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Forum: Offtopic Andere Meldungen.


Autor: Heinz F. (heinz_f)
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Das stand zwischen den WM-Schlagzeilen.

Die deutsche Fregatte "Hessen" ist im Verband mit 11 weiteren 
Kriegsschiffen und dem FleugzeugTräger "Harry S. Truman" im persischen 
Golf und in der arabischen See unterwegs. Es werden dort gemeinsame 
Manöver mit anderen Armeen abgehalten.

http://www.marine.de/portal/a/marine/kcxml/04_Sj9S...

Soweit die Meldung.

Sollte jetzt die "Hessen" überraschend & hinterhältig von der iranischen 
Marine angegriffen oder sogar versenkt werden. (Die Iraner kapern ja 
auch mal gerne Boote mit harmlosen Anglern, die aus Versehen zu weit 
abtreiben).
Zahlt dann der deutsche Steuerzahler einen großen Teil, der Kosten, für 
die daraus resultierenden unvermeidlichen alternativlosen militärischen 
Gegenschläge entstehen?????

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Zitat:

gemeinsam üben Deutsche und Amerikaner, Angriffe durch Uboote oder aus 
der Luft abzuwehren, auch die Eskorte des Trägers durch eine Meerenge, 
eine so genannte Choke Point-Passage, steht auf dem Programm.

Ende des Zitates

Aha, die Bundeswehr soll also üben, durch die Straße von Hormus in den 
Persischen Golf einzudringen.

Den nächsten Angriffskrieg wird sie also von Anfang an als 
Vasallentruppe mitbestreiten...

http://de.wikipedia.org/wiki/Vasall

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Könnte passieren. Passt auch dazu:

http://www.seite3.ch/US+Kriegsschiff+Armada+im+Sue...

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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Hatten wir von gut einem Jahr schon mal

http://www.zeit.de/online/2009/29/israel-suez-kanal

Zitat

"Nahost
Israelische Kriegsschiffe durchfahren Suez-Kanal

Zwei israelische Kriegsschiffe haben den Suez-Kanal in Ägypten in 
Richtung Süden passiert. Die Aktion wird als eine Warnung an Iran 
gewertet"

Ende Zitat

Das aber jetzt anscheinend die gesamte Armada der USA dabei ist und der 
seriösen Zeit-Online das Szenario (im Gegensatz zu letztem Jahr) nicht 
mal eine Meldung wert ist, wirft zumindest Fragen auf ..

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Heinz F. schrieb:
> Zahlt dann der deutsche Steuerzahler einen großen Teil, der Kosten, für
> die daraus resultierenden unvermeidlichen alternativlosen militärischen
> Gegenschläge entstehen?????
Wieso alternativloser Gegenschlag? Selbst im kalten Krieg wurden 
gegnerische Schiffe, Flugzeuge etc. zerstört. Da ist auch kein Krieg 
draus geworden.


Meldungen das ein Irankrieg kurz bevor steht, gibt es alle halbe Jahr. 
Mal sind es Kriegsschiffe die irgendwo rumschippern, mal gekaperte 
Schiffe, mal zur Landung gezwungene Flugzeuge, mal der Start der 
iranischen Ölbörse,... Die Verschwörungsfraktion hat in dem Feld eine 
sehr blühende Phantasie :)

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Daß im Suez-Kanal mal Kriegsschiffe herum schippern, hat ja vielleicht 
noch seine Berechtigung darin, daß in der Vergangenheit dort eine Menge 
Frachtschiffe gekapert, Geiseln genommen, und Lösegelder verlangt 
wurden.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Jörg S. schrieb:
> Wieso alternativloser Gegenschlag? Selbst im kalten Krieg wurden
> gegnerische Schiffe, Flugzeuge etc. zerstört. Da ist auch kein Krieg
> draus geworden.

Das lag aber nicht daran, daß ein Krieg nach derlei Ereignissen generell 
unwahrscheinlich wäre, sondern daran, daß keine der beiden Parteien eine 
realistische Aussucht hatte, aus einem Krieg als Sieger hervorzugehen.

Im Verhältnis USA+Vasellen gegen Iran ist die Sutation völlig anders.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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China und Russland dürften da noch ein (gewichtiges) Wörtchen mitzureden 
haben...

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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" .. mal Kriegsschiffe herum schippern .. "

Der Zeit-Online war das letztes Jahr noch eine Meldung wert als 2 
israelische Kriegsschiffe dort rumschipperten. Jetzt sollen es 11 
US-Kriegschiffe sein + eines von Israel sein die dort kreuzen laut

http://www.debka.com/article/8862/

Und das ist der Zeit-Online nicht mal eine Meldung wert? Wie erklärst du 
dir das?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Jörg S. schrieb:
> China und Russland dürften da noch ein (gewichtiges) Wörtchen mitzureden
> haben...

Was habe sie denn für "(gewichtige) Wörtchen" beim Überfall der USA auf 
Irak mitgeredet?

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Platinenschwenker .. schrieb:

>Und das ist der Zeit-Online nicht mal eine Meldung wert?

Da müßte man Zeit-Online selbst nach Gründen fragen.

>Wie erklärst du dir das?

OK, das scheint jetzt ne andere Dimension anzunehmen. Von den Kaperungen 
hört man jedoch so gut wie nichts mehr, oder sie gehen im Rauschen 
unter.

Autor: Heinz F. (heinz_f)
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Ich meine nur, in dem oben verlinkten Artikel steht ganz unten:

"Ende Juni wird der Verband dann Fujeirah in den Vereinigten Arabischen 
Emiraten anlaufen. Dort verlässt die HESSEN den Verband und macht sich 
auf den Rückweg nach Wilhelmshaven, wo sie am 12. Juli erwartet wird."

Wenn ich das bei googleEarth richtig sehe, muss dann die "Hessen" allein 
durch den Golf von Oman an der iranischen Küste vorbei.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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@  Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)

Verstehe mich nicht falsch, ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen. 
Wenn man ein wenig recherchiert bekommt man mit, dass im arabischen Raum 
anscheinend über die vielen US-Kriegsschiffe intensiv diskutiert wird. 
Es wird doch heutzutage jeder Furz als Nachricht bei uns durchgenudelt, 
aber keine der hierzulande namhaften Zeitungen erwähnt die 
US-Kriegsschiffe.

http://www.mediaite.com/online/reports-us-naval-fl...

In Israel wird jedenfalls darüber berichtet, siehe

"Israel’s largest newspaper, Haaretz recently released a report that 
American warships, including the Aircraft Carrier USS Truman, had 
crossed through the Suez Canal into the Red Sea and upset some Egyptian 
opposition groups. Now, there are concerns in the Middle East that the 
presence of American ships could lead to a confrontation with Iran."

Die wiederum berufen sich aber anscheinend auf Arabische Quellen

"The Haaretz report, channeling reports from Arabic sources, states that 
the American fleet was one of the largest seen in the area in years:"

Dennoch kommisch, dass die SZ gerade mal von Guttenbergs Flottenbesuch 
berichtet und den Rest unerwähnt lässt. Aber vielleicht habe ich auch 
was übersehen ..

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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Selbst die Bundeswehr scheint da freizügiger zu berichten

Zitat

"Fregatte HESSEN übt mit der Flugzeugträgergruppe USS HARRY S. TRUMAN"

"Nach einem kurzen Hafenaufenthalt in den Vereinigten Arabischen 
Emiraten wird sie Anfang Juli den Suezkanal in Richtung Norden 
passieren. Am 12. Juli läuft die Fregatte dann wieder in Wilhelmshaven 
ein."

http://www.marine.de/portal/a/marine/kcxml/04_Sj9S...

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Um es noch mal deutlich zu sagen:
"Die Fregatte HESSEN wird nicht in die Operationsgebiete der US-Marine 
im Persischen Golf verlegen."

Quelle:
http://www.abgeordnetenwatch.de/hans_christian_str...

Ein fingierter iranischer Angriff auf das deutsche Schiff dürfte also 
schwierig werden, wenn man nicht mal in die Nähe des Iran kommt...

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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Schon lustig, da wird im Blog doch glatt Ströbele gefragt, welche 
Beweise die Kanzlerin für ein iranisches Nuklearprogramm hätte???

Sachen gibt's. :)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Jörg S. schrieb:
> Ein fingierter iranischer Angriff auf das deutsche Schiff dürfte also
> schwierig werden, wenn man nicht mal in die Nähe des Iran kommt...

Du hast eigenartige Vorstellungen von Krieg...

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Ich habe auch den Eindruck, daß die Piraterie nur der Vorwand für eine 
sonst schwer zu rechtfertigende Präsenz in dieser Region ist.
Ich hoffe aber, daß es bei Gerüchten um einen Angriff bleibt. Der 
"Westen" hat mit Afghanistan und dem Irak nicht nur militärisch, sondern 
auch moralisch überzogen.
Das aufkommende ostasiatische Jahrhundert würde davon nicht aufgehalten 
sondern nur beschleunigt werden.
Ein Angriff auf den Iran würde vor allem für Europa zu einem 
ökonomischen Kollaps führen, gerade in der jetzigen, angeschlagenen 
Phase.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Rüdiger Knörig schrieb:
> Ich habe auch den Eindruck, daß die Piraterie nur der Vorwand für eine
> sonst schwer zu rechtfertigende Präsenz in dieser Region ist.

Originalton Bundeswehr:
gemeinsam üben Deutsche und Amerikaner, ... auch die Eskorte des Trägers 
durch eine Meerenge, eine so genannte Choke Point-Passage, steht auf dem 
Programm.

Das paßt nicht so recht zu einer Anti-Piraten-Aktion...

Autor: Maximilian K. (simulator)
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Die Angst und die Hysterie in den Ländern des "Westens" anheizen und 
einen Kriegsgrund provozieren, das ist wohl die Zielsetzung der USA. 
Vielleicht schießen die USA auch mal wieder ein vollbesetztes 
Passagierflugzeug des IRAN ab? So wie den Iran-Air-Flug 655 im Jahre 
1988 mit 290 Menschen.

Die USA sind und bleiben der schlimmste Terrorstaat seit 1945!

http://de.wikipedia.org/wiki/Iran-Air-Flug_655

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Ich bezog das nicht auf die Übung, sondern auf die schon vorher 
vorhandene maritime Präsenz. So viele Kriegsschiffe für eine Piraterie, 
die vorher nicht wirklich interessiert hat oder die man mittels 
bezahlter Söldnerunternehmungen an Land gelöst hat.

Übrigens: Für Operationen der Luftwaffe ist Georgien von besonderer 
Bedeutung.

Planungsunterlagen für eine ausgearbeitete, aber nie umgesetzte "False 
Flag"-Operation kann man sich im englischen Wikipedia unter dem 
Stichwort "Operation Northwood" ansehen.
Nur falls jemand Bedenken hat, Nachrichtendienste hätten da große 
Skrupel.

Ich hoffe aber weiterhin, daß es ruhig bleiben wird.

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Interessant ist ja, daß Schiffe für "false-flag"-Operationen ("Remember 
the Maine", Lusitannia, Tonking-Zwischenfall,Pearl Harbour...) gern 
genommen werden.
Wahrscheinlich ob des Umstands, daß bei gelungener Operation keine 
Zeugen mehr aussagen können und zufällige Zaungäste recht 
unwahrscheinlich sind.
http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods

Gerade das "Rolling Stones"-Interview von General McCrystal hat aber 
gezeigt, daß auch im militärischen Apparat der amerikanischen Armee noch 
genügend Personen mit wenigstens etwas Rückgrat vorhanden sind.

Daß reduziert die Wahrscheinlichkeit von "Abenteuern" doch recht 
erheblich.

Und falls es den Amerikanern um Herausforderungen geht, so finden sie 
diese momentan im Golf von Mexico zu genüge.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Na und? Wo ist denn da das Problem? Wer jammert denn rum, wenn das 
Benzin plötzlich 2,50 pro Liter kostet, weil Iran die Straße von Hormus 
dicht macht? Wer wird denn dann entlassen, wenn die Wirtschaft in Folge 
eines Kriees da unten krachen geht? Genau, Ihr!
Wie erklären sich immer nur diese Gutmenschenansichten? Die Welt ist ein 
großes Theater und da spielt eben jeder seinen Teil. Wenn ihr meint 
nicht mehr mitspielen zu wollen, dann wird ganz fix jemand kommen, der 
die Situation für sich ausnutzt. Wieso glaubt ihr eigentlich die USA, 
Israel und der Westen seien böse? Wer ist denn der Westen? Wir sinds! 
Ich habe keinen Bock auf Verschleierung und ich bin nicht der Meinung, 
dass die islamische Welt die "Guten" sind. Wir haben mit jeder anderen 
Hegemonialmacht in der Welt mehr zu verlieren als mit den USA. Wieso 
kapiert das eigentlich niemand? Glaubt ihr Russland, das Land der 
Korruption und der toten kritischen Journalisten sei besser? Oder in 
China, wo von der Partei gedeckt Kinder gestohlen, Leute hingerichtet 
und ihre Organe verkauft werden?
Wie bescheuert kann man eigentlich sein, dass man in seinem linken 
Weltbild diese Dinge nicht auch sieht, sondern immer nur das Böse des 
Westens. Der Untergang der USA wird auch der Untergang der EU sein, 
meine Freundinnen und Freunde. Und dann, dann sieht es hier sehr düster 
aus.

Autor: A. K. (prx)
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Rüdiger Knörig schrieb:

> Gerade das "Rolling Stones"-Interview von General McCrystal hat aber
> gezeigt, daß auch im militärischen Apparat der amerikanischen Armee noch
> genügend Personen mit wenigstens etwas Rückgrat vorhanden sind.

Rückgrat? Ich würde es Dummheit nennen, oder Missverständnis der eigenen 
Rolle. Wenn wie hier das Primat der Politik öffentlich verletzt wurde, 
dann bleibt dem jeweiligen Chef nichts anderes übrig, als den Militär in 
die Schranken zu weisen. Man kann sowas ausserhalb der Öffentlichkeit 
diskutieren, man kann auch die Konsequenzen ziehen und den Hut nehmen, 
aber man darf als aktiver Militär nicht den eigenen politischen Chef 
demontieren.

Ein Präsident oder Verteidigungsminister, der sowas toleriert, der lässt 
damit ein Klima zu, in dem sich das Militär als Separatmacht und Organ 
zur Kontrolle der Regierung versteht. Man mag über real existierende 
Demokratien denken was man will, aber Militär ist nun wirklich kein 
anzustrebender Ersatz, auch kein Organ der Gewaltenteilung. Auch wenn 
bestimmte US-Fernsehserien (des immer gleichen Produzenten) dies noch so 
oft verherrlichen.

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Gut, er hätte wie Köhler eine Verlegenheitsentschuldigung herbeizitieren 
können und geräuschlos, evtl. "aus gesundheitlichen Gründen" abtreten 
können.
Seine "wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre fand"-Einstellung dürfte 
aber vielleicht auch andere motivieren, nicht einfach nur Befehle 
auszuführen.

An Tine: die Frage der Moral ist die nach Richtig oder Falsch jenseits 
aller materiellen Überlegungen. Wenn da aus konstruierten Gründen andere 
Völker zusammengebombt oder ausgehungert werden dann ist das falsch.
Und auch in Bezug auf Journalisten und Pressefreiheit steht der Westen 
längst nicht mehr auf einem hohen Ross.
In Amerika und auch Österreich wird derzeit überlegt, völlig äquivalent, 
ja nahezu wortgleich zu sowjetischen Praktiken ""Anti-Terror"-Gesetze 
einzuführen, welche "staatsfeindliche Propaganda" bestraft.
Damit hat man dann auch wieder Pressefreiheit a la DDR.
http://derstandard.at/1277336995553/Mit-Terrorismu...

Und ja, ich hoffe daß wir im aufkommenden asiatischen Jahrhundert mehr 
Ruhe haben werden. Der Buddhismus erkennt in jedem einen individuellen 
Weg zur Erlösung und ist damit diesen wahnsinnigen 
Welterlösungs(führungs)anspruch, der uns gerade in den Abgrund reißt, 
wesensfremd.
Der Buddhist weiß, das er unvollkommen ist solange er auf der Erde lebt. 
Warum soll er sich dann entblöden jemanden anders Vorschriften darüber 
zu machen was er selbst nicht weiß?
Allein damit entfällt dieser Weltbekehrungs- und damit 
Unterwerfungszwang.

Sie erobern uns friedlich mit Containerschiffen statt Flugzeugträgern.

Autor: Heinz F. (heinz_f)
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Was denkst Du, Tine?

Autor: A. K. (prx)
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Rüdiger Knörig schrieb:

> Und ja, ich hoffe daß wir im aufkommenden asiatischen Jahrhundert mehr
> Ruhe haben werden. Der Buddhismus erkennt in jedem einen individuellen
> Weg zur Erlösung und ist damit diesen wahnsinnigen
> Welterlösungs(führungs)anspruch, der uns gerade in den Abgrund reißt,
> wesensfremd.

Tatsächlich hat China keine imperialiale Tradition. Ob das was mit 
Buddhismus zu tun hat wäre indes eine andere Frage. Und an einem 
gewissen Führungsanspruch wird das ebensowenig ändern - der kommt von 
Allein sobald die Mittel dazu da sind.

Die von dir skizzierte rechtliche Entwicklung ist jedoch in weiten 
Teilen Asiens längst Realität. Insofern laufen wir denen jetzt schon 
hinterher - nur sehe ich das nicht als erstrebenswert an.

> Allein damit entfällt dieser Weltbekehrungs- und damit
> Unterwerfungszwang.

So friedlich der Buddhismus daher zu kommen scheint - in Sri Lanka haben 
Mönche brav an den Feindseligkeiten zwischen beiden Parteien mitgemacht. 
Am Menschsein ändert auch der Buddhismus nichts.

Ob der Dalai Lama auch so gute Presse hätte, wenn er noch der amtierende 
Gottkönig Tibets wäre? Ist ein bischen so wie beim Bundespräsidenten. 
Der kann allenfalls dann integrativ wirken, wenn er nur geringen 
Einfluss auf die Tagespolitik hat.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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@  Tine Schwerzel (tine)

Ich hoffe du hast diesen Eindruck nicht von jedem hier. ;) Es gibt auch 
in Israel viele die nicht mit dem was die Regierung dort zu verantworten 
hat einverstanden sind. Ich glaube da muss man schon streng 
unterscheiden zwischen Regierung und Militär auf der einen und der 
Bevölkerung auf der anderen Seite. Ich glaube aber die Gefahr, dass 
gerade Israel militärisch mit einer Hau-Ruck-Aktion gegen diejenigen, 
von denen es sich permanent bedroht fühlt, vorgeht ist nicht von der 
Hand zu weisen (Israel hat sich ja selbst dazu entsprechend immer wieder 
geäußert und die Prävention zum Bestandteil der eigenen Strategie 
erklärt). Im Iran wird nach innen und auch nach außen mit für westliche 
Ohren immer wieder bedrohlich klingender Sprache agiert, aber im Grunde 
folgt der ganzen Kläfferei in aller Regel keine wirkliche Agression. Die 
wirklichen Gefahren geht doch im Fall des Iran nicht vom Staat selber 
aus, sondern von einzelnen Fanatikern, Splittergruppen, religiösen 
Eiferern etc., gegen die ein Mixa (auf dem gerade alle rumhacken, ich 
auch ;)) doch direkt tragisch harmlos wirkt. Die USA kann man auch nicht 
für alles Unheil in der Welt verantwortlich machen, damit überhöht man 
deren Rolle viel zu sehr. Die haben sich ja auch mit dem Irak Krieg 
bereits genug blamiert, auch wenn es inzwischen gewisse Erfolge im Irak 
gibt. Frieden lässt sich auf Dauer nicht mit Militär garantieren, genau 
so wenig wie immer mehr Gefängnisse in USA dem Land nicht immer mehr 
Sicherheit bringen. Was hat schon der einfache Amerikaner auf dem Land 
groß zu entscheiden? Der ist genau so Politikerverdrossen wie wir hier. 
Nur hat der sich im Gegensatz zu uns vielleicht noch die Fähigkeit 
bewahrt an sein Land zu glauben (das heißt schlicht nicht das negative 
Gedankengut im Alltag überwiegen zu lassen, sondern auch das was gar 
nicht so schlecht ist oder sogar ganz gut läuft mal ab und an zu 
würdigen). Die USA haben eine zentrale Person in der sich das 
manifestiert, nämlich ihren jeweiligen Präsidenten. Momentan kann man 
mit Obama im Vergleich zu seinem Amtsvorgänger nach meiner Ansicht (das 
darf gerne jeder so sehen wie er will) noch immer sehr zufrieden sein. 
Ich halte ihn noch immer für eine integere, hochrespektable 
Persönlichkeit. Ich hoffe die USA lassen sich nicht von Israel verleiten 
etwas zu entfachen, was die Welt in Angst und Schrecken versetzt. Noch 
habe ich da aber zuversicht. ;)

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Rüdiger Knörig schrieb:
> Gerade das "Rolling Stones"-Interview von General McCrystal hat aber
> gezeigt, daß auch im militärischen Apparat der amerikanischen Armee noch
> genügend Personen mit wenigstens etwas Rückgrat vorhanden sind.
Und ganz plötzlich wird der ehemalige Handlanger des bösen zur 
Galionsfigur der rechtschaffenen... So schnell kann's gehen :)

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Rüdiger Knörig schrieb:
> Und ja, ich hoffe daß wir im aufkommenden asiatischen Jahrhundert mehr
> Ruhe haben werden. Der Buddhismus erkennt in jedem einen individuellen
> Weg zur Erlösung und ist damit diesen wahnsinnigen
> Welterlösungs(führungs)anspruch, der uns gerade in den Abgrund reißt,
> wesensfremd.
Ja, was für ein Glück für die Menschen in Afrika, das China "nur" ihre 
Bodenschätze plündert ohne ihnen die böse Demokratie zu bringen...

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