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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik MCU Demo-Board, Starterkit


Autor: Patrick B. (p51d)
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Hallo miteindander.

Ich bin gerade dabei, mich ein wenig auf die 
Schweizer-Berufsmeisterschaften vorzubereiten. Da ich für diese 
Wettkämpfe ebenfalls eine Aufgabe im Bereich des MCT gestellt bekomme, 
wollte ich mal nachfragen, ob es eventuell schon fertige solche 
Demo-Boards gibt, befor ich mir eins selber machen muss.

Einschränkungen:
- 8 Taster / Schalter (beforzugt beides)
- 8 LEDs
- PC-Verbindung zu einem Terminal (USB oder RS232)
- 2 Analoge Eingänge, die über Potis einstellbar sind
- Versorgung über USB (Komm-Verbindung)
- Möglichst alles auf einem Board (keine zusätzlichen Programmiergeräte, 
sondern über Bootloader und Self-programming, oder On-board 
Programmiergerät)
- Ports mit Speisung ebenfalls herausgeführt zu Buchsen (JTAG oder 
ähnlich)

Optional:
- LCD
- Summer
- 2mm Banahnenbuchsen-Anschlüsse für Ports und Speisung (ev. auch als 
Adapter)

Bis jetzt habe ich mit den MCUs der Hersteller Microchip und Atmel 
gearbeitet, wobei mir irgendwie vom ganzen Programmierstil her die 
Atmels besser gelegen sind.

Da ich aber noch etwas Zeit bis zu der Meisterschaft habe, könnte ich 
mich in das System einarbeiten und mich mit den Eigenheiten vertraut 
machen.

Grund für die Frage ist, dass ich ungern etwas teurer entwerfen möchte, 
bei dem ich nicht sicher bin, ob nicht irgendwo ein Bug drin versteckt 
ist, der im ungünstigsten Fall zum vorschein kommt, wenn schon etwas in 
diesem Styl existiert.

Falls jemand schon Erfahrungen mit so einem Kit gemacht hat, oder ein 
gutes System kennt, kann er dies ebenso wie seine Meinung dazu gerne 
aufführen.

Besten Dank für die Antworten
Patrick

Autor: Guter Rat (Gast)
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Ich kann den STK500 empfehlen, wenn er auch nicht alle Anforderungen
erfüllt (keine Potis an Board, aber sehr einfach nachrüstbar)
aber die meisten.

Alle Ports sind auf Stiftleisten geführt.
Ganz wichtig: Der STK 500 kann das für Atmels u.U. "lebenswichtige" 
High-Voltage-Programming, d.h. falls man z.B: die "Sicherungen" 
versehentlich falsch gesetzt hat läßt sich das Teil noch 
"wiederbeleben".

Die meisten der Atmel-Kontroller lassen sich in den Sockeln
verwenden, funktioniert einwandfrei mit dem AVR-Studio,
relativ robust. Ich möchte es nicht billig nennen, aber preiswert.

Autor: Patrick B. (p51d)
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Das Board ist sicher ein sehr guter Grundstein für den Einstieg.

Nur muss man sich die Meisterschaft in etwa so vorstellen, dass man da 
einen Arbeitsplatz bekommt mit einem PC (oder den Eigenen) und mehr 
nicht.
Also mit sehr vielen Zusatzboards und Teilen ist das genze nicht gerade 
einfach und erhöht im Stressmoment die Fehlerquellen.

Bis jetzt nachteilig am STK500:
- externer DC Adapter
- RS232 Schnittstelle (externer Wandler, da diese kaum mehr zu finden 
ist)
- Sehr gross (Umfangmässig kann es schon fast wieder zu viel)


MFG
Patrick

Autor: Martin Thomas (mthomas) (Moderator) Benutzerseite
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Patrick B. schrieb:
> Das Board ist sicher ein sehr guter Grundstein für den Einstieg.
>
> Nur muss man sich die Meisterschaft in etwa so vorstellen, dass man da
> einen Arbeitsplatz bekommt mit einem PC (oder den Eigenen) und mehr
> nicht.
Keinerlei Vorgaben oder eigene Präferenzen bezügl. Controllerfamilie?

> Also mit sehr vielen Zusatzboards und Teilen ist das genze nicht gerade
> einfach und erhöht im Stressmoment die Fehlerquellen.
Das einzige "Zusatzboard" für die genannten "Einschränkungen" bräuchte 
man für die Potis. Kann man mit minimalem Aufwand auf Lochraster basteln 
und dann gut auf einen der Port-Pfostenleisten oder die breiten 
Erweiterungs-Buchsenleisten des STK500 stecken. Das sind nur 4 Teile und 
ein wenig Verdrahtung. Gleiches für die Optional-Komponenten. Dürfte 
schon recht "stressfrei" sein.

> Bis jetzt nachteilig am STK500:
> - externer DC Adapter
Ist oft stressfreier als Versorgung über USB. Steckernetzteil reicht. 
Ein Adapter von DC-Stecker auf freie Kabelenden lag bei meinen STK500 
bei, daran kann man sich auch einfach zwei 4mm-Stecker anschrauben für 
Labornetzteile.

> - RS232 Schnittstelle (externer Wandler, da diese kaum mehr zu finden
> ist)
RS232 und externer Adapter ist auch oft stressfreier als on-board USB, 
insbesondere die USB-seriell Adapter mit FTDI-Chip (Treiber ist m.W. 
sogar in Win7 schon im Lieferumfang). "Extern" sind die "Wandler" zwar, 
jedoch unauffällig in einem dicken Stecker. Man wird fast immer Treiber 
installieren müssen, falls USB im Spiel ist. Das darf man an fremdem PCs 
mglw. nicht, also eigenen mitnehmen.

> - Sehr gross (Umfangmässig kann es schon fast wieder zu viel)
Gross ja, sind halt viele Sockel und Steckverbinder drauf, die Platz 
brauchen. Falls mit Umfang der Funktionsumfang gemeint ist: das ist gar 
nicht so viel (Programmieradapter, Einstellung für Versorgungsspannung 
und Controllertakt, 8 LEDs, 8 Taster) und m.M. gut überschaubar. STK500 
sind wirklich problemlos in der Anwendungden genannten 
"Einschränkungen".

Mikroelektronika(sp?) verkauft Boards mit 1001 Features auch für andere 
Controllerfamilien, sind aber noch größer. Mglw. einen Blick wert.

Autor: Dirk (Gast)
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Vielleicht nützt Dir dieses Board etwas: von myavr.de "myAVR Board MK2 
USB". Die zusätzlichen Schalter und LEDs kannst Du leicht auf einer 
Erweiterungsplatine unterbringen. Eine LCD-Erweiterung gibt es dafür 
auch.

Autor: PiffPaff (Gast)
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Klingt fast nach dem Xplain-Board von Atmel ..
http://www.atmel.com/dyn/products/tools_card_v2.as...
Das würde ich an deiner Stelle nehmen :-)

Gruß

Autor: Patrick B. (p51d)
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Martin Thomas schrieb:
> Patrick B. schrieb:
>> Das Board ist sicher ein sehr guter Grundstein für den Einstieg.
>>
>> Nur muss man sich die Meisterschaft in etwa so vorstellen, dass man da
>> einen Arbeitsplatz bekommt mit einem PC (oder den Eigenen) und mehr
>> nicht.
> Keinerlei Vorgaben oder eigene Präferenzen bezügl. Controllerfamilie?

Nein, das ist ja das gute an der ganzen Sache. Jeder kann auf dem System 
arbeiten, welches er kennt, und muss sich nicht erst in ein neues 
Produkt einarbeiten. Ich kenne Firmen, bei denen Lehrlinge 
(16-21Jährige) direkt auf ARM-Prozessoren programmieren lernen. Viel 
spass, falls so ein System vorausgesetzt wird...
Wiederum andere schwören uneingeschränkt auf AVR, andere PIC, oder 
Renesas. Wie will man da sonst eine "faire" Prüfung machen?

Martin Thomas schrieb:
>> Bis jetzt nachteilig am STK500:
>> - externer DC Adapter
> Ist oft stressfreier als Versorgung über USB.

Wieso? Über USB kann man ja ~500mA ziehen und hat somit für viele 
Anwendungen gleich die Versorgung (externe Festplatten, Handy laden...)

Martin Thomas schrieb:
> Mikroelektronika(sp?) verkauft Boards mit 1001 Features auch für andere
> Controllerfamilien, sind aber noch größer. Mglw. einen Blick wert.

Ok, diese Boards sind definitiv zu gross... (Umfang und Funktionen..)

PiffPaff schrieb:
> Klingt fast nach dem Xplain-Board von Atmel ..

Das sieht interessant aus, nur habe ich bis jetzt noch keine Erfahrungen 
mit der Xmega-Serie gesammelt.

MFG
Patrick

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Patrick B. schrieb:

>> Ist oft stressfreier als Versorgung über USB.
>
> Wieso?

Weil eine 9V Wandwarze samt nachgeschaltetem 7805 nicht ausfällt und 
rumzickt

> Über USB kann man ja ~500mA ziehen

streng genommen nur dann, wenn deine Schaltung dem Host Controller 
Bescheid gibt, dass sie vorhat das zu tun.
Und der Host Controller darf auch verweigern :-)

> Grund für die Frage ist, dass ich ungern etwas teurer entwerfen
> möchte, bei dem ich nicht sicher bin, ob nicht irgendwo ein Bug
> drin versteckt ist, der im ungünstigsten Fall zum vorschein kommt

Du hast relativ moderate Hardware-Anforderungen.
µC mit ein bischen Hühnerfutter drumherum. Da geht nicht viel schief.

Autor: Patrick B. (p51d)
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Du hast relativ moderate Hardware-Anforderungen.
> µC mit ein bischen Hühnerfutter drumherum. Da geht nicht viel schief.

Hardware-mässig mache ich mir auch keine Sorgen. Aber wie siehts mit 
Bootloadern aus? entweder über USB oder über einen USB-RS232-Wandler? 
Wenn die Kommunikation rummzickt, wäre dies sehr sehr mühsam.

Wo könnte man andererseits Preis/Leistungsmässig gute Prototyp-Printe in 
kleinen Stückzahlen bestellen? Bei mir im Betrieb gieng das immer über 
Eurocircuits. Gibts da Alternativen?

MFG
Patrick

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