mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AT25DF081 Flash - sterben


Autor: Birger S. (birger78)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo wertes Forum,

in einer bestehenden mobilen-low_Power-Embedded-µC-Anwendung tritt seit 
kurzer Zeit ein Flash-Sterben auf.

Neben µC und genanntem Flash AT25DF081 sind weitere Komponenten im 
Einsatz. Sämtliche Bauteile werden bisher direkt durch Akkus gespeist, 
der µC prüft die Akkuspannung und schaltet bei Unterschreiten einer 
Grenzspannung ab. Die restlichen Bauteile werden weiterhin in einem 
"ultra"-low-power-mode versorgt.

Nun zu meiner Frage:

Ist es denkbar, dass das Flash (Vcc=1,65V...1,95V bei Versorgung über 
einen 1,8V-Linearregler) bei erreichen einer "Grenzspannung", bei der 
der Linearregler nicht mehr korrekt arbeitet (Vdo=250mV), durch 
wiederholende Aus-/Einschaltvorgänge zerstört wird? ESD-Schäden können 
zu 99% ausgeschlossen werden.

Bspw. 1,65V werden unterschritten, das Flash schaltet ab, die 
Batteriespannung steigt kurzzeitig wieder um einige mV an, Flash 
schaltet wieder ein... aus.. ein... aus... usw.

Ganz klar, es handelt sich oben um keinen "sinnvollen" Betriebszustand, 
Atmel hat hier bzgl. power up/down recht konkrete Empfehlungen 
http://www.atmel.com/dyn/products/faq_card.asp?faq...

Mir hilft nun auch keine Aussage á la "Dann halt dich halt einfach ans 
Datenblatt.." osä. Die HW-Änderung ist bereits in der Umsetzung.

Meine Frage zielt in diese Richtung:

Ist das/ein Flashsterben in diesem Betriebszustand klar und eindeutig 
nachvollziehbar bzw. auch bereits jemand anderem aufgefallen?

Oder gibt es mitunter fehlerhafte Chargen des genannten Flashs?

Mit Hilfe der Antworten möchte ich eine Abschätzung des Ausfallrisikos 
für bereits ausgelieferte Geräte erstellen.

Vielen Dank für eure Mühe und konstruktive Antworten ;-)

Mit besten Grüßen
Birger

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Birger S. schrieb:
> in einer bestehenden mobilen-low_Power-Embedded-µC-Anwendung tritt seit
> kurzer Zeit ein Flash-Sterben auf.

Da mußt Du schon konkreter werden:
- Daten geändert
- nicht lesbar (alles 00 oder FF)
- nicht schreibbar

Manche Flash haben Schutzbits. Wenn die gesetzt sind, sieht es so aus, 
als ob Schreiben nicht mehr funktioniert.

Hinter den Linearregler sollten dicke Elkos und Suppressordioden, um 
Transienten aufzufangen. Linearregler sind relativ träge, da können 
schnelle Eingangsspannungsänderungen nach hinten durchschlagen.
In KFZ hat man deshalb noch Drosseln vor dem Spannungsregler.

Viele ICs mögen es garnicht, wenn an den Eingängen schon Spannung 
anliegt aber VCC noch 0V ist. Der MC sollte daher erst die Leitungen zum 
Flash aktivieren, wenn Flash_VCC = 1,8V ist.


Peter

Autor: Birger S. (birger78)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Peter,

vielen Dank für deine Antwort schon einmal vorweg!

> Da mußt Du schon konkreter werden:
> - Daten geändert
> - nicht lesbar (alles 00 oder FF)
> - nicht schreibbar

Das ist mir leider derzeit noch nicht möglich; das Gerät wurde extern 
entwickelt und gefertigt. Meine Möglichkeiten sind hier derzeit noch 
recht gering. Der µC funktioniert, kann aber das Flash mindestens nicht 
mehr lesen/schreiben.

> Manche Flash haben Schutzbits. Wenn die gesetzt sind, sieht es so aus,
> als ob Schreiben nicht mehr funktioniert.

Schutzbits sind nicht implementiert.

> Hinter den Linearregler sollten dicke Elkos und Suppressordioden, um
> Transienten aufzufangen. Linearregler sind relativ träge, da können
> schnelle Eingangsspannungsänderungen nach hinten durchschlagen.
> In KFZ hat man deshalb noch Drosseln vor dem Spannungsregler.

ESD-Probleme sollten nicht zu den Ausfällen führen, entsprechende 
EMV-Tests waren sämtlich erfolgreich. Tests mit größeren Kapazitäten und 
Induktivitäten werde ich in jedem Fall einmal durchdenken. Das Problem 
liegt jedoch darin, dass dieses Flash-Sterben nicht 100%ig 
reproduzierbar ist.

> Viele ICs mögen es garnicht, wenn an den Eingängen schon Spannung
> anliegt aber VCC noch 0V ist. Der MC sollte daher erst die Leitungen zum
> Flash aktivieren, wenn Flash_VCC = 1,8V ist.

Das ist ein guter Gedanke! Zumal zwischen uC (Vcc=2,2...3,6V) und Flash 
noch ein Level-Shifter (Vcc=1,1...3,6V) liegt.

Jedoch, müsste dieses Problem nicht reversibel sein? Sprich: Spannung 
weg, normale Betriebsspannung an, alles wieder Funktionstüchtig?

In unserem Fall arbeitet der uC wie gesagt noch (eigener Code im integr. 
Flash) kann jedoch auf seine "Arbeitsdaten" im ext. Flash nicht mehr 
zugreifen/lesen/schreiben/löschen ...

Gruß Birger

Autor: Birger S. (birger78)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hat noch jemand eine weitere Idee?

Beste Grüße
Birger

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.