Robert Teufel schrieb:
> ALso das mit den 11520 Zeichen pro Sekunde ist immer noch sehr
> theoretisch mit einem PC, denn dazu muessten die Zeichen sofort
> nacheinander gesendet werden, was bei einem Betriebssystem wie Windows
> oder auch Linux schon mal sehr unwahrscheinlich ist. Da sind schon mal
> ein paar millisekunden verbraten bis das OS wieder mitspielt.
Seit bald 20 Jahren verwenden die UARTs in PCs sowohl Sende- als auch
Empfangs-FIFOs, die solche "Lücken" ausgleichen können.
Das reduziert auch die Interruptlast, weil ein Interrupt nur erzeugt
wird, wenn der Füllstand des Sende-FIFOs beinahe leer ist (bzw. wenn das
Empfangs-FIFO beinahe voll ist oder noch nicht abgeholte Daten längere
Zeit darin liegen).
Diese FIFOs sind beim "Klassiker" der PC-UART 16550 je 16 Bytes groß,
neuere UARTs, die auch höhere Baudraten als 115200 unterstützen (und
entweder als USB-Seriell-Bridge oder auf PCI/PCIe-Karten zu finden
sind), können auch 128 Byte oder mehr zwischenspeichern.
Der Treiber des Betriebssystemes schreibt soviele Daten auf einem Rutsch
in das Sende-FIFO, wie hineinpassen bzw. liest soviele Daten auf einem
Rutsch, wie im Empfangs-FIFO vorhanden sind.
Damit ist es auch Betriebssystemen wie Windows schon seit langem
möglich, auch über längere Zeit einen kontinuierlichen Datenstrom mit
maximaler Übertragungsrate zu senden und zu empfangen.
UARTs mit FIFO eignen sich nur schlecht für Übertragungsprotokolle mit
byteweisem Handshake oder "Ping-Pong"-Betrieb, hier stören sie eher, als
daß sie von Nutzen sind. In solchen Fällen ist es ratsam, die FIFOs zu
deaktivieren.
Wegstaben Verbuchsler schrieb:
>> es wird auf keinen Fall schneller als 11520 Zeichen / sekunde sein.
>
> ganz sicher nicht, da in den allermeisten Fällen halt 11 bit, und nicht
> 10 bit übertragen werden.
Das variiert je nach Umfeld - für die Ansteuerung von Modems, Terminals
oder Druckern ist 8n1 ziemlich verbreitet. 8e1/8o1 oder gar zwei
Stopbits sind in diesen Fällen bereits exotisch.