LT1085 parallel

Gast #1734542
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Sebastian Hepp schrieb:
> laut Datenblatt ist es Machbar den LT1085 parallel zu schalten.
> Wäre also folgende Schaltung möglich?

Wenn es das Datenblatt schon sagt ...

Dort ist aber auch an jedem Ausgang ein 0.015-Ohm-Widerstand in Form 
eines längeren Drahtes zur Symmetrierung mit eingebaut.
Andernfalls wird der mit der kleinsten Ausgangsspannung immer am 
stärksten belastet und die anderen setzten erst ein, wenn der erste 
durch die hohe Last und erhöhte Chiptemperatur leicht nachgibt.
#1734546
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Eine Stromaufteilung ist bei deiner Schaltung nicht vorgesehen, d.h. der 
1085 mit der höchsten Spannung liefert bei steigender Last solange 
alleine allen Strom, bis die Spannung einbricht, weil er in die 
Strombegrenzung geht.

Dann erst beginnt auch der nächste 1085 damit, Strom zu liefern.

Unter den meisten Lastverhältnissen wird also einer oder zwei 1085er 
überlastet.

Halte dich an die Applikation im Datenblatt, dort sind für diesen Fall 
Ausgleichswiderstände vorgesehen.

Für deine hohe Leistung empfiehlt sich sowieso ein Schaltregler...

Grüße, Peter
OP #1734569
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Okay, also müsste ich noch 30mOhm hinter jeden Ausgang schalten.

>Für deine hohe Leistung empfiehlt sich sowieso ein Schaltregler...
Wo war denn von einer hohen Leistung die Rede?

Ich will ein kleines Labornetzteil bauen. Die 12 Volt bekomme ich von 
einem fertigen, stabilisierten Netzteil. Und mit dem Poti stelle ich die 
Spannung ein. Ein Mikrocontroller mit AD-Wandler soll dann die Spannung 
über einen Spannungsteiler messen und ausgeben. Da das Parallelschalten 
aber doch nicht so einfach ist, werde ich entweder einen LT1083 
verwenden oder doch einen Schaltregler benutzen. Welche Schaltregler 
könnt Ihr mir empfehlen für max. 1 bis 2 Ampere bei einer 
Eingangsspannung von 12V, Ausgangsspannung mittels Poti einstellbar auf 
0 bis 10V (kann auch 1V niedriger sein)? Und wie Handhabe ich das mit 
dem Mindeststrom?

Viele Grüße
Sebihepp
#1734625
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Sebastian Hepp schrieb:

>>Für deine hohe Leistung empfiehlt sich sowieso ein Schaltregler...
> Wo war denn von einer hohen Leistung die Rede?

3x3A bei 12V = 108W = hohe Leistung für Längsregler.
Bei 0V Ausgangsspannung 108W Verluste = hohe Leistung.

> Da das Parallelschalten
> aber doch nicht so einfach ist, werde ich entweder einen LT1083
> verwenden oder doch einen Schaltregler benutzen.

Was ist jetzt an 3 zusätzlichen Widerständen so schwierig?

Grüße, Peter
OP #1734699
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>Was ist jetzt an 3 zusätzlichen Widerständen so schwierig?
Achso, also einfach 3 Widerstände... Nur woher bekomme ich 0.01 Ohm?^^
Die werde ich wohl mit Widerstandsdraht selber machen müssen...
Oder kann ich auch mehr verwenden? Ich würde den Maximalstrom eh gerne 
begrenzen.

Und verteilt sich die Leistung möglichst gleichmäßig? Ich würde gerne 
einen 9K/W Kühlkörper verwenden. Pro Linearregler natürlich. Ausserdem 
werde ich einen kleinen Lüfter einbauen. Bei 30°C Umgebungstemperatur 
und 145°C Grenzwert kann ich mit 13K/W (3 für den LT1085, 1 für die 
Leitpaste und 9 für den Kühlkörper) maximal 8,8 Watt abführen. Bei 12V 
Eingang und minimal 1V Ausgang macht das ein Maximalstrom von 0,8 Ampere 
pro Regler. Dann kann ich auch einfach einen LT1083 nehmen. Der wäre 
günstiger als 3 LT1085 und kann etwas mehr als 0,9 Ampere, was 
ausreichen sollte... Oder eben 2 oder 3, abhängig davon wie sich die 
Last verteilt...

Viele Grüße
Sebihepp
Gast #1734794
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> und kann etwas mehr als 0,9 Ampere, was ausreichen sollte.

Warum nicht 1 3A Regler ?

Man kann sich das Leben auch unnötig kompliziert machen,
bis man über seine eigenen abgewinkelten Knie stolpert.
Gast #1735450
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Sebastian Hepp schrieb:
>>Antwort:
>>Man kann einfach einen LT1085 mit einem Transistor anboosten.
>>Siehe angehängtes Bild
> Sorry, aber da verstehe ich gar nichts mehr. Wie viel Leistung verträgt
> diese Kombi?

In dieser Beschaltung (LT1085_anboosten) benötigt man nur einen LT1085.
Also nicht mehrere die sich den Strom untereinander aufteilen müssen.
Der Basiswiderstand des Transistors beträgt 1 Ohm, ab 0,65Ampere durch 
diesen Widerstand ist der Spannungsabfall gross genug um den Transistor 
leitend zu machen. Wenn die Last am Ausgang z.B. 5A ist, übernimmmt der 
Transistor überschlägig davon 4,35 Ampere.
Ob das gut geht hängt von der Kühlung des Transistor ab.
Auch ist die SOA, die Save Operating Area des Transistors zu beachten.
Siehe Datenblatt des BD250.
Da der Kollektor des BD250 mit dem Gehäuse verbunden ist, ist eventuel 
auf eine elektrisch isolierte Montage auf dem Kühlkörper zu achten.
Dies kann mittels Glimmerscheibe und Isoliernippel passieren.
Mir ist adhoc kein Lieferant, Bestellnummer etc. für Glimmerscheiben für 
TO247-Gehäuse bekannt.
Falls das jemand kennt, bitte hier posten, interessiert uns alle!

Danke, LG und 73
Gast #1735500
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>Eine Stromaufteilung ist bei deiner Schaltung nicht vorgesehen, d.h. der
>1085 mit der höchsten Spannung liefert bei steigender Last solange
>alleine allen Strom, bis die Spannung einbricht, weil er in die
>Strombegrenzung geht.
Wer macht denn sowas ?

paral. schalten ist immer problematisch, meistens "glaubt" früher oder 
später einer dran.

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