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Forum: HF, Funk und Felder FM Antenne bauen


Autor: Mario K. (Gast)
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Hallo,
kann mir einer sagen, wie ich eine Zimmerantenne für den FM Bereich 
frickeln kann? Mein Radio hat hinten ein Ausgang wo draufsteht FM 75 
Ohm. Leider bin ich, im Bereich Antennenkram, nun überhaupt nicht 
bewandert.


Gruß Mario

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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FM ist eine Modulationsart und kein Frequenzbereich. ;-)  FM wird
auch auf Kurzwelle (CB-Funk, teilweise Amateurfunk) betrieben,
beispielsweise.

Eigentlich solltest du im Netz ausreichend Anleitungen für eine
VHF-Band-2-Antenne finden.  Das einfachste wäre ein klassischer
Faltdipol (das ist eine langgestreckte Leiterschleife) von 1,5 m
Länge und dann ein Balun auf einem Doppellochkern.  Für letzteren
musst du mal nach einer Aufbauanleitung gugeln.

Autor: Mario K. (Gast)
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Danke werd mal gugeln gehen. Am Radio habe ich trotz alledem zwei 
antennen für Frequenzmodulation und Amplitidenmodulation wieso weiß ich 
auch nicht.

mfg Mario

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mario K. schrieb:
> zwei
> antennen für Frequenzmodulation und Amplitidenmodulation

USA-Unsitte.  Die nehmen "FM" als Äquivalent zu VHF (UKW), während
"AM" dort als Äquivalent für MW gesehen wird.  LW und KW ist offenbar
nichts mehr für das Schubladendenken des Normalnutzers. ;-)

Autor: Mario K. (Gast)
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Ahhhhhhaaaaaaaaa da wurden wir also schon zu DDR Zeiten 
veramerikanisiert.
Ich habs gewußt :-)

Autor: Steffen Warzecha (derwarze)
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So was hat man früher aus 75Ohm Antennen-Bandleitung gebastelt.
Von einem etwa 1,5m langen Stück wurden die Enden verlötet und ein 
Strang der Leitung in der Mitte aufgetrennt und eine Bandleitung zum 
Radio angelötet.
Wenn der Empfänger aber, wie heute  üblich, einen Koax-Eingang hat 
braucht man noch eine Symetrierung, dazu müsste es eine Menge Hinweise 
im Netz geben.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mario K. schrieb:
> Ahhhhhhaaaaaaaaa da wurden wir also schon zu DDR Zeiten
> veramerikanisiert.

"SW" (statt "KW") kenne ich ja von manchem DDR-Radio, was "im Trend"
liegen wollte, aber "FM"/"AM" (als Bezeichnung für Frequenzbereiche
wohlgemerkt) habe ich damals wirklich nicht in Erinnerung.

Rema hat übrigens ziemlich lange (oder komplett?) das Gegenteil
durchgehalten und komplett auf "Neudeutsch" verzichtet.  Da hieß
der Lautstärkeregler dann nicht "Volume", sondern "Lautstärke".

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

ich würde es erst einmal mit einem ca. 75cm langen Draht am inneren 
Anschluss probieren.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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karadur schrieb:

> ich würde es erst einmal mit einem ca. 75cm langen Draht am inneren
> Anschluss probieren.

Ist 'ne ziemliche Krücke, sofern er nicht senkrecht auf einer Metall-
platte von wenigstens 1,5 m Durchmesser steht.  Ohne diese ist das
Strahlungsverhalten eines Monopols reichlich undefiniert, und das
Ding wird extrem davon abhängig, was in der Umgebung gerade passiert.
Da kannst du also plötzlich Stereo-Einbrüche haben, wenn du in einem
bestimmten Abstand daneben stehst oder sowas.

Ein Dipol braucht keine derartige Gegenfläche, dafür aber halt das
Symmetrierglied.

Autor: Thorsten S. (thosch)
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Ich habe gute Erfahrungen mit einer einfach zu bauenden Antenne für 
UKW-Rundfunk gemacht:
Schleifendipol mit Lambda/2 Transformationsleitung

Habe diese Antenne bereits mehrfach gebaut, stets mit sehr guten 
Emfpangsergebnissen.


Den 1,5m Schleifendipol habe ich aus 2,5mm Kupfer-Lackdraht gebogen, als 
Träger dient z.B. eine Holzlatte von 1,5m Länge, auf der die 
Dipolschleife einfach an einigen Punkten mit Heißkleber befestigt wird.

Zum Anschließen der Lambda-halbe-Leitung und der Anschlußleitung (beides 
RG-59) habe ich ein kleines Stück Platine mit einer Massefläche zum 
Anlöten der Abschirmungen und zwei isolierten Inseln für die Dipolenden 
darüber verwendet.
Jedes der Koaxkabel-Enden wird durch je 2 Löcher am Rand der Platine mit 
einem Kabelbinder befestigt.
Die Platine habe ich mit zwei kleinen Holzschrauben an der Latte 
befestigt,
damit ist die Sache stabil genug für eine Unterdachmontage.

Die Anpassung der Dipolimpedanz an das 75-Ohm-Koaxkabel erfolgt über die 
als 4:1 Balun wirkende Lambda/2 Leitung.
Deren Länge beträgt für Bandmitte (98MHz) genau 1m, da der 
Verkürzungsfaktor für RG-59 Kabel 0,66 beträgt.

Nochmal die Eckdaten:
Länge der Dipolschleife: 1,50m
Länge der Transformationsleitung: 1m

Wie der Anschluß zu erfolgen hat,
kann man z.B. auf dieser Webseite sehen:
http://www.dl2jas.com/selbstbau/kabelbalun/kabelbalun.html

Der Antennenstandort sollte möglichst weit entfernt vom Störnebel der 
elektronischen Geräte in der Wohnung sein, ideal ist eine 
Unterdachmontage. Aber selbst auf oder hinter einem Schrank versteckt, 
funktioniert diese Antenne um Klassen besser als die leidigen 
Wurfantennen!

Gruß,
Thorsten

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