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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik B125C35A KBPC Kühlen


Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Hallo,

Ich möchte in meinem Netzteil einen Gleichrichter von Reichelt benutzen:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=4608;PROVID=1024
Das ist ein Metallvollbrückengleichrichter im KBPC Gehäuse.
Leider steht in dem Datenblatt nichts über Temperaturkoeffizienten und 
Kühlbleche. Muss ich den überhaupt kühlen? Es handelt sich um 24V bei 
maximal 5 Ampere.

Viele Grüße
Sebihepp

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Sebastian Hepp schrieb:
> Muss ich den überhaupt kühlen

Bei einer Umgebungstemperatur bis 30 Grad Celsius nicht. Darüber wäre es 
anzuraten.

Für Kühlbleche, Kühlkörper: Es gelten die gleichen Berechnungschemen wie 
bei Transistoren.
Grobe Annäherung für die Verlustleistung weißt Du ja: Strom [A] mal 1.4V 
.

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Andrew Taylor schrieb:
>Sebastian Hepp schrieb:
>> Muss ich den überhaupt kühlen
>
>Bei einer Umgebungstemperatur bis 30 Grad Celsius nicht. Darüber wäre es
>anzuraten.
>
>Für Kühlbleche, Kühlkörper: Es gelten die gleichen Berechnungschemen wie
>bei Transistoren.
>Grobe Annäherung für die Verlustleistung weißt Du ja: Strom [A] mal 1.4V
>.
Ja, die Annäherung U*I kenne ich. Und laut Datenblatt fällt bei 
Maximalstrom maximal 1.1V an dem Gleichrichter ab. Aber mit welchem 
Temperaturkoeffizienten muss ich rechnen? Als Kühlkörper würde ich gerne 
einen SMD-IC-Kühler mit 18K/W verwenden. Dieser passt ziemlich genau auf 
den Gleichrichter drauf. Im fertigen Gehäuse wird auch ein Radiator 
drinn' sein. Das sollte die Umgebungstemperatur niedrig halten und für 
genug Frischluft sorgen.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Sebastian Hepp schrieb:
> Als Kühlkörper würde ich gerne
>
> einen SMD-IC-Kühler mit 18K/W verwenden.

Das paßt sehr gut.


> Aber mit welchem
> Temperaturkoeffizienten muss ich rechnen?

Wie meinen?

Autor: Axel Rühl (Gast)
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Sebastian Hepp schrieb:
>> Aber mit welchem
>> Temperaturkoeffizienten muss ich rechnen?

http://wohnen.pege.org/2005-photovoltaik/temperatu...
mit einem postiven, so 2mV/C°. Ist, glaube ich, bei Silizium so.

Du meinst sicher den Wärmeübergangswiderstand, oder?
der Liegt bei unter 2K/W

ausm Datenblatt vom HERSTELLER:
-------------------------------
Wärmewiderstand Sperrschicht – Gehäuse
RthC < 2.0 K/W

Autor: Jens G. (jensig)
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>Ja, die Annäherung U*I kenne ich. Und laut Datenblatt fällt bei
>Maximalstrom maximal 1.1V an dem Gleichrichter ab. Aber mit welchem

Dann sind's 2,2V, mit denen Du rechnen mußt, denn die 1,1V sind pro 
Element (Dioden), und immer zwei Dioden sind pro Halbwelle beteiligt. 
Ist aber je nach Strom unterschiedlich - das DB hat ja ein Diagramm mit 
der Abängigkeit Uf von If.
Falls noch Siebelkos dahinter kommen, muß man mit einem höheren 
effektiven Strom rechnen, als was Du beim Verbraucher letztendlich 
anvisierst.

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Axel Rühl schrieb:
>Du meinst sicher den Wärmeübergangswiderstand, oder?
>der Liegt bei unter 2K/W
Genau den meinte ich. Sorry für die Verwechslung. ^^
Diesen Wert habe ich bei Reichelt nirgends gefunden, auch nicht in dem 
Datenblatt. Also vielen Dank für deine Antwort.

Viele Grüße
Sebihepp

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Jens G. schrieb:
> Dann sind's 2,2V, mit denen Du rechnen mußt, denn die 1,1V sind pro
>
> Element (Dioden),

2.2V für 2 Si-dioden --
Das paßt nicht so recht zu Silizium-Gleichrichtern, Sollte man also 
nochmal nachhaken.

Autor: Jens G. (jensig)
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Warum nicht? Si-Dioden (vor allem hochvoltigere) kommen je nach Typ 
schnell mal über 1V, wenn es tendenziell Richtung Imax geht (um/über 1V 
ist schon fast als üblich anzusehen bei Imax).

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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>Dann sind's 2,2V, mit denen Du rechnen mußt
Uff, dann wird der 18K/W Kühlkörper nicht reichen. Bei maximal 5A sind 
das 11Watt. Also noch ein Profilkühlkörper...

Autor: Jens G. (jensig)
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So denke ich mal.  Bei 5A sinds aber noch unter 1V pro Diode bei der 
35er Diode. Ist also nicht ganz soviel P (wenn rein ohmsche Last)

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Dennoch paßt da irgendwas nicht mit den Überlegungen  der 
Vorwärtsspannung. Ich habe es hier mit dem 10A Typ aufgebaut, und komme 
bis 5,5A rein ohmsche Last ohne Kühlkörper aus.

Wären es wirklich 11W wie oben der TO schreibt, dann wäre der 
Gleichrichter in freier Luft längst überhitzt.

Es muß daher weniger Pv sein.

Autor: mhh (Gast)
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Pack das Ding auf einen KK und gut ist. Nimm etwas in der Größenordnung:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=C86...

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Ja, den selben Kühlkörper wollte ich auch verwenden^^

Autor: Jens G. (jensig)
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>Dennoch paßt da irgendwas nicht mit den Überlegungen  der
>Vorwärtsspannung. Ich habe es hier mit dem 10A Typ aufgebaut, und komme
>bis 5,5A rein ohmsche Last ohne Kühlkörper aus.

Naja - so ein dicker Batzen hat auch viel Oberfläche. Wenn schon ein 
TO220 2W erlaubt (ok, dann glüht der Chip je nach Rjc schon irgendwas um 
die 150°C), dann kann so eine fette Brücke wohl auch ein mehrfaches 
davon.
Auch grad mal einen Test gemacht mit einer B80/70-25 von Fagor mit 5A. 
Da kommt sogar eine Schnapszahl zustande ;-) - 2,22V (wird natürlich 
niedriger, je wärmer es wird). War der Einfachheit halber Gleichstrom.
Ich hab' das Ding natürlich wie eine normale Graetz-Brücke beschaltet, 
also Strom durch 2 Dioden. Ausgang kurzgeschlossen, dann sieht das 
Netzteil diese 2,22V. Wird schon ordentlich heis, wenn man paar Minuten 
wartet - so heis wie ein kochender Top Wasser allemal (dann habe ich 
aufgehört - stieg ja noch weiter)

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