Hallo,
ich habe bei meinen Boards immer wieder das Problem, dass ich viele
Stiftleisten löten muss. Was mich aber dabei wahnsinnig macht ist dass
diese nicht in Ihren Löchern stecken sondern eher lose drin sind.
(Anscheinend stimmt das Maß der Stiftleisten nicht mit den Pinheads aus
der Eagle LBR überein) Nun ist das Problem wenn man das Board dreht um
zu Löten die Stiftleisten nach unten rausfallen. Ich helfe mir meist mit
TIXO, aber das kann ja auch nicht des Rätsels Lösung sein. Also,
irgendwelche besseren Vorschläge?
Danke Chris
Auf ein Brett Schaumstoff (2-3cm dick) draufkleben. Das auf die
bestückte Platine drücken, dann umdrehen. Nach dem Fixieren der
Stiftleiste an den Ecken den Schaumstoff wieder wegmachen
(Schmelzgefahr)...
Dir fehlt die dritte Hand.
Ich mach das manchmal so: Leiterplatte in die linke Hand
(Rechtshänder)nehmen, Bauteil (Stiftleiste) bestücken und
mit der linken Hand, quasi wie in einem Schraustock beides
in Position halten.
Vorher hab ich etwa eine Windung Lötzinn abgewickelt und vor mir so
platziert das das Ende des Lötzinns frei hängt. Dann führe ich die
Leiterplatte mit der Stiftleiste mit einem der Pads (egal welcher)
an das Ende des Lötdrahtes, damit die sich berühren. Mit dem
Lötkolben in der rechten Hand kann man dann gut einen Pad löten
und das Bauteil ist fixiert.
Die restlichen Pads sind dann nur noch ne Fleissarbeit.
Man kann auch Lötpaste auf ein Pad schmieren und den dann löten.
Geht genauso gut.
Profis haben, vor allem wenn man gleich viele oder alle Bauteile
bestückt einen sogenannten Bestückungsrahmen wo Schaumstoff die
Bauteile fixiert. Für Bastelein ist das allerdings zu viel Aufwand
und auch zu teuer. Hier mal ein Beispiel:
http://cgi.ebay.de/ISEL-Industrie-Bestuckungsrahmen-Lotrahmen-/150461167326?cmd=ViewItem&pt=Elektromechanische_Bauelemente&hash=item23082f36de
Das Teil von Reichelt ist zwar teuer, aber das bestücken geht damit
wichtig gut! Macht Spaß mit dem Teil zu arbeiten. Ich glaube ich hab das
damals aber für weniger als 50€ bekommen... oO Aber wer es sich leisten
kann und viel Bestücken muss, es lohnt sich.
Je nach Raster der Stiftleisten und Höhe der anderen Bauteile kann es
auch hilfreich sein, eine Lochrasterplatine ohne Kupfer als "Gegenstück"
zu verwenden.
Ich klebe in so einem Fall einen Streifen Kreppband über das Bauteil und
löte 2 Pins an. Nach Kontrolle kann das Klebeband entfert werden und die
restlichen Pins gelötet werden.
Grüsse
Danke für die Hinweise, ich werde mal die Sparkfun Lib testen. Das mit
der Dritten Hand und dem Klebestreifen war bisher mein Weg, da ich aber
öfters schiefe Headers löte (weil irgendwas nicht 100% sitzt usw) und
mich das ziemlich nervt, wollte ich eine Verbesserung.
Danke für alle Vorschläge!
Chris schrieb:> öfters schiefe Headers löte (weil irgendwas nicht 100% sitzt usw)
Du meinst, die Stiftleiste sitzt dann schief in der Platine?
Da hilft nur:
Zuerst einen Pad anlöten, wieder umdrehen, kontrollieren. Eventuell mit
dem Lötkolben freihand von unten an das Pad ran und aufschmelzen, so
dass der Sitz korrigiert werden kann. Und erst dann: Rann an die
restlichen Pads.
Bei LEDs in einer Reihe funktioniert das nicht anders.
mich hätte man ja lachend nach hause geschickt, wenn ich sowas in meinem
umfeld gefragt hätte... unglaublich.
wenn dir dazu selber keine lösung einfällt, ist es nicht vielleicht
das falsche hobby?
Wie wäre es, wenn du einfach eine dritte Hand benutzt.
Die gibt es für höchstens zehn Euro bei fast allen Händlern für
Elektronik-Teile.
Ich hab mir son Teil bei Reichelt geholt und mach das nur noch damit.
Ich bin vorher auch nicht mit "normalen" Bauteilen klargekommen.
Seitdem geht alles super. Da SMD-Platinen mit großen Masseflächen und
MOSFETS sehr heiß an der Unterseite werden, nehm ich die dritte Hand
auch als Halter für die Platine.
Das Teil nimmt dir so viel Arbeit ab... nur löten musst du noch selbst.
Mit freundlichen Grüßen,
Valentin Buck
Hallo Dimi.
> Was mich bei dem Ding wundert - der Preis! Wofür fast 50 Euro?
Naja. Ich hab meines für 5 Euro von ebay.
Ist Aber auch nur halb so groß.
Mich wundert auch der hohe Preis. Eigentlich müssten bei den ganzen
Firmenpleiten mehr von dem Zeug billig zu kriegen sein. Aber vieleicht
wird das ja mittlerweile Großhandelsmäßig alles nach China verschifft.
> Ich mache es auch mit Schaumstoff von Mainboard-Verpackung.
Wenn Du das oft machst, spart Dir der Rahmen Klebeband ein, und Zeit.
Bei meinem Rahmen war der Schaumstoff auch runter. Ich habe ihn auch mit
dem aus einer Mainboard Verpackung erneuert. :-)
Im übrigen kann man in Einzelfällen auch die Stiftleiste mit einem
winzigen Tropfen Heisskleber fixieren. Nachdem dann die beiden ersten
Pins verlötet sind, braucht es den nicht mehr. Wenn der
Heissklebertropfen anschliessend stört: Mit Kältespray besprühen. Er
wird spröde und lässt sich mit einem Schraubendreher rückstandslos
absprengen.
Es soll allerdings auch speziellen Heisskleber geben, der nicht so
versprödet.....
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus
http://www.dl0dg.de
Michael H. schrieb:> mich hätte man ja lachend nach hause geschickt, wenn ich sowas in meinem> umfeld gefragt hätte... unglaublich.> wenn dir dazu selber keine lösung einfällt, ist es nicht vielleicht> das falsche hobby?
Dem muss ich leider zustimmen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie Leute
die einfachsten handwerklichen Handgriffe nicht selber hinbekommen, ohne
vorher ein Onlinetutorial gelesen zu haben. Und solche Leute
beschäftigen sich dann mit Elektronik.
Jürgen W. schrieb:> Ich klebe in so einem Fall einen Streifen Kreppband über das Bauteil und> löte 2 Pins an. Nach Kontrolle kann das Klebeband entfert werden und die> restlichen Pins gelötet werden.
Ich denke das ist das Simpelste und sicherlich auch Billigste. Das geht
übrigens auch mit Tesafilm. Wenn man allerdings viele vereinzelte Pins
auf die Platine löten will ist das seeehrr viel Arbeit! (aber wer macht
solche Layouts?)
Nicht schlecht, was ich da alles lese. Für alles Mögliche gibt es
Hilfen. Ist es wirklich so schwer, eine Stiftleiste einzulöten. Viel zu
viel Aufwand. Stifleiste reinstecken mit einem Finger festhalten.
Achtung Bauteil kann heis werden. Pin verlöten. Kontrollieren und dann
die restlichen nacheinander festlöten. Fertig ist eine Stiftleiste. Ein
Rahmen rentiert sich erst ab hohen Stückzahlen. Mit Übung hat man es
schnell drinnen.
Klaus schrieb:> Michael H. schrieb:>> mich hätte man ja lachend nach hause geschickt, wenn ich sowas in meinem>> umfeld gefragt hätte... unglaublich.>> wenn dir dazu selber keine lösung einfällt, ist es nicht vielleicht>> das falsche hobby?>> Dem muss ich leider zustimmen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie Leute> die einfachsten handwerklichen Handgriffe nicht selber hinbekommen, ohne> vorher ein Onlinetutorial gelesen zu haben. Und solche Leute> beschäftigen sich dann mit Elektronik.
Oh Mann, seid ihr Autisten?
Was spricht denn dagegen, Kollegen nach ihren Tricks zu fragen - es
könnte ja immerhin sein, daß die bessere Methoden entwickelt haben, als
einem selbst eingefallen sind.
Aber wahrscheinlich denkt ihr auch, daß Lesen dumm und gewalttätig
macht...
Bessere Methoden entwickle ich für Niederfeld-Empfindlichkeit in
Detektoren.
ABER DOCH NICHT FÜR EINE STIFTLEISTE?!
Da hakts doch...
Außerdem: http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus
Solltest du scheinbar mal lesen...
Michael H. schrieb:> ABER DOCH NICHT FÜR EINE STIFTLEISTE?!> Da hakts doch...
Sorry, aber das hier ist ein Bastlerforum. Wenn du dir zu fein bist,
dann lies halt woanders.
Michael H. schrieb:> Außerdem: http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus> Solltest du scheinbar mal lesen...
Nun, er hat dir einen Gefallen getan und nannte dich nicht gleich einen
Arroganten Spasten wobei die erhöhte Spannung deiner Gehirnzellen in der
Region deines Ego gemeint ist.
Uhu hat da schon recht Deine letzten Beiträge waren leider meist von der
besserwissenden Art. Darüber solltest Du dir mal nen Kopf machen und das
Gebiet wechseln. Eventuell in irgendeine Einöde wo dich keiner mit solch
banalen Fragen belästigt.
Der TO hat doch eigentlich die 2 Methoden selbst genannt. Festkleben,
macht er ja wohl irgendwie und ein Bestückungsrahmen hat er sich auch
überlegt nur wohl nicht gefunden.
Mehr echte Ideen kahmen hier bisher auch nicht, was soll die Aufregung.
Es nützt sicher nichts das arrogante Geseier der ewigen Besserwisser zu
kommentieren aber ich Frage mich was sich einige darauf einbilden eine
Frage zu Stiftleisten derart zu kommentieren.
Mir hat allein der Sparkfun Link was gebracht, das ich mich hinterher
durch die Sinn- und Nutzlosen Kommentare derjenigen durchwühlen muss die
nicht mal bei so einem Thema ein Mindestmaß an "Funkdisziplin" wahren
können und ihre ach so tollen "Sensorverbesserungen" dort rausholen!
müssen wo Sie absolut nichts zu suchen haben ist ärgerlich.
über einige Tips muss ich auch schmunzeln. "Bauteil mit Tesafilm
fixieren"
Ich mach das so Stiftleiste auf die Platine stecken, die beiden äußeren
Pins verbiege ich etwas und kann dann ohne Rumgewackle der Stiftleiste
in Ruhe löten.
Mal im Ernst, alles mit 2x4 oder größer ist doch easy mit dem Finger
festgehalten. Einzige Sachen wo man nur 1 oder 2 Pins hat ist etwas
kniffelig, da man hier nicht mehr halten kann weil der Pin am Finger zu
heiss wird.
Btw, ich benutze zum Löten auch eine dritte Hande und eine alte
Fliesse(!) als Unterlage. Auf die kann man bei Bedarf auch mal ein
heisses Bauteil zum fixieren aufdrücken...
Man kann auch kleine Stiftleisten festhalten, wenn man nicht mit der
Fingerkuppe auf die Pins drückt (denn die werden ja heiß), sondern mit
dem Fingernagel auf den schwarzen Träger. Der heiße Pin berührt dann
zwar den Fingernagel, aber das merkt man nicht.
Ich find die Idee von dem Sparkfun Typen aber grenz-genial muss ich
zugeben. So einfach und praktisch und es löst zu 100% das Problem.
Oh, da hab ich doch auch mal ne Frage: Kann mir einer erklären, wie ich
ein rotes Fahrrad fahren kann? Ich fahre im Moment ein blaues!
Und wie lötet man eigentlich DIL-20 Gehäuse ein, ich kann nur DIL-14?
Kann jemand dazu bitte man ein Tutorial schreiben, am besten mit Fotos
bitte!
Und wie wisch ich mir eigentlich den Hintern ab? Dazu finde ich einfach
nichts im Netz! ;(
Uhu Uhuhu schrieb:> Endlich hat dieser Klaus ein Thema gefunden, zu dem er was sagen kann...
Und dann auch noch so was sinnvolles. Ich bin beeindruckt.
Na toll, mehr als rumtrollen könnt ihr wohl nicht! Aber meine Fragen
beantwortet das alles nicht! Die Fragen waren ernst gemeint!
Oder seid ihr Autisten?
Was spricht denn dagegen hier mal nach Tricks zu fragen - es
könnte ja immerhin sein, daß jemand bessere Methoden entwickelt hat, als
einem selbst eingefallen sind?
> Und wie wisch ich mir eigentlich den Hintern ab? Dazu finde ich einfach> nichts im Netz! ;(
da kann ich helfen: http://www.geo.de/forum/showthread.html?p=81104
Aber jetzt mal im ernst Leute... gehts noch?
Uhu Uhuhu schrieb:> Was spricht denn dagegen, Kollegen nach ihren Tricks zu fragen - es> könnte ja immerhin sein, daß die bessere Methoden entwickelt haben, als> einem selbst eingefallen sind.
Hallo,
genau, und da sich hier noch viel die Finger beim einlöten verbrennen
sag ich euch, nehmt ein Stück Pappe oder sonst was ihr gerade findet
zwischen Finger und Stiftleiste dann verbrennt man sich auch nicht.
Schöne Grüße
Thomas
Simon K. schrieb:> Man kann auch kleine Stiftleisten festhalten, wenn man nicht mit der> Fingerkuppe auf die Pins drückt (denn die werden ja heiß), sondern mit> dem Fingernagel auf den schwarzen Träger. Der heiße Pin berührt dann> zwar den Fingernagel, aber das merkt man nicht.
unglaublich, so mach ich das seit meiner ersten gelöteten stiftleiste,
ganz ohne tutorial.
also echt, man kann sich auch anstellen. zur not nimmt man eben nochn
stück schaumstoff (zb das zeug wo die ics draufstecken) oder pappe
dazwischen. meist reicht es übrigens ne hässliche erste lötstelle an
irgeneinen pin zu machen.
gut das wir mal drüber geredet haben. :augenroll:
wenn du immer die gleichen Stiftleisten nimmst: ausprobieren, welches
die passende Bohrung ist. Ich nehme z.B. 0,8mm. Dann muss man die
Stiftleisten mit etwas Druck reinpressen und sie fallen nicht mehr raus.
Mit 0,9 mm sind sie zu lose.
Wolle
Chris schrieb:> (Anscheinend stimmt das Maß der Stiftleisten nicht mit den Pinheads aus> der Eagle LBR überein)
Das Maß passt sogar sehr gut, sonst würden sie ja nicht rausfallen.
> Nun ist das Problem wenn man das Board dreht um zu Löten die Stiftleisten > nach
unten rausfallen.
2 Möglichkeiten:
1.) Quick and dirty: Kleiner Löcher bohren (lassen)
2.) Semiprofessionell: Neuen Header (oder wie man das auch immer beim
Adler nennt) generieren und die zwei diagonal äussersten Bohrlöcher um
jenes Maß versetzen welches für eine Selbsthaltung der Stiftleisten
notwendig ist.
Power is nothing without control, Iwan