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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Transil-, Transorb-, Suppressor-, oder Was?


Autor: Nieder mit den Transienten (Gast)
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Hallo zusammen,

ich möchte eine 5-Volt Schaltung vor Transienten schützen.
Idealerweise von -0,5V bis +5,5V. Bei der Vielzahl der angebotenen 
Dioden bin ich leicht verwirrt welche dazu am besten geeignet ist.

Habt ihr aus eurer Praxis Erfahrung im kleinlestungsbereich?

Besten Dank!

Autor: sepp (Gast)
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p6ke 6v8

Verwende ich seit jahren



gruß

Sepp

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Das ist nicht so einfach. Transzorb können zwar eine Menge wegstecken, 
aber oft bleibt eine Restüberspannubg, die deine 5,5V bzw. -0,5V weit 
übersteigen kann. Deswegen wird oft mehrstufig gearbeitet: Z.B. eine 
fette Transzorb als Grobschutz und danach ein 
Widerstands-Dioden-Netzwerk für den Feinschutz, das die Restüberspannung 
der Transzorb zu den Supply-Rails ableitet und damit auf deine 
geforderten 5,5V bzw. -0,5V reduziert.

Was hast du denn überhaupt für Transienten? Surge, Burst, ESD? Und 
welchen Bereich konkret mußt du schützen? Port-Leitungen oder eine 
Spannungsversorgung?

Kai Klaas

Autor: Anja (Gast)
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Nieder mit den Transienten schrieb:
> Habt ihr aus eurer Praxis Erfahrung im kleinlestungsbereich?

Die Dioden sind interessant für energiereiche Impulse (Surge und einige 
KFZ-Impulse). Bei Burst und ESD reicht für niederfrequente Signale ein 
richtig dimensionierter (Kapazität (2n2 - 22nF), Baugröße (nicht unter 
0805), Dielektrikum (nicht zu hohe Verluste), Spannungsfestigkeit (je 
nach Kapazität bis 200V)) Filter-Kondensator ans Gehäuse falls 
anschließend noch mittels RC gefiltert werden kann. Bei hohen Frequenzen 
braucht man Schutzelemente mit geringen Kapazitäten.

Gruß Anja

Autor: Nieder mit den Transienten (Gast)
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So, hab mal eine Skizze gemacht:

Es geht mir um das Unterdrücken von Transienten auf den 5 Volt im 
Messmodul.

Wen ich das richtig sehe, sind das im wesentlichen Gleichtaktstörungen, 
die sich auf den 5Volt und GNDiso gleichmäßig auswirken.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Leider ist deine Skizze nicht sehr aussagekräftig. Wenn möglich mal den 
genauen Schaltplan posten.

Wenn ich das richtig sehe, mißt du etwas an der Netzspannung? Dann ist 
eventuell mit Surges zu rechnen zwischen den "AC In"- Eingängen und wohl 
mit Surges zwischen den "AC In"-Eingängen und der linken Seite des 
isolierten DC/DC Wandlers, also Surges, die die Isolationsstrecke des 
DC/DC-Wandlers beaufschlagen.

Die isolierten 5V sind eher nicht in Gefahr, es sei denn, du hast eine 
Schutzschaltung an den "AC In"-Eingängen, die Überspannungen zu den 
Supply Rails ableitet und dort die Gefahr des Hochlaufens besteht. Hier 
kannst du ja zusätzlich größere Kondensatoren plazieren, die schnelle 
Transienten vollständig absorbieren können. An den Ein- und Ausgängen 
eines DC/DC-Wandlers solltest du ja sowieso PI-Filter haben, die das 
leisten könenn.

Entscheidend ist wohl, das die Isolationsstrecke des isolierten 
DC/DC-Wandler die Surges aushält. Sofern auf der linken Seite die 
Signalmasse geerdet ist (hart/weich) muß dort ein niederohmiger Pfad für 
Surges, Bursts und ESD direkt zur Erde führen, damit die rechts 
eingekoppelten Störungen garnicht erst durch das linke Kontrollerboard 
fließen.

Isolierte DC/DC-Wandler erzeugen in der Regel gewaltige 
Gleichtaktstörungen, die oft eine gewisse Filterkapazität zwischen den 
isolierten Masssen erfordert. Diese Kapazität muß natürlich dann 
ebenfalls Surge aushalten können. Außerdem wird auf diese Weise ein 
Surgestrom auf die linke Seite eingekoppelt, der irgendwie abgefangen 
werden muß.

Wie gesagt, ohne genauen Schaltplan ist nicht zu entscheiden, was du 
wirklich brauchst.

Kai Klaas

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