Ich denke aber, dass die Herstellerangaben Maximalwerte für den
Leckstrom sind. Die typischen Werte dürften deutlich darunter liegen.
Üblicherweise ist der Leckstrom selbst bei Al-Elkis absolut
vernachlässigbar.
Ich habe das vor langer Zeit mal ausprobiert, damals mit einem Kosmos
Experimentierkasten:
Einen CMOS 4024 über einen 470µF Elko und eine 9V-Batterie versorgt. An
die Ausgänge des 4024 LEDs angeschlossen, und einen Zählwert
eingestellt.
Dann die LEDs abgeschaltet und die 9V-Batterie abgezogen.
Nun das Ganze mal 3 Tage stehen lassen. Über seine Selbstentladung und
über die Leckströme des CMOS-ICs wird der Elko ja langsam entladen.
Nach den 3 Tage die Batterie wieder angeschlossen und die LEDs
eingeschaltet. Und oh Wunder, der Zählerstand war immer noch der gleiche
wie vorher...
Ich habe es dann auch noch mal probiert, was passiert wenn man es noch
länger ohne Batterie laufen lässt. Ergebins war, dass der Elko den 4024
für etwa 7 Tage versorgen kann.
Übrigens wusste ich damals von Elko-Leckströmen noch nix, ich wollte
eigentlich testen, wie viel Strom so ein 4024 eigentlich braucht.
Das heißt aber auch, dass der Leckstrom zumindest bei diesem Elko
absolut minimal ist. Und bei Keramik-Kondensatoren ist er tendenziell
noch geringer.