mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Ich bin der neue hier


Autor: Johannes Krumm (johngun) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Will mich erstmal vorstellen. Ich bin 56 und Rentner.
Mein ganzes Leben hab ich nichts anderes gemacht als Computer zu 
reparieren. Naja seit 5 nach Windos wurde nur noch mit der Maus 
geschoben.
( siehe http://jkrumm.de und dann auf Arbeit klicken )
Ich habe tatsächlich noch beim Kunden Transistoren gewechselt und in der 
Werkstatt riesige 19" Platinen repariert. Mein Schwerpunkt waren von 80 
- 90 riesige Wechselplattelaufwerke. Wenig mB aber bis 100kg schwer.

Mitte der 80 hab ich auch mit Prozessoren 8085 gebastelt. Mit Bastel war 
dann irgendwann vorbei und ich hab in meiner Freizeit Lötkolben gegen 
Winchester und Colt getauscht. http://johngun.de

Durch Zufall bin ich auf diesen neumodischen Kram hier gestossen. 
Jetzthab ich wieder Lösungen für die ich noch kein Problem habe. Trotdem 
ich werde löten und mein Sohn (22) studiert Informartik im neuem 
Sylvester kommt Robotik dran. Ich glaub wir sind das ideale Team.

Autor: D. I. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rentner mit 56? Aber mit ganz schönen Abstrichen von der Rente?

>Mein ganzes Leben hab ich nichts anderes gemacht als Computer zu
>reparieren.
Also in etwa seit der Z4 von Zuse?

>Ich glaub wir sind das ideale Team.
Wenn dein Stepke dich man Ernst nimmt.

Warte mal ab ob dein Sohnm noch für dich da ist wenn du zum Pflegefall
wirst.
Ansonsten Willkommen im Fegefeuer der Eitelkeiten und der Borniertheit.
Davon gibts hier reichlich. Ist manchmal ganz lustig.

Autor: Hein G. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ganz schön mutig soviele Informationen preiszugeben, insbesondere:

>Will mich erstmal vorstellen. Ich bin 56 und Rentner.

Damit machst Du Dich angreifbar, und Leute die auf alles und jeden 
eindreschen gibt es hier reichlich.

So Long, and Thanks for All the Fish

Autor: Mario K. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
D. I. schrieb:
> Johannes Krumm schrieb:
>> Sylvester
>
> Frohes Neues und http://www.clydeweb.de/thx4info.gif

was das denn für ne seite ? :-)

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Frohes Neues und http://www.clydeweb.de/thx4info.gif

Stammt das nicht aus dem Film "Dogma" mit Ben Affleck?

Autor: Johannes Krumm (johngun) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike Hammer schrieb:
> Rentner mit 56? Aber mit ganz schönen Abstrichen von der Rente?
>
Wieso ? Meine Frau hat doch Arbeit.

Spass Beiseite. Hartz 4 ist scheisse.
Und wenn meine Frau Nachtschichten gemacht hat dann ist bei mir noch 
gekürzt worden.

Ich bin jetzt Rentner wegen voller Erwerbsunfähigkeit. Ist zwar nicht 
die meiste Kohle aber ich denke es reicht zu überleben. An Hartz 4 wäre 
ich kaputtgegangen.

Autor: Johnny B. (johnnyb)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Neuer und viel Spass hier...

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Will mich erstmal vorstellen.

Heya. Jetzt aber ... nach dann willkommen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Johannes Krumm schrieb:

>Ist zwar nicht die meiste Kohle aber ich denke
>es reicht zu überleben.

Wenn man nicht an prallen Luxus gewohnt ist, geht noch so einiges.

>An Hartz 4 wäre ich kaputtgegangen.

Die gehen tatsächlich schneller kaputt. Die Lebenserwartung liegt 10 
Jahre unter den anderen. Und zwar nicht nur wegen ungesunder Lebensweise 
und sozialer Schicht/Herkunft. Ist kürzlich mal untersucht worden.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike Hammer schrieb:
> Ansonsten Willkommen im Fegefeuer der Eitelkeiten und der Borniertheit.
> Davon gibts hier reichlich. Ist manchmal ganz lustig.

Danke scotty, daß du das endlich mal so offen aussprichst. Du hast 
Potential!

Johannes Krumm schrieb:
> Ich bin jetzt Rentner wegen voller Erwerbsunfähigkeit. Ist zwar nicht
> die meiste Kohle aber ich denke es reicht zu überleben. An Hartz 4 wäre
> ich kaputtgegangen.

Wenn dich deswegen hier einer anpinkeln sollte, laß dich nicht ins 
Bockshorn jagen. Es gibt hier einige "Frührentner", die ganz patente 
Burschen sind, was einige Schnösel aber nicht davon abhält, ihren Frust 
auf ihnen abzuladen.

Autor: Bernd T. (bastelmensch)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Willkommen in der Welt von Morgen! :-)

Also ich sag mal, lieber ein 56 jähriger der was zu erzählen hat, als 
ein Jüngelchen der gerne die Hausaufgaben von uns gemacht bekommen 
hätte.

Viel Spaß noch hier!

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@uhu
>Danke scotty, daß du das endlich mal so offen aussprichst. Du hast
>Potential!
Was glaubst du wohl wer für mein Zitat Pate stand?
Kannst dich geehrt fühlen.
>Wenn dich deswegen hier einer anpinkeln sollte, laß dich nicht ins
>Bockshorn jagen.
Solange das jeder bei sich macht können die das solange machen
bis es heißt "Land unter".
Freut mich, das du Binsenweisheiten bei mir ausleihst.
Zeigt doch etwas Respekt von dir.
H4 ist doch harmlos. Bescheuert sind die stumpfsinnigen Massnahmen
die sowieso nichts bringen, eigenes Geld kosten und schon periodisch
angeordnet werden. Mit dem Geld könnte man sinnvolleres anstellen,
aber diese Behördendeppen bekommen das einfach nicht gebacken.

Autor: Florian *.* (haribohunter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
56 Jahre alt... und nennt sich neu :).
Haben ja noch mehr Senioren hier.
Tu Dich mal mit Paul und Juppi zusammen. Die koennen auch schon nicht 
mehr SMD loeten. ;)

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was hat SMD löten mit dem Alter zu tun?
fragt verwundert
Bernhard

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Feinmotorik und Sehkraft vielleicht futsch?

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gegen "Tattergreis" und "Blindschleiche" gibt es entsprechende 
Hilfsmittel - zu den wichtigsten gehören Erfahrung und Ruhe.

Bernhard

Autor: Florian *.* (haribohunter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Bernhard,

Als die heute 50 jaehrigen so alt waren wie ich jetzt, gabs noch kein 
www. Im Schwarzweissfernseher lief Flipper auf einem der drei Programme 
und der C64 war das Nonplusultra. SMD war auch noch ganz neu.

Die Erfahrung in freier Liebe und bewusstseinserweiternden Drogen und 
Eure Sorglosigkeit in Bezug auf Umweltverschmutzung und 
Arbeitsplatzfindung haette ich auch gerne gehabt, aber leider ist 
inzwischen das Aids erfunden worden, rauchen ist boese, das 
Wirtschaftswunder vorbei und die Gruenen sitzen im Bundestag.

Ihr habt den Sprung vom technischen Mittelalter zur Moderne mitmachen 
muessen.
Glueckwunsch an die Wenigen, welche es geschafft haben.
Die Meissten sind jedoch laengst abgehaengt, warten mit viel Ruhe auf 
die Verrentung und verstehen nicht was um sie herum passiert. - Und 
warum sie denn eigentlich ploetzlich ueberfluessig geworden sind.
Der Enkel versucht Euch noch ab und zu seine Welt zu erklaeren, Ihr 
scheitert aber schon bei der Bedienung von Maus und Tastatur.
(Frag mal in Deinem Seniorenkreis wessen Rechner nicht zustaubt. )

Einen netten Gruss,
                  Florian

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Haribo-Hunter schrob:
>Haben ja noch mehr Senioren hier.
>Tu Dich mal mit Paul und Juppi zusammen. Die koennen auch schon nicht
>mehr SMD loeten. ;)

Können kann ich schon noch, nur wollen will ich nicht....

Es liegt auch nicht an den Händen, -die werden noch von phasenkorrekter
PWM angesteuert. Daraufhin gibt es kein Jittern. Die Optik ist das 
Problem.
;-)

MfG Paul

Autor: Johannes Krumm (johngun) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie alt ist eigentlich Euer Zahnarzt ?
Vielleicht schon ein halblinder Tattergreis mit 56 und Ihr geht da auch 
nur hin weil man die 10.- Eus nicht zuzahlen muss.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zittern hat auch positive Seiten: Man kann eine Kehlnaht steigend
schweißen, ohne sich bewegen zu müssen...;-)

Zahnarzt?! Davon habe ich die Schnauze voll. :-)

Die zweiten Zähne wurden schlecht,
man begann sie auszureißen.
Die dritten kamen gerade recht,
um damit in's Gras zu beißen.


MfG Paul

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Florian *.* schrieb:
> Der Enkel versucht Euch noch ab und zu seine Welt zu erklaeren

Stimmt, wenn ich dem von 8Bit und <100MHz erzähle, ist das für ihn 
Steinzeit.

Trotzdem wundert er sich, warum auf dem LCD niemals ne Sanduhr zu sehen 
ist, weil so ein Steinzeit-AVR auf jeden Tastendruck sofort reagiert.

Ich krieg das kalte Grausen, wie ineffektiv heutzutage Rechenleistung 
verschleudert wird, was das für Strom kostet.

Programmieren lernen ist heutzutage wie Latein ne tote Sprache.
Es gilt nur die GHz und GByte zu verbraten, so ineffektiv wie nur 
möglich.

O.k. in einem RTOS darf man schreiben "Delay 10 Stunden" ohne dafür 
bestraft zu werden, aber man hat dann auch nur 10% der realen 
CPU-Leistung verfügbar.

Was könnte man alles für schnuckelige Sachen programmieren wenn man 
einfach nur effizient programmieren würde.


Peter

Autor: Thilo M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter Dannegger schrieb:
> Ich krieg das kalte Grausen, wie ineffektiv heutzutage Rechenleistung
> verschleudert wird, was das für Strom kostet.

Es wird eben heute 95% der Rechenleistung auf eine schöne Präsentation 
und visuelle Effekte verwendet.
Luxus kostet eben. ;-)

Lass' mal aus Spaß eine animierte Grafik aus der XT-Zeit auf einem 
heutigen Dualcore laufen. :))

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aber vor allem warten die Rechner unheimlich schnell.

Autor: Thilo M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nicht alle, Beispiel SAP

S anduhr
A nzeige
P rogramm

Da dauer einfach ALLES lange. ;-)

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Johannes Krumm schrieb:

>Wie alt ist eigentlich Euer Zahnarzt ?

Merkwürdigerweise ist es ja bei der Personengruppe der Ärzte genau 
umgekehrt wie sonst oft im Leben: Sie gewinnen mit dem Alter unglaublich 
an Vertrauen und Wertschätzung. Während sonstwo mal geschaut wird, wie 
man 40-50-Jährige am besten los wird...


Paul Baumann schrieb:

>Zittern hat auch positive Seiten: Man kann eine Kehlnaht steigend
>schweißen, ohne sich bewegen zu müssen...;-)

Oder als Zahnarzt gleich alle Zähne auf einmal anbohren, ohne sich 
bewegen zu müssen... ;-)

Aber im Ernst: Ich hatte mal ne Zahnärztin um die 65. Die wurde mir von 
Arbeitskollegen besonders empfohlen, in einer Gegend, wo ich neu war. 
Und es stimmte! Erst die Tochter, Nachfolgerin, bohrte einen Nerv an, 
was bis heute schon ziemlich viele Probleme machte.


Florian *.* schrieb:

>Im Schwarzweissfernseher lief Flipper

Die Zeit war auch ganz nett, einiges (z.B. Arbeitsmarkt) im Gegensatz zu 
heute noch in Ordnung. Anstatt am Internet zu hängen, hatte man auch 
sinnvolle andere Beschäftigungen. Daß man auf ein Datenblatt eines IC 
per Post mal 2 Wochen wartete, war auch OK. Und daß man ein Layout von 
Hand zeichnete. Man kannte es gar nicht anders. Die Welt war noch nicht 
bis zum Erbrechen optimiert und in Effektivität und Perfektion 
ausgebrochen.

Die Frau eines Bekannten ist ja heute ganz stolz auf die Kleinen (ca. 
9-14J.): Die können Computer! Da laufen vor allem nur hochperformante 
Anwendungen, nämlich Spiele. Den Namen des Betriebssystems kennen sie 
nicht. Irgend eine Ersatzwelt...

>Die Erfahrung in freier Liebe...

Hier in der Nähe gibt es tatsächlich noch ein Überbleibsel so ner alten 
68-er Kommune. Das Haus hat immer noch die Einschußlöcher aus dem WW2, 
und da laufen noch ein paar grauhaarige rum... Hatte schon mal die Ehre, 
mich mit einer dieser Personen zu unterhalten. Kinder aus reichen und 
dekadenten Kreisen. Man kann mal versuchen, die zu verstehen. Einfach 
offen und tolerant sein, hilft viel. Im Fernsehen waren die auch schon. 
Manche haben sogar noch ganz gute Jobs, z.B. in höheren Etagen der 
Stadtverwaltung.

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thilo M. schrieb:
> Lass' mal aus Spaß eine animierte Grafik aus der XT-Zeit auf einem
> heutigen Dualcore laufen. :))

Da sieht man rein garnichts.
Die ist schon 1000-mal zuende, bevor man die Entertaste zum Starten 
wieder losgelassen hat.

Ich hatte mal ein Programm auf nem 386SX mit 16MHz geschrieben, das über 
ne Woche rechnete. Auf meinem alten (von 2004) 3GHz HT braucht es nur 
einige Minuten, wirklich beeindruckend.
Eigentlich müßte dann das Booten des PC heutzutage nur etwa 100ms 
dauern. Es dauert aber länger, als auf dem 16MHz 386SX.


Peter

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Na ja, aus der Gazelle MSDOS ist eben mittlerweile der Dinoaurier 
Windows geworden...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Peter Dannegger:

Selbst war ich auch immer der Meinung, daß man mit den Dingen auskommen 
muß, die man zur Verfügung hat. Beim 8048 bemühte man sich noch, den 
Befehlssatz so zu optimieren, daß vieles mit 1-Byte-Befehlen geht, um 
Speicher zu sparen. Da Speicher damals rar war.

Ich sprach darauf mal einen Automatisierungs-Prof. an, der ein Modul aus 
einer SPS mit 80386 drauf herum reichte. Die Antwort war: Speicher und 
CPU werden rascher billiger und größer und schneller, als 
Platzsparbemühungen und Effizienzüberlegungen des Entwicklers einer 
Überlegung wert sind.

Recht hatte der, wenn man die Rechentechnik heute betrachtet.

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> Daß man auf ein Datenblatt eines IC
> per Post mal 2 Wochen wartete, war auch OK.

Auf der Leipziger Messe gab es wahre Schlachten, wenn mal wieder 
Datenbücher ausgegeben wurden.
Man konnte aber auch mit den Standbetreuern reden, die haben schnell 
gemerkt, wenn man Ahnung hatte und noch was unterm Tisch hervorgeholt, 
sogar aus dem NSW.


> Und daß man ein Layout von
> Hand zeichnete.

Kenne ich nicht mehr.
Ich mußte aber in nen extra Terminalraum gehen, da gab es auch diese A3 
Tabletts mit der (Maus ?) mit den 4 farbigen Tasten und dem Fadenkreuz.
Allerdings war der Rechner sehr schlapp und ich als Student hatte nicht 
die Erfahrung, meine Priorität hochzusetzen. Wenn dann >10 Leute am 
Rechner saßen, merkte ich das und konnte nicht mehr arbeiten. Ich 
brauchte dann fast 30min, um mein Projekt abzuspeichern und mich 
auszuloggen.
Meistens bin ich dann in der Frühstücks-, Mittags- und Kaffeepause ran, 
bis es wieder zäh wurde.
Und zum Schluß hab ich dann nen Lochstreifen erzeugen lassen und zur 
Mechanikabteilung getragen. Die Durchkontaktierungen mußte ich auch 
selber löten.


Peter

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> als
> Platzsparbemühungen und Effizienzüberlegungen des Entwicklers einer
> Überlegung wert sind.

Ich denke, wer Effizienz außer acht läßt, hat schon verloren.
Natürlich haben sich heutzutage die Gesichtspunkte etwas verschoben, 
aber Effizienzbetrachtungen völlig wegfallen zu lassen, ist zumindest 
heutzutage noch nicht erlaubt.
Wenn man garnicht nachdenkt, kann man schnell über die 1000-fache 
Rechenlast benötigen und das merkt man dann schon.

Auch spart es nicht wirklich, wenn das weniger Nachdenken größeren Code 
und damit größere Fehlerwarscheinlichkeit und schlechtere Wartbarkeit 
ergibt.


Peter

Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter Dannegger schrieb:
> Trotzdem wundert er sich, warum auf dem LCD niemals ne Sanduhr zu sehen
> ist, weil so ein Steinzeit-AVR auf jeden Tastendruck sofort reagiert.

Stimmt, der AVR war auch eine etwas neue Erfahrung für mich. Es ist 
erschreckend, wie schnell so ein eigentlich schlapper Controller (im 
Vergleich zu heutigen CPUs) arbeitet.

> Ich krieg das kalte Grausen, wie ineffektiv heutzutage Rechenleistung
> verschleudert wird, was das für Strom kostet.

Ich staune immer wieder, wie viele Software-Schichten unsere lieben 
Informatiker noch übereinander stapeln. Mal sehen, wie viele 
Zwischen-Code-Ebenen und "just in time"-Compiler es noch braucht, bis 
die mal aufwachen. :)

> Programmieren lernen ist heutzutage wie Latein ne tote Sprache.
> Es gilt nur die GHz und GByte zu verbraten, so ineffektiv wie nur
> möglich.

Tools sind das Stichwort. Code ist böse, Tools machen alles viel 
einfacher. Tun sie aber eigentlich nicht, das ist reiner Selbstbetrug, 
der abhängig macht und sehr teuer ist.

Mike Hammer schrieb:
> Ansonsten Willkommen im Fegefeuer der Eitelkeiten und der Borniertheit.
> Davon gibts hier reichlich. Ist manchmal ganz lustig.

Man könnte es auch so ausdrücken: Irgendwer lässt hier immer wieder die 
Kellertür offen. Und alles, was sonst nur durch die Pizzaklappe fauchen 
konnte, kommt wieder angekrochen... :D

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gastino schrob:
>Tools sind das Stichwort. Code ist böse, Tools machen alles viel
>einfacher. Tun sie aber eigentlich nicht, das ist reiner Selbstbetrug,
>der abhängig macht und sehr teuer ist.

Programmiersprachen werden immer komplizierter. Kryptischer Dreck wie
C++ ist ein gutes Beispiel unter den schlechen Beispielen. ;-)
Man braucht nur ein ganz kleines Programm zu schreiben; trotzdem wird es
riesig, weil ein Haufen Gelumpe dazugelinkt wird.

Ich habe Rechner mit 64KByte RAM gehabt mit CP/M oder UDOS als 
Betriebssystem. Dort hat man mittels Turbo-Pascal seine Programme
geschrieben und gut war es. Wenn man den gleichen Algorithmus mit
einer sogenannten "modernen Programmiersprache" umsetzen will, fliegt
der Rechner auseinander...
:-(
MfG Paul

Autor: Thilo M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das beste Beispiel für effizientes Programmieren hat der gute alte Atari 
gezeigt.
Was auf einer 720(?)kB-Diskette für Programme Platz hatten ...
Der 68000er Prozessor war echt klasse!

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gastino G. schrieb:
> Tools sind das Stichwort. Code ist böse, Tools machen alles viel
> einfacher. Tun sie aber eigentlich nicht, das ist reiner Selbstbetrug,
> der abhängig macht und sehr teuer ist.

Mir scheint, du übersiehst eine Kleinigkeit:
Wenn man all die Funktionen, die so üblicherweise in PC-Anwendungen 
stecken, jedesmal von Hand programmieren würde, dann würde der Code zwar 
sauschnell und kompakt, aber unbezahlbar - und das auch ohne völlig 
durchgeknallte Featureitis.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thilo M. schrieb:
> Der 68000er Prozessor war echt klasse!

Mit dem Prozessor hatte das aber nun rein gar nichts zu tun...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:

>Wenn man all die Funktionen, die so üblicherweise in
>PC-Anwendungen stecken, jedesmal von Hand programmieren
>würde, dann würde der Code zwar sauschnell und kompakt,
>aber unbezahlbar

Mitte der 1990-er gab es doch auch mal ein zu MS-DOS alternatives 
Betriebssystem von den Russen. Die programmierten das komplett in 
Assembler, und paßte auf eine einzige Diskette zu 1,4MB. Während es bei 
Microsoft 4 Disketten waren. Warum die das machten, weiß ich nicht mehr, 
hab die Geschichte nicht weiter verfolgt.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> Die programmierten das komplett in
> Assembler, und paßte auf eine einzige Diskette zu 1,4MB. Während es bei
> Microsoft 4 Disketten waren. Warum die das machten, weiß ich nicht mehr,
> hab die Geschichte nicht weiter verfolgt.

Tja, die hatten eben noch Zeit, denen saßen keine "Manager" im Genick, 
die einen gegen den anderen ausspielten und Hardware war rar und teuer. 
Entsprechend gut war die Qualität dessen, was sie ablieferten.

Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Mir scheint, du übersiehst eine Kleinigkeit:
> Wenn man all die Funktionen, die so üblicherweise in PC-Anwendungen
> stecken, jedesmal von Hand programmieren würde, dann würde der Code zwar
> sauschnell und kompakt, aber unbezahlbar - und das auch ohne völlig
> durchgeknallte Featureitis.

Nein, das war ganz anders gemeint. Es geht nicht darum, dass jeder sich 
alle Software neu programmiert, sondern dass sich jeder wenigstens ein 
bisschen selber helfen kann und als Entwickler wenigstens mal eine 
Programmiersprache halbwegs beherrscht, mit der er sich im Falle des 
Falles auch mal einen Tag lang etwas stricken kann. Nicht der Zustand, 
dass für jeden Furz ein tausende Euro teures Monster-Tool angeschafft 
werden muss, dessen Anschaffung zudem die ganzen Arbeiten um mehrere 
Wochen verzögert.

Solche Hilflosigkeit erlebe ich fast tagtäglich, das kostet unendlich 
viel Zeit und Geld und ist absolut unnötig. Mal abgesehen davon, dass 
die Qualität und Stabilität dieser Tools oft sehr zu wünschen übrig 
lässt...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gastino G. schrieb:

>Nicht der Zustand, dass für jeden Furz ein tausende Euro
>teures Monster-Tool angeschafft werden muss, dessen
>Anschaffung zudem die ganzen Arbeiten um mehrere
>Wochen verzögert.

Ich war mal auf einem Seminar eines Compilerherstellers, da ich 
Standard-C für kleine bis mittlere Controller programmierte. Hintergrund 
war, eventuell noch Tipps vom ebenfalls anwesenden Controllerhersteller 
zu erhalten. Mitten drin bekamen wir da auch ein grafisches Tool 
vorgeführt, um Software zu generieren. Das sollte die Codeerzeugung von 
Hand ersetzen. Dabei ist der Code für ein spezielles Gerät doch nichts 
als reine Handarbeit! Es wurde zuvor noch deutlich erklärt, daß die 
Komplexität einer Software quadratisch zur Größe steigt, und man da 
irgendwann nicht mehr durchsteigt. Nun ja, was ich da sah, hat mich 
nicht so recht überzeugt. Das Tool wurde so schmackhaft vorgeführt, als 
ob die SW-Entwicklung damit nur noch etwas Mausklicken wäre, wie bei 
einem einfachen Zeichenprogramm. Die Vorführung ging auch über das 
Blinken einer LED nicht hinaus. 2 Tage nach dem Seminar, folgte auch 
gleich ein Angebot im 5-stelligen Euro-Betrag.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gastino G. schrieb:
> Nicht der Zustand,
> dass für jeden Furz ein tausende Euro teures Monster-Tool angeschafft
> werden muss, dessen Anschaffung zudem die ganzen Arbeiten um mehrere
> Wochen verzögert.

Die Anschaffung von Tools ist nur wirklich überhaupt nicht das Problem. 
Bibliotheken, die eierlegende Wollmilchsäue sind und dazu so clever 
strukturiert, daß der Linker wegen dem Gebrauch irgend einer Winzroutine 
gleich die ganze Lib reinzieht, kommen da schon eher in Frage.

Dem kann man sinnvoll nur mit einem sehr gut global optimierenden 
Linker, oder ersatzweise eben Handarbeit beikommen.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das Tool wurde so schmackhaft vorgeführt, als
> ob die SW-Entwicklung damit nur noch etwas Mausklicken wäre, wie bei
> einem einfachen Zeichenprogramm. Die Vorführung ging auch über das
> Blinken einer LED nicht hinaus.

Für einen Marketing-Fuzzi ist schon allein das eine Höchstleistung.

Autor: Thilo M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das Tool wurde so schmackhaft vorgeführt, als
> ob die SW-Entwicklung damit nur noch etwas Mausklicken wäre, wie bei
> einem einfachen Zeichenprogramm. Die Vorführung ging auch über das
> Blinken einer LED nicht hinaus. 2 Tage nach dem Seminar, folgte auch
> gleich ein Angebot im 5-stelligen Euro-Betrag.

Das erinnert mich stark an National Instruments. ;-)
Eine Hochsprache grafisch programmieren, wie irre ist das denn? Wer 
C/C++ nicht halbwegs beherrscht, der hat auch mit dem LabView-Gedöns nur 
Probleme.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Mitte der 1990-er gab es doch auch mal ein zu MS-DOS alternatives
>Betriebssystem von den Russen.

Das war PTS-DOS.

MfG Paul

Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das Tool wurde so schmackhaft vorgeführt, als
> ob die SW-Entwicklung damit nur noch etwas Mausklicken wäre, wie bei
> einem einfachen Zeichenprogramm.

Genau so läuft das immer häufiger. Es wird immer mehr geklickt und 
geschoben, Autocode generiert und dabei werden Toolhersteller und 
Controllerhersteller sehr, sehr glücklich gemacht. Und bei den 
Entwicklern entsteht das heimelige Gefühl, das so unheimlich 
komplizierte C nicht mehr können zu müssen und den Entwicklungsprozess 
stark vereinfacht und beschleunigt zu haben.

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  Gastino G. (gastino)

>Genau so läuft das immer häufiger. Es wird immer mehr geklickt und
>geschoben, Autocode generiert und dabei werden Toolhersteller und
>Controllerhersteller sehr, sehr glücklich gemacht.

Aus systemtheoretischer Sicht logisch. Der Software apssiert das Gleicht 
wie Menschen, wenn sie älter werden un in gesicherten ökonomischen 
Verhältnissen leben. Sie werden, träge, fett und selbstzufrieden.
Die Ergbnisse sind allseits sichtbar.

MfG
Falk

P S Aber auch das hat was Gutes. Es schafft eien neuen Markt für Slim 
Engineering, Slim Programming, Slim Consulting ;-)

Autor: Florian *.* (haribohunter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Schafft dies nicht vielmehr einen Markt fuer noch mehr Speicher, noch 
schnellere CPU's und noch buntere Farben?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Falk Brunner schrieb:
> P S Aber auch das hat was Gutes. Es schafft eien neuen Markt für Slim
> Engineering, Slim Programming, Slim Consulting ;-)

Slim Food?

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail, Yahoo oder Facebook? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen | Mit Yahoo-Account einloggen | Mit Facebook-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.