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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik opAmp für dummies


Autor: Alexander Poddey (alexatmikro)
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Hallo,
ich habe einen opAmp (lm3900) als 'noninverting amplifier' bedrahtet.
R1=R2=50 kOhm; außerdem habe ich einen vorwiderstand zwischen quelle und 
+ des opamp (auch 50 kOhm).

Laut Lehrbuch und Schaltplan sollte doch Vout=Vin*(R1+R2)/R1 sein.

Lege ich nun am Eingang 0V an, erhalte ich Vout=1.1V. Wenn ich das 
Verhältnis R2:R1 stark verändere (R2<<R1) komme ich bis auf 0.6 V, aber 
nicht darunter.

Irgendwas mache ich doch falsch oder?

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wie wird der OP versorgt? Verwendest du eine symmetrische 
Spannungsquelle (also mit negativer und positiver Versorgungsspannung). 
Wenn du den OP nur mit GND und VCC versorgst kann er natürlich nicht auf 
0V runter. Du verwendest ja anscheinend auch keinen Rail-To-Rail 
Verstärker (bei dem man ja fast auf die Versorgungsspannung 
herunterkommt).

Autor: mhh (Gast)
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Versuche mal, den OPV mit symetrischer Betriebsspannung zu betreiben.

Autor: karadur (Gast)
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Hallo


falscher OP. Schau dir das Datenblatt an. Der OP ist stromgesteuert!!! 
Wird anders beschaltet als ein spannungsgesteuerter OP.

Autor: Alexander Poddey (alexatmikro)
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karadur schrieb:
> Der OP ist stromgesteuert!!!

woran sehe ich das? an den Beschaltungsvorschlägen?

danke
alex

Autor: Alexander Poddey (alexatmikro)
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Stefan L. schrieb:
> Wenn du den OP nur mit GND und VCC versorgst kann er natürlich nicht auf
> 0V runter.

Richtig, ich verwende GND und Vcc.

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

steht im Datenblatt. Dort ist auch eine Beschaltung für noninverting 
Amplifier.

Autor: alexatmikro (Gast)
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karadur schrieb:
> steht im Datenblatt.

woran genau sieht man das? ich bin blind...

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Naja. Am "current differencing amplifier"

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Wo hast du denn diesen OpAmp aufgegabelt?

Der LM3900 ist ein Norton-OpAmp und verstärkt, wie schon karadur
geschrieben hat, die Stromdifferenz an den Eingängen, während ein
gewöhnlicher OpAmp die Spannungsdifferenz verstärkt. Der Norton-OpAmp
ist sehr exotisch, und es gibt davon nur ein paar wenige Typen als IC zu
kaufen. In den meisten Lehrbüchern (einschließlich Tietze & Schenk) wird
er erst gar nicht erwähnt.

Das ist also definitiv nicht die Sorte von OpAmp, mit der ein "Dummy"
seine ersten Gehversuche macht. Besorg dir lieber ein paar TS912. Der
ist zum Lernen der Grundschaltungen viel besser geeignet.

Selbst wenn du dich entschließen solltest, professioneller Schaltungs-
entwickler zu werden: Einen OpAmp wie den LM3900 wirst du mit einer
Wahrscheinlichkeit von 99,9% nie einsetzen.

Autor: Alexander Poddey (alexatmikro)
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Ah, jetzt hab ich's in den App. Notes gefunden. Da hab ich mich total 
vergriffen.
Was nehme ich denn als Standard rail-to-rail op amp (ggf. mehrere in 
einem IC)?

Autor: Peter Roth (gelb)
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Den LM3900 hab ich als Student im Industrie-Praktikum ohne 
draufzuschauen (ist ja bloß ein OP und lag in großer Stückzahl rum) 
eindesignt und natürlich gleich ohne zu testen eine Leiterplatte 
fertigen lassen.

Leider ist die Pinbelegung eine ganz eigene und es gibt keinen normalen 
OP als pinkompatiblen Ersatz.

Gab Ärger...   LM3900 habe ich mir gemerkt.

Grüße, Peter

Autor: Alexander Poddey (alexatmikro)
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Yalu X. schrieb:
> Besorg dir lieber ein paar TS912.

Ok, danke. Ich habe noch den MCP 6004 gefunden. In der quad Ausführung 
bei reichelt 0,47 € Vss / Vdd +/- 300 mV reicht ggf. auch.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Alexander Poddey schrieb:
> Ok, danke. Ich habe noch den MCP 6004 gefunden.

Ja, der ist gut, in den meisten Kriterien sogar besser als der TS912,
dazu noch ein ganzes Stück billiger, erst recht im Vergleich mit dem
TS914 (vierfach). Danke für den Tipp :)

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