Guten Morgen!
Einen Port als Ausgang für die Ansteuerung für Wasweissichwas zu
benutzen, wo dann ein paar Milliampere getrieben werden sollen, kommt ja
in "manchen" Anwendungen vor.
Spricht etwas dagegen, diesen Port als durchgeschaltete Masse zu
missbrauchen, sprich, kann ein Port genausoviel treiben wie getrieben
werden?
Johannes K schrieb:> kann ein Port genausoviel treiben wie getrieben> werden?
??
MAch dein Vorhaben mal etwas mehr verständlich, am besten mit
Schaltplan.
Sicher geht das.
Siehe z.B. die vielen Schaltungen, wo LEDs von VCC über einen Controller
nach Masse geschaltet werden.
Ob die Ströme dabei gleich groß sein dürfen, kann dir aber nur das
Datenblatt sagen...
Johannes K schrieb:> Danke, sehr detaillliert...
So wie Deine Angaben halt auch. Garbage in, Garbage out.
Im übrigen sagt Dir das Datenblatt genau, ob/wie das geht. Lesen bildet.
> Spricht etwas dagegen, diesen Port als durchgeschaltete Masse zu> missbrauchen, sprich, kann ein Port genausoviel treiben wie getrieben> werden?
Treiben und getrieben werden ist ja nur eine Frage der Stromrichtung.
Und wenn ein Portpin max. z.B. 20mA gegen Masse treiben kann, dann
bedeutet das nur, dass der Pin 20mA gegen Masse ableiten kann (und sich
dabei ein Spannungsabfall laut Datenblatt einstellt)...
Ich hatte da mal das Problem, dass die Anstiegsflanke der Versorgung
eines AVR-Controllers wegen eines zu großen Siebelkos (wegen Pufferzeit
beim Powerfail) zu langsam war. Das Ding lief dann nicht richtig los.
Abhilfe: Den Kondensator in einen großen C und einen kleinen C aufteilen
und den Großen erst nach einer gewissen Zeit mit einem Portpin aktiv zu
schalten. So hat also ein Portpin die Versorgung des Controllers mit
geschaltet...
> MAch dein Vorhaben mal etwas mehr verständlich
Das wäre nicht schlecht...
Genaueres sagt dir immer das Datenblatt.
Es kommt auch auf die Anwendung an. Man hat an dieser Stelle ja kein
Massepotential, sondern irgendeine Spannung, die sich in der Regel mit
dem Strom ändert. Wenn man das dann als Referenz z.B. für eine
Verstärkerschaltung verwendet, kann man sein blaues Wunder erleben - bis
hin zu unerwünschten Schwingungen durch diese Rückkopplung.
Ich habe eine Schaltung aufgegriffen, die hier bereits vor einiger Zeit
besprochen wurde, bei der zwei PWM jeweils den anderen als Masse
benutzen (natürlich ist nur einer z.Zt. aktiv)
Stichwort "Source/Sink Current" im Datenblatt suchen.
Bei PIC16 geht ca. 25mA in beide Richtungen, aber nicht an allen Ports
auf einmal (Gesamtstrom ist max 200 mA). AVR ist ähnlich.
Natürlich hängt die Spannung am Port von der Belastung ab.
Es lohnt sich, die Ports gründlich zu studieren - nichts ist wichtiger.
Danke für die VOrschläge- leider muss ich bei meiner Optokopplerlösung
bleiben wegen Potenzialtrennung.
Ich versuche gerade zu folgern, warum, wenn ich einen Port mit einem
PWM-Signal beaufschlage, der andere (meine Masse) statt 0V etwa 1V
beträgt!?!
Johannes K schrieb:> Ich versuche gerade zu folgern, warum, wenn ich einen Port mit einem> PWM-Signal beaufschlage, der andere (meine Masse) statt 0V etwa 1V> beträgt!?!
Das hat mit dem PWM nichts zu tun, sondern ergibt sich aus dem Strom und
dem On-Widerstand des "unteren" MOS-FET im Ausgangstreiber des
"Masse"-Pins. Bei symmetrischen Ausgangstreibern liegt die Spannung am
PWM-Pin im High-Zustand übrigens um den gleichen Betrag unter der
Versorgungsspannung wie der "Masse"-Pin über der eigentlichen Masse.
Diese Widerstände, bzw. den Spannungsabfall, den sie produzieren,
solltest Du bei der Berechnung des LED-Vorwiderstands berücksichtigen.
Ansonsten spricht aber nichts dagegen, einen Optokoppler zwischen zwei
Portpins zu klemmen, denn es kommt dabei ja nur auf den Stromfluß durch
die LED an und nicht auf das absolute Potential.
Nein, die andere LED stört nicht. Sie ist ja jeweils im Sperrbetrieb.
Beim Umschalten zwischen den beiden mußt Du halt aufpassen, daß es keine
Versehentlichen Pulse gibt.
Aber warum nimmst Du nicht gleich die beiden Port-Pins als PWM-Ausgänge
und schaltest gegen die echte Masse? Hast Du nur zwei Leitungen zum
Optokoppler?
msch schrieb:> Siehe z.B. die vielen Schaltungen, wo LEDs von VCC über einen Controller> nach Masse geschaltet werden.
Vor 25 Jahren habe ich mit TTL-ICs gearbeitet, da war das noch so.
Heutige aktuelle uCs haben i.d.R. Push-Pull-Ausgänge, die so ca. 20mA
sourcen/sinken können.
Open-Collector, bzw. Open-Drain-Ausgänge mal ausgenommen.
Es gibt immer wieder Tips, da werden Sensoren über einen Port-Pin
bestromt, bei geringem Strom steht da auch die volle Spannung an.
Ich habe jetzt einen Aufbau, da schalte ich die Versorgungsspannung für
ein 868MHz-Funksender über 2 Port-Pins. Alles bestens und man spart
Bauteile.
Deine 1V kommen evtl. daher, daß Du die Ausgänge hoffnungsloß
überlastest, wenn Du den LEDs keine Vorwiderstände vorschaltest. Wie
hoch ist der Strom ?