230V mit Mikrocontroller erfassen

Gast #1771055
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Hallo,


ich suche eine günstige Methode um 230V ~ zu erfassen.
Es muss nur erfasst werden, ob jetzt 230V~ anliegen oder nicht.

Die Schaltung soll in der Hauptverteilung zum Einsatz kommen und von 
einem µC überwacht werden. Wenn jetzt beispielsweise eine Phase oder 
alle 3 Phasen ausfallen, soll der µC zu piepsen beginnen.

Jetzt zur Schaltung. Ich habe mir die folgende Schaltung im Anhang 
überlegt und jetzt ist die Frage an euch, ob diese so verwendet werden 
kann.

Auf der 230V Seite gehe ich über eine Sicherung und Kondensator zum 
Brückengleichrichter und mit der gleichgerichteten Spannung soll ein 
Relais anziehen, welches den µC Pin von +5V wegschaltet.

Wenn jetzt die 230V nicht mehr anliegen, fällt das Relais ab und es 
liegen +5V am µC und dieser beginnt zu piepsen.

Als Relais möchte ich dieses hier verwenden: 
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=C33;GROUPID=3293;ARTICLE=26571;SID=15nLrM@KwQAQ8AAFdkOC4a6c8189a08063f3e3f13490e70297a4b

oder sollte ich gleich ein 230V benutzen?

Im Forum habe ich noch eine ähnliche Schaltung gefunden:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/23670/230v_opto.png

funktioniert die mit den angegebenen Werten?



Gruß
Stefan
Angehängte Dateien:
Gast #1771085
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auf Masse oder +5V ist nur eine Anschluss und Programmierfrage.

Die schmalen 230V Koppelrelais kosten pro Stück 9,95€.

Diese normalen,
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=5;GROUP=C33;GROUPID=3293;ARTICLE=8106;START=0;SORT=user;OFFSET=16;SID=15nLrM@KwQAQ8AAFdkOC4a6c8189a08063f3e3f13490e70297a4b
würden mit Fassung auf 6,05 kommen.
Aber ich finde hierfür kein passendes Enstörmodul.
Meiner Meinung nach ist es nicht nötig, denn es kommt in eine 
Verteilung, wo
nur LS, FI, Zähler und ein Klingeltrafo sind.
Gast #1771110
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MofD schrieb:
> Die Schaltung soll in der Hauptverteilung zum Einsatz kommen und von
> einem µC überwacht werden. Wenn jetzt beispielsweise eine Phase oder
> alle 3 Phasen ausfallen, soll der µC zu piepsen beginnen.

für was brauchts da einen uc, warum nicht den Piepser ans Relais hängen?
#1771116
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@ Netzmann:
Die Schaltung ist schon funktional ok so ... man muss nur aufpassen, 
dass man sie nicht mit einer Lochrasterkarte verwendet, da man sonst 
Mindestabstände zu berührgefährlichen Spannungen unterschreiten würde.

Der Optokoppler könnte die Sicherheits-Anforderung mit seinen 7.6mm 
gerade so halten, die Lochraster-Pads dazwischen würden die 
Luft/Kriechstrecken jedoch gefährlich verkürzen ...

Gleiches gilt natürlich für Relais auf Lochraster-Platinen.

@  MofD:
Falls Du sowas aufbaust, entweder mit sicheren Abständen eine Platine 
ätzen oder durch den Aufbau und durch ausreichend große Bauteile dafür 
sorgen, dass der uC-Kreis an jeder Stelle der Schaltung möglichst weit 
von den 230V entfernt ist!

Gruß,

Kay
Gast #1771320
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> ich suche eine günstige Methode um 230V ~ zu erfassen.


Klassischerweise macht man das so:

L1 --2.2MOhm-- uC Input

L2 --2.2MOhm-- uC Input

L3 --2.2MOhm-- uC Input

N ---2.2MOhm-- uC Masse

d.h. der uC darf nicht woanders angeschlossen werden,
welches ausserhalb der 230V liegt, also z.B. an 1kV.

Siehe
http://www.atmel.com/ AppNote AVR182 "Zero Cross Detector"
http://www.microchip.com/ AN521 "Interfacing to AC Power Lines"
Gast #1771342
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Guten Morgen,


mit der Kriechstrecke passe ich schon auf, wenn es auf lochraster kommt.
Hier habe ich immer die nicht verwendeteten Lötpads entfernt.

Die 230V sind sicher weit weg von µC, denn dieser wird wahrscheinlich 
neben dem Hauptzähler in einem Kunststoffgehäuse montiert.

Den Piepser schließe ich deshalb am µC an, weil dann nur einer benötigt 
wird und der Atmel auch Impulse vom digitalen Stromzähler bekommt.

Ich werde jetzt heute ein paar 230V Relais mit Sockel bestellen. Diese 
Methode erscheint mir am sichersten.


Danke für die Antworten.
Gast #1771601
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Hallo.
An solch eine Schaltung mit dem Optokoppler habe ich auch als erstes 
gedacht. Die Frage an die Experten ist: gibt es hierfür (abgesehen von 
den Bedenken bzgl Abstand - das ist ja eine Designfrage) 
Verbesserungsvorschläge?

Die Geschichte mit der Diode in Reihe wäre eine Variante - muss man eben 
das Datenblatt vom Optokoppler mal studieren ob das ok ist. Da bin ich 
aus dem stand überfragt.

Ich muss nämlich nicht wissen wann Nulldurchgänge etcpp sind. Ich muss 
einfach wissen "230V" oder "nix".
Ich wäre für Verbesseurngen (wenn überhaupt erforderlich) dankbar - dann 
würde ich das genau so einsetzen.

schönen Mittag

ttlbenoetiger
Gast #1771637
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Hi

>Die Frage an die Experten ist: gibt es hierfür (abgesehen von
>den Bedenken bzgl Abstand - das ist ja eine Designfrage)
>Verbesserungsvorschläge?

Ja. Es gibt Optokoppler mit AC-Eingang (z.B. PC814).

MfG Spess
Gast #1771657
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Lothar Miller schrieb:
> BTW:
> Die Verlustleistung am Widerstand aus dem
> Beitrag "Re: 230V mit Mikrocontroller erfassen" lässt sich
> halbieren, wenn die Diode einfach in Reihe vor die LED geschaltet wird.
> Und nein: die LED geht dabei nicht kaputt.

Wenn nur eine Halbwelle gemessen werden soll/braucht, kann man die 
externe Diode doch gleich ganz weglassen?
Gast #1808529
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Hallo zusammen,

ich möchte mit einem µP einen 230 Volt-Verbraucher überwachen und
andere 230 Volt-Verbraucher schalten.

Allerdings hab ich großen Respekt vor den 230 Volt. Ich hab schon viele
µP Projekte erfolgreich abgeschlossen und kenne mich auch mit 230 Volt
Verkabelungen im Haus aus, aber dort nimmt man vorgefertigte Module.

Und genau da liegt mein Problem. Ich weiß wie man die Verbindung
von 230 Volt zu 3 Volt und zurück macht (mit Optokoppler oder Relais
um die gefährlichen 230 Volt von meiner Schaltung zu trennen). Nur ist
das eben theoretisches Wissen und ich will nicht in ne Falle laufen, 
weil
Abstände nicht eingehalten sind oder Leitungen zu klein dimensioniert.

Deshalb suche ich ein Modul (Relaiskarte oder Optokopplerkarte) welche
auf der einen Seite Schraub- oder Klemmkontakte für die 230 volt
hat und auf der anderen Seite die Kontakte für 3 Volt. So muß ich
mir dann eben keine Gedanken machen ob die Schaltung wirklich sicher
ist.
Ich hab auch mal gesucht aber irgendwie nix gefunden. Wißt Ihr
wo man sowas bekomm?
#1815873
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Ein weiterer Punkt ist wichtig beim Thema 230 V Detektor für eine 
Logikschaltung: die am Eingangswiderstand verheizte Leistung.

Bei 230 V mit einem Vorwiderstand von 1M kommt man auf 0,2 mA, d.h. 
beinahe 1/2 W. Bei einer Schaltung, die Tag und Nacht läuft, ist das 
eine ganze Menge - vor allem wenn man mehrere 230 V Kreise überwachen 
will. Wenn man die 230 V über den Vorwiderstand in einen Optokoppler 
schickt, braucht man mehr Strom und einen kleineren Widerstand - die 
verbratene Leistung wird noch wesentlich grösser (ohne galvanische 
Trennung zwischen 230 V und Logik geht es bei mir nicht - Trafo kommt 
nicht in Frage: zu viel Leerlaufleistung, zu viel Platzbedarf).

Ich brauche auch so eine Schaltung wie hier diskutiert, und sehe als 
wesentliches Element vor, den Detektorbauteil ueber einen DC-DC Wandler 
von der Logikseite her zu versorgen.

Dann kann ich den Eingang sehr hochohmig (hoffentlich 10M oder mehr) an 
die 230 V hängen, und kann an den Ausgang des Nulldurchgangschalters 
(oder Schmitt-Triggers) einen Optokoppler hängen, ohne den dafür nötigen 
Strom über eine "Heizung" von den 230 V zu beziehen (die nur 70%ige 
Ausbeute des DC-DC Wandlers ist neben dem dadurch möglichen Gewinn 
vernachlässigbar).

Damit hoffe ich den Leistungsverbrauch für einen galvanisch getrennten 
230 V Detektor wesentlich unter 100 mW zu senken. Ja - bin noch nicht 
zum Ausprobieren gekommen, geht aber sicher.

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