Stromrichterschaltung

Gast #1731339
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Hallo Leute!

Ich bräuchte dringend eure Hilfe, da ich für mein Praktikum folgende 
Frage beantworten muss, aber mir dazu nichts einfällt:

In der angehängten Datei seht ihr ein Feldversorgungsgerät ( Eingang, 
Ausgang,Regelung etc.). Dies ist für den Erregerstrom einer 
Gleichstrommaschine zuständig. Das Gerät bekommt von einer anderen 
Regelung einen Sollwert für den Strom und setzt diesen dann um.
In der rechten Hälfte des Bildes (roter Rahmen) seht ihr eine 
kathodenseitige halbgesteuerte Brücke mit zusätzlicher Freilaufdiode. 
Die frage die nun gestellt wird:
Warum könnte der Hersteller diese (wegen der zusätzlichen Freilaufdiode 
teurere und eher ungewöhnliche) Ausführung der Stromrichterschaltung 
verwendet haben? Was sind die Konsequenzen für das Gesamtkonzept der 
Schaltung-speziell für die Frage, wo Potentialtrennung erforderlich ist 
und wo nicht?

Zuvor wurde noch gesagt, dass ein Freilaufpfad unbedingt vorhanden sein 
muss, da sonst bei Spannungsausfall Überspannung erzeugt wird. Dieser 
Stromrichterschaltung steht eine zweigpaargesteuerte Brücke gegenüber, 
bei der es einen garantierten Freilaufpfad über die Dioden gibt. Die hat 
der Hersteller aber nicht benutzt, obwohl billiger.
Dass es einen Freilaufpfad geben muss und warum ist mir völlig klar. 
Aber warum die Schaltung mit der zusätzlichen Freilaufdiode besser sein 
soll, als die zweigpaargesteuerte ist mir ein Rätsel.

Es geht hier wohl um die Problematik Überspannung und dass diese nicht 
auf das davorgeschaltene Gerät überschlägt. Daher Potentialtrennung. Nur 
Überspannung wird es ja auf keinen Fall geben, egal welche der beiden 
Schaltungen verwendet wird. Der Freilaufpfad entlädt die Energie der 
Induktivität ja immer zuverlässig. Das einzige was ich mir vorstellen 
kann ist: Mit zusätzlicher Freilaufdiode wird der Freilaufstrom auf 
diese Freilaufdiode und Thyristor und dazu serieller Diode aufgeteilt 
(also zwei parallele Stromwege). Das belastet die Bauteile weniger. Aber 
eigentlich müssen die den Strom ja sowieso aushalten, den im normalen 
Betrieb, also in der aktiv leitenden Phase, fließt ja auch dieser 
Strom...???

Könnt ihr mir da weiter helfen? Ich verzweifle..

Vielen Dank!

Martin Sche.
Angehängte Dateien:
#1731503
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Martin Sche. schrieb:
> Aber warum die Schaltung mit der zusätzlichen Freilaufdiode besser sein
>
> soll, als die zweigpaargesteuerte ist mir ein Rätsel.

z.B.:
Weil bei der real ausgeführten Schaltung die Hilfsspannungsquelle für 
die Thyristortriggerung nur einaml vorhanden sein muß (gemeinsamer 
Bezugspunkt beider Thyristoren-Kathoden läßt dies zu).


Bei der von Dir als preiswerter angegeführten Schaltung brauchst Du 
diese dagen 2x potetialgetrennt (oder ggfs. Triggertransformatoren, um 
die Potentialdifferenz an der Ansteuerung fernzuhalten) -- so wird aus 
"preiswerter" schnell "weniger preiswert" .-)
Gast #1731508
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Da sagst du mir nichts neues. Da sich die Spannung umkehrt, leitet die 
Freilaufdiode und schließt die Induktivität sozusagen kurz. das war aber 
nicht Frage. Die Frage war:
Warum ne kathodengesteuerte Brücke mit externer Freilaufdiode, anstatt 
die zweigpaar gesteuerte Brücke, bei der schon von Haus aus eine Sichere 
Freilaufstrecke exisitert...???
Gast #1731521
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Andrew Taylor schrieb:
> Weil bei der real ausgeführten Schaltung die Hilfsspannungsquelle für
> die Thyristortriggerung nur einaml vorhanden sein muß

Das klingt einleuchtend, ja!
Was mir nur noch nicht ganz klar ist, auf was die mit der 
"Potentialtrennung" hinauswollen. hat das irgend nen Einfluss auf die 
eingezeichnete potentialtrennung?


Vielen Dank schon mal!!
Gast #1732145
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Ich weiß nicht, welche Größenordung das Gerät hat, kann mir vorstellen, 
dass die zusätzliche Diode auch die in parasitären Induktivitäten 
(Zuleitung) gespeicherte Energie ableiten soll.


> Dieser Stromrichterschaltung steht eine zweigpaargesteuerte
> Brücke gegenüber, bei der es einen garantierten Freilaufpfad
> über die Dioden gibt. Die hat der Hersteller aber nicht benutzt,
> obwohl billiger.

Hast Du einen Plan vom Rest des Aufbaus?
Geht es um die Theorie oder ist das ein praktisches Problem?
Größe der Anlage?
Gast #1733792
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Noch ein Grund könnte EMV sein, da ohne die Freilaufdiode auf der 
Ausgangsleitung stark pulsierender Strom fließen würde.

Eine Suche nach glb bringt
abb dc drive dc drives
VERITRON-Typenreihe PAD, PSD, AAD, AND, ASD, GAB, GAM, GCB, GLB, GSB, 
HPD
GLB0201 GLB0501 GLB0600 GLB600
GLBK  GLBI  GLB 6.. (Veritron)
End of volume production: 1996

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