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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ESD Caution ADE77**


Autor: Hans (Gast)
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Hi!

Ich wollte mal fragen, ob ich das mit ESD Caution korrekt verstanden 
habe.

"ESD (electrostatic discharge) sensitive device. Electrostatic charges 
as high as 4000 V readily accumulate on the human body and test 
equipment and can discharge without detection. Although this product 
features proprietary ESD protection circuitry, permanent damage may 
occur on devices subjected to high energy electrostatic discharges. 
Therefore, proper ESD precautions are recommended to avoid performance 
degradation or loss of functionality."

Das steht dazu im Dastenblatt des ADE7758. Ist damit die 
Durchschlagfestigkeit gemeint? Ich kann mir irgendwie nicht so recht 
vorstellen, wie ein so kleiner IC bis 4000 V durchschlagfest sein soll.

Die Spannungseingänge für die Strommessung wollte ich nämlich mit einem 
Shunt beschalten - dann liegen diese Eingänge aber an der vollen 
Spannung von 230 V. Ist dieser IC durchschlagfest? Habe gesehen, dass es 
hier einige mit Shunt machen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hans schrieb:
> Ich kann mir irgendwie nicht so recht
> vorstellen, wie ein so kleiner IC bis 4000 V durchschlagfest sein soll.

Du verwechselst hier Spannung mit Energie.  Auch wenn elektrostatische
Aufladungen einige Kilovolt an Spannung produzieren können, ist die
Energie, die bei einer Entladung frei wird, nicht sehr groß, sodass
sie durch die ESD-Schutzbeschaltung im IC in Wärme umgewandelt werden
kann.

Dein 400-V-Drehstromnetz dagegen hat keine so hohe Spannung, trotzdem
kann es bereits in einer Periode der 50-Hz-Schwingung drastisch viel
mehr Energie bereitstellen, als die komplette ESD-Entladung hat.

Autor: Hans (Gast)
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Also mit dem ADE habe ich vor, Spannugnen von eta 230 V und Ströme von 
etwa 10 A zu erfassen.

Spannung mit Teiler, Strom mit Shunt.

Galvansiche Trennung dann mit Optokopplern.


Hm, ich finde in diesem IC nicht einen Hinweis zur 
Spannugnsfestigkeit...ich finde 230 V für so nen IC schon ganz schön 
viel, oder was meint ihr?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hans schrieb:

> Hm, ich finde in diesem IC nicht einen Hinweis zur
> Spannugnsfestigkeit.

Dann solltest du mal bei Fielmann vorbei schauen.

ABSOLUTE MAXIMUM RATINGS
TA = 25°C, unless otherwise noted.
Table 3.
Parameter                            Rating
AVDD to AGND                         ­0.3 V to +7 V
DVDD to DGND                         ­0.3 V to +7 V
DVDD to AVDD                         ­0.3 V to +0.3 V
Analog Input Voltage to AGND,        ­6 V to +6 V
  IAP, IAN, IBP, IBN, ICP, ICN, VAP,
  VBP, VCP, VN
Reference Input Voltage to AGND      ­0.3 V to AVDD + 0.3 V
Digital Input Voltage to DGND        ­0.3 V to DVDD + 0.3 V
Digital Output Voltage to DGND       ­0.3 V to DVDD + 0.3 V
Operating Temperature
  Industrial Range                   ­40°C to +85°C
Storage Temperature Range            ­65°C to +150°C
Junction Temperature                 150°C
24-Lead SOIC, Power Dissipation      88 mW
  JA Thermal Impedance               53°C/W
Lead Temperature, Soldering
  Vapor Phase (60 sec)               215°C
  Infrared (15 sec)                  220°C

Autor: Robert S. (razer) Benutzerseite
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Jörg Wunsch schrieb:
> Analog Input Voltage to AGND,        ­6 V to +6 V
>   IAP, IAN, IBP, IBN, ICP, ICN, VAP,
>   VBP, VCP, VN


Wobei der Spannungsteiler nicht +-6V ausgelegt werde darf sondern auf 
die maximale Messspannung. Die liegt je nach verwendeter 
Eingangsskalierung bei glaub ich maximal +-1,5V.

Autor: Hans (Gast)
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Hm Okay danke.

Okay, das mit den 6 V habe ich schon gesehen, da war ich mir aber nicht 
sicher, weil das ist schon etwas wenig.


Andere haben es eben auch mit einem Shunt gemacht. Die Eingänge vom 
Strom schwingen doch dann auf den 230 V mit??!! Das ist doch auch nicht 
zuulässig. Oder haben die andern den Shunt in den Sternpunkt eingebaut.

Autor: Robert S. (razer) Benutzerseite
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Hans schrieb:
> Andere haben es eben auch mit einem Shunt gemacht. Die Eingänge vom
> Strom schwingen doch dann auf den 230 V mit??!! Das ist doch auch nicht
> zuulässig. Oder haben die andern den Shunt in den Sternpunkt eingebaut.

?? Mit dem Shunt misst du den Spannungsabfall am Widerstand. Dort kannst 
direkt denn Spannungsabfall messen (differentiell).

Autor: Hans (Gast)
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Hi.

AAALSO,

ich schließe in die Stromleitung einen Shunt an.
Am besten so einen, der als Ausgangsgröße bei maximalenm Strom etwa 
500mV V_dach hat, denn dies ist die Maximalspannung der differentiellen 
Eingänge des ADE's.

Da es sich um eine in Dreieck verschaltete Last handelt, muss man mit 
folgendem rechnen:

- An den drei Leitern liegen die Spannungen UL1, UL2, UL3
- An den Spannungseingang des ADE kommt die Spannung UL12 = UL1-UL2 über 
einen Spannungsteiler
- Der Spannungsabfall am Schunt beträgt VSanode - VSkathode.
 Gegen AGND schwingen aber sowohl VSanode und VSkathode mit etwa 325 V.

Das hält der IC ja nicht aus.

Shunt in die Masseleitung geht auch nicht, da Dreieckschaltung.


Ist die einzige Möglichkeit also, einen Stromwandler zu nehmen 
(Hallwandler...)

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