Maxx schrieb:
> Dafür gibt es "Compiler compiler"
> Automatisiert das ganze ein wenig.
Das "ein wenig" muss man hier recht ernst nehmen. Das sind meist
Projekte die im EDV-Hype in den 80igern entstanden sind. Interessant,
aber nicht wirklich praktisch nutzbar.
Die Grenze ist die Semantik bzw. die Beschreibung der Zielmaschine.
Abgesehen davon, lassen sich die Parsergeneratoren recht sinnvoll
praktisch einsetzen. Auch hierzu gibt es Debatten die sich vor allem um
die Effizienz drehen.
Allerdings ist das im wesentlichen auch das, was man für einen Assembler
braucht, wenn ich mal von einer üblichen Harvard- bzw. v.-Neumann
Architektur mit den üblichen Adressierungsarten ausgehe. So schwierig
ist das eigentlich nicht. Im wesentlichen ist das Textersatz und ein
wenig herumrechnerei sowie das Einsammeln und patchen von Labels und
Sprungdistanzen resp. Adressen. (Ein Linker ist da schon ein wenig
kitzliger).
sunny schrieb:
> gibt es dafür eine art konfigurierbaren assembler, den
> ich mit meinen opcodes und adressformaten konfigurieren kann und der mir
> dann die programme übersetzen kann?
Genau besehen muss man diese Frage jedenfalls mit einem klaren Nein
beantworten. Es gab und gibt so viele Varianten von verschiedenen
Herstellern, das ein Universalwerkzeug ziemlich umfangreich und
kompliziert zu bedienen wäre. Umgekehrt haben die Hersteller ein
Interesse daran, die Kunden zu binden. Sie liefern Assembler und evtl.
Compiler, wozu dann noch eine Beschreibung des Prozessors in einer
universell verständlichen Sprache?