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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RC statt Freilaufdiode


Autor: H. Triti (triti)
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Hi,
wenn man mit einem Relais oft schalten will, soll man möglichst wenig 
Funken verursachen weil die Kontakte sonst schneller abbrennen. Wie geht 
das am besten?
z.B. für ein kleineres 12V oder 24V Relais bei 12A. Spule so ca. 40mA.

Ich weiss nur von einer Kombination Freilaufdiode+Zenerdiode.

Geht das mit einem RC schneller / besser?
Wie rechnet man sich vernünftig aus, was man wann dazu braucht?

Folienkondensator (MSK? Tuts ein X2 auch? Wieviel Volt muss der 
vertragen?) und ein Widerstand (0,25W? 0,6W?, wieviel Ohm?) Was nimmt 
man?

lg
Triti

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Triturus Trit (triti)

>wenn man mit einem Relais oft schalten will, soll man möglichst wenig
>Funken verursachen weil die Kontakte sonst schneller abbrennen. Wie geht
>das am besten?
>z.B. für ein kleineres 12V oder 24V Relais bei 12A. Spule so ca. 40mA.

Die Spule ist dabei vollkommen egal. Es geht um die Kontakte. Dort nutzt 
man einen Snubber.

>Ich weiss nur von einer Kombination Freilaufdiode+Zenerdiode.

Das ist für die Spule, siehe Relais mit Logik ansteuern.

MFG
Falk

Autor: H. Triti (triti)
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Hi,
Ach ja: Bei mir gehts nur um DC-Relaisspulen.

> Die Spule ist dabei vollkommen egal. Es geht um die Kontakte. Dort nutzt
man einen Snubber.
Aha, ich dachte wenn der Rückstrom bei der Spule schneller 
zusammenbricht schliessen die Kontakte schneller. Ist also falsch.


Nur damit ich sicher bin.... :-)
Im Link steht
"Oder über der Last:
Bei der zweiten Möglichkeit wird der Stromfluss vom Schalter hart 
unterbrochen, er erzeugt also mehr Störungen als bei der ersten 
Variante. Der Snubber hat hier nur die Aufgabe bei induktiven Lasten die 
darin gespeicherte Energie zu vernichten und so den Abschaltfunken beim 
Relais zu minimieren."
Da steht also "induktive Last". Das ist aber hier die Spule, sondern 
wenn ich mit den Kontakten eine induktive Last schalte. Hilft aber auch, 
wenn die Last nicht induktiv ist. Richtig?

Der Snubber kommt also über die 2 Relais-Schaltkontakte, für die 
Relaisspule reicht eine 1N4148.

lg
Triti

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Triturus Trit (triti)

>Aha, ich dachte wenn der Rückstrom bei der Spule schneller
>zusammenbricht schliessen die Kontakte schneller. Ist also falsch.

Du hast ein besinderes Talent, Zitate vollkommen sinnebtstellend zu 
schreiben und die Leute massiv misszuverstehen.

>wenn ich mit den Kontakten eine induktive Last schalte. Hilft aber auch,
>wenn die Last nicht induktiv ist. Richtig?

Ja.

>Der Snubber kommt also über die 2 Relais-Schaltkontakte, für die
>Relaisspule reicht eine 1N4148.

Ja.

Mfg
Falk

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Triturus Trit schrieb:
> Aha, ich dachte wenn der Rückstrom bei der Spule schneller
> zusammenbricht schliessen die Kontakte schneller. Ist also falsch.

Doch das ist richtig. Je höher die Spannung über der Spule umso 
schneller wird der Strom kleiner und umso schneller öffnet/schließt der 
Kontakt.
Daher für die Relaisspule Z-Diode plus normale Diode.
Die Ansteuerung, ein Transistor beispielsweise muss die höhere Spannung 
dann auch aushalten.



Da die geschaltete Last oft induktiv ist braucht man dort auch einen 
Freilauf. Oft nutzt man hier stattdessen auch Snubber.

Autor: oszi40 (Gast)
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Triturus Trit schrieb:
> Der Snubber kommt also über die 2 Relais-Schaltkontakte, für die
> Relaisspule reicht eine 1N4148.

ja
Die Diode über der Wicklung verzögert jedoch das Abfallen des Relais ein 
wenig, weshalb teilweise eine Z-Diode in Reihe ins Spiel gebracht wird. 
Frage dabei bleibt jedoch, ob Deine restliche Schaltung das verträgt.

Da wir nicht wisssen, was Du im Schilde führst, müße hier die Glaskugel 
ansetzten. Evtl. wäre ein Halbleiterrelais eine Lösung für schnellere 
Schaltvorgänge.
http://de.wikipedia.org/wiki/Relais#Anker:Halbleiterrelais

Autor: Horst Hahn (horha)
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Hallo,

Die Relaisspule sollte auch möglichst schnell "entmagnetisiert" sein.
Also sollte statt einer Diode eher eine Zenerdiode mit Diode mit maximal 
zulässigem Wert, den Deine Ansteuerung ( und die Relaisspule ) aushält, 
der Stromabfall beschleunigt werden, damit die Relaiskontakte möglichst 
schnell öffnen und der dort entstehende Funke möglichst kurzzeitig ist.
Sonst sonst ändert sich die Haltekraft des Elektromagneten sehr langsam 
und der zeitliche Bereich, in dem Federrückstellkraft und magnetische 
Haltekreft sich fast aufheben, ist entsprechend lang und die Kontakte 
werden nicht fest aneinandergepresst.Ausserdem verlangsamt sich der 
Bewegungsablauf des Öffnens, weil die Beschleunigskraft = 
F_Federhebelsystem - F_Magnetsystem = m( Konstant) x a lange in kleinen 
Bereichen bleibt.

Autor: H. Triti (triti)
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> Du hast ein besinderes Talent, Zitate vollkommen sinnebtstellend zu
> schreiben
Immerhin wenigstens ein Talent. Ich hab schon geglaubt...


> und die Leute massiv misszuverstehen.
Mach ich doch nicht absichtlich. Darum viel besser nochmal fragen.
JEZTZ ist es mir klar!

(@ oszi40: Sooo teuer sind Glaskugeln doch auch nicht :-)
Es geht um ein uraltes Schutzgasschweißgerät, das sehr gut funktioniert 
nur frißt es immer ein Relais (24V/12A). Hält immer nur 1 Jahr. Und wenn 
ich jetzt schon daran herumlöte will ich es gleich besser machen.)

Schönen Dank auch!
Es gibt doch noch Leute, die sich klar+einfach ausdrücken können.
Wenn ich darf: LOB!

lg
Triti

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