gewöhnlicher OpAmp die Spannungsdifferenz verstärkt. Der Norton-OpAmp
ist sehr exotisch, und es gibt davon nur ein paar wenige Typen als IC zu
kaufen. In den meisten Lehrbüchern (einschließlich Tietze & Schenk) wird
er erst gar nicht erwähnt.

Das ist also definitiv nicht die Sorte von OpAmp, mit der ein "Dummy"
seine ersten Gehversuche macht. Besorg dir lieber ein paar TS912. Der
ist zum Lernen der Grundschaltungen viel besser geeignet.

Selbst wenn du dich entschließen solltest, professioneller Schaltungs-
entwickler zu werden: Einen OpAmp wie den LM3900 wirst du mit einer
Wahrscheinlichkeit von 99,9% nie einsetzen.
#1729290
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Den LM3900 hab ich als Student im Industrie-Praktikum ohne 
draufzuschauen (ist ja bloß ein OP und lag in großer Stückzahl rum) 
eindesignt und natürlich gleich ohne zu testen eine Leiterplatte 
fertigen lassen.

Leider ist die Pinbelegung eine ganz eigene und es gibt keinen normalen 
OP als pinkompatiblen Ersatz.

Gab Ärger...   LM3900 habe ich mir gemerkt.

Grüße, Peter

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