Hallo,
wie ihr der Schaltung im Anhang entnehmen könnt versuchen wir mit hilfe
von Triac´s die Spannung über eine Phasenanschnittssteuerung zu senken.
Unser Problem ist nun, dass das senken der Spannung bis zu einem
bestimmten Winkel alpha problemlos läuft (170V effektiv) und dann unter
dieser Spg. die Vorsicherung durchbrennt. Das komische ist, dass die
Steuerung mit demselben Programm, in verbindung mit einer Glühlampe
(statt Motor) funktioniert. Wenn jemand eine Idee hat würden wir uns
über eine Antwort sehr freuen... danke vorraus
Für was brauchst du so viele Triacs? Eine Phasenanschnittsteuerung
braucht genau EINEN.
Erklär mal genauer was die Anordnung machen soll, bzw. wie die 4 Triacs
angesteuert werden.
Sascha
Zum einen wollen wir die effektive Spg. verändern und zum anderen wollen
wir mit der Steuerung die Frequenz senken.... Die Steuerung soll die
Drehzahl eines einphasen- kondensator-motor (ASM) regeln. Die Spannung
muss dafür langsam herunter geregelt werden. Bei 50 Hz auf die Spg. 1/2
U (ca. 115V).... durch den Phasenanschnitt wird der motor extrem warm,
nun soll die Frequenz mit hilfe der Triac-steuerung auf 25 Hz geregelt
werden. Wird die Frequenz halbiert, halbiert sich aber auch die reaktanz
des Motors. Das hat zur folge das strom sehr hoch wird. Deshalb muss die
Spg. gesenkt werden. usw.... Das Hauptproblem ist aber schon, dass wir
bei 50Hz nicht unter die effektiv Spg. 170V regeln können. (mit
Glühlampe ist das jedoch kein problem) hat jemand eine idee voran das
liegen könnte?
Klaus H. schrieb:> Das Hauptproblem ist aber schon, dass wir> bei 50Hz nicht unter die effektiv Spg. 170V regeln können. (mit> Glühlampe ist das jedoch kein problem)
Eine Glühlampe eben KEIN Kondensatormotor und Verhält sich deshalb auch
komplett anders!
Habt Ihr euren Direktumrichter denn mal mit einer Glühlampe überprüft,
also Spannung und Frequenz nachgemessen (Oszi)??
Habt Ihr euch in das Thema Kondensatormotor eingelesen(Kennlinien,
usw.)?
Wenn das so je funktionieren würde, dann hätten wir schon lange
Umrichter, die mit TRIACs laufen würden. Ich habe noch nie einen
gesehen...
Der Strom durch dem Motor eilt der Spannung hinterher. Wann soll denn
der Triac von alleine abschalten? In alten Umrichtern hat man GTOs dafür
verwendet, aber niemals TRIACs.
Kurz gesagt: Richtet die Wechselspannung gleich und nehmt zwei
IGBT-Halbbrücken, um eine "Neue" daraus zu machen. Die ist dann in
Frequenz und Spannung einstellbar. Nicht vergessen, einen
Bremswiderstand einzuplanen, falls der Motor rückspeist.
Der Direktumrichter funktioniert in verbindung mit einer glühlampe
problemlos. die spg. und den strom haben wir auf einen oszi.
dargestellt... der phasenanschnitt ist mit der glühlampe bei 50Hz, 25Hz
und 16 2/3Hz kein problem. Das der motor eine phasenverschiebung
zwischen spg. und strom hervorruft ist uns bewusst aber der
phasensnschnitt funktioniert bis 170V eff. und dann kommt es zum
kurzschluss obwohl wir nur 2 Triac's (OK10 u. OK20) zünden.....
Mit der Glühlampe geht's. Klar, Phi = 0°, Idealzustand.
Mit Motor liegt Phi bei gefühlten 90°, d.h. die ganzen schönen
Ansteuerszenarien, die Ihr euch ausgedacht habt, sind für die Katz. Bei
einer induktiven Last muß man den Strom messen und danach ansteuern.
Und die 170V die machen wahrscheinlich deswegen Ärger, weil dann die
unbenutzen TRIACs über Kopf zünden, obwohl sie nicht angesteuert werden.
Ist bestimmt eine Menge Dreck auf der Leitung und ich sehe hier Null
Schutzbeschaltung.
wie könnte eine schutzbeschaltung denn aussehen? wir haben den cos phi
bereits gemessen und der ist sehr klein... meinst du, man muss den
trotzdem beachten?
Klausi schrieb:> Unser Problem ist nun, dass das senken der Spannung bis zu einem> bestimmten Winkel alpha problemlos läuft (170V effektiv) und dann unter> dieser Spg. die Vorsicherung durchbrennt.
Ihr habt doch einen Kondensator-Motor, oder?
Habt Ihr Euch mal mal die Phasenströme angeschaut (Oszi)?
Ich sag nur: Kondensator und Phasenanschnitt verträgt sich nicht
besonders gut!
Es könnte daran liegen, dass Ihr tierische Ströme in den Zuleitungen
bekommt, wenn der Kondensator im Prinzip entladen ist, und darauf
gezündet wird.
Das würde ich mir mal anschauen. Vielleicht hilft es auch sich die
Netzspannung zu oszillographieren. Da kann man eventuell Einbrüche
sehen, die auf große Ströme schließen lassen.
Werner
Klaus H. schrieb:> wie könnte eine schutzbeschaltung denn aussehen?
Das mindeste, was über einen TRIAC gehört, ist ein RC-Netzwerk (AKA
Snubber). Der Strom dadurch muß klein gegenüber dem Haltestrom des
TRIACs sein.
> Wir haben den cos phi> bereits gemessen und der ist sehr klein... meinst du, man muss den> trotzdem beachten?
Ich nehme mal an, daß der Motor bisher nur im Leerlauf vor sich hin
dreht. Unter Last wird sich mit Sicherheit der cos phi ändern. Du mußt
doch beim Kommutieren wissen, ob Du den anderen TRIAC zünden darfst,
weil der andere schon gesperrt hat, oder noch nicht. Das kann man bei
einer komplexen, sich im Betrieb ändernden Last nicht mit der Stopuhr
ermitteln.
Du bist ja auch noch gar nicht bei dem Lastfall angekommen, wo alles
abgeschaltet ist, und der Motor rückspeist.
Über wieviel kW reden wir hier eigentlich?
Was treibt der Motor denn an?
In zB Dunstabzugshauben hab ichs schon gesehen, dass der Motor mit 2
Triacs gesteuert wird. Einer, der nur schaltet für den Kondensatorkreis
und einer mit phasenanschnitt für den hauptkreis
Also ich würde das Netz einfach gleichrichten und den Motor zwischen
zwei Halbbrücken hängen. Dann ist man den ganzen Ärger los und viel
flexibler. Ggf. auch links zwei Elkos in Reihe und rechts nur eine
Halbbrücke. Das ist vielleicht von der Höhe der Versorgung her besser.
Fast wie im PC-Schaltnetzteil.
der motor hat so gut wie garkeine last, da es ein lüfterantrieb ist. wir
reden von einer leistung von unter 100 watt. wäre es auch möglich mit
nur zwei triac's eine 25 Hz spg. zu erzeugen?
Bei 4 Triac's läuft es ja nach dem prinzip:
25Hz:
1 Halbwelle zünden Ok10 u. Ok20
2 Halbwelle zünden Ok30 u. Ok40
3 Halbwelle zünden Ok30 u. Ok40
4 Halbwelle zünden Ok10 u. Ok20
ginge das prinzip auch mit zwei Triac's??? man muss ja immer eine
halbwelle hoch- bzw. runter klappen...
Ok, bei einem Lüfter kann man doch auch mit einfachem Phasenanschnitt
für induktive Lasten und unter Ausnutzung des Schlupfes die Drehzahl
herunter bekommen. 100W und entsprechenden Gegendruck vorausgesetzt, das
müsste man doch stellen können.
mit dem phasenanschnitt kann man den lüfter aber nur bis zu einem
bestimmten pkt. herunter regeln (1/2 U). will man noch weniger drehzahl
kann man nur mit frequenz weiter regeln... die schaltung ist ein
bestandteil eines universalmoduls, deswegen will ich die
aufgabenstellung mit dieser Steuerung realisieren. meine frage wäre
jetzt ob das halbieren der frequenz mit 2 triac`s möglich ist?
Für niedreige Drehzahlen gibt es dann noch die Möglichkeit der
Pulspaketsteuerung. Man läßt ein paar Halbwellen durch und macht dann
wieder Pause. Das geht aber auch nicht mit allen Motoren - etwas
Schlupf sollte der Motor schon haben. Die nötige trägheit sollte der
Motor mit Lüfter ja schon haben.
Nun gut.
Gibt es denn überhaupt Messungen, wie der Kurzschluß auftritt?
Gibt es parallele Messungen der Ströme durch alle vier TRIACs?
Die Schaltung mit TRIACs in den Griff zu bekommen, halte ich für
aussichtslos. Wegen der Störungen und wegen der Phasenverschiebungen,
die je nach Last zu unterschiedlichen Abschaltzeitpunkten der TRIACs
führen.
Mit einem Gleichrichter, keinem Ladeelko und zwei Halbbrücken kann man
das System sicherer aufbauen. Die eine HB schaltet man immer für die
gesamte Dauer Halbwelle und mit der anderen macht man den
Phasenanschnitt. Da zündet dann nichts über Kopf, und man kann sicher
sein, daß ausgeschaltet auch ausgeschaltet heißt. Für 100W Motorleistung
gibt es das auch in relativ kleinen Gehäusen mit vollisoliertem
Kühlblech.
Danke für eure intersessanten beiträge aber wir haben das problem jetzt
gelöst... wir haben andere optokoppler eingebaut und nun läuft der motor
wie gewünscht! bis denne euer Klaus H.