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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Tiefpassfilter bei DDS vor oder nach Verstärker ?


Autor: ahnungsloser (Gast)
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Hallo,
ich möchte einen Funktionsgenerator mit einem Mega88 via PWM als DAC und 
DDS realisieren.
Um nun das Ausgangssignal von der PWM zu entkoppeln bedarf es ja eines 
Tiefpassfilters.
Was ist nun korrekt:

DDS---[Tiefpass]-----[Verstärker]-----o Ausgangssignal

DDS---[Verstärker]-----[Tiefpass]-----o Ausgangssignal

Und warum ?
Danke !

: Verschoben durch Moderator
Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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korrekt ist es erstmal die Frage nicht ins GCC Forum zu stellen

Autor: ahnungsloser (Gast)
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Uups,
sorry da war ich wohl im falschen Tab ...

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Vorher.

Autor: Hagen Re (hagen)
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Ich würde auch sagen vorher. Mit dem Verstärker verstärkst du erstmal 
alles. Der Aufwand nach dem Verstärker wieder alles zu glätten dürfte 
damit höher ausfallen.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Ich versuche mal eine Begründung: Es ist auf jeden Fall vor dem 
Verstärker besser, denn der Verstärker könnte eine gezielte 
Höhenanhebung haben, wenn er nur endlich schnell ist relativ zum Signal. 
Außerdem wird natürlich der unerwünschte Anteil der Schaltfrequenz 
stärker auch auf die Versorgungen übertragen. Zusätzlich könnte man auch 
am Ausgang noch einmal filtern, aber unerwünschte Signalanteile sollte 
man so nah an der Quelle wie möglich dämpfen oder unterdrücken, das 
macht die ganze Schaltung "ruhiger", auch was EMV angeht.

Autor: Hagen Re (hagen)
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Naja sagte ich doch ;) er verstärkt im schlechtesten Falle alles.

Autor: dom (Gast)
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zu den obigen begründungen kommt noch hinzu, dass man durch den 
verstärker energie hineinpumpt, die dann später durch den filter auf den 
müll geworfen wird

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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ahnungsloser schrieb:
> Hallo,
> ich möchte einen Funktionsgenerator mit einem Mega88 via PWM als DAC und
> DDS realisieren.

Das geht nicht!!! Entweder Du machst eine Signalerzeugung nach dem 
DDS-Verfahren oder per PWM - beides geht nicht. Falls Du trotzdem 
meinst es so realisieren zu können, dann poste mal ein 
Prinzip-/Blockschaltbild, damit man sehen kann, wie Du Dir das gedacht 
hattest (als Beispiel - bei DDS brauchst Du zumindest einen Offset-Wert 
(bestimmt u.a. die Ausgangsfrequenz), einen 'breiten' Addierer, ein 
Signal-Speicher (RAM/ROM), usw. - das ganze dann natürlich graphisch 
dargestellt).

> Um nun das Ausgangssignal von der PWM zu entkoppeln bedarf es ja eines
> Tiefpassfilters.
> Was ist nun korrekt:
>
> DDS---[Tiefpass]-----[Verstärker]-----o Ausgangssignal
>
> DDS---[Verstärker]-----[Tiefpass]-----o Ausgangssignal

Was nun die weitere 'Behandlung' eines noch digitalen DDS-Signals 
anbelangt, so hängt es davon ab, wo das Signal herkommt.
In Deinem Fall soll es ja wohl ein ATmega88 sein. Wenn man keine Sorge 
tragen muss/kann, das dass digitale Ausgangssignal in der (High- und 
Low-)Amplitude variiert, dann kann man direkt ein entsprechendes 
Tiefpass-Filter nachschalten. Anschließend erfolgt die evtl. nötige 
Impedanzwandlung via Verstärker/OpAmp.
Wer lediglich Sinussignale ausgeben möchte, der sollte es evtl. (und 
idealerweise) in Betracht ziehen bei Anlog Devices (www.analog.com) nach 
fix und fertigen DDS-Chips zu suchen (AD98xx-Serie), die man dann via µC 
steuern kann.

Autor: Karl (Gast)
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Hör mal auf zu schreien! Natürlich geht das. Dem PWM-DAC ist es 
schnurzegal woher die Werte stammen.

BTT: Ein klassisches kommt drauf an ist die richtige Antwort.
Brauchst Du eine belastbare Ausgangsspannung? -> Verstärker (z.B. OP) 
hinten dran. Damit kannst Du evtl. auch gleich das Filter realisieren. 
Wenn das egal ist, kannst den Verstärker auch vorne dran machen, dann 
muss er nicht so viel können und ist u.U. einfacher aufzubauen.

Wie so oft fehlen genaue Anforderungen!

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Karl schrieb:
> Hör mal auf zu schreien! Natürlich geht das. Dem PWM-DAC ist es
> schnurzegal woher die Werte stammen.

Ich schreie nicht. Ich stelle lediglich fest, bzw. korrigiere wo nötig.

Beim DDS-Verfahren gibt's keine PWM und schon gar nicht einen ominösen 
PWM-DAC! Und wer im Zusammenhang mit DDS auf einmal von einem PWM-DAC 
redet scheint möglicherweise (bzw. sogar höchstwahrscheinlich) nicht 
genau zu wissen, wie die DDS funzt.
Natürlich ist es auch möglich, dass wir evtl. alle das selbe meinen, 
aber einige einfach nicht den richtigen Terminus benutzten.
Eine (beliebige) Signalform via PWM-Signal zu erzeugen ist eine völlig 
andere Vorgehensweise als es ein DDS-Generator macht! Wer's nicht 
glaubt, sollte sich die Grundlagen/Prinzipien einfach noch mal 
anschauen.

Autor: Thomas B. (detritus)
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Erst verstärken, dann filtern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Friis-Formel

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Raimund Rabe schrieb:
> Karl schrieb:
>> Hör mal auf zu schreien! Natürlich geht das. Dem PWM-DAC ist es
>> schnurzegal woher die Werte stammen.
>
> Ich schreie nicht. Ich stelle lediglich fest, bzw. korrigiere wo nötig.
>
> Beim DDS-Verfahren gibt's keine PWM und schon gar nicht einen ominösen
> PWM-DAC! Und wer im Zusammenhang mit DDS auf einmal von einem PWM-DAC
> redet scheint möglicherweise (bzw. sogar höchstwahrscheinlich) nicht
> genau zu wissen, wie die DDS funzt.
Was geht denn mit dir ab?
Das Verfahren um Wellenformen zu erzeugen(DDS) hat doch nichts mit der 
Wandlung nach Analog zu tun. Man kann sogar eine DDS haben und gar 
keinen DAC (wenn man die Kurvenform dann in einen Speicher schreibt).

Und "omönis" ist ein PWM-DAC wohl auch kaum!

Hauptsache du weißt, wie die DDS "funzt".

> Eine (beliebige) Signalform via PWM-Signal zu erzeugen ist eine völlig
> andere Vorgehensweise als es ein DDS-Generator macht!

Nicht zwangsläufig. Wenn man die PWM Frequenz als Träger benutzt, der 
anschließend rausgefiltert wird (Tiefpass), geht das durchaus.

> Wer's nicht
> glaubt, sollte sich die Grundlagen/Prinzipien einfach noch mal
> anschauen.

Ja, gleichfalls!

Autor: eProfi (Gast)
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Raimund, das geht wirklich. Habe ich selbst schon öfters gemacht.
Ist halt eine billig-Lösung, aber wenn die PWM-Frequenz hoch genug ist, 
klappt es ganz gut.
Atmel AVR314 und andere:
Beitrag "Re: Sinus generieren - welcher AVR am besten?"

erst suchen, dann schreiben.

Der Vorteil beim erst-verstärken-dann-filtern ist, dass die Endstufe 
digital (Class-D) sein kann und deshalb einen hohen Wirkungsgrad hat.

Autor: Stephan (Gast)
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Thomas B. schrieb:
> Erst verstärken, dann filtern.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Friis-Formel

Ja mei, wer sagt denn, dass Rauschen überhaupt relevant ist. Für mich 
sagt die Formel nicht mehr als "nicht unnötig früh abschwächen/filtern".

In der Praxis gibts den Verstärker für den 10-fachen Pegel halt nicht, 
oder nicht mit der erforderlichen Anstiegszeit. Der Filter am Ausgang 
müsste mit Bauteilen mit deutlich schlechteren Paremetern aufgebaut 
werden (und damit lassen sich die Baugruppen nicht mehr verschieben). 
Das Ding wird 10x so groß. ...

Für das Anforderungsprofil: frühzeitig filtern, auf jeden Fall vor der 
"Endstufe".

Auch noch ein Aspekt: Die Endstufe mit Filter ganz am Ende verteilt jede 
Menge HF und versaut dir - in der Praxis - so ziemlich alle Spannungen.
Damit erzeugst du vermutlich mehr Fehler als wenn du die Sache 
frühzeitig "langsamm" machst.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Simon K. schrieb:
> Raimund Rabe schrieb:
>> Karl schrieb:
>>> Hör mal auf zu schreien! Natürlich geht das. Dem PWM-DAC ist es
>>> schnurzegal woher die Werte stammen.
>>
>> Ich schreie nicht. Ich stelle lediglich fest, bzw. korrigiere wo nötig.
>>
>> Beim DDS-Verfahren gibt's keine PWM und schon gar nicht einen ominösen
>> PWM-DAC! Und wer im Zusammenhang mit DDS auf einmal von einem PWM-DAC
>> redet scheint möglicherweise (bzw. sogar höchstwahrscheinlich) nicht
>> genau zu wissen, wie die DDS funzt.
> Was geht denn mit dir ab?

Warum sollte mit mir etwas 'abgehen'?!? Ich bin die Ruhe selbst. 
Scheinbar im krassen Gegensatz zu anderen. ;-)

> Das Verfahren um Wellenformen zu erzeugen(DDS) hat doch nichts mit der
> Wandlung nach Analog zu tun.

Das ist soweit noch korrekt.

> Man kann sogar eine DDS haben und gar
> keinen DAC

Auch bis hier habe ich noch kein Problem damit.

> (wenn man die Kurvenform dann in einen Speicher schreibt).

Ab hier gehe ich nicht mehr konform, oder Du hast es anders gemeint?!
Beim DDS liegt die Kurvenform bereits im Speicher (ROM oder meinetwegen 
auch RAM) vor. Es wird nicht erst dann in den Speicher geschrieben.

> Und "omönis" ist ein PWM-DAC wohl auch kaum!

Ich weiss schon was du/ihr unter PWM-DAC versteht.

> Hauptsache du weißt, wie die DDS "funzt".

Yip, weis ich! Habe einen mal 'zu Fuss' aufgebaut - noch mit TTL-ALUs 
usw.

>> Eine (beliebige) Signalform via PWM-Signal zu erzeugen ist eine völlig
>> andere Vorgehensweise als es ein DDS-Generator macht!
>
> Nicht zwangsläufig. Wenn man die PWM Frequenz als Träger benutzt, der
> anschließend rausgefiltert wird (Tiefpass), geht das durchaus.

Nein!
Beim DDS wird fortlaufend ein Phasen-Offset addiert, mit dem man die 
spätere Ausgangsfrequenz bestimmt. Die höherwertigen Bits des Addierers 
bilden die Adresse für den Kurvenformspeicher, dessen Datenbits auf 
einen 'normalen' DAC gehen.
Die Daten im Kurvenformspeicher sind im Allgemeinen keine Signale für 
einen PWM-DAC.
Natürlich könnte man jetzt auf die Idee kommen die absoluten 
Spannungswerte mit denen der 'normale' DAC gefüttert worden wäre in ein 
Puls/Pausen-Verhältnis einer PWM umzuwandeln. Letzteres scheint wohl das 
zu sein, was ihr als "PWM-DAC" in Verbindung mit einer DDS benutzt, 
vermute ich jetzt mal!?!
Diese Methode würde aber die Kurvenform weiter verschlechtern, bzw. die 
obere Grenzfrequenz geht weiter in den 'Keller' oder es ist ein größerer 
Filteraufwand nötig.

Also, don't worry, be happy now, eine traditionelle DDS benutzt in 
keinem Fall einen PWM-DAC. Bei der Benutzung von µCs und wenn man 
externe Hardware vermeiden will/muss, so kann es durchaus sein die 
'Krücke' von PWM-DAC zu benutzen.
Mich würde mal die Qualtität (nachweislich) eines so von Euch erzeugten 
Signals interessieren. Berauschend dürfte es wohl nicht sein.

>> Wer's nicht
>> glaubt, sollte sich die Grundlagen/Prinzipien einfach noch mal
>> anschauen.
>
> Ja, gleichfalls!

q.e.d.???

Autor: Hagen (Gast)
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Das geht schon. In deinem parallel gefütterten DAC arbeitet dieser mit 
dem Takt mit der auch der DDS arbeitet synchron. Dein DAC ist zb. 8 Bit 
breit = 256 Schritte. Du musst nun um den Vergleich zum "PWM-DAC" fair 
zu gestalten diesen "PWM-DAC" natürlich mit weit höherem PWM Takt 
betreiben als die DDS benutzt. Dann wird auch ein Schuh draus wenn man 
einen Class-D Verstärker damit ansteuert und auf Grund der wesentlich 
höheren PWM Frequenz so viel einfacher am Ausgang des 
Class-D-Verstärkers wieder filtern kann.
Und ja, den Datenwert den die DDS per Lookuptable ermittelt wird direkt 
als Dutycycle der PWM benutzt. Denn dieser Datenwert ist ja in deinem 
DAC auch nichts anders als proportional zur Ausgangsspannung nach deinem 
DAC. Gleiches gilt für die PWM.

Gruß Hagen

Autor: Hagen (Gast)
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Übrigens hier http://elm-chan.org/works/mxb/report.html wird das 
praktisch umgesetzt. Die Ausgänge des AVRs arbeiten defakto als 
Class-D-Verstärker und treiben direkt den Lautsprecher. Die Wavetables 
sind nur ein andere Name für die DDS. Benutzt wird PWM für den "DAC".

Gruß Hagen

Autor: Hagen (Gast)
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nochwas: höhere dir den Sound dazu an 
http://members.jcom.home.ne.jp/felm/mg.mpg Für diesen geringen Aufwand 
ist das super und beweist das es so ebenfalls geht.

Gruß Hagen

Autor: Stephan (Gast)
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Hagen schrieb:
> Die Ausgänge des AVRs arbeiten defakto als
> Class-D-Verstärker und treiben direkt den Lautsprecher.

Ich glaube nicht, dass der TE an einen Class-D-Verstärker gedacht hat. 
Die Frage wo gefiltert wird gäbs dann nicht.

Autor: Hein Mück aus Bremerhaven (Gast)
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Angehängte Dateien:

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Ich möchte mal 5 Anmerkungen hier loswerden:

1. Ich würde das Tiefpassfilter gleich am Ausgang des DAC verbauen.
Dann kommt der Verstärker, davor eventuel noch eine Stufe zur 
Amplituden-einstellung und Offset-addition. Am Ausgang des Verstärkers 
würde ich vieleicht doch noch so ein ganz kleines Filterchen 1. bis 2. 
Ordnung vorsehen, so z.B. aus dem Bauch 10µH & 1nF um 
Hochfrequenzrauschen noch ein bischen rauszufiltern.

2. Einige AVR haben doch so eine PLL an Bord um einen 64MHz für den PWM 
zu erzeugen. Oder ist das nur den ATtiny25 alleine?
Mit 64MHz für den Timer der die 8-Bit PWM erzeugt müsste sich da doch 
eine PWM-Frequenz von 64MHz/256 = 250kHz ergeben.
Mit diesen 250kHz als Taktfrequenz für die DDS sollte die nach Nyquist 
höchste darstellbare Frequenz <= 125kHz sein. Das gilt natürlich nur 
wenn in der DDS-Look-up-tabelle eine Sinuskurve gespeichert ist.

3. Wenn man die Qualität bei der DDS maximal ausnutzen will, sollte bei 
einer angestrebten Grenzfrequenz von 1/3 f_Takt das Tiefpassfilter am 
Ausgang des DAC mindestens die selbe Ordnung wie die Bitzahl des DAC 
haben.
Also am Ausgang eines 14-Bit DAC's würde ich einen Tiefpass 14.er 
Ordnung bauen. Da wird, wenn es ein kommerziell herzustellendes Produckt 
ist, die Buchhaltungsabteilung natürlich dazwischen hauen.

4. Wenn man eine DDS hat die mit einer einer bestimmten Taktfrequenz 
läuft und ich stelle eine Ausgangsfrequenz von 1/3 f_Takt +0.1Hz ein, 
macht das Signal am Ausgang des DAC einen schönen Zappeltanz auf dem 
Oszilloskop.
Der Sinus besteht nur noch aus 3 Treppenstufen. Da ich gerade keinen 
Versuchsaufbau zur Hand habe, um es zu fotografieren, habe ich es 
einfach mal eben aus dem Gedächnis gezeichnet. Die +0.1Hz dienen dazu, 
das es auf dem Oszilloskop zappelt.
Man glaubt es kaum, aber es ist tatsächlich möglich diesen Schrott mit 
einem Tiefpass höherer Ordnung zu einem Sauberen Sinus zu filtern!
Habe ich schon gemacht, weiss also wovon ich spreche  :-)

5. Finde diesen Thread ganz interessant. @ Threadstarter ahnungsloser 
(Gast): informiere uns ruhig mal über Projektfortschritte. Auch das eine 
oder andere Programmfragment wird hier gerne mal gesehen.:-)

Ich habe mir jetzt gerade die Mühe gemacht, das hier alles zu schreiben, 
hat so mindestens eine halbe Stunde gekostet. Aber davon lebt dieses 
Forum :-)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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@Hagen:

Ja, ist sicher nicht ganz das Schlechteste was man mit dem PWM-DAC 
erreichen kann. Für Low- bis Medium Quality sicher brauchbar, für 
High-Quality oder als klirrarmen Generator würde ich es mir jedoch 
verkneifen diese Methode der Analogspannungsgenerierung (mittels 
PWM-DAC) zu benutzen. Bei meinem damals entwickelten Generator gab's 
halt höhere Anforderungen. ;-)

Ach ja, und einen Class-D-Verstärker nachzuschalten ist soweit okay. 
Probleme (bezüglich Amplitudenstabilität) gibt's nur, wenn die 
Betriebsspannung der 'Endstufe' bei unterscheidlichen Lasten mehr oder 
weniger zusammenbricht. Natürlich nur, wenn die Class-D-Endstufe keine 
Rückkopplung haben sollte und lediglich aus einem reinen 
Schaltverstärker (z.B. simple Push-Pull-Anordnung mit zwei Transitoren) 
besteht.
Darum ein "JA, kann man machen, aber ..." als (Teil-)Antwort darauf, was 
man in welcher Reihenfolge anordnet.
Man muss sich halt immer fragen, was will man erreichen - und manchmal 
noch viel wichtiger, mit welchem Aufwand?!?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Raimund Rabe schrieb:
> @Hagen:
>
> Ja, ist sicher nicht ganz das Schlechteste was man mit dem PWM-DAC
> erreichen kann. Für Low- bis Medium Quality sicher brauchbar,

Na das hört sich dann schon ganz anders an, als das ursprüngliche 'geht 
nicht'

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Raimund Rabe schrieb:
>> (wenn man die Kurvenform dann in einen Speicher schreibt).
>
> Ab hier gehe ich nicht mehr konform, oder Du hast es anders gemeint?!
> Beim DDS liegt die Kurvenform bereits im Speicher (ROM oder meinetwegen
> auch RAM) vor. Es wird nicht erst dann in den Speicher geschrieben.
>
>> Und "omönis" ist ein PWM-DAC wohl auch kaum!
>
> Ich weiss schon was du/ihr unter PWM-DAC versteht.

Hehe, was habe ich da geschrieben? "omönis"? :-)
Die Kurvenform muss ja nicht unbedingt aus einem Speicher kommen. Ein 
Rechteck oder Dreieck kann ja durchaus auch direkt aus dem 
Phasen-Akkumulator gebaut werden.
Was ich meine ist, das Ergebnis der DDS sukzessive in einen Speicher 
(zum Beispiel WAVE File) zu schreiben, statt die Daten Real-Time 
auszugeben.

DDS selber bezeichnet ja nur das Verfahren mit dem Phasenakkumulator. 
Nicht jedoch die Verwendung eines speziellen DACs oder dass die 
Wellenform Real-Time ausgegeben werden muss.

>>> Eine (beliebige) Signalform via PWM-Signal zu erzeugen ist eine völlig
>>> andere Vorgehensweise als es ein DDS-Generator macht!
>>
>> Nicht zwangsläufig. Wenn man die PWM Frequenz als Träger benutzt, der
>> anschließend rausgefiltert wird (Tiefpass), geht das durchaus.
>
> Nein!

Doch doch, ich weiß ja auch wie eine DDS (so grob!) funktioniert und du 
weißt es auch ;-)
Die DDS selber erzeugt diesen Träger natürlich nicht, das macht dann der 
PWM DAC. Zum Beispiel: Man erzeugt mittels DDS einen 1kHz Sinus und gibt 
den auf einen PWM DAC mit einer Trägerfrequenz von 100kHz (Das ganze 
natürlich eben pulsweitenmoduliert). Wenn man die Trägerfrequenz jetzt 
wieder rausfiltert, hat man das 1kHz Sinus Signal (idealerweise 
natürlich) wieder zurück.

> Natürlich könnte man jetzt auf die Idee kommen die absoluten
> Spannungswerte mit denen der 'normale' DAC gefüttert worden wäre in ein
> Puls/Pausen-Verhältnis einer PWM umzuwandeln. Letzteres scheint wohl das
> zu sein, was ihr als "PWM-DAC" in Verbindung mit einer DDS benutzt,
> vermute ich jetzt mal!?!
Genau darum gehts. Sollte ja auch erlaubt sein, dieses nach wie vor DDS 
zu nennen, da das Verfahren "DDS" ja nicht vorschreibt, wie die 
Ausgabewerte verwendet werden müssen.

> Diese Methode würde aber die Kurvenform weiter verschlechtern, bzw. die
> obere Grenzfrequenz geht weiter in den 'Keller' oder es ist ein größerer
> Filteraufwand nötig.
Klar, wie bei einem PWM DAC ist (idR) immer ein Filter zur Unterdrückung 
der Trägerfrequenz notwendig (zum Beispiel auch beim Class-D Verstärker. 
Zumindest bei langen Lautsprecherstrippen).

> Also, don't worry, be happy now, eine traditionelle DDS benutzt in
> keinem Fall einen PWM-DAC.
Muss ja nicht alles traditionell sein :-D

> Bei der Benutzung von µCs und wenn man
> externe Hardware vermeiden will/muss, so kann es durchaus sein die
> 'Krücke' von PWM-DAC zu benutzen.
> Mich würde mal die Qualtität (nachweislich) eines so von Euch erzeugten
> Signals interessieren. Berauschend dürfte es wohl nicht sein.
Nanana! Du bist voreingenommen. mit PWM-DACs kann man durchaus hohe 
Signalqualitäten erreichen. Wie gesagt, schau dir einen Class-D 
Audioverstärker an. Die Teile sind in der letzten Zeit extrem populär 
geworden. Teilweise extrem geringe Klirrfaktoren und das bei extrem viel 
besserem Wirkungsgrad(!).
Wichtig dabei ist, dass die Trägerfrequenz möglichst weit über der 
maximalen Signalfrequenz liegt. Dann kann der Filter sehr gut realisiert 
werden.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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@Simon K.:

Na dann sind wir ja doch langsam 'alle' auf dem selben 'Nenner' - hehe.

Bzgl. Class-D kann ich nur sagen: Habe ich ebenfalls schon gemacht, d.h. 
zwar nicht bei "A" angefangen, sondern bei "T" wie "Tripath", aber auch 
ich bin von der Effizienz überzeugt. Der Klirrfaktor ist ausgesprochen 
gut, was bei dieser Art der PWM auch nicht verwundert - d.h. ohne feste 
Frequenz, sondern Spread-Spectrum, weil, abhängig vom Tripath-Chip, es 
sich dynamisch zw. 600kHz und bis zu 1,2MHz bewegt, abhängig vom 
eingespeisten Musiksignal.

Aber bedenkt man, dass man für eine Audiobandbreite von 20kHz einen Takt 
von bis zu 1,2MHz hat, so ergibt sich daraus ein Faktor von immerhin 60. 
Für "Shannon" reicht ja schon der Faktor von >=2. Und die meisten 
Class-D-Endstufen kommen auch nur in seltenen Fällen in die Region der 
600kHz - viele 'krebsen' bei nur 200...300kHz rum, um die Schaltverluste 
klein zu halten. Entsprechend fallen (leider) auch die Klirrfaktoren 
aus.

Nun, bei meinem DDS-Generator von damals, waren 100kHz obere 
Grenzfrequenz gefordert und der Ref.-Takt lag bei genau 2^24 
(=16.777.216Hz). Dadurch hätte man dann kein extrem Steilflankiges 
Filter benötigt, um die Grundfrequenz aus dem Nutzsignal zu entfernen. 
Für einen 'sauberen' Sinus habe ich dann aber besser gefiltert als 
eigentlich notwendig gewesen wäre. Wer weiss wozu man es eines Tages 
gebrauchen kann. ;-)

Wei auch immer - jeder verfolgt halt gern seine eigene Philosophie und 
beim DDS-Generator verkneife ich mir aus Performance-Gründen den 
PWM-DAC. Für einen 'Poor-Man'-Generator der möglichst wenig externe 
Peripherie benötigt ist der PWM-DAC sicherlich eine sehr gute 
Alternative. ;-)
Ich bin also nicht wirklich voreingenommen, sondern vielleicht ein wenig 
'festgefahren'. :-))

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