Beispiel aus einer Projektmischkalkulation:
(die Arbeitszeiten sind die Zeiten mit Output ohne allgemeine Orga)
82,- für Entwicklerdienstleistung intern (all-in)
115,- für Entwicklung extern (all-in, PL und TL mitbezahlt)
Stefan L. schrieb:>Interessant wäre auch, was die Firma dazu sagen würde,>wenn sie mitkriegt, dass ein Mitarbeiter solche Daten>öffentlich ins Internet stellt.
Och, so ein wenig Aufklärung ist doch für Außenstehende immer mal wieder
ganz amüsant.
Weiß ich auch nbicht. Klingt ganz Plausibel. Vielleicht will er ja die
Leute informoieren die sich verarschen lassen.
Ich würde sagen solche Kalkulationen kommen aus dem ganz normalewn
Business & Industrie
Martin schrieb:> Mit einem abgeschlossenen Studium und ein paar Jahren Erfahrung sollte> dies schon "drin" sein.
Im Stuttgarter oder Münchener Raum oder zu Teilen in Frankfurt oder
Hamburg dürfte das drin sein. Aber auch dort in den seltensten Fällen in
KMUs.
Vorkalkulation wahrscheinlich, bäh.
Erst wenn nachkalkuliert wird, kommt man auf den Trichter
das BWLer nur Idioten sind die unsere Jobs kaputt rechnen.
Oft nur Blendwerk fürs Finnanzamt um Steuern zu sparen oder so.
Das sind Berechnungen, um den Aufwand für ein Projekt zu beschreiben und
Kürzungen zu besprechen. Was dann tatsächlich bezahlt wird, hat mit
diesen Berechnungen wenig zu tun. Die Gehälter für interne Ingenieure
und die Sätze für externe Ingenieure liegen tatsächlich um einiges
tiefer.
Ich bin bei einem größeren Dienstleister tätig und kann die obige
Kalkulation bestätigen. Je nach Projekt und Vertrag wird eine
Ingenieursstunde pauschal mit 80€ bis 120€ beim Kunden abgerechnet.
Dabei spielt keine Rolle ob Jung oder Senior Entwickler beteiligt sind
oder welche Hardware/Software benötigt wird. Quasi ein allinclusive
Angebot ;-)
Ländle schrieb:> Die Gehälter für interne Ingenieure> und die Sätze für externe Ingenieure liegen tatsächlich um einiges> tiefer.
Das gilt nur für die schlechten.
Ich weiss nicht in welcher Welt manche da leben.
Als Beispiel:
Siemens ein Dr. Ing. soll bei uns D840 konfigurieren 15000 für 3 Wochen.
Ingenieur aus der Formenbau: 150 Euro die Stunde.
Cad ACIS Junor-Berater 900Euro für 8 Stunden + Hotel+ Spesen
Aber am frechsten haben die FinnPower abgerechent: Onlinesuport 40 min –
270 Euro.
Naja, da wurden auch Äpfel mit Birnen verglichen. Sicherlich soll diese
Tabelle Auskunft über die Personalkosten geben. Was haben dann beim
Entwickler Posten wie Material Entwicklung, Material Mechanik,
Entwicklung Elektronik, Entwicklung Mechanik, Entwicklung Software und
Zukauf externen Dienstleistungen bei der Abrechnung der Personalkosten
zu suchen?
Ich kann das Problem des Tread-Öffners nicht verstehen. Irgendwie muss
man die Personal- bzw. Entwicklungskosten ermitteln, damit einem nicht
irgendwann auf halber Strecke die Jacke brennt. Lebt ihr alle im
luftleeren Raum, dass ihr nicht begreift, das der
Entwickler/Teamleiter/Projektleiter Kosten verursacht, die beim Kunden
oder wo auch immer wieder eingetrieben werden müssen?
Wer soll das machen, wenn nicht der Planer? Die meisten Ings sind
bereits so abgehoben, dass sie sich um solche Banalitäten wie die
Herkunft ihrers zumeist überzogenen Gehalts ja nicht kümmern brauchen.
Die obige Liste ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht absolut
nachvollziehbar, auch wenn es dem in sich selbst verliebten Ing nicht
gefällt!
Bashing von einem, der auch die wirtschaftliche Seite des Berufs
erledigen muss.
SCNR
Ich habe kein Problem mit den Zahlen. Im Gegenteil: Es ging darum, zu
zeigen, wie die Sätze zustandekommen.
Ich sehe ja, wie sich hier mancher wundert, warum er für einen
Ingenieurtag 900,- berappen soll. Das kostet es eben.
> Ich bin bei einem größeren Dienstleister tätig> und kann die obige Kalkulation bestätigen.> Je nach Projekt und Vertrag wird eine> Ingenieursstunde pauschal mit 80€ bis 120€ beim Kunden abgerechnet.
Soweit ok.
> Dabei spielt keine Rolle ob Jung oder Senior Entwickler beteiligt> sind
Nicht ganz. Es gibt Mischkalkulationen für durchschnittliche Projekte,
aber wenn man ein Beratungsprojekt hat, wo lauter Seniors gebunden sind,
wird es teuer!
> Quasi ein allinclusive Angebot
Wie gesagt Mischkalkulation
Bürovorsteher schrieb:> Die obige Liste ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht absolut> nachvollziehbar
Ich bin in der Maschinenbaubranche tätig und wir rechnen mit fast
identischen Stundensätzen. Und nein:
- uns droht trotz oder wegen dieser Kalkulation nicht die Pleite
- hier stapeln sich auch keine Geldsäcke und
- wir halten uns auch keine Heerscharen von Betriebswirten, um an diese
Zahlen kommen.
Mike Hammer schrieb:> Erst wenn nachkalkuliert wird, kommt man auf den Trichter> das BWLer nur Idioten sind die unsere Jobs kaputt rechnen.
Eigentlich ist der Controller der beste Freund des Ings. Es hilft
ungemein die Planung auf Basis von Arbeitsstunden zu realisieren und
nicht ständig zwischen und € und h hin und her rechnen zu müssen. Wenn
ich mich als Ingenieur um alle Details der Angebots- bzw.
Projektkalkulation kümmern müsste, wäre das ein Vollzeitjob. Einfach
alle Gemeinkosten auf die Arbeitsstunden zu schlagen ist zwar nicht die
eleganteste Lösung, aber sie funktioniert und hält mir den Rücken frei.
Denn was wäre die Alternative?
Nur tatsächlich angefallene und direkt zurechenbaren Kosten
berücksichtigen? Der PC und die Lizenzen kosten schließlich auch bei
Nichtbenutzung was.
Wer sich mit dem Controlling anlegt hat es einfach nicht kapiert.
Ich meine nur, dass in der Maschinenbau werden die Sätze noch höher
gelegt. Und es meckert keiner. Die Firma, wo ich arbeite verlangt für
"normalen" Außendienst-Techniker auch 140 Euro die Stunde. Für eine
komplette Maschinenrevision brauchen zwei Techniker 8-10 Tage. Und es
werden mit Materialkosten und Spesen auch mal 35-40 Teuro verlangt.
Russe schrieb:> Ich meine nur, dass in der Maschinenbau werden die Sätze noch höher> gelegt. Und es meckert keiner. Die Firma, wo ich arbeite verlangt für> "normalen" Außendienst-Techniker auch 140 Euro die Stunde. Für eine> komplette Maschinenrevision brauchen zwei Techniker 8-10 Tage. Und es> werden mit Materialkosten und Spesen auch mal 35-40 Teuro verlangt.
Sehe ich auch so.
Für ein größeres Unternehmen empfinde ich die Sätze der Tabelle sogar
noch recht niedrig.
Selbst wir als Zweimann"klitsche" nehmen schon 100€/h. Und uns fehlt
noch die Verwaltung und der Controller, die bezahlt werden wollen.
Hängt aber auch etwas von der Branche ab. Wenn es um wichtige Maschinen
geht, dann fallen die Stundenkosten gegenüber den Verlusten der
Standzeit nicht ins Gewicht.
Das ist wie jetzt mit BP: die würden sicherlich 10 Mio./h zahlen, wenn
dafür das Loch Ende der Woche dicht ist - leider fehlt uns da noch die
passende Lösung :-}
Chris D.
Das sind ja auch interne Verrechnungssätze. Das kostet es die Firmen
einen Ingenieur in der Firma vor Ort einzusetzen. Mit Schreibtisch,
durchschnittlichem Arbeitsmaterialeinsatz, Miete, Strom usw.
Fahrtkosten, Übernachtungen u.ä. sind in der Kalkulation nicht
aufgeführt. Und ganz wichtig: Der Deckungsbeitrag fehlt. Mit anderen
Worten: der interne Verrechnungssatz sagt aus wie produktiv ein
Mitarbeiter sein muss, damit er seinen Arbeitsplatz trägt und die Firma
mit ihm keinen Verlust fährt.
Was dem Kunden dann in Rechnung gestellt wird, steht auf einem ganz
anderem Blatt.
Die letzte Rechnung für einen Reparatureinsatz von einem Ingenieur waren
180€/h. Anfahrt natürlich extra zu bezahlen. Da sind doch 100€/h nicht
gerade viel.