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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVR defekt durch zerstörten shunt?


Autor: s.b. (Gast)
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Hallo.

Ich baue grade einen Wechselrichter. Es werden über 2 Schaltmosfets 
einen 50 Hz Transformator angesteuert.
Der Mittelabgriff des Trafos hängt direkt auf plus, die 2 Wicklungsenden 
gehen auf die beiden Lowside Schalt-Mosfets.
Von den SchaltMosfets geht es über einen Shunt auf den Massepunkt. Es 
ist also ein LowSide Shunt.
An diesen Shunt ist direkt der AD Eingang eines Mega8 angeschlossen.

Leider ist mir der Shunt durchgebrannt. Durch einen Programmierfehler 
wurden beide Mosfets gleichzeitig durchgesteuert. Es floss somit ein 
Strom, der nur durch den Gleichstromwiderstand der 
Transformatorenwicklungen begrenzt wurde.
Der Trafo und die Mosfets haben überlebt, aber den Shunt hats innerhalb 
kürzester Zeit zerstört.

Habe einen neuen Shunt eingebaut, doch der Prozessor macht keinen Muks 
mehr.
Kann es sein, dass der AVR Mega 8 durch dieses malheur zerstört wurde, 
weil er auf dem AD Eingang durch dieses Missgeschick 24V DC abbekommen 
hat?

Autor: Gebhard Raich (geb)
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>Kann es sein, dass der AVR Mega 8 durch dieses malheur zerstört wurde,
>weil er auf dem AD Eingang durch dieses Missgeschick 24V DC abbekommen
>hat?
Der ist jetz sicher tot. Fürs nächste Mal Serienwiderstand und 
Diodenklemmung einbauen.

Grüße oder besser Beileid

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  s.b. (Gast)

>An diesen Shunt ist direkt der AD Eingang eines Mega8 angeschlossen.

Keine gute Idee.

>Der Trafo und die Mosfets haben überlebt, aber den Shunt hats innerhalb
>kürzester Zeit zerstört.

Womit dann die Spannung an dem Punkt auf deine Leistungsversorgung 
hochgeht ;-)

>weil er auf dem AD Eingang durch dieses Missgeschick 24V DC abbekommen
>hat?

Jepp! 100 Punkte!

Wenigstens ein mittlerer Längswiderstand von 1-10k sollten dort dran, 
ggf. ein kleiner Kondensator, um böse HF-Störungen zu filtern. Und im 
Falle des Abrauchens des Shunts begrenzt der Widerstand den Strom, damit 
hat der AVR eine Überlebenschance.

MFG
Falk

Autor: s.b. (Gast)
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Diodenklemmung? Also einen Vorwiderstand und eine Z-Diode zur 
Spannungsbegrenzung?

Ne Schutzschaltung dass beide Fets nicht gleichzeitig durchgeschaltet 
werden können und die auch längeres Durchschalten der Fets verhindert, 
sollte ich wohl auch einbauen. Am besten mit diskreten Logikchips gebaut 
dass ein Programmierfehler nicht viel anrichtet.

Im Moment ist die Schaltung noch recht simpel aufgebaut und noch nicht 
besonders geschützt so dass Programmierfehler recht schnell zu 
Hardwareschäden führen können :(

mfg

Autor: Anja (Gast)
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s.b. schrieb:
> dass Programmierfehler recht schnell zu
> Hardwareschäden führen können

Nicht nur Programmierfehler evtl. auch Unterspannungsresets oder 
ähnliche Dinge wie Störimpulse an die du nicht im Traum denkst. In 
meinen Augen sollte die Leistungshardware immer so eigensicher aufgebaut 
sein daß auch ohne Prozessoreingriff kein kritischer Zustand entstehen 
kann.

Gruß Anja

Autor: Peter Dannegger (peda)
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s.b. schrieb:
> Durch einen Programmierfehler
> wurden beide Mosfets gleichzeitig durchgesteuert.

Schau Dir mal ATTiny25 oder ATTiny261 an.
Die haben PWM-Gegentaktausgänge mit Totzeitgenerator.
Dann kann man nur sehr schwer durch Programmierfehler beide FETs 
einschalten. Man müßte absichtlich die PWM aussschalten und dann beide 
Pins manuell einschalten.

> Kann es sein, dass der AVR Mega 8 durch dieses malheur zerstört wurde,
> weil er auf dem AD Eingang durch dieses Missgeschick 24V DC abbekommen
> hat?

Naja, ist denn 24V > 5V?
Ein bischen schon.

Alle Pins dürfen nie >VCC und <GND sehen!

Schalte in Eingänge 10k Schutzwiderstände, wenn das nicht gewährleistet 
ist.
Die Eingänge sind ja CMOS, da stören 10k nicht.


Peter

Autor: Jens G. (jensig)
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@s.b. (Gast)
>Diodenklemmung? Also einen Vorwiderstand und eine Z-Diode zur
>Spannungsbegrenzung?

Vorwiderstand ja, Diode nein. Denn der µC hat ja selber schon 
Schutzdioden an jedem Eingang. Mußt nur aufpassen, daß der Strom über 
den Widerstand im Falle von 24V nicht die Vcc des µC hochzieht. Da aber 
bei 24V und 10k nicht mehr als 2mA fließen können, sollte das kaum 
passieren (es sei denn, der µC geht in den Sleep mit viel weniger 
Stromverbrauch)

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Und bei nennenswerten Leistungen nimmt man lieber einen sehr kleinen 
shunt und OP-Verstärker, um auf gut messbare Pegel zu kommen.
Hätte dir nebenbei auch den Prozessor gerettet :-)

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