mikrocontroller.net

Forum: Platinen Stencil Lötpaste - Wie wirds gemacht?


Autor: Michael H. (overthere)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

hat jemand Infos/Tipps für mich, wie man mit Stencils Lötpaste aufträgt? 
Youtubevideos waren leider nicht so aufschlussreich.
Vorallem, was nehme ich als Lötpaste? bekomme ich das bei Reichelt?

Grüße

Michael

Autor: Gebhard Raich (geb)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Du musst deine Platine fixieren. Dann das Stencil ausrichten sodass die 
Löcher genau über den Pads sind. Das Stencil dann ebenfalls 
fixieren.Dann nimmst du eine Spachtel (möglichst neu und keine mit der 
schon Gips gespachtelt wurde)nimmst mit der eine entsprechende Menge 
Paste auf und ziehst diese möglichst mit einem Streich über das Stencil. 
Dann streifst du mit der Spachtel nochmals über das Stenciol um 
überschüssige Paste zu entfernen. Das Stencil kann man dann abheben 
(senkrecht ohne zu verrutschen). Dann bist du fertig.
Das Problem ist für dich vermutlich das Fixieren und Abheben des 
Stencil.
Dafür nimmt man normalerweise einen Siebdrucker. Es gibt auch 
irgendwelche billige Rahmen, weiss aber nicht wo und ob die vernünftig 
funktionieren.
Wenn man fine pitch machen will, braucht man da schon was vernünftiges.

Grüße

Autor: war mal angemeldet (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael H. schrieb:
> hat jemand Infos/Tipps für mich, wie man mit Stencils Lötpaste aufträgt?
mit dem stencil gar nicht =)
die pastenschablone - zu deutsch - wird in einem spannrahmen befestigt 
über der platine ausgerichtet und abschließend fixiert.
erst dann wird ein batzen paste auf die schablone aufgetragen, die dann 
mit einem sog. rakel in die durchbrüche der schablone verteilt 
(gerakelt) wird.

danach den rahmen nach oben setzen und die paste bleibt auf der 
leiterplatte.

> Vorallem, was nehme ich als Lötpaste?
lötpaste am besten... o_O
> bekomme ich das bei Reichelt?
sicher.
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=61392

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
bei einem mylar oder kaptop stenil ist mit etwas übung auch
folgendes möglich:
- evt. auf platinen grosse zuschneiden
- mit etwas kautschuk kleber an den seiten entlang kleben
- ausrichten und trocknen lassen
- lötpaste auftragen
- von einer seite anheben und dann gleichmäßig abziehen

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Gebhard.

> Das Problem ist für dich vermutlich das Fixieren und Abheben des
> Stencil.

Das Abheben wird sehr dadurch erleichtert, wenn man den Stencil nicht 
direkt auf die Platine auflegt, sondern etwas darüber lässt (Wie bei 
Siebdruck eigentlich auch üblich).
Lediglich der Rakel drückt ihn dann herunter.
Wie weit der Abstand stencil-Platine sein muss, hängt auch etwas von den 
Eigenschaften der Paste ab.
Und der Abstand sollte gleichmäßig sein.

Alles das erleichtert das Abheben und macht auf der anderen Seite das 
Fixieren um so schwerer.

Abgerundete Pad Ecken erleichtern ebenfalls das Abziehen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic.


http://www.dl0dg.de

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
was hier noch nicht erwähnt wurde, ist, das vielleicht nicht bei der
ersten Platine, sehr wahrscheinlich aber in der Serie die Platine an
der Stencilunterseite mal kleben bleibt. Daher sollte man den Stencil
zeitweise mit einem fusselfreiem Tuch und alkoholischem Reinigungsmittel
säubern. Man kann sich auch eine entsprechende Halteplatte mit
Fangstiften oder auch eine Vakuumplatte anfertigen. Dann passiert
das nicht.

Autor: Julian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also ich hab den Stencil immer mit Tesa auf der Platine Festgeklebt - 
hört sich nach Ghetto an, ist aber auf jeden Fall bis 0,8mm Pitch völlig 
problemlos möglich

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bei Einzelstücken reicht das ja auch.

Autor: Michael H. (overthere)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gibt es ein professionellen Lötpastenhalter der bezahlbar ist (max. 150 
Euro)?

Wieso ist die Lötpaste so schweinisch teuer? (20 Euro für 10g sind ja 
nicht gerade preisgünstig!)

Schonmal danke für eure Antworten.

Autor: Dietmar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Wieso ist die Lötpaste so schweinisch teuer?

Die wird nur bei Neumond von speziell ausgebildeten Ingenieuren 
angerührt, die dabei komplizierte lateinische Beschwörungsformeln 
murmeln müssen (pecunia non olet).

Autor: oppelt (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael H. schrieb:
> hat jemand Infos/Tipps für mich, wie man mit Stencils Lötpaste aufträgt?
> Youtubevideos waren leider nicht so aufschlussreich.


Video:
http://www.reflow-kit.com/rkde/order_product_details.html

100g Lotpaste für unter 20.- Euro
http://www.reflow-kit.com/rkde/order_product_details.html

Und ein Schablonendrucker für 140.- Euro
http://www.reflow-kit.com/rkde/order_product_detai...

Sorry für die Beta Layout Schleichwerbung  - aber Reichelt wurde ja auch 
genannt und da kostet 5ml 20.- Euro !!

Autor: Bleilöter (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
1. Nimm ein dünnes Holzbrett (oder Plaste) das größer ist als die 
Platine
2. Lege die Platine mittig drauf und klebe an einer Ecke 2 alte 
unbestückte Platinen gleicher Dicke über Eck, also 90° versetzt 
zueinander. Jetzt hast Du eine Referenz auf dem Brett.
3. Schablone drauflegen, ausrichten und auf dem Brett viel Tesa an einer 
Seite fixieren.
4. Jetzt die Paste mit Spachtel (oder einem Platinenrest) auf die 
Platine streichen.
5. Schablone hochklappen, 1. Platine raus, neue Platine rein, 
runterklappen, weiterschmieren...

Autor: Paste (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bleilöter schrieb:
> 1. Nimm ein dünnes Holzbrett (oder Plaste) das größer ist als die
> Platine
> 2. Lege die Platine mittig drauf und klebe an einer Ecke 2 alte
> unbestückte Platinen gleicher Dicke über Eck, also 90° versetzt
> zueinander. Jetzt hast Du eine Referenz auf dem Brett.
> 3. Schablone drauflegen, ausrichten und auf dem Brett viel Tesa an einer
> Seite fixieren.
> 4. Jetzt die Paste mit Spachtel (oder einem Platinenrest) auf die
> Platine streichen.
> 5. Schablone hochklappen, 1. Platine raus, neue Platine rein,
> runterklappen, weiterschmieren...

und du hast 140€ gespart....

Autor: Michael H. (overthere)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
leider geht das Video von dir nicht und ich finde es nicht. Kannst du 
bitte noch den richtigen Link posten?
Edit: Doch gefunden:
http://www.reflow-kit.com/rkde/order_product_detai...

So einen Leiterplattenhalter und Lötpaste werde ich wohl mal bestellen.

Ich wollte das ganze mit Heisluft löten, das sollte doch gehen oder?

Autor: Dietmar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das geht eigentlich sehr gut - aber die Paste spielt eine grosse Rolle. 
Mit der bleihaltigen von Reichelt (weiss nicht, ob es die im Topf gibt) 
ging es bei mir 1A mit Heissluft. Die bleifreie von Voelkner war Horror 
- sehr hoher Schmelzpunkt sogar mit Preheater, ständig Grabsteineffekt 
und zu allem Überfluss komische, angebrannte Flux-Reste.

Autor: Michael H. (michael_h45)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael H. schrieb:
> Ich wollte das ganze mit Heisluft löten, das sollte doch gehen oder?
Wirklich sauber ist das ja nicht.
Die Pasten haben nicht umsonst einen Temperaturverlauf vorgegeben, der 
bei professionellen Fertigern peinlich genau eingehalten wird.

BTW: am LME steht ein Reflow-Ofen im E-Labor.
Noch ein Grund, da mal eine Arbeit zu machen ^^

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Michael.

> Wirklich sauber ist das ja nicht.

Will er eine Fertigung nach Mil Standards aufziehen? ;-)

> Die Pasten haben nicht umsonst einen Temperaturverlauf vorgegeben, der
> bei professionellen Fertigern peinlich genau eingehalten wird.

Trozdem ist das mit Heißluft und etwas Übung gut machbar. Mit 
Anschmorungen in der Nullserie wird er leben können. SMD Bauteile sind 
erstaunlich robust....in 3/4 aller Fälle ist das lediglich ein 
kosmetisches Problem.

Ich finde beim Baumarktheißluftfön mit eingeschränkter Regelbarkeit eher 
lästig, daß er dazu neigt, mir die Bauteile vom board zu blasen. ;-)

Mit freundlichem Gruß: Bernd wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.